Geschichten zur rückläufigen Venus – Die Reise
Aus der Redaktion, Zeitqualität | (5) Kommentare |
Die rückläufige Venus ist eine der schönsten Geschichtenschreiberinnen. Wie Iris in ihrem Beitrag Die rückläufige Venus: aufgeschoben ist nicht gleich aufgehoben vom 20. April schon wunderbar beschrieben hat, schickt sie uns auf Reisen in unsere Vergangenheit und erfüllt alte Wünsche.
Bei mir läuft Venus durch das neunte Haus. Noch bevor sie ihre Rückläufigkeit begann und während sie schon im neunten Haus stand, wurde in mir das Fernweh geweckt. Ich hatte bei der Erzählung eines Freundes, der nach Spanien fuhr, urplötzlich eine unbändige Sehnsucht nach Südspanien. Zu Südspanien habe ich eine besondere Beziehung – ich war dort schon mehrfach, angefangen bei einem Aufenthalt während meines Studiums als Übersetzerin, bis zu mehreren Andalusien-Besuchen während meiner Zeit bei der Eurogroup S.A., wo ich unter anderem unser Obst- und Gemüsebeschaffungsbüro in Almería betreute.
Ich habe Spanisch schon in der Schule gelernt, die wunderschöne Abschlussfahrt in der Oberstufe ging nach Barcelona. Mit von der Partie waren damals auch meine beiden Schulfreunde Peter und Petra, die ebenfalls Spanisch lernten. Im Übersetzerstudium war Spanisch meine zweite Fremdsprache, und sie ruft noch heute besondere Gefühle in mir hervor, wenn ich sie höre. Zwar spreche ich selbst kaum noch Spanisch, doch der Klang dieser Sprache geht mir immer sehr nahe.
Also, mein Fernweh war geweckt. Doch ich sah keine rechte Möglichkeit, selbst nach Spanien zu reisen und hatte auch wenig Zeit, mich darum zu kümmern. So sandte ich einfach einen an Venus gerichteten Wunsch ins Universum – “Schenk mir bitte eine Reise nach Spanien!”.
Und mein Wunsch wurde erhört.
Wenige Wochen später, Venus lief rückwärts durch mein neuntes Haus, erzählten mir meine beiden Freunde Peter und Petra, dass sie ein Appartement in Südspanien gemietet hätten – für eine Woche. Es sei noch für eine Person Platz… Es kam aus heiterem Himmel, wir hatten nicht über meinen Wunsch gesprochen. Ich machte das Unmögliche möglich und sagte ein paar Termine in der betreffenden Woche ab.
Die Reise war ein reines Geschenk. Ich musste mich um nichts kümmern, sie kam einfach zu mir. Sie war unglaublich kostengünstig und alles an ihr erinnerte an Venus. Die beiden alten Schulfreunde, mit denen ich reiste, sowie fast alles, was uns begegnete. Wir waren schon immer ein gutes Dreiergespann, doch im Urlaub – ohne Partner und Kinder – wurde nochmals besonders sichtbar, wie harmonisch wir uns fügten. Miteinander, mit der Landschaft, mit Land und Leuten, mit der Planung… Wir unternahmen intuitiv alles genau zur richtigen Zeit und waren permanent im Fluss. Wir hatten eine Menge Spaß und konnten uns an den wunderbaren farbenprächtigen Bildern, die sich unseren Augen boten, kaum satt sehen. Ich habe Spanien noch nie im Frühling gesehen und war bezaubert von der Blütenpracht.

Alles war einfach: wer Auto fuhr, wer bezahlte, Kaffee machte, einkaufte, kochte – als wären wir eine Einheit. Und so war es auch. Eine venusische Woche mit vielen, vielen Bezügen zu meiner Vergangenheit, für die ich mich bei Venus von Herzen bedanken möchte!
Möge sie uns alle reich beschenken und mögen wir Ihre Geschenke zu würdigen wissen.
© 2009 Sabine Bends @ 27. April 2009
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Schlagwörter: 9. Haus, rückläufig, rückläufige Venus, Venus
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Hola liebe Sabine
So , So das warst du ja ganz in meiner Nähe ggg
Sitze auf den gepackten Koffern, wir fahren morgen für einige Tage in die Axarquia, das östliche Hinterland von Malaga, das einst die Araber glauben machte dies sei das Paradies auf Erden.
Diese Woche ist auch die koreanische Schamani Hi. Ah Park dort zu Gast , leider sind die Unkosten venusisch sehr anspruchsvoll, gg, so das ich daran nicht teilnehmen kann.
siehe
http://www.molino-mallaga.com
Als die Venus sich auf ihrer Bahin in meinem neuntenr Haus wieder vorwärts lief bin ich endlich auf eine nette Gruppe von Menschen gestossen, die sich jetzt vierzehntägigi treffen wird. Wir hatten auch einen Abend eine Astrologin aus Östereich zu Gast, die oh Wunder! mir vertraut war aus einer gemeinsamen Zeit in Indien.
