Mond-Saturn: Nicht spontan genug
Aus der Praxis | Ein Kommentar |
Die Klientin, die in meiner Beratung sitzt, ist Ende zwanzig und eine durchaus attraktive junge Frau. „Es ist merkwürdig“, schildert sie ihr Thema, „obwohl ich mich nicht über Angebote beklagen kann und ich mich auch bemühe, spontan zu sein, bin ich immer noch Single. Ich bin hin- und hergerissen. Auf der einen Seite möchte sich sehr gerne endlich mit jemandem eine gemeinsame Zukunft aufbauen, auf der anderen Seite fällt es mir sehr schwer, mich wirklich auf jemanden einzulassen. Immer die geringste Chance besteht, dass aus einer Bekanntschaft mehr werden könnte, verschließe ich mich auf einmal. Wie komme ich aus dieser Zwickmühle heraus?“
Im Horoskop sehe ich Saturn und Mond im vierten Haus, dem tiefsten Punkt im Horoskop. In diesem Haus liegen unsere tiefsten Sehnsüchte über das Leben verborgen. Es ist die Urmotivation, was wir uns von unserem Leben wünschen. Doch weil es so tief in uns schlummert, zeigen wir es oft nicht nach außen hin, um diese sehr empfindliche Stelle zu schützen – manchmal so gut, dass wir selbst den Kontakt dazu verlieren. Wer Mond und Saturn dort stehen hat, braucht vor allen Dingen eins: viel Zeit, um sich mit seinen Gefühlen auf alles, was ihm oder ihr begegnet, einzulassen. Man nähert sich nur langsam einer Sache an, will sie Schritt für Schritt und ganz vorsichtig erkunden, bevor man sich für etwas entscheidet.
Es kann gut sein, erkläre ich meiner Klientin, dass gerade die vielen Angebote das Problem sind. In ihr wirkt eine Kraft, die in unserer schnelllebigen Zeit auf wenig Gegenliebe stößt. Heute wird von uns verlangt, dass wir allzeit bereit und immer verfügbar sind. Schnelle Entscheidungen sind gefragt – auch in Beziehungsfragen. Damit aber kommt ihr Mond/Saturn nicht zurecht – und blockiert die Gefühle. Diese Konstellation kann Druck nicht vertragen und reagiert mit Ablehnung.
Die junge Frau nickt. „Damit kann ich sehr viel anfangen. Ich setze mich oft selbst unter Druck, sage mir: Du bist schon bald dreißig und immer noch nicht unter der Haube!“ Ich frage sie, ob sie sich an einen Moment erinnern kann, in dem es einmal anders war und sie ihre Gefühle für jemanden aufrechterhalten konnte? „Ja! Es ist schon lange her, da war 22. Ich habe einen älteren Mann kennen gelernt. Wir sind es es sehr langsam angegangen, haben uns erst einmal über ein halbes Jahr nur freundschaftlich getroffen. Mit ihm war ich dann drei Jahre zusammen.“ Genau das ist es! Wenn sie sich wirklich die Zeit nimmt, können ihre Gefühle langsam wachsen und dann auch stabil bleiben. Es ist wichtig für sie, zu akzeptieren, dass sie eben kein spontaner Typ ist. In diesem Punkt ist mehr Selbstbewusstsein nötig, um sich nicht mehr stressen zu lassen. Wenn sie das ausstrahlt, dann bin ich überzeugt, dass sie dann auch „den Richtigen“ finden wird, der genau zu ihr passt.
In meiner langjährigen Beratungspraxis habe ich schon viele interessante Menschen kennen gelernt. Immer wieder verblüfft mich die Vielfalt der Anliegen und wie deutlich sie sich in den Horoskopen widerspiegeln. In dieser Serie möchte ich Ihnen einige Beispiele für Lösungsorientierte Astrologie vorstellen. Sie werden merken, dass ich immer wieder nach einem ähnlichen Muster vorgehe: Ich versuche genau zu verstehen, worum es dem Menschen geht, und suche dann die Konstellation im Horoskop, die mir am geeignetsten erscheint, das Anliegen zu verkörpern. Ich gehe davon aus, dass jede Konstellation, die uns als Problem begegnet, die Lösung bereits in sich trägt. Gemeinsam mit meinem Klienten begebe ich mich auf die Suche nach dieser Lösung.
Mehr zu meinem Beratungsangebot unter: www.astrologie-muenchen.de
Bildnachweis: www.pixelio.de – Fotograf: Cornerstone
© 2010 Christopher Weidner @ 8. Juli 2010
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Schlagwörter: Der Mond, Mond Konjunktion Uranus, Mond-Saturn, Saturn in 4
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Der Mensch in der Krisis , das ist der Mensch, der seine Sache nicht mehr dem Gespräch anvertraut, weil ihm die Voraussetzung, das Vetrauen verloren gegangen ist.
Martin Buber
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Bei seinem eindringlichen Verweis auf das ” Echte Gespräch” geht es Buber nicht um das Ignorieren oder Einebnen gegensetzlicher Standpunkte, sondern um das wechselseitige Verstehen und Anerkennen des Je Anderen.
Bleibt das in dem Masse aus, wie es Buber selbst vielfach erfahren so zeigt das von einer ” Erkrankung des Daseinsinns”
Eine so treffende Beschreibung einer Mond Saturn Konstellation, oh wie wahr, auch wenn man es nicht fühlen oder wahrhaben möchte.
Die Ungeduld des Umfeldes ist sie nicht weiter als die Spiegelung der mangelnden Geduld mit sich selber?
Einen Mond Saturn Menschen zu erklären das diese Konstellation ein Tor zur ” Freiheit” sein könnte, das dauert etwas gg, Spätentwickler sind sie allemal.
Ob es um den Anschluss an das Internet geht oder Dynamischen Gruppenprozessen, immer bleibt er ein Stück zurück und glaubt es sei er / Sie mit dem etwas nicht stimmt.
Er fühlt sich steinalt und zu jung gleichzeitig, auch wenn er früh erwachsen spielen musste,, das “innere Erwachsenwerden ” steht auf einem ganz anderen BLatt.
Schaun mer mal, wie der Beschleunigung ein Schnippchen schlagen.
Wenn auch ein agiler Merkur und Uranus glauben sie seien ganz on vogue gg
Die Menschen sind einsam, weil sie Mauern errichten statt Brücken zu bauen.
J. Newton
Herzlichst Barbara
Mond im Steinbock im sechsten Haus im Sextil zu Saturn im vierten Haus im Skorpion