Täter und Opfer – Von der Ganzheit der Seele
Aus dem Leben | (3) Kommentare |
Trennendes und Verbindendes im Menschen
Am 11. November 2005 fanden in Köln die ersten Phoenix Astrologie Fachtage zum Thema “Täter und Opfer – Verhängnisvolle Affären… und wie man davon wegkommt” statt. In diesem Rahmen habe ich einen Vortrag gehalten, der sich mit dem verbindenden und dem trennenden Element in uns Menschen befasst und den ich hier teilweise schriftlich wiedergeben möchte. Denn ein Ungleichgewicht dieser Elemente ruft letztlich das von Opfern und Tätern erfahrene Leid hervor. Der folgende Artikel steht also in einem engen gedanklichen Zusammenhang zu Christopher Weidners Artikel auf astrophoenix vom 3.10.06 “Die Planeten aus systemischer Sicht – Teil 1″, auch wenn beide – scheinbar – völlig unabhängig voneinander in zwei verschiedenen Köpfen entstanden sind. Sie ergänzen einander und bebildern sich gegenseitig.
Opfer und Täter sind zwei Gegensätze, die einander auszuschließen scheinen. Doch beide bedingen einander, ohne ein Opfer gibt es keinen Täter und umgekehrt. Wenn es diese Gegensätze in der Welt der Erscheinungen, im Außen gibt, dann muss es sie auch in uns selbst geben. Was bedeutet das für uns, wenn wir Opfer oder Täter sind?
Die Welt der Polarität
Wir leben in einer Welt der Gegensätze. Zu jeder Erfahrung, die wir machen, gibt es ein Gegenteil. Wir sagen, dass Gegensätze einander anziehen. Warum ist das so? Wir Astrologen haben darauf eine ganz einfache Antwort, denn wir kennen die Dynamik der AC-DC-Achse.
Am Aszendenten haben wir uns einen Mantel übergestreift, der unser Auftreten und Handeln, unsere persönlichen Eigenheiten bestimmt. Wir sagen Sätze wie: “Ich bin gern unter Menschen.” oder “Ich bin eher schüchtern.” Indem wir dies tun und eine Identität annehmen, müssen wir irgendetwas mit den Qualitäten anfangen, die wir weit von uns gewiesen haben, weil sie nicht zu unserem Aszendenten gehören. Wir stecken sie ins siebte Haus. Und aus dieser Polarisierung, aus dieser Aufspaltung erwächst unsere tiefe Sehnsucht, irgendwann einmal das wiederzufinden, was wir ins Unbewusste verschoben haben. Wenn dann Menschen auf unsere Lebensbühne treten, die genau das Potential in sich tragen, das wir unterdrücken, verspüren wir eine gewaltige und mächtige Anziehungskraft! Das nennen wir dann Liebe oder Verliebtsein. Gegensätze ziehen einander also an, weil wir als Menschen auf dem Weg zur Vollständigkeit, zur Ganzheit sind.
Wenn wir Fische-Aszendent sind und uns verlieben, dann schmelzen wir vielleicht dahin, weil unser Auserkorener bei jedem Stromausfalls sofort weiß, welche Sicherung er auswechseln muss. Nach einigen Jahren jedoch brennen unsere Sicherungen durch, wenn er mal wieder unser kreatives Chaos auf dem Schreibtisch in eine sterile Sagrotanlandschaft verwandelt hat. Wir alle kennen das. Und wir wissen im Grunde auch, dass es nicht der Partner ist, der ein Problem hat. Wir selbst sind es. Unsere Aufgabe besteht nämlich darin, über die reine Projektion des Deszendenten hinauszukommen und ihn in uns selbst zu integrieren. Die Gegensätze in der Außenwelt dienen einzig und allein dem Zweck, die Vollständigkeit in uns selbst herbeizuführen. Die Liebe ist der Klebstoff, der selbst die krassesten Gegensätze beieinander halten kann, damit diese einander ähnlich werden.
Doch nicht nur Liebesbeziehungen folgen diesem Grundgesetz des Lebens. Alle Menschen, die uns begegnen und mit denen wir heilsam oder unheilvoll verstrickt sind, sollen uns von einer höheren Warte aus betrachtet zur Vollständigkeit verhelfen.
