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Brigitte Hamann

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3 Kommentare

  1. Susanne
    31. Juli 2007 @ 12:52

    Liebe Brigitte
    Ich sehe Herrscher von 8 in 5-der Mond..was für ein Kindersegen*g*(Aus der Bindung etwas Lebendiges in die Welt bringen)
    In meiner langjährigen Beraterinnenpraxis hatte ich eine Zeitlang selbständig arbeitende Frauen, die sich von dem einen Star-Astrologen beraten liessen und katastrophale Prognosen über ihr weiteres Leben bekamen.
    1.Leberkrebs mit schnellen Tod,
    2.Verlust der eigenen Firma, die Söhne als Energievampire und Abzocker abgetan
    3.Eine frisch verheiratete Frau als verhinderte Prostituierte gedeutet-`weshalb eine Ehe-sie sollten jeden ranlassen, auch ihre gewünschten Kinder werden behindert zur Welt kommen..
    Ich habe nie erkannt, an welchen Faktoren in der Radix dieser Frauen der bekannte Astrologe diese Aussagen verknüpfte.
    Eher ein blinder Fleck in seinem eigenen Horoskop.
    Wie Bitte?
    Das war auch mein Satz ,als ich diese Deutungen zu hören bekam.
    Die ART von Deutung ist ein magischer Fluch, der sehr schwer zu brechen ist-da der Astrologe als Wissender gesehen wird.
    Er sitzt neben Gott und darf “Unwissenden”das Leben zerstören.
    Oder sie Zahlen den Ablass und er macht dann geheime Rituale.
    Bis der Frager finanziell kaputt ist und so erfüllt sich die böse Prophezeiung.
    So oder So-ein teuflisch Ding.
    Offen bleibt hier immer noch, warum diese Astrologen oder Hell-Seher soviel Erfolg ,vor allem bei weiblicher Kundschaft haben.Diese IHN sogar als Heiratskanditat verehren..das ist real.
    Soviel zu populärer Astrologie durch die Medien
    und die Göttin zum Gruss
    Susanne

  2. Brigitte Hamann
    Brigitte Hamann
    31. Juli 2007 @ 13:04

    Liebe Susanne,
    danke für deinen Kommentar, der sicher auch für viele andere Leser einen wichtigen Beitrag darstellt. Wer die Astrologie liebt und ihr verbunden ist, ist auch aufgerufen, deutlich zu machen, was passieren kann. Es erinnert mich an das Dilemma mit den Religionen: In ihrem Ursprung sind sie aufrichtig und gut gemeint, was heraus kommt ist leider oft etwas ganz anderes. Ich möchte hier ein Zitat von Michael Roscher einbringen und es etwa erweitern: “Astrologie zu betreiben, heißt ja nicht automatisch irrational (und unethisch, Brigitte Hamann) zu sein”. Herzliche Grüße Brigitte

  3. Jupitertanz
    3. August 2007 @ 00:31

    Dein Artikel find ich sehr gut geschrieben und unterstreicht nochmals deine Position, in Bezug auf die EOA. Leider gilt immer noch vielfach verbreitet, das traditionelle “Weltbild” der Astrologen, das primär auf der Tierkreisebene zu deuten sei. Die Gründe sind meist praktischer Natur, da im unsicheren Terrain der Häusersysteme (Placidus, Koch, Regiomontanus, Campanus, Veloh, etc.), die meisten Astrologen, den Spagat zwischen Mathematischer Berechnung und Psychologischer Deutung nicht gründlich überwunden haben.

    Entscheidend ist das Raum-Zeit-Gefüge, wie es Michael Roscher beschreibt:
    “Planetenpositionen in den Tierkreiszeichen besitzen keinerlei Raumspezifität ! Die Raumspezifität (Individuelle Lebensthematik)ist vollständig an das Häusersystem gebunden …”

    Da die meisten Astrologen nur das Zeitgefüge (Tierkreisebene/Kollektiv) im Blickwinkel besitzen, kommt es halt zu solchen Auswüchsen in unvollständigen / oberflächigen Deutungen! Mit der EOA gibt es einen wesentlichen Differenzierten Einblick des Klienten!

