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Holger A. L. Faß

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3 Kommentare

  1. Holger A. L. Faß
    Holger A. L. Faß
    28. April 2006 @ 10:10

    Als kleine Ergänzung: auch die Journallie braucht Nachhilfe. Auf der Seite des Kölner Stadtanzeigers etwa wird der Bericht mit einer Grafik des Planeten Saturn bebildert. Darunter der Text: “Die Ringe des Planeten Saturn. Das Sternzeichen bestimmt offenbar nicht Persönlichkeit und Intelligenz.” Was nun die Ringe des Saturn mit der dpa-Meldung, dem “Sternzeichen” oder mit Intelligenz zu tun haben, wird dem gewöhnlichen Leser ein Geheimnis bleiben…

    http://www.ksta.de/html/artike.....2021.shtml

  2. Barbara Wiehl
    28. April 2006 @ 13:22

    Bis zum heutigen Tag haben wir uns verwundert..und auch heute sind viele Menschen nicht wirklich mit der Tatsache vertraut ob der Mond und die Sterne irgendwas mit dem Menschen zu tun haben.

    Wo immer die Sterne sein moegen. was für einen Unterschied macht das für ein Kind das irgendwo in einem Dorf geboren wird?
    Und dazu noch am selben Tag, in der selben Sternenkonstellation wird ein Kind geboren, werden hunderttausende geboren.
    Unter ihnen ist vielleicht einer , der Präsident eines Landes werden wird, ein anderer bleibt wo er geboren wurde.
    Unter diesen wird einer hundert Jahre alt, ein anderer stirbt nach zwei Tagen.
    Unter diesen wird einer ein Genius sein , ein anderer wird ein Idiot.
    Von diesem oberflächlichen Standpunkt aus gesehen wird sich mancher fragen, inwieweit ein Kind auch nur entferntenterntesten mit einem Horoskop in Verbindung gebracht werden kann n ur aufgrund dessen das es in eine bestimmte planetarische uns stellare Situation hineingeboren wurde.
    Solch eine Lógik scheint klar und direkt.
    Warum sollten sich die Sterne über die Geburt eines einzelen Kindes Gedanken machen?
    Und aussserdem wird nicht nur ein Kind geboren unter dem gleichen Sternenhimmel werden hunderttausende Kinder geboren und von diesem gleicht keines dem anderen. VOm Standpunkt einer solchen Logik sieht es so aus , dass die Geburt eines Menschen keine Verbindung mit den Sternen hat.

    LEben ist ein Ganzes. Wenn wir diese Ganzheit nicht
    wahrnehmen, ohne dieses Verständniss, kann man Astrologie nicht verstehen.

    Astrologie ist keine neue Wissenschaft, die entwickelt werden müsste, sondern eine Wissenschaft die einmal sehr fortgeschritten war.
    Dann ist die Zivilisation, die sie entwickelt hat untergegangen.
    Zivilisationen kommen und gehen jeden Tag.
    So gehen die Grundlagen, die grundlegenden Prinzipien des Wesens, das sie entwickelt haben, ebenfalls verloren.

    Also alle Jahre wieder melden sich die Hohepriester der Wissenschaftsgläubigkeit …alles schon mal gewesen …die obsolete Ausgangsbasis vom Sonnenstand alleine…und die Medien tun ihr übriges diese sogenannten Experten zu kreiieren.
    Wir leben nun mal im Zeitalter der Infokratie.

    Liebe Grüsse
    Barbara

  3. Conny
    28. April 2006 @ 16:21

    Nun, vielleicht könnte man den Saturn symbolisch als das Gehirn und den Ring herum als dessen Einengung sehen und somit wäre vielleicht der Zusammenhang zwischen dem Artikel und dessen Überschrift ein wenig einleuchteneder, oder?
    Da aber die Macher dieses genannten Forschungsprojektes vom Analogiedenken und damit der Astro-Logik selbstredend keine Ahnung haben, wäre wohl auch dieser Hinweis wenig förderlich.

    Liebe Grüße
    Conny

Die Wissenschaft hat festgestellt…

Aus der Redaktion | (3) Kommentare |

abbildungGestern meldete die Deutsche Presseagentur:


Sternzeichen bestimmt nicht Persönlichkeit und Intelligenz

Gießen – Das Sternzeichen hat nichts mit Persönlichkeit und Intelligenz eines Menschen zu tun. Das belegt eine deutsch-dänische Analyse der Eigenschaften von insgesamt mehr als 15 000 Amerikanern. Es hätten sich keinerlei Belege für einen relevanten Einfluss des Geburtsdatums auf die Intelligenz oder die Persönlichkeit ergeben.


Das sagte der Biologe Martin Reuter von der Universität Gießen am Donnerstag der dpa. Andere Untersuchungen mit wesentlich weniger Teilnehmern hatten zuvor verschiedene mögliche Zusammenhänge angedeutet.

