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Dagmar Wäscher

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6 Kommentare

  1. Barbara Wiehl
    20. September 2006 @ 13:00

    Liebe Dagmar

    Wenn du einem nicht geben kannst, worum er bittet, so höre ihm wenigstens an, denn dies allein schon tut seinem Herzen wohl.

    Aus China

    Nur die Natur tut Grosses umsonst.
    Alexander Herzen

    Dein Beitrag ist für mich wieder mal so ein HIghlight, sprich trifft den Nagel auf den Kopf.

    Diesen Antagonismus Opfer und Selbstaufopferung hast du sehr gut beschrieben..ich beginne da was zu verstehen.

    Ein wunderschönes Wort

    Yangsheng…ich werde es mir auf die Stirn malen. ggg

    Das wollte ich dir sagen

    Viele denken sie seien frei, weil sie machen können was sie wollen und merken nicht , das sie ihre Diktatur in sich tragen, so Ernesto Cardenal.

    Die Einsicht in die Notwendigkeit trägt mich zu meinem eigentlichen Wollen, könnte es so sein????

    Liebe Grüsse
    Barbara

  2. Barbara Wiehl
    21. September 2006 @ 09:57

    “Wer Geboren werden will, muss eine Welt zerstören”

    Hermann Hesse,

  3. Susanne
    24. September 2006 @ 23:13

    Grüsst euch;-
    Liebe Dagmar
    Dein Artikel gehörtauch dem Neptun(Mein Ich)
    Selbstlos ist Neptun-Ohne Macht und Absicht.
    Das Reine in inkarniertem Erdensein gibt es aber nicht.
    Denn der Mensch will überleben.
    Oder Mensch will seine Aufgabe erfüllen.
    Dazu gehört z.B. auch die Pflege seiner Familie, die ein gereifter Geist bringt.
    Aus Verantwortung-Verpflichtung, um daran selbst zu wachsen.
    Das ist alles nicht selbstlos.
    Selbst-los kann nicht teilen-mitteilen-lehren, orientieren.
    Pluto, ins Licht gebracht, ist Lehrer-Orientierer, Verwandler.
    Das Opfer des Plutos ist die Verwandlung zu höherem Geiste-er wohnt ja im dritten”geistigen” Quadranten.
    Daher ist er auch Guru(Lehrer)
    Er schmiedet das Schuhwerk,welches die eigenen Schritte im Sand sichtbar macht.
    (Absichtsloses Wirken:wäre vielleicht eine Bennenung)
    Das Reich der Bilder-jeder Künstler des Ausdrucks geht da hin, denn nur durch absichtsloses Kreieren kommt das Kunstwerk ans Licht.
    Mit der Haltung, Geld und Schätze zu verdienen,wäre keinem Künstler ein Werk gelungen*g*
    @Barb
    das Hessezitat passt auch ,direkt ins Helle!
    Grüssle
    Sun:-

  4. Barbara Wiehl
    25. September 2006 @ 08:50

    Hello liebe Sun

    Prometheus hat das Feuer nicht vom Himmel geholt, damit die Wurstbratereien ihre Geschäfte machen können.
    ( Heinrich Böll)

    Die Sonnen also scheinen uns nicht mehr , also muss eigenes Feuer uns erleuchten.
    Von Schiller aus Wallenstein

    Gruss in den Morgen
    Barbara

  5. Susanne
    25. September 2006 @ 09:38

    Ein Morgengruss zurück.
    Die Mutterliebe-kann den Geschmack der Selbstlosigkeit tragen.
    Wenn das Kind krank ist, wird alles an Terminen und Vorhaben über den Haufen geworfen und die Sorge gilt dem Kind.
    In einer Zeit von Funktionalität und reibungslosen Abläufen wurde diese urmenschliche Instinkt oft zum Fallstrick(leider)
    Daher plädiere ich für mehr Familiensinn und Achtung gegenüber dieser Spezies;-
    Zurück zur Natur.
    Dann klappts auch mit einer Zukunft für Gemeinschaft und Rücksicht auf Leben.
    Susanne mit Gruss

  6. Barbara Wiehl
    25. September 2006 @ 14:46

    Hallo SUse
    Inzwischen ist es früher Nachmittag.ggg

    Das mit der Mutterliebe kommt der Selbst..losigkeit tatsächlich noch am nächsten.

