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Christopher Weidner

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3 Kommentare

  1. Eva
    2. März 2007 @ 20:18

    Lieber Christopher,

    danke für diesen umfassenden Blick auf die Mondfinsternis morgen!

    Dein Hinweis auf die Herrscher der Mondfinsternis kam wie gerufen. Merkur/Jupiter,…ich habe einen Jupiter in 6, und die Mondfinsternis findet 2 Grad entfernt davon statt. t-Uranus ist bereits exakt auf meinem Jupiter gelandet!

    Ich habe in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass die zwei Eklipsen eines Jahre Bezug zueinander haben. Die zweite totale Mondfinsternis 2007 findet am 28.8. statt, um 10.35 Uhr GMT und zwar auf 4Grad 45 in den Fischen.

    Bin gespannt!
    Herzliche Grüße,
    Eva-Christiane

  2. Christopher Weidner
    Christopher Weidner
    3. März 2007 @ 10:06

    Liebe Eva-Christiane! Liebe LeserInnen!

    Ich habe einen sehr schönen Artikel des amerikanischen Astrologen Neil D Paris in seinem Blog gefunden, den ich euch ans Herz legen möchte.

    http://www.newworldastrology.blogspot.com/

    Wir bekommen dort interessante persönliche Reflexionen für die Finsternis vorgeschlagen.

    Herzliche Grüße,
    Christopher

  3. Mondfinsternis! | Von Christopher Weidner | astrophoenix
    20. Februar 2008 @ 11:04

    [...] sich längere Zeit tiefrot – zuletzt bei uns zu beobachten Anfang März 2007 (vgl. Die Macht des roten Mondes und Wolf frisst Mond auf astrophoenix, mehr zur Astronomie der Mondfinsternis im Wikipedia-Artikel [...]

Die Macht des roten Mondes

Aus der Praxis | (3) Kommentare |

Die Mondfinsternis vom 3./4. März aus astrologischer Sicht

abbildungAm 3. März ab 22:30 Uhr (MEZ) beginnt es: das Spektakel des roten Mondes. Langsam wird der Erdtrabant in den Erdschatten eintauchen.. Was zunächst kaum wahrnehmbar geschieht, steigert sich von Minute zu Minute: der volle Mond hüllt sich in ein roten Schleier. Von 23:48 bis 00:58 ist es soweit – es herrscht Mondfinsternis! Als Mitteleuropäer sitzen wir in der ersten Reihe, denn wir bekommen dieses kosmische Ereignis mitten in der Nacht zu sehen, und haben damit gute Chancen, den roten Mond von Anfang bis Ende zu genießen.

Wer sich für den genauen Zeitplan und weitere astronomische Hintergrundinformationen interessiert, der wird auf dieser Seite bestens versorgt: http://eclipse.astronomie.info/2007-03-03/index.html. Und was die astrologischen Hintergründe angeht, möchte ich Ihnen hier einen Einblick in die Deutung von Mondfinsternissen geben.

Schon in den ältesten Quellen erfahren wir, dass Mondfinsternissen im Besonderen und Finsternissen im Allgemeinen als sehr augenfällige himmlische Ausnahmeerscheinungen große Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Im zweiten Buch des Tetrabiblos beschrieb Ptolemaios die Summe der Erkenntnisse seiner Zeit im astrologischen Umgang mit Finsternissen. Ganz praxisorientiert ging William Lilly (1602-1681) ans Werk: er beruft sich auf die eher theoretischen Ausführungen Ptolemaios, ergänzt diese jedoch mit seinen persönlichen Erfahrungen aus der Praxis und demonstriert seinen Deutungsweg an mehreren prägnanten Beispielen.

Schon Ptolemaios betrachtete Finsternisse weniger als für das Individuum bedeutsam, sondern eher für das kollektive Geschehen. Sie gehören damit zu den wichtigsten mundanastrologischen Prognosemethoden, dass heißt man erachtete sie als Vorboten und Verkünder wichtiger weltpolitischer Geschehnisse.

Es sei vorausgeschickt, dass ganz allgemein Sonnenfinsternissen ein höherer Stellenwert einzuräumen ist als Mondfinsternissen. Gedanklich lässt sich dies mit einem Bild ableiten, das Michael Roscher prägte: eine Finsternis “reißt” gewissermaßen ein “Loch in die Ekliptik” – hier fehlt es an Licht. Erst wenn der verfinsterte “Planet” an dieselbe Stelle wiedergekehrt ist, wird dieses Loch mit Licht aufgefüllt – und die Wirkung der Finsternis ist vorüber. Die Sonne kehrt nach etwas einem Jahr auf den Finsternisgrad zurück – der Mond bereits nach einem Monat. Daraus lässt sich schließen, dass die Folgen einer Sonnenfinsternis länger zu spüren sein werden als die einer Mondfinsternis.

