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Dagmar Wäscher

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3 Kommentare

  1. Carola
    27. August 2007 @ 14:20

    Liebe Dagmar,

    das ist ein wunderschönes Beispiel für das Wirken der rückläufigen Venus in Deinem 4. Haus. Ich fühle mit Dir, wie groß das Bedürfnis nach Rückzug in dem Schwesternheim war, Du hast das sehr schön beschrieben und ich kenne ja auch die Bezüge in Deinem Radix!
    Als Teilnehmerin Deines Venus-Retreats (Regentage im August) wollte ich hier die Gelegenheit ergreifen, ebenfalls ein persönliches Erlebnis zu schildern. Beim besten Willen ist mir jedoch nichts eingefallen, was zur jeweiligen Rückläufigkeit durch mein Löwe-Haus (11) geschehen ist.

    Doch meine Venus steht in den Zwillingen in Haus 9 und zur momentanen Rückläufigkeit war es doch tatsächlich so, dass ich an einen Ort gereist bin, an dem ich schon einmal war – zwillingehaft eben auch eine Kurzreise über’s Wochenende. Dass dies eine Entsprechung für die Venus in 9 sei, hatte auch Sabine in Ihrem Artikel erwähnt und beim nochmaligen Lesen dieses Artikels ist es mir dann aufgefallen, da hatte ich das Zimmer im Bayerischen Wald schon gebucht. Gebucht habe nämlich schon bevor die Venus rückläufig wurde und lange vor unserem Retreat.
    In der Zwillinge-Rückläufigkeit wird immer die Radix Venus getriggert, klar. Wenn ich aber 11. Haus-Themen berücksichtige, dann leide ich grundsätzlich unter Betriebsblindheit. Woran das wohl liegen mag?

    Lieben Gruß,
    Carola

  2. Dagmar Wäscher
    Dagmar Wäscher
    27. August 2007 @ 20:33

    Liebe Carola,
    schön, dass du auch mit einem Beispiel aufwarten kannst!
    Es ist auch gar nicht so leicht, die rückläufige Venus-Zeit und ihre “Auswirkungen” dingfest zu machen. Es sind nicht immer die großen Sachen, die sich darunter ereignen. Ich habe diese Zeiten eben sehr gut recherchieren können, sonst hätte ich das auch nicht mehr gewusst. Weil es im Grunde doch sehr “banal” nach so vielen Jahren erscheint. Deswegen kann man sich an so klitzekleine Sachen nicht mehr so gut erinnern, oder man weiß dann nicht mehr den genauen Monat oder das Datum dazu. Ich empfehle daher, wenn man sich zukünftig damit befassen will, dass man sich alles aufschreibt, was in dieser Zeit so war. Das können ganz alltägliche Dinge sein oder auch: “Person X ist mir nach soundsovielten Jahren wieder über den Weg gelaufen.” Oft erkennt man erst nach Jahrzehnten einen übergeordneten Zusammenhang.

    Doch jetzt zu dir: Schade, dass du nicht mehr wusstest, was in diesen 8-Jahres-Zyklen im Löwen war. Prinzipiell hast du eine Resonanz zu Venus im Transit Haus 11 -> VE/UR. Ich sehe es bei dir über MA/SA, der Herrscher von 10 in 1. Vielleicht spielt sich das Ganze dann eher darüber ab? Oder speziell über MA und SA? Die Venus, zu Beginn in ihrer Rückläufigkeit, befand sich zu deinem Radix-Saturn in Opposition. Saturn kommt aus welchem Haus? Ich weiß ja nicht, was ich hier alles so ausplaudern kann, ;) aber du bist ja immer sehr offen. Wenn es nicht okay ist, dann sage mir Bescheid.
    Vielleicht löst sich bei dir eben etwas ganz anderes als das Haus 11 aus. Gar nicht so einfach, ich weiß, aber wenn die Venus momentan noch wirkt, dann ist es meistens erst im Nachhinein sichtbar. Deswegen habe ich mit euch am Venus-Retreat an den letzten Zeiten gearbeitet, als die Venus im Löwen rückläufig war.

    Die Venus wird es irgendwann selbst klären und aufdecken, da bin ich mir sicher.
    Danke für deine persönliche Geschichte!
    Liebe Grüße
    Dagmar

  3. Carola
    29. August 2007 @ 13:43

    Liebe Dagmar,

    danke für die Gedanken, die Du dir gemacht hast!!!.Ja, Du hast wohl Recht: wenn man sich ein paar Notizen macht, kann das nicht schaden. Nachdem ich jetzt mit einem Traumtagebuch angefangen habe, kann ich ja auch gleich noch ein wenig notieren, was sonst in meinem Leben abläuft. Da kann mir das künftig nicht mehr passieren.

