Mich gibt es nicht. Was für eine Erleichterung!
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“Mich gibt es nicht. Was für eine Erleichterung!” Dies hatte ich im Internet gelesen. Das dazugehörige Gesicht strahlte mich an. Und interessierte mich und berührte mich. Und so entdeckte ich “eine Frau”, die “entdeckt” hat, dass es sie nicht gibt: Gabriele Rudolph, die sich selbst lieber “scheinbar Gabriele” nennt, um ihre Liebe und Leidenschaft für das, was sie “sieht” auszudrücken.
Ich trat mit ihr in Kontakt, las auf ihrer Website und sah Satsang-Videos mit ihr auf jetzt-tv, erwarb ihr Manuskript und war für ein paar Tage “out of order”. Ich war verwirrt, berührt, fasziniert – emotional völlig durch den Wind. Etwas in mir “wusste”, hier bist du richtig. Doch mein Verstand schlug zugleich Alarm. Allerlei paradoxe und verwirrende Gegensätze schienen sich dort zu tummeln.
Verständlicherweise, denn Gabrieles Aussagen sind mit dem Kopf nicht wirklich zu begreifen. Doch wer sich innerlich berührt fühlt, entkommt “DEM” nicht mehr. Und so hat sich die Anziehung, die ich vom ersten Moment an empfand, vertieft und gehalten. So sehr, dass ich Gabriele gern dabei unterstützen wollte (und immer noch will), nach Köln zu kommen.
Und der Kosmos war mit mir, denn sie kommt.
Scheinbar Gabriele wird im November in Köln sein und Gespräche mit uns führen, Gespräche für die ganz Mutigen unter uns, denen der Schock des Erkennens oder Erahnens, dass es “mich” gar nicht gibt, zwar den Atem und Verstand raubt, aber nicht die Lust, Faszination und Freude, sich weiter damit zu befassen.
Was scheinbar Gabriele “macht”, schaut ihr euch am besten selbst an. Auf ihrer Website www.einfachnursein.de und auf www.jetzt-tv.net (unter “Gabriele Rudolph”) findet ihr ausführliche Infos, Videos, Gespräche und Texte von ihr, die euch einen Einblick geben können. Untenstehend findet ihr einen Ausschnitt aus ihrem Buchmanuskript. Das Copyright dafür liegt bei Gabriele. - Sabine Bends
Gabriele Rudolph:
Mich gibt es nicht. Was für eine Erleichterung!
“Ich” hatte schon viel vom Erwachen gehört und gelesen.
Es schien mir etwas zu sein, das weit weg ist
von dem Menschen, für den ich mich hielt,
mit all seinen scheinbaren Problemen und Erfolgen.
Das sollte sich als wahr und dennoch falsch herausstellen.
2004 geschah ein erstes Sehen.
Aber es war nicht wirklich klar.
Ängste stiegen auf und ich fragte mich:
“Huch… DAS soll Erwachen sein?”
“Ich” hatte “mir” das anders vorgestellt.
Trotzdem baten “mich” Menschen,
Gespräche über Nichtdualität anzubieten – was dann auch geschah.
Zugleich war hier aber immer wieder die
Wahrnehmung, dass “etwas nicht stimmte”.
Hier war Sprechen und eine Art
Intuition, dass da manchmal “jemand” im Satsang sprach,
jemand besonderes.
Ich las in vielen Büchern,
sah unzählige Videos,
um für mich zu klären, was nicht klar war,
und ent-deckte zu meinem Erstaunen,
dass die meisten Bücher “meine” Fragen nicht klärten.
Ich war ent-täuscht.
Dann stieß “ich” auf einen Satz:
“Da ist niemand, der eine Wahl hat.”
Klares Sehen geschah und alle Fragen und Geschichten
verstummten – für einen Moment,
um dann brav und fleißig wieder aufzusteigen.
Allerdings hatten sie ab diesem Moment
nicht mehr so gute Chancen,
kritiklos für wahr gehalten zu werden.
Denn in dem Sehen, dass da niemand ist, der eine Wahl hat,
und dass alles bereits ist – genau jetzt -
werden Ich-Geschichten offensichtlich
als Das, was sie sind: Geschichten.
Und als solche gesehen,
sinken sie wieder in sich zusammen.
Es hat hier natürlich weiter ge-icht,
d. h. Ichgeschichten stiegen weiter auf.
Dadurch entstand wieder Spannung,
Angst, Ärger oder Eifersucht.
Dies war dann die Einladung hinzusehen.
Man könnte sagen: Aufräumen geschah.
Klares Sehen verkörperte sich mehr und mehr.
So wurde wieder und wieder gesehen,
dass es nicht um “mich”, jemanden besonderen oder etwas geht,
nicht darum, etwas loszuwerden,
zu bekommen oder zu erreichen,
scheinbar jemanden zu einem besseren Menschen zu machen,
in angenehme Zustände zu versetzen,
Wünsche loszulassen oder den Geist zu beruhigen.
Denn da ist niemand, der das könnte.
“Ich” kann gar nichts.
“Ich” ist die Hilflosigkeit selbst.
Denn “mich” gibt es gar nicht.
Was für eine Erleichterung!
Was für ein Glück, nichts
und zugleich alles zu sein,
auch Ichen, Getrennt- oder Unglücklichsein,
rat-, hilf-, machtlos oder verletzlich zu sein.
Die Freiheit wurde ent-deckt,
die Freiheit, alles zu sein.
Und es wurde gesehen,
dass immer wieder große Freude aufstieg,
hinzusehen bis nichts mehr übrig blieb -
nichts als das, was gerade ist, genau so wie es ist.”
(Copyright Gabriele Rudolph)
© 2011 Sabine Bends @ 10. April 2011
Schlagwörter: advaita, Erleuchtung, Erwachen
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