    Hinzu kommt noch, wie schon erwähnt, der Machtmißbrauch: Ich bin “Dir/KIient” überlegen, da ich als Astrologe schon alles weiß … Aber was weiß der einzelne schon über die komplezierte Struktur der Seele eines anderen? Unverantwortlich, unethisch bleibt es den Klienten ein unausweichliches Schicksal/Verhaltensweise voraus zu sagen!! Wo bleibt denn da die Eigenverantwortlichkeit, sein Leben zu meistern? Hinzu kommt ja noch das ureigene Gefühl (4.Haus), zu spüren, was für einem Selbst das richtige sei in seinem individuellem Leben.

    Helfend als Astrologe den anderen in seinem Selbstbewußtsein zu unterstützen, ihn Hilfe zur Selbsterkenntnis zu geben, mit Hilfe guter Astrologie (EOA), scheint mir der richtige Weg! Hilfreich bei mir persönlich, als Ergänzung die Tanz-Pädagogik/Therapie für die Bewußtwerdung der Persönlichkeit über den Körper und der Seele.

    Schönen Abend und viel Freude
    Alfred Quaiser
    -Tanzpädagoge-

Ein Fall für “Wie bitte?” – 1. Teil

Aus dem Leben, Aus der Praxis, Serie | (3) Kommentare |

von Brigitte Hamann

In den neunziger Jahren gab es eine beliebte Sendung mit dem Titel “Wie bitte?”. Dort konnten Kunden über ihre erstaunlichen Erfahrungen im Umgang mit Firmen und Ämtern berichten. Die entsprechende Situation wurde immer in einem kleinen, amüsanten Sketch dargestellt. Die Telekom war immer dabei – so mancher leidgeprüfte Telekomkunde wird hier schmunzeln.

Gäbe es “Wie bitte?” noch, man müsste den vorliegenden astrologischen Fall dort vortragen. Nur dass er nicht besonders komisch ist, sondern für die Horoskopeignerin über eine geraume Zeit großes Leid verursacht hat.

Gabriele, die sich seit Jahren Kinder wünscht, sucht eine unterrichtende Astrologin eines bekannten deutschen Ausbildungsinstituts auf. Ihr Problem ist, dass sie immer wieder an Männer gerät, die zwar eine Beziehung zu ihr wollen, ihr aber erklären, sie wollten keine Kinder, zumindest nicht mit ihr. Sie sei einfach nicht der Typ dafür.

Für die Astrologin ist der Fall klar: Venus ist Herrscherin des 5. Hauses, in dem es um Kinder geht, und sie steht im 2. Haus. Soweit, so gut, meint sie. Dort wäre das mit der Venus ja ganz ok. Aber: Sie steht im Wassermann! Das kann nur bedeuten, dass Gabriele Freiheit will, ganz und gar Freiheit, und damit will sie ja gar keine Kinder, so einfach ist das! Das müsste sie nur mal erkennen. Um die Sache wasserdicht zu machen und Gabriele zu einer Umkehr in ihren Absichten zu bewegen – schließlich ist sie mit diesem Wunsch ja von ihrem ihm Horoskop vorgezeichneten Weg abgekommen – erzählt sie gleich noch Gabrieles Freundinnen davon, die sich ebenfalls von ihr beraten lassen.

Ich musste erst einmal tief durchatmen, als ich das hörte. Wir haben das Jahr 2007, das sich mitten im psychologischen und quantenphysikalischen Weltbildwandel befindet, und es gibt immer noch Astrologen, die solche festschreibenden, negativen Aussagen machen und sie ihren Klienten überstülpen. Dass Gabriele ganz anders empfand spielte keine Rolle. Was soll auch das Empfinden des Klienten? Wo man es doch als AstrologIn viel besser weiß, schließlich steht es ja schwarz auf weiß auf dem Papier.