Reuter und seine Kollegen Peter Hartmann und Helmuth Nyborg von der Universität Aarhus in Dänemark hatten die Persönlichkeits- und Intelligenzdaten von 4 321 Vietnamveteranen und die Intelligenzwerte von 11 448 US-Jugendlichen im Hinblick auf das Geburtsdatum und andere Faktoren ausgewertet. Die Persönlichkeit bestimmte sich dabei anhand der drei Standardkategorien Extraversion, was zum Beispiel Kontaktfreudigkeit und Offenheit spiegelt, Neurotizismus, der unter anderem mit der Ängstlichkeit eines Menschen zusammenhängt, und Psychotizismus, der für Merkmale wie Impulsivität, Aggressivität und Kreativität steht.

In keinem der Vergleiche habe sich ein nennenswerter Zusammenhang gezeigt, berichten die Forscher in der Mai-Ausgabe des Fachblatts “Personality and Individual Differences” (Bd. 40, S. 1349). Die Auswahl der Probanden sei in sozioökonomischer Hinsicht repräsentativ für die US-Bevölkerung. Grundsätzlich lasse sich allerdings nicht ausschließen, dass der Militärdienst bei den Veteranen den Einfluss des Geburtsdatums kaschiert hat, schränken die Forscher ein.

Auch könne die Studie nicht die Astrologie als ganze widerlegen, da etwa die Bewegung der Planeten nicht berücksichtigt worden sei. Bei einer derart großen Zahl von Probanden hätte aber irgendein Effekt eines so wichtigen astrologischen Faktors wie dem Sternzeichen auftauchen sollen. Enttäuschte Horoskopanhänger tröstet Reuter: “Es ist doch ganz gut, dass man nicht auf Grund seines Geburtsdatums stigmatisiert wird.” Sonst hätten zu einem vermeintlich ungünstigen Termin geborene oft keine Chance, etwa zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

( © dpa – Meldung vom 27.04.2006 16:48 Uhr)

Vielleicht hätte man doch eher die Intelligenz der Forscher messen sollen. Jede Forschung, die mit “Sternzeichen” operiert, muss scheitern. Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, den Aufbau eines Horoskops zu verstehen, wird wissen, warum. Weil das “Sternzeichen” eben nicht ein so wichtiger astrologischer Faktor ist, dass er alle anderen Variablen überspielt. Genau das ist ja die Ausgangsthese.
Mich erinnert dies an das Manifest gegen die Astrologie, das 1975 insgesamt 186 “führende Naturwissenschaftler”, darunter 18 Nobelpreisträger unterzeichnet hatten. Die Unterzeichner wollten die Öffentlichkeit davor warnen, die Vorhersagen und Ratschläge, die öffentlich und privat von Astrologen erteilt werden, unhinterfragt anzunehmen. Weiter hieß es: Diejenigen, die an die Astrologie glauben möchten, sollten sich bewusst sein, dass es keine wissenschaftliche Grundlagen für ihre Lehren gibt. Man sollte meinen, dass “führende Naturwissenschaftler” eine solche Aussage erst dann unterschreiben, wenn sie sie auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht haben. Mitnichten.
abbildung

Wie später ein Journalist der BBC, der die Sache genauer wissen wollte, herausfand, hatten sich die Unterzeichner gar nicht mit der Astrologie beschäftigt! Als der Reporter einige der Nobelpreisträger dazu interviewen wollte lehnten sie mit der Bemerkung ab, dass sie die Astrologie nie studiert hätten und mit ihren Details nicht vertraut wären.

Offenen Mundes fragt man sich, welch’ Blindheit und Ignoranz, welch’ vorgefasste Meinung hier vorliegen muss, um dennoch ein solches Statement zu unterschreiben, das die Astrologie öffentlich verfluchte.

Mir scheint auch in dem aktuellen Fall fraglich, ob die beteiligten Biologen (warum eigentlich Biologen…??) sich auf den Gegenstand Astrologie eingelassen haben, ob sie sich bemüht haben, den Grundgedanken der Astrologie zu erfassen. Fast muss man schon dankbar sein über den Hinweis, man habe die Bewegung der Planeten nicht berücksichtigt, was ja zeigt, dass die Forscher um die Tatsache wissen, dass auch die Planeten unseres Sonnensystems eine Rolle spielen. Da offensichtlich dennoch kein Hinderungsgrund gesehen wurde, eine “Sternzeichen-Forschung” durchzuführen bleibt mir aktuell nur eine Schlussfolgerung: hier haben mal wieder Leute an der Astrologie herumgedoktert, die keine Ahnung von der Materie haben!

So frage ich mich abschließend, warum für so einen Schwachsinn überhaupt Geld ausgegeben wird. Geld, das man besser in echte astrologische Forschung investiert hätte. Oder in Bildung: nämlich in Fortbildung über Astrologie für die Hochschulgelehrten.

© 2006 Holger A. L. Faß @ 28. April 2006

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