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Der Dresdner Maya Codex

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abbildung Es ist ein Wunder oder eine Aneinanderreihung einzigartiger Ereignisse, die Entschlüsselung der Glyphen der Mayas und der Weg einer der wenigen handschriftlichen Aufzeichnungen der Mayas: Der Dresdner Codex, der nun öffentlich besichtigt werden kann.

Die Hochkultur der Maya fiel in den Jahren von 600 bis 900 n. Chr. auseinander und verlagerte sich von Guatemala zur mittelamerikanischen Halbinsel Yukatan. Der Kollaps der Maya-Zentren ist bis heute nicht vollkommen geklärt.
Die im Jahr 1517 ankommenden Spanier fanden verlassen Städte der Maya vor.
Es gab (und gibt) noch Mayas, aber ihre einstige Hochkultur als solche war weniger ausgeprägt.
Diego de Landa, ein Franziskanermönch, der die Mayas christianisieren wollte, ließ Mayaschriften verbrennen. Er selbst war jedoch von den Schriftzeichen der Maya sehr angetan. Er untersuchte, wie das Schriftsystem funktionierte und entwickelte das “Landa Alphabet”.
Wegen der Verbrennung der Mayaschriften sind derzeit nur drei Schriften, Codex in der Einzahl und Codices in der Mehrzahl genannt, bekannt. Eine in Paris, eine in Madrid und eine in Dresden. Die Wege des Dresdener Codes nach Europa sind nicht ganz geklärt. 1739 kaufte der Bibliothekar Johann Christian Götze den Codex aus dem Besitz eines Privatmannes in Wien. Die Fürsten der damaligen Zeit hatten Interesse an Antiken Gegenständen und Schriften. 1887 fiel dem damaligen Leiter der Königlichen Bibliothek zu Dresden das gefaltete Werk mit mysteriösen Glyphen auf. Nach Dienstschluss begann er es zu studieren. Es war Ernst Wilhelm Förstemann, der wesentlich dazu beigetragen hat, den Dresdener Codex zu entziffern. Ca. die Hälfte der Symbole kann gedeutet werden.
Der Dresdner Codex ist eine Schriftensammlung vermutlich mehrerer Schreiber. Er “enthält verschiedene Almanache, Weissagungskalender, astronomische Tafeln, rituelle Vorschriften und zahlreiche Götterdarstellungen. Er ist ein Schlüsseldokument für die Entzifferung der Maya-Hieroglyphen und für die Erforschung der Astronomie und Zeitrechnung der Maya.” Der deutsche Maya-Forscher Nikolai Grube wird dieses Jahr ein Buch darüber veröffentlichen. Nikolai Grube bekam mit elf Jahren ein Buch bei seiner Großmutter zum Lesen in die Hand. Ein Kapitel über den Untergang der Mayas beeindruckte ihn stark. Er begann sich für die Kultur der Mayas zu interessieren. Mittlerweile ist er Professor für Altamerikanistik und Ethnologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität in Bonn.
Der Dresdener Codex an sich besteht aus Amate. Amate wird aus den Bastfasern von Feigenbäumen durch Weichen und Schlagen hergestellt. Wenn es mit Kreide grundiert wird, ist es Papier sehr ähnlich.
Der Codex enthält 39 beidseitig beschriebene Blätter. Er war ursprünglich 3, 56 Meter lang und zickzackförmig zusammengefaltet.
Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass die Maya keinen Weltuntergang für den 21.12.2012 vorhergesagt haben. Es gibt lediglich eine Stele, eine Steinsäule mit Maya-Inschriften, die für den 21.12.2012 das Herabsteigen des (relativ unbekannten) Gottes Bolon Yokte’ K’uh ankündigen – aber nichts genaues. Ein “Untergang” zeigt die letzt Seite des Dresdner Codex an. Es ist eine Flut die am Tag 4 Eb geschehen kann. Der Tag 4 Eb ereignet sich nach dem Tzolkin Kalender alle 260 Tage einmal. Ich habe zwei mögliche Tage in 2012 in Abhängigkeit der Quellen gefunden. Auf www.mayakalender.net wird 4 Eb als der 27. Mai 2012 genannt. Diese Datumsangabe halte ich momentan als die realistische. Das begründe ich damit, dass das Ursprungsdatum des Maya-Kalenders, der 11. August 3114 v. Chr. der 13.0.0.0.0 4 Ajaw 8 Kumk’u, ebenso auf der Internetseite als 4 Ajaw angegeben wird. Andere Quellen geben den 26. Dez. 2012 an.

Nachtrag:
Die Mayas hätten 4 Eb wahrscheinlich so gedeutet, dass sagte eine Studentin, die in der SLUB die Führung abhielt: Wenn der Beginn einer Regenzeit mit 4 Eb zusammenfällt, besteht die Gefahr, dass die Maisernte in Gefahr gerät.

Der 21.12.2012 wird von den noch lebenden Mayas als Übergang in einen neuen Zeitzyklus angesehen.

Nur der Codex in Dresden ist zu besichtigen (nicht die in Madrid und Paris).
Derzeit vom 24. Februar – 12. Mai 2012

Öffnungszeiten: täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Sächsische Landesbibliothek –
Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)
Besucheradresse:
Zellescher Weg 18
01069 Dresden

Achtung: Es ist in Dresden eine kleine Ausstellung zum Codex, also zum Schriftstück. Es ist keine “große Maya Ausstellung”. Die Besichtigung ist kostenlos, Spenden sind willkommen. Es gibt Erklärungen als Art Führung zum Codex und anderen ausgestellten Büchern. Diese sind in der “Schatzkammer” ausgestellt – ein Raum der zur Aufbewahrung der raren und wertvollen Schriftstücke dient – klimatisiert und mit nur mit “sanften” Licht bestrahlt.

Der Dresdner Maya Codex

Weitere Quelle zum obigen Text: www.nationalgeographic.de/thema/maya

* Astro-Fox *

Wen eine astrologische Betrachtung des vermeintlichen Enddatums 21.12.2012 des Maya-Kalenders interessiert, der möge sich noch etwas gedulden:
Hoffentlich spätestens im April 2012 das Buch: Astrologie und der 21.12.2012

© 2012 Astro-Fox @ 29. Februar 2012

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