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Brigitte Hamann

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Finanzcrash und Weltwirtschaftskrise – Prognose zur Neumondphase vom 24.05. – 22.06.2009

Aus dem Leben, Serie, Zeitqualität | Noch keine Kommentare |

abbildungSchein und Sein

Sei vorsichtig da, wo mehr Segel als Ballast vorhanden ist. William Penn

Der letzte Neumond auf einem Jupitergrad hat sich in der Beschönigung von Tatsachen, einem “think only positive” gezeigt.  Die potenziell gewaltvolle Konstellation Venus/Mars/Pluto-Quadrat des Neumondhoroskops brachte vor allem eine Unterdrückung wichtiger Informationen. Auf dem G7 Wirtschaftsgipfel in New York zeigten die großen Industrienationen Einmütigkeit, man “hielt den Ball flach” und “sandte vorsichtigen Optimismus aus”.  Es wurden keine neuen Entscheidungen getroffen, die über den “Gipfel der Versprechungen” der G20 hinausgehen würden, oder Realisierungen näher gebracht hätten.
Bisher stützte die Nationen Amerikas Politik des “Yes we can”, dem Slogan, der die Welt verzauberte. Eine amerikanische Farbige kommentierte diesen Satz anlässlich der Wahlen mit “No, he can´t”.  Sieht man nur ein wenig genauer hin und lässt sich den Blick nicht neptunisch von Börsenrallye und der Aufbruchsstimmung erzeugenden Politik Obamas vernebeln, bleiben die Fakten: gähnende schwarze Finanzlöcher, die exorbitante Verschuldung der Staaten und insbesondere der USA, die durch weitere Maßnahmen davon galoppiert, die “Finanzsystem-Luftnummer” in Form von 684 Billionen Derivaten, die man als Wetten auf zukünftige Entwicklungen mit komplexen Hintergrund und Verschleierungsmöglichkeiten verstehen kann. So gelang es Fannie Mae und Freddie Mac ihre Ergebnisse mit Hilfe eines gewaltigen Derivativportfolios offenbar jahrelang nach Belieben zu “gestalten”, ohne dass ihre Aufsichtsbehörde, deren mehr als 100 Mitarbeiter nichts anderes zu tun haben, als diese Agenturen zu kontrollieren, etwas von den Bilanzfälschungen bemerkt haben.
Die Aushöhlung des Dollars
Die Ent-täuschungs-Zeitqualität von Jupiter/Neptun/Chiron wird sich auch in dem Bild, das immer noch viele Menschen von der Welt und ihren substanziellen Möglichkeiten haben, bemerkbar machen. Schon jetzt häufen sich die Artikel, die Hintergründe und Zusammenhänge ohne Beschönigung darlegen. Lange Zeit wurden sie nur von einer Anzahl von Enthüllungsjournalisten veröffentlicht.
Was sind die Tatsachen? In den 100 Tagen seiner Amtszeit hat Obama die Welt beeindruckt: Er entfachte ein Feuerwerk an politischen Initiativen und Reformen; die “Obamamania” herrscht rund um den Globus. Nur wenige hörten allerdings genau hin, wenn Obama den Führungsanspruch der USA hervorhob und sagte, dass nicht nur die USA, sondern “auch andere sich ändern müssen”, wenn er das Dollarsystem unbestritten aufrecht erhalten will und Milliardenspritzen für die Wall-Street-Banken mobilisiert, die der Auslöser der Krise sind. Sie stehen zum Teil hinter der amerikanischen Notenbank Fed, von der sich die US-Regierung das Geld gegen Zinsen leihen muss, das sie dann wieder an diese Banken vergibt .
Obama hat eine neue Weltordnung im Visier, die nicht auf Militärkraft, sondern auf Verständigung gegründet sein soll – unter der Vorherrschaft der USA, versteht sich. Thorsten Schulte (www.silberjunge.de) schreibt im Smart Investor in “Auf den Deflationsschock folgt der Inflationsschock”, S. 19: “Die USA möchten den bequemsten Weg gehen. “Weiter so”, nur in noch größeren Dosierungen. Amerikas Problem ist, dass man den US-Bürgern zu viele Entbehrungen zumuten würde, wenn man den Weg des Gesundschrumpfens, der Schuldenreduzierung und des Sparens gehen würde. Genau dieser Weg wäre im Interesse Chinas und anderer Gläubiger der USA. Obama müsste dann aber vom Olymp herabsteigen in die Niederungen von Sympathiewerten, die in der Nähe der Popularität heutiger Investmentbanker liegen würden. Der andere Weg der Reflationierung durch Ausweitung der Staatsschulden und direkter Finanzierung durch die Fed verheißt nichts Gutes für die Stabilität des Dollars und somit für die Werthaltigkeit jeglicher Papiergeldforderungen gegen die USA.”
Während die Länder der Welt in Wahlkampf, eigene Nöte und Lösungssuche verstrickt sind, sind zwei Nationen das Zünglein an der Waage: die USA, von denen der Finanztsunami ausging, und deren Entscheidungen oder Nichtentscheidungen darüber bestimmen werden, wie heftig und dauerhaft sich die Krise weiter manifestieren wird, und China, das sukzessive aus dem Dollar aussteigt, seine Goldreserven aufstockt und den Renminbi als lokale Leitwährung aufbaut.
UN-Vollversammlung: Ablösung des Dollars als Leitwährung gefordert
Das kommende Neumondhoroskop zeigt, dass die amerikanische Finanzsituation und die Rolle des Dollars als Leitwährung weiter Thema der Weltöffentlichkeit werden. Für den 1.-3. Juni war eine UN-Konferenz zur Weltwirtschaftskrise geplant, die sich nach dem Willen des Präsidenten der UN-Vollversammlung, Miguel d’Escoto, für die Ablösung des Dollars als Reserve-Währung einsetzen soll. In dem bereits abgefassten Entwurf für das Abschlussdokument des Gipfeltreffens wird ein neues System der internationalen Währungsreserven gefordert.