Ist Ihnen das auch schon mal passiert? Haben Sie dann vielleicht lange mit sich gerungen? Das Mindeste, was man daraus lernen kann ist, dass uns weder das Horoskop noch der oder die AstrologIn aus unserer Verantwortung entlässt. Wir selbst steuern unser Leben und wir müssen auch die Konsequenzen tragen, im Guten wie im Unerfreulichen. Da nützt es nichts, sich nachher dahinter zu verschanzen, dass jemand anders gesagt hat, dass… Und Gabriele ist kein Einzelfall. Aus meiner mittlerweile 20jährigen Praxis kann ich so manchen Fall erzählen.

Um meine Reaktion deutlicher verständlich zu machen: Abgesehen davon, dass eine solche Aussage grundsätzlich unethisch ist, ist sie auch astrologisch falsch. Wenn wir die Venus im Wassermann deuten (zu der Frage, ob man sie deuten muss, komme ich noch), dann gibt es dafür weitaus mehr Entsprechungen, als nur Freiheit, das simpelste und plakativste Wort für Wassermann. Das Tierkreiszeichen zeigt, wie etwas geschieht, es ist eine Art Adjektiv, etwas Beschreibendes im Sinne von Eigenschaften. Wo etwas geschieht, zeigen die Häuser, die ja den Raum im Horoskop aufspannen. Für eine Venus im Wassermann im 2. Haus als Herrscherin des 5. Hauses wäre dann z. B. folgende Deutung folgerichtig: Ausgangspunkt ist das Thema Kinder (Venus herrscht über das 5. Haus). Bei diesem Thema geht es um Fragen der Sicherheit und physischen Nähe (2. Haus). Kinder zu haben bedeutet für Gabriele Geborgenheit in einer Gruppe (2. Haus; das Kind und sie bilden bereits eine kleine Gruppe). Kinder erden sie, bringen sie in die konkrete Welt (2. Haus). Außerdem geht es dabei um tradierte Muster des Zusammenhalts in der Familie (2. Haus), aus denen Gabriele aussteigen möchte (Venus im Wassermann). Ihre Mutter wurde von der dominanten Schwiegermutter, Gabrieles Großmutter, nicht akzeptiert, weil sie “nicht genug darstellte” und Gabriele selbst wurde mit viel Druck in Vorstellungen der Großmutter hineingezwungen. Das löste einen großen Schmerz in ihr aus (Chiron im Orbis zur Hausspitze vier).

Soweit, so gut. Die Venus im Wassermann wäre hier in eine Deutung, die auch Gabrieles Biografie entspricht, sinnvoll einzubinden.

Macht es aber Sinn, die Venus im Wassermann zu interpretieren? Finden wir die gleiche Information nicht auch anders, in einer Deutungsweise, die stärker an das Häusergerüst angelehnt ist?

Es ist zwar nicht so, dass die Tierkreisposition eines Planeten nichts bedeutet. Alles bedeutet irgendetwas. Aber gemessen an dem, was wir über die Häuser interpretieren können, ist sie vergleichsweise uninteressant, auch wenn es im vorliegenden Beispiel gerade schön passt. Da ich aber nie auf die Idee käme, einen Planeten im Tierkreiszeichen (mit Ausnahme des Mondes wegen seiner schnellen Bewegung) zu interpretieren und es hier auch nur getan habe, um meiner Klientin zu zeigen, dass es zu der Aussage ihrer Astrologin noch ganz andere Alternativen gibt, muss es wohl andere Möglichkeiten geben, zu einem schlüssigen Ergebnis zu kommen, eines, das die Erkenntnisse der so genannten

Raum- und Zeitspezifität von Michael Roscher

berücksichtigt. Dass Planeten im Tierkreiszeichen nicht besonders aussagekräftig sind, hat Michael Roscher astronomisch mit der “Raum- und Zeitspezifität” begründet. Einen Artikel von ihm finden Sie weiter unten im Text.

Kommen wir zuvor nochmals zurück zur Deutung von Gabrieles Horoskop.