Methodisch konzentrierte sich Ptolemaios auf den Grad des Tierkreises, auf dem die Finsternis stattfindet. Das ist im Falle der Sonnenfinsternis der Grad, auf dem sich die Sonne-Mond-Konjunktion ereignet, und im Falle der Mondfinsternis der Grad, auf dem der Vollmond steht. Dieser Punkt wird als Finsternispunkt bezeichnet.

Der zweite wichtige Faktor ist der Herrscher des Finsternispunktes. Dieser ist nicht immer der Herrscher des Tierkreiszeichens, sondern kann nach klassischer Überlieferung durch den Almuten bestimmt, das sind traditionelle Zuordnungen von Planeten zu Tierkreisgraden. Da ich jedoch nicht weiter die klassische Methode vertiefen möchte – dazu gibt es sehr gute und ausführliche Literatur -, verfolge ich an dieser Stelle einen anderen Ansatz, der in der Transpersonalen Astrologie (TPA) bevorzugt wird.

Der Finsternisgrad wird auf der Grundlage der Kritischen Grade bewertet.

Betrachten wir das Horoskop der Mondfinsternis, wie es für die ganze Welt gültig ist:

abbildungDer Finsternisgrad liegt fast exakt bei 13° Jungfrau – vorausgesetzt, wir akzeptieren eine der gängigen Lehrmeinungen, nach der der Zeitpunkt der Finsternis auf die maximale Verfinsterung anzusetzen ist. Dies wird nicht immer und überall so gehandhabt. Manche Astrologen – und Michael Roscher gehörte auch dazu – gingen von dem Grundgedanken aus, dass der Beginn eines Ereignisses für astrologische relevante Aussagen zuständig sei. Damit wäre der Beginn der Verfinsterung entscheidend – und der findet um 23:43 Uhr statt. (Wichtig: der Beginn der Verfinsterung ist nicht der Beginn der Finsternis, sondern der Zeitpunkt, ab dem die Finsternis definitiv total ist.) Legen wir diesen Zeitpunkt zugrunde bekommen wir einen Finsternisgrad von 12° 42′ – also etwa ein Viertelgrad Unterschied.

Warum ist dieses Viertelgrad aber für uns von Bedeutung? Weil die totale Verfinsterung auf 13° Jungfrau uns zunächst in der Bredouille lässt, welcher Kritische Grad zuständig ist – der Kritische Grad von 11,75° Jungfrau bis 13° mit der Konstellation Merkur/Jupiter oder der Kritische Grad von 13° bis 14° mit der Konstellation Sonne/Mars. Wenn wir jedoch berücksichtigen, dass der Beginn der Verfinsterung nach dem uralten Prinzip der Astrologie als Lehre aller Anfänge schwerer wiegt, dann können wir getrost feststellen: der Finsternisgrad gehört in den Bereich des so genannten 12er-Grades in der Jungfrau, und trägt deshalb die Signatur Jupiter + Zeichenherrscher, also Merkur/Jupiter.

Glück gehabt! Denn dieser Grad gilt als ein eher positiver Grad. Wir lesen bei Michael Roscher: “In einem Entscheidungsprozess für sich den größtmöglichen Nutzen ziehen.” Das alleine macht noch keine Deutung aus, aber es ist ein Hinweis, den wir bei der weiteren Deutung einbeziehen können. Wichtig ist weiter, dass die Herrscher des Finsternisgrades Merkur und Jupiter sind. Ihnen kommt eine tragende Rolle zu.

Ein weiterer Planet, der sich in dieser Mondfinsternis ins Bild drängt, ist Uranus, der sich ganz in der Nähe der Sonne-Mond-Opposition befindet: er prägt die Qualität der Finsternis am unmittelbarsten. Übrigens: Weder die Sonne-Mond-Opposition noch die Nähe des Mondknotens spielen in der Deutung eine Rolle – warum? Weil sie die Bedingung der Mondfinsternis aus astrologischer Sicht darstellen: eine Mondfinsternis kann nur stattfinden, wenn Vollmond ist, sprich: sich Sonne und Mond in Opposition befinden, und wenn die Mondknotenachse sich nahe dieser Opposition aufhält. Die Deutung dieser Konstellation stellt also keinen Mehrwert an Informationen zur Verfügung.

