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Holger A. L. Faß

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1 Kommentar

  1. Christopher Weidner
    Christopher Weidner
    5. April 2007 @ 17:19

    Im heutigen Duden-Newsletter – den ich übrigens allen Naseweisen empfehlen kann -, war dazu zu lesen:

    Herkunft von “Ostern”

    Seit Mitte des 2. Jahrhunderts feiern die Christen zum
    Gedächtnis des Todes und der Auferstehung Jesu Christi das
    Osterfest. Woher der im Deutschen übliche Name für das
    höchste Fest des Kirchenjahres (mittelhochdeutsch “osteren”,
    althochdeutsch “ostarun”) eigentlich kommt, ist nicht sicher
    geklärt. Es wird eine Verwandtschaft mit dem Substantiv
    “Osten” in seiner eigentlichen Bedeutung “Morgenröte”
    angenommen. Möglicherweise geht der Name des christlichen
    Festes zurück auf ein germanisches Fest, das zu Ehren einer
    Göttin der Morgenröte gefeiert wurde, deren Name allerdings
    nicht sicher bezeugt ist.

    Seit dem 5. Jahrhundert ist für das Osterfest die Bezeichnung
    “albae (paschalis)” bezeugt. Das lateinische “alba” hat die
    Bedeutung “weiß” und nimmt Bezug auf die weißen Kleider der
    Getauften. Im Vulgärlateinischen trug das Wort aber auch die
    Bedeutung “Morgenröte”. An diese Bedeutung könnte sich die
    Benennung des Festes mit einer Lehnübersetzung angeschlossen
    haben.

    Außer im Deutschen ist der Name des Festes im germanischen
    Sprachbereich nur noch im Englischen als “Easter” gebräuchlich.
    Andere germanische Sprachen haben den Namen des Festes
    hingegen aus dem kirchenlateinischen Wort “pascha” entlehnt.
    So heißt es z. B. im Niederländischen “Pasen”, im Isländischen
    “paskar” und im Schwedischen “pask”. In diesen Bezeichnungen
    wird der sprachliche Zusammenhang des christlichen Osterfestes
    mit dem älteren jüdischen Passah- bzw. Pessachfest deutlich.

    Quelle: http://www.duden.de/deutsche_s.....php?id=169

    Herzliche Grüße,
    Christopher

Assoziationen zu Astrologie und Ostern

Aus dem Leben | Ein Kommentar |

Aus aktuellem Anlass abbildung hier mal ein paar Assoziationen, was Ostern mit Astrologie zu tun haben könnte…Woher stammt der Begriff Ostern?
Früher ging man davon aus, dass er von der Göttin Ostara abgeleitet sei. Ostara soll eine teutonische Göttin der Morgenröte gewesen sein. Heutzutage ist man sich jedoch sicher, dass es diese Göttin nie gegeben hat. Vielmehr scheint der Begriff von dem lateinischen Wort austra bzw. dem altslavischen zaustra kommt. Uns kann das aber egal sein: denn auch austra / zaustra bedeutet Morgenröte. Ganz offensichtlich hat Ostern etwas mit dem Morgen zu tun. Tatsächlich finden wir in der Bibel in allen Evangelien betont, dass die Auferstehung Jesus frühmorgens (Johannes), in der Morgendämmerung (Matthäus), in aller Frühe, als eben die Sonne aufging (Markus), in aller Frühe (Lukas) stattfand.

Der Morgen ist der Himmelsrichtung Osten zugehörig – denn im Osten geht die Sonne und gehen die Sterne auf. Interessant: Osten ist sprachverwandt mit Ostern.

Bei einer Horoskopzeichnung ist der Ostpunkt identisch mit dem Aszendenten. Der Aszendent ist das im Osten aufgehende Zeichen. Hier fängt also etwas an, wird etwas geboren. Steht die Sonne im Horoskop am Aszendenten, wird der neue Tag geboren: es ist Sonnenaufgang.

Ostern fällt stets in die Widder-Zeit. Es wird kurz nach der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche zelebriert; denn der Eintritt der Sonne in das Zeichen Widder markiert diesen Punkt der Tag-und-Nachtgleiche. Das ist der Moment im Jahr, an dem Licht und Dunkelheit gleich stark sind – und das Licht tagtäglich zunimmt. Es ist also der Moment, an dem das Licht über die Dunkelheit siegt (oder zu siegen scheint). Egal was vorher war: jetzt kommt das Licht – und mit dem Licht das Leben, die Kraft und die Lebensfreude.