    Und birgt so manche Ambivalenz…sind wir dieser doch so ausgeliefert, hängt unser Gedeihen und Überleben davon ab.

    Übrigens, absolut ungerecht, das die Weichen unsere Zukunft in der frühen Pubertät gelegt werden sollen….ggg

    HIer in Spain fühlt es sich noch teilweise erdig und gesund an…doch auch hier setzten die zersetzenden Ströme der MOderne schon an

    Wir dürfen auch den historischen Kontext nicht vergessen.. warum gibt es gerade in Deutschland soviele zerissene Familien????

    Zumindest hier auf dem Lande) in den Grosstädten sieht das ganz anders aus)
    werden die Alten immmer noch integriert und haben eine wichtige Funktion.

    So ist dies hier üblich , das noch das Familienoberhaupt weit über die Rente hinaus den Betrieb weiterführt bevor er dies an seine Nachkommen weitergibt.
    Ebenso der Respekt zwischen den Generationen.

    Barbara

Plutos Kraft – Im Reinen mit sich selbst

Aus dem Leben | (6) Kommentare |

Pluto lässt mich noch nicht los. Kein Wunder: da wo er seine Finger im Spiel hat, möchte er es ganz und gar von uns wissen. Er ruht nicht, bevor wir ihm die geschuldete Antwort abliefern werden.

Aber welche Antwort ist die richtige? Immer wenn wir glauben, wir haben sie erobert und können uns den angenehmen Seiten des Lebens widmen, dann erleben wir erst recht Plutos Stachel. Es tut richtig weh und schmerzt und wir bekommen Angst, weil wir nicht wissen und verstehen, um was es im Wesentlichen geht. Oder wir fühlen uns schuldig, weil wir einem Teil in uns nicht gerecht geworden sind oder weil wir uns dem entziehen. Ein überaus menschliches Verhalten.

Flüchten wir, weil wir das Intensive darin nicht aushalten oder weil wir davon nichts wissen wollen? Nach meiner Erfahrung liegt der Grund im weder – noch: wir wissen es schlichtweg nicht anders.

Plutos Weg ist kein Weg des unmittelbaren Wissens, er ist ein Weg der Erfahrung. Nun wurde hier bereits mehrmals vom selbstlosen Handeln gesprochen, als eine mögliche Erfahrung (vielleicht sogar die einzig mögliche?), Pluto aktiv zu leben, sofern dies überhaupt machbar ist.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen damit geht, aber unter selbstlosem Handeln stelle ich mir gleich so riesenhafte Dinge vor. Heldenhafte Dinge! Also größer als groß! So letztendlich unmachbar und unmöglich. Logisch, bei “transpersonal” denke ich oder denkt man eben an diese über uns hinaus gehenden Dinge, wie sie uns z.B. Mutter Teresa vorlebte.

Vor ein paar Wochen hatte ich jedoch eine kleine “Erleuchtung”. Zwei Dinge sind geschehen, die mir schlagartig klar machten, was mit “selbstlos” gemeint sein kann, und dass es sich sehr gut im Alltäglichen unterbringen lässt.

1. der Schwiegervater meiner Freundin ist in dieser Zeit verstorben. Sie hat mir kurz nach dessen Tod davon erzählt, und dass sie und ihr Mann jeden Tag bei dem Schwiegervater/Vater waren, ihn versorgten und Abschied nahmen. Bis zuletzt.
Wenn das nicht selbstlos ist! Für jemandem Bestimmten etwas tun oder vollbringen, das den vollen Einsatz von einem erfordert. Alles andere muss einfach liegen bleiben, bzw. entfällt. Sich selbst zurücknehmen, dass der andere, der dich gerade braucht, seinen Weg gehen kann oder was auch immer das für eine Situation sein könnte.

