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Sabine Bends

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Aus dem Leben von Annerose

Aus dem Leben | Noch keine Kommentare |

Liebe Sabine,

heute ist es soweit, dass ich dir mal einen kleinen Bericht zukommen lassen möchte, was sich bei mir in der Neptun Konjunktion Venus und Neptun Opposition Geburtsherrscher Pluto – Zeit so getan hat. Es ist eigentlich unglaublich. Bei dieser Gelegenheit muss ich dir unbedingt sehr für deine astrologische Beratung im letzten Jahr danken. Ich weiß nicht, was geworden wäre, wenn du mir nichts von Neptun gesagt hättest.


Nach recht großen Anfangsschwierigkeiten, die du ja auch noch mitgekriegt hast, habe ich versucht, mich mit immer mehr Vertrauen (obwohl ich doch öfters arg gezittert und gebetet habe, dass auch alles so stimmen wird) der Führung anzuvertrauen. Zusätzlich habe ich mich noch osteopathisch und chiropraktisch behandeln lassen, sodass meine korrigierten Fehlhaltungen alte eingefleischte Muster freigeben konnten und habe mit einer homöopathischen Behandlung angefangen. Beide Therapien haben mich unendlich unterstützt. Es gab zwischendrin große Verwirrungszustände, wenn ich mit meinen echten statt den mir antrainierten Gefühlen in Kontakt kam. Es hat schon lange gedauert, bis ich die beiden auseinander halten und /oder sie akzeptieren konnte. Dann kam die Phase, in der ich mich traute, so Stückchen für Stückchen, mich auch anderen zu erkennen zu geben, die andere, wahrere Annerose anzubieten. Dauernd habe ich mit Angst und Zittern meine Grenzen erweitert und dabei haarklein beobachtet, was passiert. (Ich rede hier in der Vergangenheit, obwohl es ja immer noch so ist.) Dabei habe ich irre Erfahrungen gemacht. Viele meiner Ängste waren hausgemacht, niemand wollte mich behindern oder klein halten oder oder oder…

Ich bin jetzt in einem völlig anderen Land, völlig fremd. Gott sei Dank habe ich mich zum größten Teil aus Plutos fesseln befreit, er hatte mich mit seinen Vorstellungen arg im Griff. Es tat aber auch oft sehr weh, diese Vorstellungen sein zu lassen. Ich dachte immer, ohne Vorstellungen, wie das Leben zu sein hat, würde ich untergehen, würde ich vielleicht verrohen oder was weiß ich für schlimme Dinge tun. Da fing ich tatsächlich an zu begreifen, dass ich all das Schlimme, das ich in mir glaubte und niederhielt, anderen unterstellte. Dort bekämpfte ich das. Dieser Mechanismus war mir schon bekannt, aber ihn selbst bei sich wirklich zu entlarven ist doch eine ganz andere Sache. Was habe ich nicht alles meinem Mann unterstellt, du liebe Zeit. Ich habe lange Zeit ihn als meinen Spiegel benutzt um mich in ihm zu erkennen. Das war entsetzlich, ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich diese Züge auch haben sollte. Mittlerweile kann ich das Meiste davon in mir entdecken und auch akzeptieren. Und was das Schönste daran ist, mein Mann wird immer schöner, das ist doch irre, oder??? Mensch, wenn ich diese Neptunzeit nicht so genützt hätte, ich glaube, ich wäre heute geschieden, verrückt geworden oder was weiß ich, was passiert wäre. Ich mag gar nicht dran denken. Ich hätte niemals gedacht, dass man seinen Blickwinkel so ändern kann.

Allerdings tauchen nun andere Dinge auf. Jetzt, da ich mir meinen äußerlichen Freiraum geschaffen habe, d.h., mich nicht mehr mein Mann oder meine Umwelt einengt, wie ich immer geglaubt hatte, stellt sich heraus, dass ich es selbst bin. Ich verhindere in jedem Fall meinen Erfolg. Irgend etwas Neues anzufangen ist überhaupt kein Problem für mich, aber daran bis zum erfolgreichen Ende zu arbeiten, schaffe ich kaum. Ich beobachte schon eine geraume Zeit, dass ich fürchterliche Angst vor Verbindlichkeiten habe. Ich gehe jeder Terminplanung aus dem Weg, (ich verzettele mich total) möchte mich auch nicht zu sehr an einen Menschen binden. Meine Fluchttendenz ist sehr hoch. Es ist unglaublich, was sich in mir abspielt, wenn ich an solche Grenzen stoße. Es geht einfach noch nicht, mich ganz verbindlich auf einen Menschen oder eine Sache einzulassen. Vorher glaubte ich auch, dass es die anderen sind, die nicht in meine Nähe wollen. Jetzt weiß ich, dass ich es bin, die sie veranlasst, wieder Abstand zu nehmen. Es entwickelt sich gerade eine neue Freundschaft zu einer Frau und je enger sie wird, um so unwohler wird mir, obwohl ich diese Person sehr mag. Diesmal will ich mich aber dieser Sache stellen.

Ich habe gesehen, dass Uranus zur Zeit genau am IC steht. Könnte das bedeuten, dass ich jetzt an die Wurzeln meiner familiären Muster komme? Uranus Konjunktion IC ist ja auch gleich Opposition MC.

So das war’s , was ich dir heute erzählen wollte. Ich hoffe und wünsche, dass es dir besonders gut geht. Und dass du uns als super-astrologischer Ratgeber erhalten bleibst.

Bis bald, alles Liebe
Annerose

Anneroses Horoskopdaten: 23.1.1950, 3.10 in Erfurt

© 2006 Sabine Bends @ 10. Mai 2006

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