Der Gegensatz Täter – Opfer
Täter und Opfer sind zwei Gegensätze, die einander vorerst einmal auszuschließen scheinen. Unter Opfer verstehen wir jemanden, der in unterschiedlichem Grade einer Situation, den Umständen oder dem Tun eines anderen ausgeliefert ist.
Christopher Weidner schreibt in seinem oben erwähnten Artikel: “Wir können uns vorstellen, dass der Akt der Verbindung mit der Welt sowohl als heilsam als auch als leiderzeugend erlebt werden kann. Stellen Sie sich vor, der Übergang von Verbindung zu Trennung ist unterbrochen, und das System verharrt gewissermaßen im Zustand der Bindung, kann sich aus einem einmal eingenommenen Zustand nicht mehr lösen. Wenn keine Trennung erfolgt, dann verlieren wir unsere Grenzen, verlieren dadurch an Gestalt und erleben uns als Opfer der Umstände.”
Übermäßige Verbindung erzeugt also Leid, macht uns zum Opfer, weil wir uns nicht trennen oder abgrenzen. Unter Opfer und Opfern verstehen wir aber im ursprünglichen Sinne auch eine Gabe, einen Verzicht. Ein Opfer hatte ursprünglich immer den Sinn, das Mitgefühl einer Gottheit hervorzurufen und durch die Opfergabe einen göttlichen Segensstrom zu bewirken. Noch heute opfern z.B. katholische Nonnen, buddhistische Priester und Vertreter aller Religionen bestimmte Gebete und persönliche Handlungen dem Wohle und dem Segen der gesamten Menschheit. Ein Opfer ist in diesem Sinne ein Appell an die Kraft des Mitgefühls und der (göttlichen) Verbindung.
Wenn jemand freiwillig ein Opfer bringt, dann ist es eine Gabe aus Mitgefühl. Wenn jemand unfreiwillig zum Opfer wird, erwirbt er sich das Mitgefühl seiner Umwelt. Opfer berichten außerdem häufig davon, dass sie starkes Mitgefühl zu Menschen entwickeln, denen es ähnlich geht wie ihnen selbst, und dass aus diesem Mitgefühl eine tiefe Verbindung mit allen leidenden Wesen entspringt. In beiden Fälle wird also die Energie des Mitgefühls und der Verbindung in der Welt manifestiert. Welche planetarische Entsprechung würden wir für diese Energie wählen? Wenn Sie Christopher Weidners genannten Artikel gelesen haben, kennen Sie auch meine Wahl. Die höchste Stufe der Verbindung repräsentiert Neptun. Er ist auch das Symbol für universelles Mitgefühl. Wenn Sie Christophers Artikel nicht gelesen haben, überlegen Sie selbst: Welche weiteren Planeten unterstützen Ihrer Ansicht nach Mitgefühl und Verbindung?
Unsere Energie der Tatkraft, des Tuns machen wir Astrologen am Prinzip Mars fest. Dieser steht für Handlungsstärke, Autonomie, Abgrenzung und Selbstbestimmung. Er ist unser innerer Verteidiger, unser persönlicher Träger der Macht, unser Grenzsetzer, der uns hilft, unsere Selbstachtung zu bewahren sowie Selbstbewusstsein und Unabhängigkeit zu entwickeln.
Wenn wir zum “Täter” werden, manifestieren wir die Energie des Handelns und leben Handlungsstärke in überzogener Form. Wir grenzen uns dann so stark gegen andere ab, dass wir unsere Verbindung zu ihnen nicht mehr spüren. Wir empfinden kein Mitgefühl mehr, missbrauchen unsere Macht und übertreiben unsere Unabhängigkeit in eine ungesunde Richtung. Christopher schreibt: “Auch Trennung kann als leiderzeugend erlebt werden, wenn sie nicht durch Verbindung ausgeglichen wird. Wenn wir in Trennung verharren, schließen wir uns von der Welt aus oder werden von der Welt ausgeschlossen.” Welche weiteren Planeten oder anderen Horoskopelemente unterstützen Ihrer Ansicht nach Autonomie und Selbstbestimmung, Handeln und Umsetzung?