Uranus ist also so etwas wie die prägende Kraft dieser Finsternis – und damit können wir sagen, dass Umwälzungen, Umbrüche, Widersprüche eine Rolle spielen können, aber auch das Schwanken zwischen Extremen und der Versuch Extreme miteinander zu verbinden. Die Chance von Uranus besteht nämlich darin, dass auf der einen Seite zwar das Bestehende infrage gestellt wird, auf der anderen Seite aber dieses Infragestellen die Kraft freisetzt, Veränderungen zum Positiven zu bewirken. Wenn es also heißt, dass wir in der Zeitphase aus Entscheidungen den größtmöglichen Nutzen ziehen können, dann kann es gut sein, dass wir gut daran tun, auch ungewöhnliche Wege dabei zu gehen, indem wir Gewohnheiten brechen. So wird aus dem umstürzlerischen Uranus die Kraft zur Umkehr und zur Besinnung.

Schauen wir weiter und achten wir auf die Herrscher des Finsternisgrades – auf Merkur und Jupiter.

Merkur befindet sich rückläufig Ende Wassermann, dort in seiner Erhöhung, Jupiter steht stark im Schützen. Beide empfangen keine Aspekte, die wir als kritisch einstufen würden. So gesehen können wir astrologisch die Aussage treffen, dass diese Mondfinsternis den Beginn einer aussichtsreichen und vielversprechenden Phase ankündigt, die wenigstens einen Monat andauern wird.

Da wir es hier mit mundanen, also weltweit gültigen Konstellationen zu tun haben, sind solche Aussagen natürlich sehr unspezifisch und geben eher einen allgemeinen Trend an, als dass sie konkrete Ereignisse ankündigen. Uns fehlt dazu die Ortsangabe, auf der Grundlage derer wir erst ein Häusergerüst bekommen, welches uns wiederum erlaubt, konkrete Lebensbereiche zu bestimmen, in denen die Finsternis eine Rolle spielen könnte für einen Ort. Wenn ich es genauer wissen will, dann muss ich herausfinden, an welchen Orten sich markante Aspekte von Hauptachsen zu den Finsterniskonstellationen ergeben.

Bevor wir uns aber in den tiefen der Mundanastrologie vertiefen – hier haben sich andere bereits hervorgetan – möchte ich noch eine Empfehlung aussprechen, wie Sie die Kraft des roten Mondes persönlich nutzen können. Schlüssel hierzu ist die Übertragung der Konstellationen des Mondfinsternis auf das eigene Horoskop. Bevor Sie jedoch danach schauen, ob der Finsternisgrad einen Punkt in Ihrem persönlichen Horoskop berührt, betrachten zunächst einmal ganz unabhängig davon die Positionen von Merkur und Jupiter in Ihrem Horoskop. Diese beiden Planeten werden durch die Finsternis gewissermaßen verbunden und bilden die zentrale Idee der Finsternis. Vielleicht haben Sie auch eine Merkur/Jupiter-Konstellation im Horoskop, einen Aspekt oder den Merkur in 9 oder Jupiter in 6 oder in 3, aber auch den Herrscher von 3 oder 6 in 9 oder von in 3 oder 6. Damit haben Sie eine ganz besonders starke Resonanz in Bezug auf die in der Finsternis angelegten Konstellationen und Themen.

Für Ihr weiteres Studium empfehle ich Ihnen:

www.astrothek.de – die Seite von Cornelia Salvato-Kober. Volles Programm Mundanastrologie, eine Seite die Lust darauf macht, dieses spannende Themengebiet zu vertiefen. Hier finden Sie auch unzählige weiter führende Links zu anderen Seiten, die Sie in die Geheimnisse der Mundanastrologie einweihen und in die mundanastrologische deutung von Finsternissen.

www.astrologix.de – hier das Mundanforum. Vielleicht haben Sie ja Lust, sich mit anderen Gleichgesinnten über die Auswirkungen der Mondfinsternis zu unterhalten? In diesem Diskussionsforum sind Sie bestens aufgehoben.

abbildungClaudia von Schierstedt – Finsternisse astrologisch deuten – ein Standardwerk zur Finsternisdeutung, erschienen im Chiron Verlag.

abbildungBereits mehrfach vorgestellt: Die Kritischen Grade von Michael Roscher, wie sie in der Prognose zum Einsatz kommen.

© 2007 Christopher Weidner @ 1. März 2007

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