Ein Kreis hat keinen Anfang und kein Ende; doch wir nehmen den Widder-Zeitpunkt traditionell als “erstes Zeichen” im Tierkreis. Es ist die Zeit im Jahr, in der das Leben wiederkehrt, die Bäume zu grünen beginnen, die Natur erwacht. Somit steht auch der Widder in gewisser Weise für einen Geburtsprozess. Wir kennen die Energie dieses Tierkreiszeichens als etwas Trennendes. Hier findet sich die Kraft, sich (wenn nötig im Kampf, mit dem Schwert, und feurigem Willen) von etwas zu trennen. Dass Geburt und Trennung zusammen gehörten weiß jeder, der mal bei einer Geburt dabei war: das Kind und die Mutter müssen sich nach einer Zeit des gemeinsamen Lebens voneinander physisch trennen. Das Neugeborene ist dann ein eigenständiges Lebewesen.
So sucht der Widder nicht etwa die Verbindung, sondern tritt heraus und präsentiert sich mit einem lauten “ICH”. Symbole des Trennens und Spaltens finden wir auch in der biblischen Ostergeschichte: vor der Auferstehung reißt im Tempel ein Vorhang entzwei, Felsen spalten sich und Gräber öffnen sich (Matthäus). Wenn ein Kind geboren wird, löst es sich aus der Einheit mit der Mutter (dem Fische-Prinzip) heraus; es wird getrennt von ihr, die Nabelschnur durchschnitten. Das ist nach Art und Weise des Widders.

Doch wie kommt es, dass wir ausgerechnet beim Tode Christi so viele Geburtssymbole finden?
Im Grunde genommen geht es hier um das Thema Wiedergeburt. Die Ostergeschichte zeigt uns, dass es ein Leben nach dem Leben gibt: die Wiederauferstehung. Wie auch in der Tierkreissymbolik; wie gesagt: ein Kreis hat weder Anfang noch Ende.

Der Moment der Wiedergeburt wird in der christlichen Tradition am Ostersonntag gefeiert. Auch heute noch wird in vielen Kirchen dabei ein ergreifendes Ritual zelebriert: der völlig verdunkelte Kirchenraum wird durch eine einzige Kerze erleuchtet. An dieser Kerze zünden Gemeindemitglieder eigene Kerzen an, und nach und nach erstrahlt immer mehr Helligkeit im Gotteshaus. Dieser Brauch symbolisiert den über Tod und Sterben siegenden Jesus Christus – und die Wiederkehr von Leben, wo immer es zuvor gestorben sein mag. Denn der Wiedergeburt geht das Sterben voran. Diesem Moment wird am Karfreitag gedacht. Es ist der Kummer-Freitag. Der Wortstamm Kar leitet sich nämlich von dem althochdeutschen Begriff chara ab, was soviel wie Elend, Klage oder Trauer bedeutet.

In der Bibel wird darauf hingewiesen, dass Jesus in der neunten Stunde gestorben sei. Das darf nicht mit “9:00 Uhr” übersetzt werden. Gezählt wurden die Stunden ab Sonnenaufgang. Da wir ja die Zeit der Tag-und-Nachtgleiche haben, wissen wir, dass die Sonne gegen sechs Uhr morgens auf- und gegen sechs Uhr abends untergeht. Von sechs Uhr morgens an neun Stunden gezählt kommen wir also auf 15:00 Uhr. Im Horoskop finden wir die Sonne für diesen Zeitpunkt im achten Haus (jedes Horoskopbild weist neben den zwölf Tierkreiszeichen noch zwölf Einteilungen auf, die “Häuser” oder “Felder” genannt werden). Auch dies birgt eine tiefe Weisheit in sich: denn das achte Haus wird traditionell als das Haus des Todes bezeichnet. Aber es ist mehr als das Todesfeld – es ist vor allem der Ort der Transformation. Hier finden wir das Phönix-aus-der-Asche-Prinzip. Das Vergehen und Entstehen – das Stirb-und-Werde. Der alte Herrscher des Skorpions ist übrigens Mars – der zugleich über das Widder-Zeichen regiert. Somit verbinden sich erneut das Sterben (Skorpion / Haus abbildung und der Neustart (Widder / Aszendent).

Schließlich: die Kreuzigung findet auf dem Berg Golgatha statt. Die deutsche Übersetzung von Golgatha heißt “Schädelberg”. Wer die Bezüge von Astrologie und dem menschlichen Körper kennt weiß, dass der Schädel dem Zeichen Widder zugeordnet ist. Erneut stoßen wir also auf die gleiche Symbolik. Natürlich auch beim Osterlamm…

Frohe Ostern!

© 2007 Holger A. L. Faß @ 5. April 2007

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