Über den Autor dieses Artikels

Christopher Weidner

Zum Autorenprofil von Christopher Weidner

8 Kommentare

  1. Sabine Bends
    Sabine Bends
    20. April 2006 @ 18:22

    Hi, Christopher,

    wie schön, dass du gerade über Bäume schreibst! Ich war an Ostern auf Burgen- und Schlössertour hier im Erftkreis, und da gibt es natürlich auch immer schöne Schlossparks und Bäume zu sehen.

    Am meisten beeindruckt haben mich da zwei wunderschöne Mammuth-Bäume, Sequoiadendron giganteum ihr lateinischer Name. Ich hab mich noch gefragt, was mit den ganzen Wurzeln eigentlich passiert unter der Erde, wie weit die wohl reichen und wie verzahnt die mit allem anderen sind, was dort wächst.

    Mein “persönlicher” Baum ist die Weide. Das war eigentlich schon immer so, und dann hab ich in einer Schwitzhüttenzeremonie mal einen schamanischen Namen bekommen, in dem die Weide eine Rolle spielt – das fand ich sehr passend. Vor meinem inneren Auge sehe ich mich langfristig in einem Haus wohnen, an dem ein Kanal oder Bach entlangfließt, an dem auch eine Weide mit ihren Ästen bis ins Wasser reicht. Interessanterweise habe ich genau so ein Haus auf einem meiner Osterspaziergänge gefunden. :-) Es ist eine ziemlich große Villa, sieht sehr teuer aus. Wie ich zu der Ehre kommen soll, dort zu wohnen, weiß ich noch nicht, aber träumen darf man ja wohl…

  2. Barbara Wiehl
    20. April 2006 @ 21:44

    Leben
    Einzeln und frei wie ein Baum
    Brüderlich wie ein Wald
    Das ist unsere Sehnsucht.
    Nazim Hikmet

    Hallo Christopher
    Hallo Sabine

    Schoen euch hier als Baumfreunde anzutreffen.

    Hier in ANdalusien wird dieser Tag sehr wohl gewürdigt.
    Letztes Jahr versammelten wir uns im Naturpark und veranstalteten eine Baumpflanzaktion mit den Kindern.
    Jedes Kind übernahm eine Patenschaft für einen Baum.
    ANschliessend wurde geschmaust mit einer Riesenpaella.

    Wenn im Frühjahr die Kirschbäume ihre weissen Blüten zeigten konnte ich mich in der Schule nicht mehr konzentrieren.
    So konnte ich mich garnicht sattsehen an dieser Blütenpracht und in meiner Brust regte sich eine eigentümliche Sehnsucht.

    Bäume waren und sind immer für mich ein Trost gewesen…es gab eine Phase in meinem Leben da ging ich jeden Tag mehrere Stunden alleine in den Wald –dort fühlte ich mich heimisch und aufgehoben und so mancher Baumstamm war eine Anlaufstelle um meine Sorgen und Noete auszusprechen.

    Sie koennen mit uns kommunizieren, sie antworten sogar und haben auch eine Geschichte zu erzählen.

    Sie sind eine Kraft und Regenerationsquelle.

    Deshalb ist es für mich sehr wichtig wo immer ich lebe von Bäumen umgeben zu sein….sie strahlen Ruhe und Vertrauen aus.

    Liebe Grüsse von einer Baumfrau

    Barbara

  3. Christopher Weidner
    Christopher Weidner
    21. April 2006 @ 08:43

    Mein Lieblingsbaum war als Kind immer der Ahorn. Ich hatte einen selbst gezogenen auf dem Balkon, den ich als Setzling aus dem Wald mitnahm.

    Heute faszinieren mich Wacholder besonders. Im Altmühltal gibt es eine Wacholderlandschaft, von der eine große Mystik ausgeht – ich bin sehr gerne dort, es ist ein echter Kraftplatz für mich.

    Herzliche grüße
    Christopher

  4. Christopher Weidner
    Christopher Weidner
    21. April 2006 @ 17:09

    Die Schwarzpappel in der Wikipedia:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzpappel

  5. Barbara Wiehl
    21. April 2006 @ 17:24

    Bis zu zweitausend Jahre alt sind die Redwood Bäume in Kalifornien.
    Von den ursprünglichen 8oo.000 Hektar sind inzwischen 96 Prozent gerodet.

    Im Kampf gegen den Kahlschlag eines Urwaldes besetzte Julia Butterfly 738 Tage eine 1000 Jahre alte Redwood Kiefer.

    Es war ein Kampf auch gegen die Machenschaften einer übermächtigen Industrie, die einflussreiche Holzverwertungsindustrie, die dabei ist ganze Redwoodwälder, (die ältesten und groessten Lebewesen der Erde)zu opfern
    Um die tausendjährigen Bäume vor dem Abholzen zu retten hatte sie in der Krone des Baumes dem sie den Namen Luna gab, eine Baumhütte gebaut und hielt diesen auf diese Weise besetzt.
    Über ihr gefährliches Leben im von Winden umtosten Geäst hat Julia ein bewegendes Buch geschrieben, das anregt sich auch selbst aktiv für Ziele einzusetzen auch wenn man auf grosse

    Widerstände stoesst.
    Ihre Botschaft regt zum Nachdenken an.
    Wie verantwortlich gehen wir Menschen mit den Wäldern und unseren Bäumen um?

