Hasta la vista, baby
Aus dem Leben | (8) Kommentare |
Uranische Welt:
Rechne damit, dass du mit nichts je rechnen kannst, aber mit allem stets rechnen musst…
Sagen Sie, ist das bei Ihnen auch so? Jedesmal, wenn es auf Weihnachten zugeht, verabschieden sich manche Leute mit Sätzen wie „also, wir telefonieren auf alle Fälle nochmal vor dem Fest“…“wir müssen uns unbedingt nochmal vorher hören“…„wir sehen uns doch noch vor den Tagen…“.
WIESO eigentlich? WARUM will man das „vorher“ noch in jedem Fall hinbiegen? „WAS soll das?“ (hat sich schließlich auch schon Herbert Grönemeyer gefragt). Etwas in mir (ich vermute stark, dahinter steckt mein Skorpionaszendent) spult in solchen Momenten dann die nachhakkompatible „W“-Fragenpalette ab, um den Grund für diese innewohnende Torschlusspanik zu erfassen. Für mich hört sich das immer an, als stünden wir kurz vor einem irreversiblen Endspurt, bei dem man noch ein letztes Mal zur absoluten Höchstform aufläuft, schier alles nur Erdenkliche, den edelsten Tropfen gar, aus sich herausholt, um sich im Anschluss daran einen satten Zusammenbruch zu erlauben.
Buenos dias, caballeros! (Guten Tag ihr Rittersleute und Edelmänner!)
Apropos „satt“. Das Wort hat letztlich noch meine Friseuse in einem anderen Zusammenhang benutzt, ich bin immer noch nicht darüber hinweg. Sie meinte: “Sie wollen nicht im Ernst noch zusätzlich – sie guckte dabei auch noch reichlich verständnislos und rollte die Augen nach oben, das war deutlich im Spiegel zu sehen – die aubergin-pflaumenähnliche Farbe in Ihre Haare aufnehmen? (Eben schon! Das kann IRRE aussehen!) Sie haben doch bereits die Strähnen mit dem SATTEN Apricotton!“ So, jetzt bin ich das bei der Gelegenheit auch losgeworden und konnte die damit verbundene herbe Enttäuschung direkt ein Stückchen mit verarbeiten.
Hombre! (Mannomann!)
Que pasa aqui? (Was geht hier ab?)
Zurück zu den lose dahingeworfenen Bemerkungen im Vorweihnachtstaumel. Sie wirken, als gäbe es kein „danach“, oder, falls doch, als würde dann alles anders als zuvor. Was für eine Panik in diesen Zeiten doch um sich greift! Welcher Strudel erfasst einen da eigentlich? So, wie da eingekauft und gebunkert wird, könnte man meinen, es sei das Ende aller Tage? Kurz vor einem möglichen Untergang oder einer Lebensmittelrationierung. Ist dann alles vorbei? Geht dann nichts mehr? Habe ich etwas verpasst? Müssen wir nach den Festtagen mit einem breakdown in Sachen Kommunikation rechnen, erwartet uns ein schwarzes Loch, oder, noch schlimmer, das Nichts? Fragen über Fragen…
Donde es el sol? (Wo ist die Sonne?)(eigentlicher Hintergrund: es könnte durchaus etwas wärmer sein!)
Wo war ich? Ach ja, bei Verabschiedungsparolen mit Endzeitstimmungcharakter. Also, ich weiß nicht! Meine Mond-Uranusverbindung (die 2 meinten, sie müssten unbedingt die Konjunktion in Elevation, also am höchsten Punkt im Horoskop, eingehen) macht das jedenfalls nicht mit. Sie geht damit recht unverbindlich und locker um. Genaugenommen ist es ihr egal, ob wir auf Weihnachten zulaufen, Ostern gerade hinter uns haben oder wir uns taggenau an Pfingsten begegnen…
Da wir gerade bei Mond-Uranus sind: hierbei fällt mir eine junge Frau ein, die mit 21 Jahren, also im ersten zunehmenden Uranusquadrat zur Radixstellung, binnen weniger Tage sprungartig ihre deutsche Heimat auf Nimmerwiedersehen verlassen hat und ins Ausland gezogen ist. Der laufende Uranus stand damals auf der Spitze ihres 4. Hauses und hatte bei ihr blitzartig alles auf- und abbruchreif gemacht. Auf meine Frage, ob sie seitdem (es waren immerhin schon 6 Jahre ins Land gezogen) kein einziges Mal mehr ihren Heimatboden betreten hätte, ob sie denn nichts vermisse, meinte sie ohne großes Abwägen nur: “Nein! Ach, doch, die GRIECHISCHEN Restaurants mit dem leckeren Essen fehlen mir.“ Okay, okay, eine eindeutige, konsequent-zügig durchgezogene Nestfluchtaktion. Womit sich für mich weitere Fragen in puncto Verwurzelung ebenso schnell erübrigt hatten…
Hay cucarachas en el hotel?(Gibt es im Hotel Kakerlaken?)
