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Christopher Weidner

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1 Kommentar

  1. Barbara Wiehl
    1. Januar 2007 @ 12:33

    Hallo Christopher

    Danke für diese Orakel der etwas anderen Art,
    g”

    und den interessanten Link.

    Persönlich mag ich auch das narrative Element, Geschichten und Metaphern.

    Der Indianer und die Wölfe

    Ein alter Indianer erzählte seinem Enkel von einer grossen Tragödie und wie sie ihn nach vielen Jahren immer noch beschäftigte.

    “Was fühlst du , wenn du heute darüber sprichst?” fragte der Enkel.

    Der Alte antwortete
    “Es ist als ob zwei Wölfe in meinem Herzen kämpfen. Der eine Wolf ist rachsüchtig und gewalttätig. Der andere ist grossmütig und liebevoll

    Der Enkel fragte” Welcher Wolf wird den Kampf in deinem Herzen gewinnen”?

    “Der Wolf, den ich füttere” sagte der Alte.

    Allen ein gesegnetes Neues Jahr

    Barbara

Ein lösungsorientierter Jahresrückblick

Aus der Redaktion | Ein Kommentar |

Liebe LeserInnen und Leser von astrophoenix!

Sylvester ist traditionell die Zeit, in der wir einen Blick in die Zukunft wagen: Glückskekse und Bleigießen, Tarotkarten und I Ging haben Hochkonjunktur. Auch wir Astrologen werden häufiger als sonst gefragt: Was bringt die Zukunft? Zwischen den Jahren – das ist eine Zeit, in der Menschen zur Ruhe kommen, in der das Alte zu einem Ende kommt und das Neue noch nicht begonnen hat. schon immer wurden solche Übergangsphasen dazu genutzt, um Orakel zu befragen.

Doch anstatt Ihnen hier zu erzählen, was alles auf Sie zukommen könnte, möchte ich Sie an dieser Stelle einladen, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Doch anstatt zu analysieren, was alles schief gelaufen ist, mache ich Ihnen den Vorschlag, dem Aufmerksamkeit zu widmen, was gut gelaufen ist – ein lösungsorientierter Blick in die Vergangenheit. Doch in diesem Blick begegnen wir auch unserer Zukunft, denn wir alle wissen: die Zukunft folgt aus der Vergangenheit. Ich bin überzeugt davon, dass die Vorsätze für das kommende Jahr mit größerer Kraft ausgestattet werden, wenn wir sie auf der Basis eines guten Abschlusses des vergangenen Jahres treffen.

Nehmen Sie also mit aus dem vergangenen Jahr, was Ihnen gut getan hat, machen Sie mehr davon – und bringen Sie die Erkenntnisse aus dem, was nicht so gut gelaufen ist als Ressource in das neue Jahr mit. Wie das geht? Zum Beispiel mit folgender Selbstbefragung, wie Günter Remmert sie den LeserInnen seines Rundbriefes vorschlägt.

Ressourcenbilanz zum Jahresende – von Günter Remmert

Wie schaut man am besten zurück auf Vergangenes? Mit freundlichen Augen!
Wie können meine Augen freundlich werden? Indem ich anerkenne, was geworden und gelungen ist, wie ich mich besser mit anderen verständigte, wie ich aus einem Loch herauskam, worin andere mein Leben bereicherten… Wie gelingt mir dies am besten mit dem vergangenen Jahr oder einem anderen Zeitabschnitt? Indem ich meine Aufmerksamkeit auf die Lösungen in der Vergangenheit lenke, vielleicht auch mit Hilfe der Anregungen auf den kommenden Seiten.

Lösungsorientierung ist keine rosarote Brille, durch die ich die Wirklichkeit betrachte. Sie ist nur eine in vielen Bereichen nützlichere Aufmerksamkeitsform. Wir sprechen viel darüber, wie Schwierigkeiten anfangen und Probleme beginnen. Die lösungsorientierte Aufmerksamkeit beachtet auch, wie Probleme aufhören und Schwierigkeiten verschwinden:

  • Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass etwas Belastendes aufhörte, ein Schmerz
    verschwand?
  • Wie schaffte ich es, ein Problem zu lösen, eine Krise zu beenden, aus einer
    unangenehmen Erfahrung etwas Nützliches zu machen?

Das, was mir damals nützlich und hilfreich war, kann mir vielleicht auch in Zukunft nutzen.

Zur Vorbereitung vergegenwärtige ich mir anhand des Kalenders des vergangenen Jahres

  • meine Arbeit, Beschäftigungen und Aufgaben,
  • Reisen und Ferien,
  • mit wem ich zusammen war,
  • meinen Gesundheitszustand, usw.

Hilfreich ist auch, wenn ich mir vergegenwärtige, welche Entwicklung im vergangenen Jahr z.B.

  • meine Beziehungen (Familie, Freundschaften),
  • mein berufliches Engagement,
  • meine Werte und meine Spiritualität,
  • meine Fähigkeiten,
  • meine Gefühle,
  • meine Gesundheit usw. genommen haben.

Auf einem eigenen Blatt trage ich die vergangenen 12 Monate ein und notiere die wichtigsten Ereignisse und ihren Nutzen für mich.

Monat Erfahrung, Erlebnis Nutzen, Gewinn, Wachstum
Januar
Februar
März

Dann beantworte ich auf einem weiteren Blatt schriftlich und möglichst konkret (Wer?, Was?, Wie?, Wo?, Wann? Mit wem?) eine Auswahl aus folgenden Fragen:

1. Was war im vergangenen Jahr gut und sollte möglichst auch im kommenden Jahr so
bleiben?
2. Was waren wichtige Veränderungen und wozu waren sie mir nützlich?
3. Was ist mir besser als früher gelungen?
4. Was habe ich zum ersten Mal oder neu erlebt (Premiere)? Wozu hat mir dies geholfen?
5. Welche Schwierigkeit (Problem, Hindernis, Krankheit o.ä.) hat aufgehört? Wie kam es
dazu?
6. Was ist mir im vergangenen Jahr gegeben oder gar geschenkt worden? Von wem und wie?
7. Wer hat mich in seine/ihre Nähe eingeladen?
8. Welche Menschen haben mich gefördert? Inwiefern?
9. Welche Menschen haben mich bereichert?
10. Von wem habe ich in welcher Situation anerkennende Rückmeldungen erhalten?
11. Was ist mir geglückt und worin hatte ich Erfolg?
12. Wen oder was habe ich mir vertraut gemacht?
13. Was habe ich schätzen gelernt?
14. Welche Einsichten sind mir gekommen?
15. Was habe ich in seinem Bestand gepflegt oder aufgebaut?
16. Wen habe ich als FreundIn gewonnen?
17. Wen und was habe ich im letzten Jahr geliebt?
18. Wem habe ich wann die Gelegenheit gegeben, mich kennen zu lernen?
19. Welche Erfahrungen empfinde ich als für mich am fruchtbarsten?
20. Mit welchem wertschätzenden Titel oder Motto kann ich das vergangene Jahr
überschreiben?

Mehr über Günter Remmert und sein Seminarhaus SCHMIEDE erfahren Sie auf seiner Homepage: http://www.seminarhaus-schmiede.de/

Auch wenn Sie heute vielleicht keine Zeit mehr zur Selbstbefragung haben – dieser lösungsorientierte Jahresrückblick lohnt sich auch noch am 1. oder 2. Januar als guter Start in ein Jahr.

Genau dies wünsche ich Ihnen auch.

Bleiben Sie uns gewogen!

Christopher Weidner,
Team astrophoenix.

© 2006 Christopher Weidner @ 31. Dezember 2006

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