    Der Titel dieses Buches

    Julia Butterfly Hill
    Die Botschaft der Baumfrau

  6. Barbara Wiehl
    25. September 2006 @ 18:53

    Bäume sind für mich immer eindringliche Prediger gewesen.
    Ich verehre sie, wenn sie in Völkern und Familien leben,
    Und noch mehr verehre ich sie, wenn sie Einzeln stehen.
    NIcht wie EInsiedler, welche aus irgendwelcher Schwäche sich davongeschlichen haben, sondern wie grosse vereinsamte Menschen
    wie Beethoven und Nietzsche

    In ihren Wipfeln rauscht die Welt,
    Ihre Wurzeln ruhen im Unendlichen

    Allein, sie verlieren sich nicht darin,
    sondern erstreben mit aller Kraft ihres Lebens ihre eigenes in ihnen wohnendes Gesetz zu erfüllen
    IHre eigene Gestalt auszubauen, sich selbst darzustellen.
    Nichts ist heiliger, nichts ist vorbildlicher als ein schöner starker Baum.

    Ein Baum spricht.
    In mir ist ein Kern,
    ein Funke, ein Gedanke verborgen.
    Ich bin Leben vom ewigen Leben.
    Einmalig ist der Versuch und Wurf , den die ewige Mutter mit mir gewagt hat, einmalig ist meine Gestalt und das Geäder meiner Haut, einmalig das kleinste Blätterspiel meines Wipfels und die kleinste Narbe meiner Rinde.

    Mein Amt ist im ausgeprägten Einmaligen das Ewig zu gestalen und zu zeigen.

    Ein Baum spricht
    Meine Kraft ist das Vertrauen,
    Ich weiss nichts von meinen Vätern, ich weiss nichts von den tausend Kindern die jedes Jahr aus mir entstehen,
    Ich vertraue das Gott in mir ist
    Ich vertraue das meine AUfgabe heilig ist.
    Aus diesem Vertrauen lebe ich.

    Wenn wir trauig sind und das Leben nicht mehr gut ertragen können dann kann ein Baum zu uns sprechen
    Sei still.
    Sei still.
    Sieh mich an.
    Das Leben ist nicht leicht.
    Das Leben ist nicht schwer.
    Das sind Kindergedanken.,
    Lass Gott in dir reden, so schweigen sie.
    Du bangst weil dich der Weg von der Mutter und Heimat fortführt.
    Aber jeder Schritt und Tag führt dich neu der Mutter entgegen.
    Heimat ist nicht da oder dort.
    Heimat ist in dir oder nirgends.

    Wandersehnsucht reisst mir am Herzen wenn ich die Bäume höre
    die abends im Wind rauschen
    HÖrt man still und lange zu
    so zeigt auch die Wandersehnsucht ihren Kern und Sinn.
    Sie ist nicht Fortlaufenwolllen vor dem Leid, wie es schien.
    Sie ist Sehnsucht nach Heimat, nach Gedächtnis der Mutter und neuen Gleichnissen des Lebens.
    Sie führt nach Hause.
    Jeder Weg führt nach Hause.
    Jeder Schritt ist Geburt.
    Jeder Schritt ist Tod.
    Jedes Grab ist Mutter.

    Wer gelernt hat Bäumen zuzuhören, begehrt nicht mehr ein Baum zu sein.
    Er begehrt nichts zu sein, als was er ist.
    Das ist Heimat.
    Das ist GLück.

    Hermann Hesse

  7. Susanne
    25. September 2006 @ 23:07

    Das ist die Linde:-
    In Godharma steht eine Esche-gross und stark.
    Diese ist auch ein Jahrtausendbaum,unserer Heimat!
    Odin empfang kopfüberhängend an der Weltenesche die Runen.
    Seit ich unter der Esche lag und dem Geschwatz der Mauersegler zuhörte, die sich jeden Nachmittag auf der Esche trafen, sind die Runen im Hause.
    Dazu beschreibe ich jetzt die Zuordnungen zu neuen Heilessenzen.
    Meine ersten Heiler sind die Bäume, die in den ersten Frühjahrsmonaten blühen, einige blühen, bevor die Blätter sich entwickelt haben.
    Ist mir grad eingefallen
    Sun:-