Ich würde folgende Gegenüberstellung vorschlagen:
Tat, Abgrenzung, Autonomie, Selbstbestimmung, Trennung : Sonne, Mars, Saturn, Uranus, Pluto – Feuer (Widder)
Opfer, Hingabe, Mitgefühl, Verbindung, Beziehung: Mond, Venus, (Jupiter), Neptun – Wasser (Fische)
Wir können also sagen, dass es Prinzipien gibt, die in uns allen wirksam sind, die eher für die abgrenzende Seite stehen, und andere, die eher für die verbindende Seite stehen. Meine obige Aufstellung unterscheidet sich in einem Planetenprinzip von dem systemischen Modell von Christopher oder dem TPA Modell von Michael Roscher, nämlich in der Kategorisierung von Uranus als trennendem Planet. Im Modell der Regelkreise kommen Uranus und Merkur Sonderstellungen als Vermittler zu, die sie auch zweifellos sind. Dennoch ist Uranus auch eine stark individualisierende und damit trennende Kraft, sichtbar durch die Ähnlichkeit in der Symbolik zur Sonne.
Aus dem zuvor beschriebenen Bedürfnis des Ausgleichs oder der Ergänzung heraus wird damit auch klar, was für Täter bzw. Opfer, also unter extremer Bindungskraft oder extremer Trennungskraft leidende Menschen wichtig ist, um in sich selbst einen Ausgleich bzw. eine Integration des Gegenprinzips zu unternehmen:
Für die Heilung (im Sinne von Ganzwerdung) von Tätern ist es wichtig, ihnen die Erfahrung von Mitgefühl, Verbindung und Hingabe zu ermöglichen. Die übliche Sanktionierung der Ausgrenzung, das Gefängnis, scheint auf den ersten Blick die Abgrenzung und Trennung zu verstärken. Das ist sicherlich auch so. Und wenn man es konsequent unter dem hier vorgestellten Blickwinkel betrachtet, dürfte es diese Art der verstärkten Ausgrenzung eigentlich nicht geben. Doch da spielen schließlich noch ganz andere Gedanken wie Schutz des Opfers und der Gesellschaft eine Rolle. Doch das Gefängnis ist astrologisch gesehen auch eine Entsprechung des neptunischen Prinzips, insbesondere des zwölften Hauses, welches auch für Verbindung und Mitgefühl steht. Denn eine wichtige Erfahrung im Gefängnis ist die, sich selbst einem größeren Ganzen zu überlassen, die eigene Identität weitestgehend aufzugeben. Heilsam für Täter sind Erfahrungen, bei denen sie sich vertrauensvoll einer höheren Führung überlassen, ihre eigene Handlungsstärke ein Stück aufgeben müssen.
Für den Täter ist es außerdem hilfreich, sich persönlich mit dem Opfer zu identifizieren, also Verbindung aufzunehmen, auch ihn als Individuum anzuerkennen, seinen Schmerz mitzufühlen und Reue zu empfinden.
Opfern fehlt zur Heilung im Sinne der Vollständigkeit der tatkräftige Pol der Selbstbestimmung, sie müssen zum Handeln, zur Autonomie und Selbstbestimmung aufgefordert werden. Die Hilfen, die die Gesellschaft dafür zur Verfügung stellt, sind zu einen die Anklage des Täters. Mit diesem Akt marsischer Tatkraft im Sinne eines “Angriffs” soll ein Gleichgewicht nahezu wiederhergestellt werden.
Für das Opfer ist es außerdem hilfreich, sich selbst als Individuum mit Abgrenzungsfähigkeiten und -rechten anzuerkennen und in die Handlungsfähigkeit zu gehen. Ein Mensch, der einem Anlagebetrüger zum Opfer gefallen ist, sollte möglicherweise der Aufforderung nachkommen, mehr Verantwortung für seine persönliche finanzielle Situation selbst zu übernehmen. Jemand, in dessen Wohnung eingebrochen wurde, muss sich womöglich in seiner Privatsphäre abzugrenzen lernen, usw.
Christopher schreibt dazu: “Die Lösung für diesen leiderzeugenden Zustand der Verbindung ist die Aktivierung unserer Fähigkeiten zur Trennung: das, was vermengt und vermischt ist, wird wieder strukturiert – es entstehen Unterschiede, die mich meine Eigenständigkeit von der Welt erleben lassen und mir wieder die Kontrolle über meine Leben zurückgeben. Die Heilung des Zustandes der Vermengung/Identifikation ist also die Trennung im Sinne einer Unterscheidung des Vermengten.”
Für beide, Opfer und Täter, gilt, dass sie verstehen müssen, dass in ihnen das unterdrückte Gegenteil existiert und zum Vorschein kommt, wenn sie es nicht in ihr Bewusstsein integrieren: Das Opfer trägt in sich als unterdrückten Anteil (DC) den Täter, der Täter tragt ein unterdrücktes Opfer in sich selbst. Beide spiegeln einander ihre unterdrückten Anteile, wie bei jeder anderen Partnerschaftsdynamik auch. Die bewusste Identifikation mit dem anderen, mit dem unterdrückten Anteil in Form einer äußeren Person, ist ein wichtiger Teil der Heilung / Ganzwerdung. Das Hilfsmittel dazu ist Reue für den Täter, da ihn die Reue mit der Kraft des Mitgefühls in Verbindung bringt. Reue bedeutet, selbst zu empfinden, was ein anderer empfindet und demzufolge das eigene extrem selbstbezogene Verhalten nicht länger als angemessen zu betrachten. Das Hilfsmittel für das Opfer ist nach einer angemessenen Verarbeitung der traumatischen Erfahrung und dem Erlernen von Abgrenzungsfähigkeit vor allem Vergebung. Vergebung bewirkt nämlich, die trennenden Eigenschaften des Täters als Fähigkeiten anzuerkennen, die auch in uns selbst stecken und die aktiviert werden wollen.
Sabine Bends
Fortsetzung des Artikels geplant
Die nächsten Phoenix Astrologie Fachtage finden statt vom 23.-25. März 2007 in München. Thema der Fachtage: “Horoskope sind Lösungen”.
© 2006 Sabine Bends @ 6. Oktober 2006
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Schlagwörter: Opfer, Täter, Trennung, Verbindung
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Liebe Sabine! Ich muss dir nur unbedingt mitteilen, dass ich gerade, just in diesem Moment, als ich deinen Artikel las, ein ganz klares Bild hatte, warum ich zweimal zum Opfer wurde! Nicht, dass mir die Dynamik von Täter/Opfer nicht klar war, aber ich wußte bis dato nicht, WAS ich entwickeln muss! Jetzt ist der Groschen gefallen! Ich danke dir sehr dafür!
Liebste Grüße aus dem Süden
Dagmar
Liebe Dagmar,
hab vielen Dank für dein Feedback. Die meisten von uns machen ja Opfererfahrungen auf die ein oder andere Art. Wir sind aber gottlob nicht dazu verdammt! Im Vollbesitz der eigenen schöpferischen Kräfte, also vollständig zu sein, bedeutet, alles zu entwickeln, was das Horoskop symbolisch bzw. das Leben als Potential enthält. Und das dürfen wir dank der Lektionen des Lebens lernen, auch wenn sie noch so unschön sind. Ich lerne da seit einigen Monaten auch meine Lektionen und finde es sehr erhellend. Je offensiver ich lerne, mich in bestimmten Bereichen abzugrenzen umso mehr Freude macht es mir gleichzeitig, an der richtigen Stelle ganz offen und freimütig zu geben.
Die Abgrenzung in dem Bereich, in dem ich zum Opfer werde, also mich nicht genügend abgrenze gegen Ungewolltes, stärkt gleichzeitig meine Fähigkeit der bewussten und gewollten Verbindung! Das ist das große Geschenk, wenn wir uns auf diese Dynamik einlassen. Auch unsere Verbindungsfähigkeit kommt auf eine neue Ebene.
Danke für das Geschenk deines Feedbacks.