So hat sie doch noch ihr Werk vollbracht, die rückläufige Venus in meinem neunten Haus. gg
Herzliche Grüsse
Barbara
natürlich schreibt sich malaga mit nur einem L, ups
http://www.molino-malaga.com,
Liebe Sabine,
das mit dem Wünschen werde ich mir merken – wann und wie schickst Du diesen Wunsch auf die Reise? In Bezug auf das Hausthema, wo Venus rückläufig wird, oder anknüpfend an ein Thema der letzten Rückläufigkeit(en)?
Mir fällt auf, daß die in meinem Kommentar an Iris erwähnten Kindheitsfotos, die ich nach dem Tod meines Vaters endlich bekam, das “Geschenk” sind, um das ich meinen Vater bei der letzten Rückläufigkeit gebeten hatte, als er überraschend in meinem Leben nach 30 Jahren wieder auftauchte. Damals behauptete er, es gäbe sie nicht mehr, doch sie lagerten in seinem Keller.
Verblüffend:ein Partner, der sich unter der vorletzten Rückläufigkeit verabschiedete (und meiner Astroausbildung damit den richtigen Schub gab), taucht jetzt wieder auf, ebenso jemand anders, mit dem “Versöhnung” ansteht. Diese Ryhthmen sind faszinierend, vor allem wenn neue Menschen zu so einer Phase in mein Leben treten, hat sich das im Nachhinein als sehr bedeutsam erwiesen.
Was für wunderbare Geschenke – und diesmal habe ich diese Rückläufigkeit bewußt erlebt und auf die Zeichen geachtet
)
Danke für diese Sensibilisierung, Sabine
Yamuna
Liebe Barbara,
.
ja, ich war in der Tat nicht so weit weg von dir! Wäre ich allein gereist, hätte ich mir den Abstecher zu dir gern gegönnt. So ging das leider nicht. Aber du weißt ja: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben
Dir auch eine gute Reise!
Herzlichen Gruß,
Sabine
Liebe Yamuna,
ich muss gestehen, dass ich beim Wünschen ganz spontan bin und weder auf Häuser noch auf anderes achte. Ich hab den Wunsch einfach geistig losgesandt, ohne großes Ritual, er kam einfach so aus meinem Herzen und meiner Sehnsucht. Und dass er perfekt mit Venus’ Hausstand bei mir überein passte, fiel mir erst später auf. Vielleicht hatte ich es auch unbewusst schon abgespeichert, aber es war mir in dem Moment nicht präsent.
Ich habe aber im Laufe der Beobachtung der rückläufigen Venus eine recht persönliche Beziehung zu ihr entwickelt. Sie ist so etwas wie eine Göttin der Wünsche für mich geworden. Manchmal denke ich beim Aussprechen oder Denken des Wunsches nicht an Venus selbst, sondern an eine ihrer “Vertreterinnen”. Das können bestimmte Menschen sein, die Göttliche Mutter oder ein anderes Bild, das mir gerade in den Sinn kommt.
Ich glaube, wichtig ist nicht, wie und wann und wo, sondern einfach, dass man es fühlt. Den Wunsch, die Sehnsucht, und sie loslässt, ihrer Erfüllung anheim gibt. Ich habe schon immer das Empfinden gehabt, ein “Glückskind” zu sein, das heißt, ich glaube einfach an die Erfüllung von Wünschen, schon seit Kindheit an. Zwischendurch vergesse ich es dann wieder, doch ich bin jedesmal froh, wenn ich mich schnell erinnere.
Im Urlaub selbst hatte ich ein tolles Beispiel dafür. Wir fuhren durch die Gegend und ich hatte auf einmal totalen Hunger, mir war richtig flau. Meine Freundin Petra saß hinten und kaute irgendetwas. Ich fragte sie: “Was isst du denn da?” Wohl wissend, dass es nur tortas de aceite sein konnten, die wir noch hatten. Ich hatte Hunger auf ein Sandwich mit Tomaten und Thunfisch. Ich fragte sie im Spaß: “Machst du dir gerade ein Tomatensandwich?” Sie lachte und sagte: “Ja, mit viel Mayonnaise und knusprig-warmem Brot.” Ich meinte nur noch lachend: “Wenn du fertig bist, reichst du es nach vorne, ja?”
In dem Moment fuhr Peter (er saß am Steuer) urplötzlich und total spontan von der Straße ab zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Afrika (wir waren irgendwo zwischen Tarifa und Gibraltar). Als wir ausstiegen, sahen wir dass es dort eine Imbissbude mit einem riesigen bunten Plakat von tollen Sandwiches gab.
5 Minuten später aß ich ein leckeres, knuspriges Tomaten-Thunfisch-Sandwich mit Mayonnaise…
Alles Liebe!
Sabine