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Christopher Weidner

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Saturntransit über Mars: Vom Wunsch zur Wirklichkeit

Aus der Praxis | Noch keine Kommentare |

abbildung„Vor sieben Jahren überschlugen sich die Ereignisse,“ erzählt meine Klientin. „Nachdem meine Ehe zu Bruch ging, verlor ich sowohl äußerlich als auch innerlich den Boden unter den Füßen. Ich bekam eine schwere Depression. Seither habe ich beruflich nicht mehr richtig Fuß gefasst. Ich merke aber auch deutlich, dass sich jetzt in meinem Leben etwas tut, nur fehlt mir die Ausrichtung.“

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Menschen trotz aller Hindernisse, die sich ihnen entgegenstellen, durchzuhalten. Das ist nicht selbstverständlich. Anstatt an ihrer Situation zu verzweifeln, entwickeln sie ungeahnte Fähigkeiten. Wir können nicht ungeschehen machen, was uns widerfährt, aber wir können lernen, nicht in Groll und Selbstmitleid darauf zu blicken. Wir können uns stattdessen fragen: Was habe ich in diese Zeit Wertvolles über mich erfahren?

Auch meiner Klientin stelle ich diese Frage. Sie hat keine Schwierigkeiten darauf zu antworten: „Früher habe ich zu allem ‘Ja und Amen’ gesagt, selbst wenn eine innere Stimme mich gewarnt hat. Heute höre ich auf dieses Gefühl. Ich vertraue auf meine innere Führung.“ Das sind die besten Voraussetzungen, um endlich in ein glücklicheres Leben zu starten.

Im Horoskop der Klientin sehe ich den laufenden Saturn über den Geburtsmars. Zugleich wirft der laufende Saturn ein abnehmendes Quadrat auf den Geburtssaturn. Dieser Aspekt kündigt eine Erntezeit an. Wir profitieren von dem, was wir in den sieben Jahren davor an Erfahrung gesammelt haben. Sie spürt, dass jetzt etwas passieren muss: Mars ist die Energie und Saturn wirkt wie ein Deckel auf dieser Energie. Saturn kann den Energiefluss blockieren, wenn wir ihm nicht unsere Aufmerksamkeit schenken, oder er kann sie erfolgreich lenken. Dazu müssen wir Disziplin aufbringen – und eine gute Planung. Saturn liebt es, wenn wir realistisch sind. Wenn es uns gelingt, bestimmt, aber gut organisiert vorzugehen, haben wir ihn zum Freund.

Ich erkläre meiner Klientin, dass jetzt tatsächlich ein guter Zeitpunkt ist, um beruflich vorwärts zu gehen. Ich empfehle ihr, sich einen Stufenplan zu machen: Was wäre ihr absoluter Traumjob? Diesem soll sie die Punktzahl „10“ geben. „0“ soll denjenigen Job beschreiben, den Sie absolut unerträglich findet. Dann soll sie sich überlegen: Ab welcher Punktzahl zwischen 0 und 10 würde sie bei einem Job zusagen, auch wenn er eben noch nicht alle Kriterien eines Traumjobs erfüllt? Spontan antwortet sie „6“. Nun soll sie sich klar machen, welche Merkmale eine Arbeitsstelle haben muss, damit sie der Zahl „6“ entspricht. Dies ist dann eine gute Mischung aus Wunsch und Wirklichkeit und hat größerer Chancen dem Realisten Saturn standzuhalten. Dann kann sich auch die Mars-Energie voll entfalten, indem sie sich aktiv auf Jobsuche begibt und zeigt, was in ihr steckt.

In meiner langjährigen Beratungspraxis habe ich schon viele interessante Menschen kennen gelernt. Immer wieder verblüfft mich die Vielfalt der Anliegen und wie deutlich sie sich in den Horoskopen widerspiegeln. In dieser Serie möchte ich Ihnen einige Beispiele für Lösungsorientierte Astrologie vorstellen. Sie werden merken, dass ich immer wieder nach einem ähnlichen Muster vorgehe: Ich versuche genau zu verstehen, worum es dem Menschen geht, und suche dann die Konstellation im Horoskop, die mir am geeignetsten erscheint, das Anliegen zu verkörpern. Ich gehe davon aus, dass jede Konstellation, die uns als Problem begegnet, die Lösung bereits in sich trägt. Gemeinsam mit meinem Klienten begebe ich mich auf die Suche nach dieser Lösung.

Mehr zu meinem Beratungsangebot unter: www.astrologie-muenchen.de

Bildnachweis: www.pixelio.de – Fotograf: Alfred Loidl

© 2010 Christopher Weidner @ 20. Mai 2010

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