2. Noch einfacher, ohne gleich an den Tod zu denken (aber das passte gerade hier so gut zum Thema): Ich habe im August zwei Wochen lang für Freunde das Haus, den Garten und die Katzen gehütet, damit sie getrost in den Urlaub fahren konnten. Was ist schon dabei, sollte man meinen. Eine Kleinigkeit. Nun, ich war so gut wie nie zu hause, was mir derzeit sehr schwer fällt. Bei mir blieb alles liegen, damit ich mich nach der Arbeit um die Tiere kümmern konnte. Man glaubt gar nicht, was die kleinen Tiere für Herzschmerzen haben können, wenn die “Eltern” so mir nichts dir nichts für längere Zeit das Heim verlassen.
Zeitlich und räumlich erlebte ich mich hier nicht selbst bestimmt, da ich ja eine verpflichtende Verantwortung eingegangen bin. Solche Dinge nehme ich sehr ernst und führe sie gewissenhaft aus.
Kurz darauf wurde mir bewusst, dass dieses Sich-Kümmern eine Art von selbstlosem Handeln war. Ich habe mich zurückgenommen, dass die anderen Spaß erleben und sich regenerieren konnten. Denn hier an der Stelle, an der ich mich am liebsten aufhalte, im 5. Haus nämlich, erlebte ich die größte Einschränkung, hier tat es mir am meisten weh. Es ist der Sitz meines individuellen Pluto.

Hier fällt es mir tonnenschwer, Opfer zu bringen, denn hier verwirkliche ich mich jeden Tag. Hier halte ich mich am liebsten auf. Begebenheiten, die mich in meiner Person einschränken, sind für mich kleine Höllen. Aber genau darum geht es ja, dieses “Opfer” zu bringen.
Für mich war es von Anfang an klar, als mich die Freunde darum baten, dass ich für die drei in Stellvertretung Sorge tragen werde, keine Frage. Ich wusste sehr wohl, welche Bedeutung diese Einschränkung für mich haben würde, aber es war mir wichtig, mich hier zurück zu stellen.

Ich glaube, ich habe verstanden, worum es Pluto geht.
Dennoch möchte ich hier nicht für Selbstaufopferung plädieren. Immer wenn wir “Opfer” mit “Selbstopfer” verwechseln, verwirken wir Plutos Kräfte und wir entschwinden aus der Welt.
Selbstaufopferung hat meines Erachtens nichts mehr mit selbstlosem Handeln zu tun. Sich um sich selbst sorgen und kümmern muss in Balance mit dem selbstlosen Handeln stehen. Was hätten sonst die anderen davon, wenn man vor lauter “Opfer” selbst dabei hops geht?

Es gibt eine fantastisch zutreffende Bezeichnung aus dem alten China für die Selbstsorge, wie ich sie so gerne benenne: Yangsheng – das Leben pflegen.

An der Stelle im Horoskop, an der Pluto sitzt, da ist also unser selbstloses Handeln (u.a.) gefordert. Es ist der Punkt, an dem wir eine der größten Herausforderungen zu bestehen haben. Hier haben wir das Gefühl, viele (unfreiwillige) Opfer erbringen zu müssen. Aber hier können wir für die anderen das meiste tun. Es ist die Stelle, wo sie uns am meisten brauchen und wo wir das Stärkste in uns geben können. Hier liegt die größte Kraft, für die anderen da zu sein, was immer das auch sein mag. Und vielleicht liegt hier ebenso die größte Herausforderung, für sich selbst da zu sein.


© 2006 Dagmar Wäscher @ 20. September 2006

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