Zu einem besseren Verständnis der Rückläufigkeit von Planeten
Aus dem Leben, Sternenhimmel | (4) Kommentare |
Zur Zeit ist Saturn rückläufig. Merkur war es bis vor kurzem. Venus wird es demnächst. Natürlich handelt es sich bei dem Begriff “Rückläufigkeit” nur um eine “Augenscheinlichkeit”. In Wirklichkeit läuft kein Planet rückwärts. Nur wir betrachten es aus der Warte der Erde, der geozentrisch-orientierten Perspektive.
Weil man viel theoretisch erklären kann, wenn der Tag lang ist, hier einige visuelle “Aufheller”.
Zuerst die geozentrische Perspektive. Das ist für uns Realität. Deshalb steht die Erde im Zentrum:

Für uns Irdischverankerte scheint sich alles um uns zu drehen, also um die Erde. In Wirklichkeit dreht sich aber alles um die Sonne. Wir sprechen ja auch vom Sonnensystem. Eigentlich ist die Sonne das zentralste Element. So wie unsere persönliche Sonnenstellung im Horoskop unseren eigentlichen Wesenskern ausmacht. Siehe die folgende heliozentrische Perspektive:

Kennen Sie den Spruch “Mein Vater erzählt mir jeden Sonntag über neue Planeten“? Dieser kann auf letzteres Bild angewendet werden. Beginnend bei “Mein” mit Merkur, dem sonnennächsten Planeten…bis “Planeten” mit Pluto. Einzig und allein der Mond wird hierbei “außen vor” gelassen, denn er dreht sich ja nicht nur um die Sonne, sondern als Trabant zusätzlich um die Erde.
Und weil sich Bilder oft besser einprägen und es gar so schön ist, hier noch ein Animation:

Versetzt man sich nun in die Lage der kreisenden Erde, kann man gut nachvollziehen, dass die Planeten aus einem bestimmten Blickwinkel heraus zeitweise vorwärts zu kreisen scheinen und dann irgendwann angeblich rückwärts. Dann wird auch klar, wieso beispielsweise Merkur ganze 3 mal im Jahr rückläufig wird. Er rast ja förmlich. Weil er der Sonne eben am nächsten steht. Venus ist da schon etwas langsamer. Sie “betreibt” die Rückläufigkeit nur alle 19 Monate. Und Mars benötigt noch länger. Er braucht ca. 2 Jahre, um wieder an seiner ursprünglichen “Startstelle” anzukommen.
© 2009 Iris Apé @ 7. Februar 2009
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Schlagwörter: geozentrische Perspektive, heliozentrische Perspektive, Mars, Merkur, Mond, Rückläufigkeit, Sonne, Venus
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Liebe Iris! Ist die Grafik herrlich! (Ich komme erst heute dazu, deinen Artikel zu lesen.) Und wie der kleine Merkur nur so dahinrast! *händeklatsch* Da hast du zumindest mir eine große Freude bereitet – ich liebe solche Animationen
Danke, dass du dir diese Arbeit angetan hast. Liebe Grüße
Dagmar
Liebe Iris,
diese bildliche Darstellung der Rückläufigkeit hat mir wirklich gut gefallen. Und der vorwitzige Merkur wirkt, als könnte er irgendetwas Wichtiges verpassen …
Vielen Dank dafür!
Christa
Liebe Dagmar, liebe Christa,
sagt, findet ihr nicht auch, dass wir alle unglaubliche Egoisten sind, und uns einbilden, alles würde sich um uns drehen…
Ja und Mekur, der süße, gewitzte kleine Raser ist wirklich saumäßig neugierig, aber man täusche sich nicht, er hats faustdicke hinter den Öhrchen (oder in der Birne) während die schöne Venus gemächlich-harmonisch und genießerisch ihre Bahnen zieht, womöglich auf einem Liegestuhl ausgestreckt und sich die Füße massieren lässt…
Liebe Grüße
Iris
Liebe Iris
Wo hast du denn diese tolle Animation aufgestöbert?
Tröstlich diese anzuschauen, mein sonst agiler Jungrfaumerkur im dritten Haus wird derzeit vom rückläufigen Saturn so manchesmal gut gespasstbremst.gg
Zumal ja Saturn warten kann bis der Arzt kommt.
Doch eine Entschleunigungskur hat auch i hre guten Seiten, denn einem allzu rasanten Kommunikationsstil sind etwaige Missverständnisse geradezu einprogrammiert,
Gut Ding hat Weil, auch wenn in meinem Umfeld viele meinen sie müssten sich dieser Tage im Besonderen sich bemühen um Schritt halten zu können in diesen turbulenten Zeiten..
Herzliche Grüsse
Barbara