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Dagmar Wäscher

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Geburtenrate und Tierkreiszeichen

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Heute möchte ich Ihnen ein paar ausgefallene Gedanken eines Zwillingsaszendenten, sprich meiner Wenigkeit, präsentieren. Oder haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, in welchem Tierkreiszeichen die höchste Geburtenrate zu finden ist? Wieso sollte das auch interessant sein?

Diese Fragen fielen mir letzten Winter einfach so zu, als ich dienstlich mal wieder auf Patientenaktensuche in den Archiven eines Krankenhauses unterwegs war. Die Akten werden nach Geburtsdatum (Tag und Monat) sortiert und so wird es augenfällig, dass bestimmte Geburtsdaten die Einhängevorrichtungen zum Überquellen bringen und wiederum andere recht leer und einsam in den Raum starren. Vom Gefühl her glaubte ich immer, dass in den Monaten Januar, Februar und März die meisten Akten hängen. Oder bildete ich mir das nur ein, weil eine Hebamme mir das gegenüber mal erwähnte, dass in diesen Monaten die meisten Kinder auf die Welt kommen? Es erschien mir auch nur zu logisch, denn der Zeitpunkt der Befruchtung müsste dann demnach in dem Frühling des Jahres davor fallen. In der Zeit also, in der es natürlicherweise um die „Wiedergeburt“ des Lebens geht. Aber irgendwas in mir wollte es genau wissen. Zwischen „vom Gefühl her“ und „Fakten“ liegt oft ein großer Unterschied.

Ich fragte daher beim Statischen Bundesamt an, ob ich die Zahl der Geburten in der BRD der letzten Jahre haben könnte. Das Schöne an solchen Institutionen ist, dass diese über viele Zahlen verfügen; ein Paradies für all jene, die es genau wissen möchten. Und ich bekam sie, die Zahl der Lebendgeborenen aus den Jahren 1990 (als alte und neue Bundesländer zu einem Ganzen zusammengefügt wurden) bis 2005.

Voller Neugier stürzte ich mich auf die Berechnungen. Und ich schluckte nicht schlecht, als der Monat Januar erst an vierter Stelle, der Februar an elfter und der März an sechster Stelle anzufinden war! Okay, ich mache es jetzt ein wenig spannend: auf Platz drei – September.

Platz zwei – August!

And the winner is…. Juli!!!

Darf es denn wahr sein? Die Sommermonate machen das Rennen! Beim nächsten Archivgang schaute ich genauer hin, und… wie konnte ich das übersehen? Derweil ärgere ich mich jedes Mal, wenn ich aus dem Juli- und dem August-Regal Akten heraushängen muss. Ich bekomme sie oft weder heraus noch hinein, so vollgestopft sind diese Regale.

Was könnten wir astrologisch gesehen nun damit anfangen? Nun, es dürfte niemandem entgangen sein, dass wir uns aus einem Arbeiterstaat in einen Dienstleistungsstaat entwickelt haben. In der Transpersonalen Astrologie nach Michael Roscher spielt im individuellen Horoskop das Zeichen, in dem sich die Sonne befindet, nicht so eine erhebliche Rolle als ihre Häuserposition. Aber, mal nur so vor mich her philosophiert, vielleicht im Kollektiven? Irgendwie sind wir ja in einem größeren Ganzen eingebettet, auch „horoskopmäßig“, nur verfügen wir nicht über das Horoskop, das uns als Teil eines Ganzen beinhaltet (so was wie ein Weltenhoroskop). So stelle ich es mir zumindest vor. Meistens wissen wir nichts über die Geburtsdaten einer Stadt und eines Bundeslandes (Datum ja, Zeit eher nein). Immerhin geht im Horoskop der BRD zur Wiedervereinigung vom 03.10.1990 hervor, dass wir von einer Sechsthausbetonung und einem Löwenaszendenten „angeführt“ werden.abbildung

Was sich demnach in der Geburtenbetonung widerspiegelt. Dienstleistende (Jungfrau) haben immer Vorgesetzte (Löwe) über sich. Durch die Etablierung der Dienstleistung im Allgemeinen wurde das Management immer wichtiger. Die heutigen Stellenanzeigen beweisen das; auch die Suche nach einer bestimmten Qualität in den Führungsebenen bestätigt mir dies.

Ich überlasse es nun Ihnen, weitere Spekulationen über die Bedeutung der Geburtenrate zur Erfüllung einer „kollektiven“ Aufgabe zu erstellen. Leider stehen uns keine Horoskopdaten über die einzelnen Bundesbürger zur Verfügung. Das würde mich noch brennend interessieren. Denn Deutschland befindet sich nun mal innerhalb bestimmter Breitengrade. D.h. bestimmte Tierkreiszeichen wie Löwe und Jungfrau steigen am Aszendenten langsamer auf, als z.B. Wassermann und Widder. Ich ziehe daraus folgenden Schluss: Es wird immer mehr z.B. Löwe- und Jungfrau-Aszendent-Geborene unter uns geben als Widder- oder Wassermann-. So finden wir auch hier eine Verstärkung der Löwe- und Jungfrau-Energie auf kollektiver (deutscher) Ebene.

Solche Gedanken kann man sich also in der Sommerzeit machen, wenn andere im Urlaub sind und sich ganz nach Löwenart die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Aber was soll’s. Ich mache heute mal auf Jungfrau und strecke meine Glieder ganz bescheiden auf Balkonien aus. Bis mich der nächste Gedanke zum Schreiben animieren wird…

Hinweis: die Grafik wurde aus www.wikipedia.de entnommen.

© 2007 Dagmar Wäscher @ 21. August 2007

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