  8. Susanne
    27. September 2006 @ 00:02

    Liebe Barb!
    Die Baumgeschichten inspirieren unsere Wurzel;-
    Im Sommer hatte ich wieder einen Meditationskreis aufgebaut-intuitiv gewählte Steine, die ich unter der Esche sammelte, legte ich unter einem Zwetschgenbaum aus-in Betonung der vier Himmelsrichtungen.
    Geräuchert habe ich vor jedem Gespräch mit Geist, Weihrauch-Lavendel und Königskerzenblüten.
    Gen Norden -da kamen die Schafe dazu, und schauten neugierig, was da denn ist.
    Meine Schäfchen-drei an der Zahl haben ein schwarzes Gesicht..
    Im Osten rief mir dann die Elster

    Nun sind der Süden und der Westen noch ungerufen
    aber ich fahre im Oktober wieder nach Godharma und schliesse das Rund.
    Herzliche Grüsse an diesem lauen Abend
    Deine SunGo:-

25. April – Tag des Baumes

Aus der Redaktion | (8) Kommentare |

abbildung“Sie sind wie ein Glockenschlag im Alltagslärm, der uns hinhören lässt, wie ein Ausrufungszeichen im Schwall der Wörter, das unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht Heraushebungen, die auffallen sollen, damit sie zur Kenntnis genommen werden.”

Am 25. April feiern wir den Tag des Baumes – schon gewusst? Ich persönlich liebe Bäume und habe mir den Termin schon mal vorgemerkt. Was werden Sie tun? Vielleicht suchen Sie ja mal in Ihrer Umgebung eine Schwarzpappel, denn die ist …

Baum des Jahres

abbildungWussten Sie auch, dass jedes Jahr ein Baum des Jahres geehrt wird? 2006 ist es die Schwarzpappel – ein majestätischer und beeindruckender Baum.

Von Pappeln heißt es, sie seien die “demokratischsten” aller Bäume – ihr lateinischer Name populus bedeutet “Volk”. Napoleons Armeen hinterließen entlang ihrer Heerstraßen in Deutschland Allen aus schnellwachsenden Pyramidenpappeln, in denen die Ideale der Französischen Revolution – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – zum Ausdruck kamen.

Das bringt mich auf einen Gedanken: Welchem astrologischen Prinzip würden Sie dann die Pappel zuordnen?

Vielleicht wohnen Sie in der Nähe von Büderich am Niederrhein. Dort können Sie eine 150-200 Jahre alte Schwarzpappel (populus nigra) betrachten, eine wahre Riesin von 35 Metern Höhe und einem Stammumfang von 9 Metern. Sie ist zu finden etwa 100 Meter entfernt vom Pavershof nördlich Büderich bei Wesel am rheinseitigen Abhang des Deichs.

Bei Verbrennungen und Gliederschmerzen soll die Pappelsalbe helfen:

100 g frische Pappelknospen
250 ml Olivenöl
45 g Bienenwachs

Knospen im Mörser etwas zerquetschen, in ein Glas füllen und das Öl darübergießen. Gut verschließen und an einem warmen Ort aufbewahren und gelegentlich schütteln. Nach 2 Wochen das Öl mit den Knospen in einem Topf erwärmen – heß werden lassen, aber nicht kochen! Dabei ständig rühren. Nach etwa 15 Minuten den Topf vom Herd nehmen und das Öl abseihen. Das Öl wieder erhitzen und das Wachs darin auflösen. In einen Tiegel füllen und kühl aufbewahren.

Mehr über den Baum des Jahres und auch mehr über die Bäume der vergangenen Jahre finden Sie auf der Seite des Kuratoriums “Baum des Jahres”: http://www.baum-des-jahres.de

Der Jahrtausendbaum

Auch ein Baum des Jahrtausends wurde gekürt.
Goethe hat ihm ein Gedicht gewidmet:

Dieses Baumes Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie’s den Wissenden erbaut.

Ist es ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
Daß man sie als eines kennt?

Solche Fragen zu erwidern
Fand ich wohl den rechten Sinn.
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Daß ich eins und doppelt bin?

Johann Wolfgang von Goethe 1815

Wer es nicht weiß, der findet die Antwort auf der angegebenen Homepage.

Vielleicht berichten Sie uns ja an dieser Stelle, wie Sie Ihren Tag des Baumes verbracht haben?

Für alle, die Lust bekommen haben, mehr über Bäume zu erfahren, hier en paar Lesetipps:

abbildung Blätter von Bäumen
Autor: Susanne Fischer- Rizzi
ISBN: 3038002321
Online bei amazon.de bestellen

abbildung Mythos Baum. Geschichte – Brauchtum – 40 Baumporträts
Autor: Doris Laudert
ISBN: 3405166403
Online bei amazon.de bestellen

abbildung Deutschlands alte Bäume
Autor: Uwe Kühn
ISBN: 340516107X
Online bei amazon.de bestellen

© 2006 Christopher Weidner @ 20. April 2006

Druckversion des Artikels Druckversion des Artikels

Empfehlen Sie diesen Artikel weiter!

Schlagwörter: , ,

Weitere Beiträge von Christopher Weidner.

Verwandte Artikel:

Kommentieren

Um einen Kommentar zu diesem Beitrag abgeben zu können, müssen Sie sich bei Astrophoenix registrieren und anmelden.

Login