Das astrologische Tagebuch – Quereinstieg möglich!
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Im laufenden online-Kurs “Das astrologische Tagebuch” sprechen wir vor allem über die Bedeutung von Transiten für unser persönliches (Er-)Leben. Als wir uns mit Pluto näher auseinder gesetzt haben, hat uns auch sein Eintritt in das Zeichen Steinbock beschäftigt. Die Teilnehmerinnen waren aufgefordert, eine Geschichte oder ein Märchen zu schreiben, das für sie Plutos Eintritt ins Steinbockland symbolisiert.
Mit Erlaubnis der Teilnehmerin möchte ich hier eine dieser Geschichten wiedergeben, die mir ausgesprochen gut gefallen hat. Vielleicht gefällt Sie Ihnen auch und sagt Ihnen so viel wie mir:
“Es war einmal in einem fernen Land ein reicher Mann, der hörte von einem Schatz. Und obwohl er schon reich war, hatte er Sehnsucht nach diesem wundervollen Schatz, von dem man sagte, dass derjenige, der ihn finden würde, der glücklichste Mensch auf Erden sein würde.
So zog er seine schönsten und wärmsten Kleider an, nahm sein bestes und treuestes Pferd aus dem Stall, und bevor er sich auf den Weg machte, legte er noch seine goldene Kette um den Hals, mit einem Herzen darauf, das ihm sein liebstes Mädchen geschenkt hatte. Und so zog er los. Da er nicht so genau wusste, in welche Richtung er gehen sollte, fragte er manchmal Leute, die ihm begegneten nach dem Weg, und wenn er niemanden traf, richtete er sich nach seinem Instinkt. Doch der Weg wurde langsam immer steiniger und das Land immer rauher und kälter. Und er bevor er sich’s versah, hatte er sich verirrt. Rings um ihn herum war nur Felswüste.
Dort war es kalt bei Tag und kalt bei Nacht. Seine Kleider genügten nicht mehr aus, um ihn warm zu halten. Eines Nachts, als er schlief, kamen Wüstenhunde und rissen ihm die Kleider vom Leib und rannten damit davon. Sie brauchten die Stoff-Fetzen, um ein Nest für ihre Jungen zu bauen. Nun war er ganz nackt und kuschelte sich an sein Pferd, das inzwischen alt und müde geworden war. „Es ist an der Zeit, dass du allein weitergehst,“ sagte das Pferd und starb. Da war der Mann sehr verzweifelt und weinte bitterlich. Auch fror ihn erbärmlich. Immer wieder dachte er, „Warum bin ich nur von zu Hause weggegangen …“ Er war nahe daran zu sterben, aus körperlichem Leid und Herze-Leid.
Plötzlich bemerkte er, dass sein Herz, das er noch um den Hals trug, rot leuchtete, und sein Schein fiel auf einen Felsen nicht allzu weit weg von ihm. Er schleppte sich hin und sah, dass in diesem Felsen ein großes schwarzes Loch war. Da hörte er eine Stimme: „Wenn du dein Herz in dieses Loch wirfst, wirst du gerettet werden!“ „Oh, nein, nicht doch, nicht das Herz, das Einzige, was ich noch besitze!“ – Doch er hatte keine andere Wahl, als es auszuprobieren. Er nahm das Herz mit der Kette von seinem Hals und warf es in das schwarze Loch …
Plötzlich tauchte vor ihm ein Spiegel auf – und er sah sich selbst darin. Zuerst erschrak er ein bisschen vor diesem Anblick, doch dann begannen viele schillernde Farben um ihn herum zu tanzen und auch sein Gesicht sah auf einmal wunderschön aus. „Du bist am Leben,“ sagte die Stimme, „nun sieh dich um und geh nach Hause!“ Der Mann drehte sich um – sein Pferd tänzelte um ihn herum (mit anderen Pferd-Kameraden) und lächelte ihm zu. Wüstenhunde dankten ihm dafür, dass er ihre Jungen gerettet hatte und brachten ihm eine Kutsche mit vielen tollen Kleidern darin, die noch viel schöner und wärmer waren, als seine alten. Da stieg der Mann überglücklich in die Kutsche und fuhr nach Hause.
Und immer wenn Menschen ihn nach dem Weg zu dem wundervollen Schatz fragten, lächelte er und sagte zu ihnen: „Frage die Leute, die dir begegnen und höre auf deine innere Stimme!“ Und so lebte er glücklich und zufrieden bis an sein Lebensende (er gehörte wohl zu den glücklichsten Wesen auf dieser Welt).”
Autorin: Gabriele Vana
Quereinstieg Astrologisches Tagebuch
© 2008 Sabine Bends @ 18. März 2008
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Schlagwörter: Pluto in Steinbock, Tagebuch
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