Hier ist ihr Horoskop:

abbildung

Mit einem Widder-IC und Mars im 1. Haus hat Gabriele eine doppelte Mond/Mars-Konstellation (Widder im 4. Haus und Mars als Herrscher des 4. Hauses im 1. Haus, was die Häuserkonstellation Mond/Mars ergibt. Zusätzlich steht Chiron an der Spitze des 4. Hauses: Ein frühes Erleben der Bedrohung und der Forderungen (Mond/Mars) erzeugt ein schmerzhaftes Ohnmachtgefühl. Mit der Chiron-Opposition zu Uranus im 10. Haus, also verbunden mit der Lebensweg bestimmenden IC/MC-Achse entsteht ein starkes Bedürfnis, aus diesem Erleben auszusteigen, es anders zu machen als die Mutter und die Großmutter, die beide, jede auf ihre Weise, zu diesem Lebensgrundgefühl Gabrieles (4. Haus) beitragen. Hilflose Wut (Chiron + Mond/Mars) treibt das Kind Gabriele. Als erwachsene Frau will sie ein Kind (Venus ist Herrscherin von Haus fünf und Haus zehn, dem Haus der Zielsetzungen) und sie hat Angst davor, weil das alte Bild vor ihrem inneren Auge steht (Uranus/Chiron Bezug Haus vier, eine ambivalente innere Haltung, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint).

Das Phänomen der Projektion ist uns allen wohlbekannt. Den Teil, der nicht will, übernehmen Gabrieles Männer, der Teil der will, bleibt bei ihr. So geht das über mehrere Beziehungen. Als sie ihr Leben so wie sie es erlebt hatte, verstand, als sie die von ihr hergestellten inneren Zusammenhänge erkannte, änderte sich etwas. Für den weiteren Verlauf wünsche ich ihr alles Gute.

Warum Planeten in den Tierkreiszeichen wenig Gewicht haben und alles, was an die Häuser gebunden ist, viel

Der folgende Text wurde mir 2004 von Michael Roscher für das Buch “Entwicklungsorientierte Astrologie – Deutungssystematik und Lebensschlüssel” und für weitere Verwendung zur Verfügung gestellt.

Raum- und Zeitspezifität von Michael Roscher

Auszug aus: Michael Roscherabbildung: Praxis der Horoskopdeutung, München 1992, S. 63 ff. Der Text wurde mit freundlicher Genehmigung des Autors in dieses Buch übernommen.

Die Raumspezifität definiert sich als die Genauigkeit, mit der eine Konstellation für einen bestimmten Ort zuständig ist. Eine Konstellation, die für die ganze Welt gilt, hat keinerlei Raumspezifität. Gilt eine Konstellation für ein ganzes Land, handelt es sich um eine geringe Raumspe­zifität, und würde die Konstellation nur für wenige Qua­dratmeter Fläche (z. B. ein Haus) zutreffen, hätten wir eine sehr hohe Raumspezifität.

Die Zeitspezifität entspricht der Dauer, die eine Konstel­lation Gültigkeit hat. Es gibt Konstellationen, die einige Jahrtausende gelten (z. B. die Bewegung des Frühlingspunktes durch die Tierkreiszeichen), andere haben nur wenige Minuten Gültigkeit (z. B. die Zeit, die ein Aszen­dent benötigt, um einen Tierkreisgrad zu durchlaufen).

Die Planetenstellungen in den Tierkreiszeichen sind auf der gesamten Erde gleich, hier kommt also nur die Zeit­spezifität in Frage, die immerhin zwischen zweieinhalb Tagen (beim Mond) und mehreren Jahrzehnten (bei Pluto) variieren kann. Um es noch einmal deutlich zu sagen: Planetenpositionen in den Tierkreiszeichen besitzen kei­nerlei Raumspezifität!

Die Raumspezifität ist vollständig an das Häusersystem gebunden: Das Winkelverhältnis von Tierkreis und Hori­zont (zu einem gegebenen Zeitpunkt) bestimmt Größe und Lage der Häuser.