    Ich habe mittlerweile darüber meditiert was Du geschrieben hast und bin tatsächlich auf gaaaaanz leise Töne der Thematik “Saturn aus 4 in 6″ huch: das ist ja MO/ME, derselbe wie mein kritischer Grad am MC!!! gestossen. Mit Saturn in H6 sind mir die Rituale und Abläufe im Alltagsleben ja ganz wichtig. Momentan ist es gerade so, dass ich mich immer wieder mit meiner Partnerin deswegen auseinander setze, wieviel Schlaf ich benötige wenn ich voll im Arbeitsleben stehe (sie muss nicht aufstehen). Ja sicher, ich kann schon mal auf Schlaf verzichten….aber ich muss dann auch wieder einen geregelten Ablauf haben und auf meine ca. 7 Stunden kommen, damit ich auch genügend träume. Und das träumen ist sehr wichtig für mich.
    Wenn ich mit Mond am AC meine instinktiven Bedürfnisse (hier: Schlaf) durchsetzen will und dieser aus H10 kommt, haben wir hier auch den Resonanz-Bezug “MA/SA” wie Du ihn in Deinem Kommentar genannt hast.
    Meinst Du, das genügt schon? Die Reise-Venus war für mich irgendwie anschaulicher…..aber immerhin! Ich danke Dir für die Denkhilfe gegen Betriebsblindheit *grins*.

    Beste Wünsche,
    Carola

Ein persönliches Erlebnis während einer Transit-Venus-Rückläufigkeit in Haus 4

Aus dem Leben | (3) Kommentare |

Wir schreiben das Jahr 1983, als ich noch nichts von Astrologie wusste und zum zweiten Mal von meinem elterlichen Zuhause aus- und von meiner Heimatstadt Ulm wegzog, um den Beruf der Krankenschwester zu erlernen. Dieses Mal sollte es endgültig sein, denn die damalige Ausbildungssituation erforderte von den 60er-Jahrgängen große Flexibilität bezüglich des Ausbildungs- und Arbeitswohnortes. So landete ich in meinem jugendlichen Leichtsinn und Eroberungsdrang in der kleinen badischen Stadt namens Pforzheim.

Man stelle sich mal vor, das Jahr 1983! – und in den Krankenpflegeschulen, sprich in den bereitgestellten Wohnheimen, war es quasi Pflicht, die kleinen Wohn-Zimmer mit anderen Schülerinnen zu teilen. Zumindest wenn man im 1.Ausbildungsjahr, also im Grundkurs die ganze Sache begann. Die Leute aus dem Mittelkurs bekamen ein Einzelzimmer, wenn eines vom Oberkurs frei wurde. Und den Mädels vom Oberkurs stand dann doch mal ein Einzelzimmer zu. Das war normal – kein Mensch hat sich darüber Gedanken gemacht. Es galten auch strenge Vorschriften bezüglich der Besuche und Ausgänge. Ja ja, die lieben Kindlein wurden sorgfältig von den Schulschwestern im Auge behalten.

Wir wurden einfach x-beliebig zusammen gewürfelt, ob einem die Nase des anderen passte oder nicht. Die einzigen zwei männlichen Bewohner (und das war schon revolutionär) kamen natürlich in ein gemeinsames Zimmer. Manche Grundkurslerinnen von uns Frischlingen mussten sich sogar zu dritt ein Zimmer teilen. (Man bedenke, dass wir ja zu den unterschiedlichsten Zeiten unsere Dienste leisteten!)

Und das mir! Wo ich es doch liebte und brauchte, mich zurückziehen zu können, wenn es mir danach war. (Heute weiß ich auch den astrologischen Grund). Aber ich schien ein kleines bisschen Glück zu haben, denn meine Zimmer-Kommilitonin wohnte noch weiterhin bei ihren Eltern in der Stadtnähe. Sie wollte nur hier schlafen, wenn sie Spätdienst hatte und am nächsten Tag zum Frühdienst musste. So begann also für mich das Frühjahr im Jahre 1983, in einem Schwesternschülerinnenheim in Pforzheim.

Obwohl ich gleich in der ersten Zeit guten Kontakt zu meinen Mitstreiterinnen bekam und wir uns anfreundeten, sehnte ich mich nach einem Einzelzimmer, einer Intimsphäre. Denn oft ging es auf den Fluren und in den Zimmern wie auf dem Bahnhof zu. Abschließen war out, wenn man zuhause war. Und da geschah das kleine Venuswunder… Als die rückläufige Venus im Sommer im Transit über mein viertes Haus lief, wurde aus mir nicht mehr bekannten Gründen ein Einzelzimmer frei. Mitten im Schuljahr sozusagen. Wer sollte es wohl bekommen? Bewerben konnte man sich nicht dafür. Und wie aus heiterem Himmel entschloss sich meine Mitbewohnerin das Zimmer hier im Wohnheim ganz aufzugeben, weil es sich zeigte, dass sie die Fahrstrecke mit dem Auto auch ganz gut von ihren Eltern aus bewältigen konnte. Ich glaube, das Ganze spielte sich innerhalb von zwei Tagen ab. Die Schulschwestern entschieden, dass ich in das Einzelzimmer kommen sollte, damit man das Doppelzimmer für die Leute aus den Dreibettzimmern verwenden konnte, um die Dreier-Situation etwas zu entzerren.

Ich war überglücklich! Es war als Grundkursschülerin ein Privileg, in einem Einzelzimmer zu wohnen! Ich war die Einzige aus unserem Kurs, die somit fast drei Jahre ein Zimmer für sich haben konnte. Und ich habe es genossen… jede Stunde.

© 2007 Dagmar Wäscher @ 25. August 2007

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