abbildungNun wurde der Gipfel zur globalen Finanzmarktkrise kurzfristig verschoben.  Als neuen Termin legte die Vollversammlung am Dienstag den 24. bis 26. Juni fest. Als Grund für die Verschiebung wurden Terminüberschneidungen mit Konferenzen in Lateinamerika und Asien genannt. Die Konferenz fällt nun unter den nächsten Neumond.

Wie weit reicht der Arm der US-Regierung? – In jedem Fall nicht weit genug, um den Fall des Dollars  auf Dauer zu verhindern. Mehr über die Machtstrukturen hinter den Kulissen finden Sie unter

http://info.kopp-verlag.de/news/von-der-unheimlichen-macht-der-wall-street-manager.htm

Wir alle wollen so gern glauben, dass der Retter gekommen ist, ein neuer  Gandhi vielleicht. Die Frage ist, ob die Welt auch die 54 Jahre Zeit hat, die Gandi brauchte, um Indien zu befreien.

Zu dem Artikel “Von der unheimlichen Macht der Wall-Street-Banker” (das ist übrigens ein Zitat) habe ich folgende Mail bekommen:

Hallo Brigitte, na das klingt ja spannend das Thema!
Geld regiert die Welt abbildung

Zum Glück gibt es ja noch andere Werte die unser Leben bestimmen …

Hoffnung – Glaube – Liebe

… und meine Antwort:

Da hast Du Recht, nur die, die Hoffnung – Glaube – Liebe favorisieren sitzen zur Zeit nicht an den Schalthebeln

Am 22. Juli findet die nächste totale Sonnenfinsternis statt, über deren Aussagen zum Weltgeschehen ich in meinen Artikeln immer wieder berichtet habe. In der Zeit bis zur totalen Sonnenfinsternis am 11. Juli 2010 bricht die Stunde der Wahrheit an. Doch wie wir schon von den Chinesen wissen, bedeutet “Krise” ja auch Chance…

© 2009 Brigitte Hamann @ 1. Juni 2009

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