Pienso que no. (Ich glaube nicht.) (Tatsache ist: Sie können davon ausgehen, dass die Räumlichkeiten voll davon sind.)
Es war nun nicht so, dass ich sie nicht verstanden hätte. Schließlich habe ich für meine eigenen Anwandlungen à la „Nix wie weg-/Abhau-/Fluchtattacke“ einen Koffer IN meinem Zimmer angeschafft. Er hat dort einen festen Platz. Einige Gegenstände mussten zugegebenermaßen weichen, auch geht es verständlicherweise etwas zu Lasten der wohnlichen Ästhetik, aber das konnte ich in diesem Fall mit mir vereinbaren. Er gibt mir das Gefühl, noch nicht mal in den Keller hinabsteigen zu müssen oder anderweitig Zeit zu verlieren, sondern jederzeit los zu können, wenn es mich mal wieder packen sollte (ich glaube, ich weiß jetzt, wieso mich meine Mutter früher des öfteren fragte „Was treibt dich denn wieder so?“ Und ich glaube zudem, nein, ich weiß inzwischen, warum ich bei dem ersten Jungen, der mit mir händchenhaltend spazierengehen wollte, meine Hand ruckartig losriss, sodann beide Arme demonstrativ in der Luft vor und zurück schwingend erklärte: “Ich will frei sein.“). Gut, mit 13 darf einen „soviel“ Annäherungsbereitschaft schon mal aus der Fassung bringen.
Tu estas un poco loco! (Du bist etwas verrückt!) (Oder: du tickst nicht ganz richtig/ dir fehlen ziemlich viele Tassen im Schrank!)
Unfassbar, zu was für Reaktionen man da zeitweise fähig ist, wenn der Meister im Distanzhalten die kuschelwillige Seelenebene tangiert. Und diese sind für einen selbst nicht weniger überraschend als für Außenstehende, zumal sie einen derart unvorbereitet treffen. Da genügt ein uranischer Funken und schon ist es passiert! Stecken sie die beiden mal in einen Sack, schnüren ihn zu und warten, was passiert. Keiner kann weg. Was der näheliebende Mond sich sehnlichst wünscht, dem wird Uranus ZACK einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen. Also müssen sie sich arrangieren. Das gleicht einem unberechenbaren, abrupten Aufbäumen der Seele, welche sich provokativ durch emotionale Distanz zu schützen versucht und dabei öfter wegläuft als es ihr selbst unter Umständen recht ist („She´s a little runaway…“. Kennen Sie das Lied von Bon Jovi?). Sie nimmt eine revolutionäre Antihaltung ein, trotzt dem Land der Emotionen. Ich kann Sie aber beruhigen, es lässt sich durchaus, von einigen Ausfallserscheinugen abgesehen, damit zurechtkommen. Der Mensch ist ja lernfähig.
Tengo la camisa negra. (Ich trage das schwarze Hemd.) (Vermutung: Wenn jemand ein Lied komponiert, in dem dieser Satz an die fünfzig Mal vorkommt, reizt derjenige eventuell seine geistigen Kapazitäten nicht ganz aus oder er hat einen Überhang an plutonischen Kräften.)
Ich denke, Sie haben spätestens jetzt auch eine etwaige Vorstellung davon, was passiert, wenn eben jener Uranus aus dem 3. Haus der kommunikativen Offenbarungshallen herausspringt und völlig nonkonform direkt auf der gegenüberliegenden Seite der Denkens-/Erkenntnis-Achse im 9. Haus der Informationsweiterleitung einschlägt! (Herrscher aus 3 in 9, eine Merkur-Jupiter-Konstellation, vermittelt von Uranus mit einem Schuss gedanklichem Wahnwitz).
Genug für heute mit der Nähkästchenplauderstunde! Was ich jedoch nicht verpassen möchte, wo Sie schon so tapfer bis hierhin durchgehalten haben, ist Ihnen bei der Gelegenheit einen angenehmen Jahresausklang zu wünschen! Rutschen Sie gut raus und auch 2009 gut rein! Alles ganz im Sinne Ihrer Vorstellungen!
Hasta la vista, liebe Leser und Leserinnen!
Man sieht/hört/liest sich. Wenn nicht mehr vor „den Tagen“, dann eben beizeiten.
Uranischst,
Ihre Iris Apé
© 2008 Iris Apé @ 20. Dezember 2008
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Schlagwörter: Elevation, Herrscher von 3 in 9, Mond, Mond Konjunktion Uranus, Skorpionaszendent, Uranische Welt, Uranus
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Liebe Iris
Ein köstliches Lesevergnügen am frühen Samstagsabend kurz vor dem obligatorischen TV Krimi auf ZDF. ggg
Also, wir hier unten in Andalusien geben uns keiner Endzeitstimmung hin, ein Hinweis könnte höchstens heute der Menschenauflauf im Supermercado gewesen sein, die Leuts kaufen als gäbe es kein Morgen mehr….die Einkaufswagen gigantisch bis zum Rande gefüllt.