Die Horoskopfelder (= Häuserspitzen) legen somit fest, für welchen Ort (bzw. für welches Gebiet) eine gegebene Konstellation zuständig ist. Gleichzeitig besitzen sie durch ihre im Verhältnis zu den Planetenbewegungen im Tier­kreis extrem schnelle Veränderlichkeit (etwa alle vier Minuten Verschiebung der Häuserspitzen um ein Grad) ein hohes Maß an Zeitspezifität. Die Hausspitzen, und mit ihnen AC und MC, besitzen also von allen Horoskopele­menten sowohl die größte Raum- als auch die größte Zeitspezifität!

Es wundert mich, wie wenig diese Überlegungen auch anerkannte Astrologen beschäftigt. Ich halte es für ausge­schlossen, dass eine Konstellation, die für Millionen Men­schen gleichermaßen gilt, gleichzeitig individuelle Aussa­gen über mich erlauben soll. Beispiel: Pluto befand sich von 1939 bis 1957 im Zeichen Löwe. Der Löwe ist im Körperlichen dem Herzen zugeordnet, eine der vielen Entsprechungen Plutos ist das physische Ende. So gesehen ist die Aussage »Pluto im Löwen = möglicher Herztod« völlig korrekt. Diese Aussage gilt allerdings für alle Menschen, die auf der gesamten Erde in einem Zeitraum von achtzehn Jahren geboren wurden. Was bedeutet also die­se Annahme? Werden viele Millionen von Menschen an Herzinfarkt sterben, und zwar nur die Jahrgänge 39 bis 57? Oder werden in dieser Zeitphase Geborene zumindest öfter als andere an Herzinfarkt sterben?

Nun, unbestreitbare und nachweisbare Tatsache ist, dass vor und nach dem genannten Zeitraum Menschen am Herztod gestorben sind. Gesichert ist allerdings auch, dass manche Menschen, trotz ihrer Pluto-Stellung im Löwen, nie einen Infarkt hatten. Wenn diese Konstellation also irgendeine individuelle Bedeutung haben kann, so bleibt nur die zweite Variante: Menschen mit Pluto im Löwen erleiden im Durchschnitt möglicherweise öfter einen töd­lichen Herzinfarkt als andere.

Nehmen wir nun an, in der Regel würden von hundert Menschen fünf durch einen Herzinfarkt zu Tode kommen. Nehmen wir weiter an, dieser Prozentsatz hätte sich bei Pluto/Löwe-Geborenen verdoppelt auf zehn von hundert. Trotz der Verdoppelung würden also 90 Prozent aller Betroffenen nicht an Herzinfarkt sterben, d. h., die ge­nannte Aussage ist – auf den Einzelnen angewandt – irreführend und falsch: Trotz richtiger Kombination wur­den hier einfach die Kriterien der Raum- und Zeitspezifität außer Acht gelassen.

Um es deshalb noch einmal ganz deutlich zu sagen: Die eklatante Überlegenheit der Häuserspitzen in Raum- und Zeitspezifität macht ihre Bevorzugung gegenüber den Tierkreispositionen der Planeten zwingend.

Dies ist natürlich für viele ungewohnt und macht oft ein Umdenken erforderlich, wird doch in der Praxis der »Mer­kur im Widder« sehr viel mehr gewürdigt als der »Merkur im ersten Haus«. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass alle Menschen, die in einem bestimmten Monat auf dieser Erde geboren wurden, den Merkur im gleichen Tierkreiszeichen haben. Wenn Sie diese Position sinnvoll deuten wollen, müssen Sie deshalb Beschreibungen fin­den, die eben für die Millionen von Personen zutreffen, die in diesem Zeitraum zur Welt kamen! Hier sind also nur sehr allgemeine Aussagen möglich. Eine Hausposition besteht jedoch nur zirka zwei Stunden und ist vom Ge­burtsort abhängig, sagt also viel mehr über den Geborenen aus.

Wie gesagt, dieser Umstand ist von den wenigsten Astro­logen erkannt und gewürdigt worden. Ein Fehler wird jedoch nicht dadurch richtiger, dass ihn viele begehen.

© 2007 Brigitte Hamann @ 28. Juli 2007

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