Das “Oster-Ei” im Musee International d`Horlogerie
Berichte, Wissenskiste | Noch keine Kommentare |
Das grösste Uhrenmuseum der Welt befindet sich in La Chaux-de-Fonds im Schweizer Jura. Die “Wiege der Schweizer Uhrmacherkunst” hat echte Schätze zu bieten: Wer sich für die Geschiche der Zeitmessung und speziell für astronomische Uhren und Modelle des Sonnensystems interessiert, kommt voll und ganz auf seine Kosten. Man kann z.B. mit dem eigenen Schatten “Sonnenuhr” spielen und staunend über die vielfältigen Kuriositäten die Zeit vergessen. Hier ein paar Beispiele: die Tisch-Sonnenuhr, über deren Brennglas eine Mini-Kanone ausgelöst wird, wenn mittags der Sonnenstrahl den Höchststand der Sonne anzeigt, oder das siebeneckige “Astrarium” mit 7 komplexen Räderwerk-Mechniken für den Umlauf der klassischen Planeten incl. Sonne und Mond.
Ein Prunkstück der Ausstellung ist ein Modell des Himmelsgewölbes, das von weitem wie ein riesiges bemaltes Oster-Ei wirkt. Dieses einmalige Gesamtkunstwerk ist eine wahre Augenweide: Die nördliche und die südliche Hemisphäre sind überaus kunstvoll mit den mythologischen Gestalten der Sternbilder bemalt, hier der geflügelte Pegasus mit der an ihn geketteten Prinzessin Andromeda, der Wassermann und sowie die beiden Fische.
In der Schnittstelle im “Oster-Ei” zwischen den Hemispheren befindet sich der Tierkreis und in dessen Zentrum ein sog. Orrery: ein Modell des Sonnensystems, bei dem sich die Planeten auf unterschiedlich langen Metallzeigern um die Sonne bewegen können – Himmelsmechanik in der Präzision eines Uhrwerkes.
© 2012 Yamuna Becker @ 8. April 2012
Empfehlen Sie diesen Artikel weiter!
Schlagwörter: astronomische Uhr, Fische, Orrery, Planeten, Sonnensystem, Sternbild, Sternenhimmel, Tierkreis, Wassermann
Weitere Beiträge von Yamuna Becker.
Verwandte Artikel:







