Über den Autor dieses Artikels

Yamuna Becker

Zum Autorenprofil von Yamuna Becker

1 Kommentar

  1. Sabine Bends
    Sabine Bends
    27. Juni 2007 @ 16:08

    Liebe Yamuna,

    zunächst einmal: Herzlichen Glückwunsch zu deinem Erstlingsbeitrag auf astrophoenix! :-) . Schön, dass du hier bist.
    Ja, wie du weißt, ist Biografiearbeit eines meiner Lieblingsthemen, und ich bin unermüdlich auf der Suche nach astrologisch interessierten Menschen, die ich dafür begeistern kann. Bei dir war das nicht schwer, da rannte ich offene Türen ein. Und so viel Feuereifer wie du an den Tag legst…

    Gestern abend habe ich zum Thema der Solarrhythmen in Stuttgart einen Vortrag gehalten. Auch dieses Thema lässt sich natürlich nur mit Biografiearbeit wirklich überblicken. Einige Zuhörer versichterten mir im Anschluss ganz begeistert, sie würden sich ihre Solare nun alle anschauen und mir berichten. Ich hoffe, einige halten es auch. Denn es gibt nichts Spannenderes, als das eigene Leben astrologisch im Rückblick zu verstehen. Da purzeln die Groschen eimerweise. Aber… wem erzähl ich das!

    Lieben Gruß dir,
    Sabine

Wenn der progressive Mond im 7. Hause steht…

Aus dem Leben | Ein Kommentar |

Mit astrologischer Biographiearbeit dem eigenen Leben auf der Spur

„Wenn der Mond im 7. Hause steht
und Jupiter auf Mars zu geht,
herrscht Frieden unter den Planeten,
lenkt die Liebe ihre Bahn!
Genau ab dann regiert die Erde der Wassermann, regiert sie der Wassermann …“

Diese Lied aus dem Musical Hair wurde mir zwar nicht in die Wiege gelegt, doch ich hörte es 1968 tagtäglich und lernte es auswendig. Hätte ich damals ahnen können, daß mich diese Planeten später so faszinieren werden?

Mein Vater war Wassermann, das wußte ich mit 5 und malte ihn ständig als Neptun mit buntem Schuppenschwanz und Dreizack. Ich wußte auch, ich war Löwin – seit ich einen kleinen Löwen zum Geburtstag bekommen hatte, aber doppelte Löwin? Und daß ich in meinen Beziehungen immer wieder mit Wassermännern und -frauen zu tun hatte, oder mit solchen, die wassermännisch geprägt waren, weil Wassermann mein Partnersuchbild am DC war und mein DC-Herrscher Uranus es sich in enger Konjunktion mit meiner Sonne gemütlich gemacht hat, so daß ich mich eigentlich über gar nix zu wundern brauche?

Das erfuhr ich 20 Jahre später durch meine erste Begegnung mit einem Hobbyastrologen, der im Jahre 10 vor Bill Gates noch zu Fuß mein Horoskop errechnete und mir vieles „Unerklärliche“ erklären konnte: soso, ich hatte also verwunschene Anlagen…? Das war ein Wendepunkt in meinem Leben. Der zweite kam weitere 15 Jahre später, als ein erfahrener Berufsastrologe meinem Selbstverständnis auf die Sprünge half; mir war fast unheimlich zumute. Damals ging gerade der progressive Mond in mein 7. Haus… doch Frieden herrschte in meinem Leben ganz und gar nicht, statt der Liebe lenkte eine heftige Beziehungskiste meine Bahn!

Was um HIMMELS Willen war da los? Jetzt wollte ich selber wissen, ob vielleicht nicht Jupiter, sondern Pluto auf meinen Mars zu ging? Und was es mit diesen Planeten auf sich hatte, die so vieles verraten konnten über mich und das, was um mich geschah. Ich suchte und fand: das gratis-Online-Programm Astro.com. Von Stund an machte ich regen Gebrauch von Grafiken, Deutungen und Partnerschaftshoroskopen… dabei schlug ich die Hände über dem Kopf zusammen, wenn ich meine Kombinationen mit diversen abhanden gekommenen Traumprinzen ansah. Hätte ich DAS vorher gesehen, wär mir einiges erspart worden! Außerdem beobachtete ich Transite mit wachsender Faszination. Ich war mein eigenes Versuchskaninchen.

Wenn man vorher erkennen könnte, wer/was einem ins Haus steht, ließen sich die einen oder anderen blauen Flecken auf der Seele vielleicht vermeiden? Jawohl, mich sollte keiner mehr hinterrücks überraschen, diese Sprache wollte ich nun auch selber verstehen lernen!

In einer großen Umbruchphase in meinem Leben begann ich mit innerer „Inventur“ und Biographiearbeit. Ich hatte von „Jahrsiebten“ gehört, die jeweils eine wichtige Lebensphase darstellen. Das wollte ich austesten und mir zu einschneidenden Ereignissen die entsprechenden Transite ansehen. Bald erkannte ich, wo der Revoluzzer Uranus, Pluto als Herr der Unterwelt oder gar Neptun mit seinem Dreizack gerade bei dieser oder jener Angelegenheit aktiv waren.

Der nächste Schritt war, daß ich Solare ausdruckte und verglich – zu dem Zeitpunkt hatte ich weder meine Astrologieausbildung begonnen, noch war mir das Buch „Astrologische Biographiearbeit“ von Petra Niehaus in die Hände gefallen. Doch auf in der Stadtbibliothek wartete es geduldig auf mich. Ab da bekam die Sache etwas mehr Systematik.

In mühseliger Kleinarbeit sammelte ich Daten und Konstellationen, ohne eigenes Astroprogramm. Meine handgestrickte Excel-Tabelle wuchs in zahllosen Stunden am PC langsam, aber stetig. Je vollständiger sie wurde, desto klarer konnte ich Rhythmen und Phasen genauso an meinem Lebenswege ablesen wie an wesentlichen Transiten. Oft sprechen meine Aufzeichnungen eine überraschend deutliche Sprache, ich erkenne Ebbe und Flut, Hoch-Zeiten und Tiefs – wie oben so unten. Inzwischen führe ich regelrecht Transit-Tagebuch mit dem Kalender „Himmlische Konstellationen“ von Markus Jehle.

Im Rückblick bin ich immer wieder verblüfft, wie wichtige Themen, Ereignisse und Zeitqualitäten zusammenpassen. Nicht nur, wenn bei rückläufiger Venus längst verschollene Bekannte wieder auftauchen, sich bei wegläufigem Mars mein Partner auf Nimmerwiedersehen verdünnisiert, bei rückläufigem Merkur der PC spinnt und Mißverständnisse an der Tagesordnung sind abbildung )

Jetzt stehe ich am Ende meiner Online-Ausbildung bei Phoenix Astrologie, wo wir glücklicherweise viel Gelegenheit haben, an eigenen Horoskopen und Transiten zu arbeiten. Sehr anschaulich, anregend und aus dem eigenen Leben gegriffen; neben dem Lerneffekt bringt es einen persönlich in der eigenen Entwicklung viel weiter.

Der Aufwand an Zeit und Mühe hat sich für mich gelohnt: astrologische Biographiearbeit hat mich ungemein bereichert und mein Verständnis zu den inneren Zusammenhängen vertieft. Nun möchte ich den einen oder anderen geneigten Leser ermutigen, es selber zu versuchen. Die Zeit des rückläufigen Merkur in Krebs ist für Rück- und Innenschau wie geschaffen – allerdings sei vor eventuellen technischen Verzögerungen gewarnt, also immer schön zwischenspeichern abbildung )

© 2007 Yamuna Becker @ 26. Juni 2007

Druckversion des Artikels Druckversion des Artikels

Empfehlen Sie diesen Artikel weiter!

Keine Schlagwörter für diesen Beitrag vorhanden.

Weitere Beiträge von Yamuna Becker.

Verwandte Artikel:

Kommentieren

Um einen Kommentar zu diesem Beitrag abgeben zu können, müssen Sie sich bei Astrophoenix registrieren und anmelden.

Login