Herzlichst,
Sabine
Liebe Sabine,
Nach dem Wochenende in Bonn voller Eindrücke bedurfte es erstmal einiger Runden Schlaf ggg – jetzt fühle ich mich fit auf deinen tollen Artikel zu antworten.
Die Phoenix Fachtage sind mir noch in eindrücklicher Erinnerung wie sie auch einen unwiderrufbaren Prozess in Gang setzten .jenem nämlich einer neuen Sichweise ,was nicht heisst auch da Zeiten von Verwirrung zu erleben, wenn eingeimpfte Glaubenssätze, teilweise kollektiv verankert, ins Wanken geraten.
Macht lebt von Kooperation.
Macht lebt von denen die sich ihr unterwerfen genauso wie von denen die sie ausüben.
Weil die einen mitspielen haben die anderen die Macht.
Die Unterwerfung beginnt immmer im Kopf, der Art wie ein Mensch die gegebene Situation wahrnimmt und interpretiert, auch welche Ängste und Katastrophenphantasien er dazu entwickelt.
Was heisst Macht überhaupt?
Es ist ein Hilfsmittel die jedes Wesen mitbekommen hat um seine AUfgabe zu erfüllen.
Die aktive und integrierte Form von Mars wäre den Willen auf natürliche und gesunde Weise einzusetzen.
Die passive Form wäre davon nichts wissen zu wollen und sich unbewusst jemanden zu suchen , der einen starken Willen verkörpert.
Vergeben, setzt zunächst voraus die Situation zu verstehen und einen Schritt zu tun.
Eine Versöhnung ist ausserdem nur möglich wenn der Verletzte seinen Opferstatus aufgibt.
Das Opfer muss also aufhören an eine mögliche Veränderung zu seinem Gunsten zu glauben und die eigenen Verletzungen und Schwächen anzuerkennen.
Versöhnung braucht also eine bewusste Entscheidung. Sie ergibt sich nicht einfach.
Es ist oft eine schwierige, aber notwendige Wahl um den Weg zum Frieden und Versöhnung zu finden,
Das wiederrum setzt voraus das wir Abschied nehmen vonm Ideal der Unschuld( Neptun) die weder fordert noch zumutet
Nur so können wir befreit vom Verlangen nach Schuldzuweisungen und ohne Groll uns von vergangenen Misständen auf gmeinsame Lösungsmöglichkeiten in der Gegenwart und die Zukunft richten.
Nun , das macht uns als Menschen aus, das wir alle nun mal auch verstrickt sind.
Erst wer gelernt hat zu konfrontieren und zu akzeptieren was ist versteht es seine Kräfte zu nutzen.
Uranus entbindet uns , immer dann wenn etwas überfällig , nicht mehr lebenssinnvoll erscheint, entreisst uns oft ungewollt aus Zusammenhängen und Zugehörigkeiten.
Ich erinnere mich in jenem Novemberworkshop an eine Übung anhand zweier Radixe herauszufinden welche dem Täter und welche dem Opfer zuzuordnen sei.
Zu unser aller Erstaunen war jene Radix welche die klassischen Indizien eines Opfers enthielt die des TÄter und umgekehrt das Radix des Opfers spiegelte anscheinend die Täterposition.
Dies wiederum bringt und zur Gretchenfrage woran wir die Unterscheidung von Gut und Böse festmachen .
Welche Instanz fällt das Urteil.?
Sieh dich im Gerichtssaal um und deute mit dem Zeigefinger auf den Schuldigen
-Mittel, RIng und kleiner Finger werden dabei auf uns zurückweisen.
Drei zu eins-das Urteil wird keine Zweifel offen lassen.
Dann öffne das Herz, denn es bittet um Milde.
Im 4. Quadranten lösen sich die Unterscheidungen auf, denn er gewährt uns aus der Vogelperspektive jenen Blick auf die Folgen unserer Taten.
Der Hüter der Schwelle zum vierten Quadranten ist wiederrum Saturn, der uns das nötige Rückgrat verleiht für diese Folgen auch einzustehen.
Herzliche Grüsse aus Todtmoos
Barbara