Zumal die Spanier ihr Weihnachten erst am 7. Januar feiern, nichtsdestotrotz bürgert sich auch hier mehr und mehr der geschmnückte
Tannenbaum am Heiligabend in der Wohnstube ein.
Das aber auch erst seit die Spanier der EU beigetreten sind. gg
Mein Lebenspartner mit einem Mond-Uranus Quadrat hat kürzlich seinem Sohn erklärt wie schrecklich er diesen Tannenbaumbrauch und den Geschenkewahn hält…die Mutter des Sohnemannes hat natürlich einen solchen in ihr Haus gestellt.
Nun, ob das Mond Uranus ist, oder eher eine freigläubige Erziehung, ohne den obligatorischen christlichen Hintergrund, sei noch dahingestellt.
Jedenfalls wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen und freuen uns über jeden Anruf der uns am Ende des Jahres nicht erreicht und schieben eine gemütliche Kugel. “gg2
In diesem Sinne
Feliz Navidad
Barbara
Liebe Iris
Da hat sich das Fehlerteufelchen eingeschlichen!
Natürlich handelt es sich bei meinem Partner um eine Mond-Uranus Opposition.!
Habe ich jetzt schon zum zweiten Mal als Quadrat tituliert.
Was das mir sagen will? gg
Hallo Iris,
Du hast mal wieder den Nagel zwischen die Augen getroffen, dieser Weihnachts-Endspurt-Wahnwitz ist echt unbegreiflich. Was da bei mir in der Firma abgeht!! Auch meine Mutter ist Meisterin im “ich-weiß-gar-nicht-wie-ich-das-alles-schaffen-soll!”-Stress, der am 1. Advent beginnt und früher regelmäßig mit Zusammenbruch unter dem Tannenbaum endet, begleitet von “Stille Nacht-Heilige Nacht”… Dagegen bin ich absoluter Weihnachtsflüchtling, mich kann man mit derlei bestens in die Flucht schlagen. Bin ich froh, wenn dieser uranische Anfall vorbei ist!
Allerdings scheint gerade noch ne andere Zeitqualität im Spiel zu sein, um mich herum sterben auffällig viele Leute und zwar auffällig unverhofft. Auch das zeigt: “Du mußt mit allem rechnen, jederzeit!”
So, jetzt geh ich mit meiner Mutter Weihnachten feiern, weil sie Weihnachten zu meinem Bruder fährt; sie ist beruhigt, daß ich “Weihnachten nicht allein bin”, weil ich an dem Abend einer Freundin nach dem Tod ihrer Mutter(= meiner Vize-Mama) Gesellschaft leiste, damit der nicht die Decke an diesem weihevollen Abend auf den Kopf fällt.
Liebe Grüße und angenehme Festtage, sollten wir uns vorher nicht mehr hören/sehen/lesen
Yamuna
Liebe Yamuna
Spannend deine Geschichte und finde mich da auch recht gut wieder. Auch in meinem Umfeld häufen sich die Todesfälle, das hat schon was Unheimliches. Ich sehe da als Indikator unter anderem meine Pluto in Haus zwei Konstellation.!
Interessant auch die mond-uranische Begründung der Abwehr einen geschmückten Tannenbaum sich ins Haus zu stellen von meinem Partner.
Erst würden die Bäume entwurzelt und zweckentfremdet , um dann nach einer Woche im Müll zu landen.
Oder ist es etwa seine Mond-Chiron Konstellation?
Ich finde auch, die hat was diese Sichtweise.
Sonntägliche Grüsse
Barbara
Und das passt auch zu Uranus
estar chalado= eine Meise haben, verrückt sein, einen Dachschaden haben. ggg
Liebe Iris!
~~~~*****~~~~~
cinco estrellas para tí (fünf Sternchen für dich)
Hasta la vista, chicitita!
Sabín
…chiquitita, perdón!
Ihr drei Edelfrauen, Barbaritos, Yamunachos y Sabín,
seid herzlich gegrüßt!
Der Fehlerteufel sei euch großzügig verziehen (Sabín, ich hätte dir auch nur übel genommen, wenn du “chicita” geschrieben hättest und es zum Bananenvergleich gekommen wäre:-)
Heute hat doch hier im lokalen Radiosender eine Stimme ins Mikro gehaucht “Wir sind Weihnachten”. Es reicht also jetzt noch nicht mal, dass “wir” bereits alle “Papst” sind…
So lasst es euch gut gehen!
HO, HO, HO
Iris
Hallo Iris,
die Vorweihnachtszeit kann einem auch wirklich die Freude an der Kommunikation, mit seinen Mitmenschen, nehmen. Wie Du so schön in Deinem Artikel schreibst, kann einem auch wirklich alles passieren, was einem eigentlich nicht passieren kann. Doch auch einige angenehme Überraschungen, mit denen man auf keinen Fall gerechnet hat, können einen zum absolutten Querdenker werden lassen, der zum Schluss nicht mehr weiß, was er eigentlich denken wollte.
Guten Rutsch ins neue Jahr und Danke für Deine Super Astrologische Beratung!
Liebe Grüße
Gerd