Ein Horoskop ganz ohne Geburtszeit erstellen – Das Archetypenhoroskop am 11.06.08 in München.
In uns allen sind sie lebendig – unsere Archetypen. Da gibt es Prinzessinnen, Saboteure, Rennfahrer, Götter, Schauspieler, Aschenbrödels und viele andere Figuren mehr. Mit den persönlichen inneren Archetypen in Kontakt zu treten, bewirkt eine subtile Veränderung im eigenen Inneren, ein erhöhtes Bewusstsein für etwas, das immer da ist, doch im Normalfall unbewusst bleibt. Wenn wir jedoch einmal mit unseren inneren Archetypen in Verbindung stehen, erweisen sie sich als unschätzbare Begleiter und Helfer auf unserem Weg. Ob im Alltag, in persönlichen Beziehungen oder auf der Arbeit – wir spüren sofort, wenn wir in ein gewohntes Verhaltensmuster abrutschen, können einen Augenblick innehalten, Kontakt zu unserem Archetypus aufnehmen und anders reagieren als normalerweise. Arbeit mit den persönlichen Archetypen ist Bewusstseinsarbeit, außerordentlich kreativ und macht viel, viel Spaß!
Schließen Sie einmal Ihre Augen und sehen Sie sich selbst und Ihr Leben vor sich. Ihre Kindheit, Ihre Schulzeit, Ihre Jugend und Ihr Leben als Erwachsene(r). Mit welchen Figuren, Gestalten, Berufen etc. haben Sie sich in den verschiedensten Phasen Ihres Lebens identifiziert? Was wollten Sie als Kind werden? Lokführer? Welchen Karrieretraum hatten Sie als Jugendliche? Was waren Ihre Idole? Welche Popstars, Filmschauspieler, Serienhelden haben Sie verehrt? Was wären Sie jetzt gern, wenn Sie ganz frei entscheiden könnten, unabhängig von Gelegenheit, Geld oder Talent? Welche archetypischen Gestalten setzen starke Gefühle in Ihnen frei? Welches Talent hätten Sie gern? Welches Talent haben Sie, leben es aber nicht? Welche Gaben gehören zu Ihrem Leben fest dazu, sind nicht weg zu denken? Schreiben Sie alles auf, was Ihnen einfällt. Denken Sie an konkrete Gestalten, menschliche, vielleicht auch an Tiere, mit denen Sie sich sehr verbunden fühlen.
Es können ganze Märchen Ihres eigenen Lebens entstehen, wenn Sie sich ihren inneren Archetypen nähern. Lesen Sie heute den Beginn eines solchen Märchens, das einem inneren Archetypus entspricht, der seinen Platz in einem Horoskop hat:
„Die Prinzessin mit den goldenen Augen
Es war einmal ein König und eine Königin, die wünschten sich nichts sehnlicher als ein Kind. Doch die Jahre vergingen und ihr Wunsch erfüllte sich nicht.
Eines Tages klopfte eine Bettlerin an, die für sich und das kleine Bündel in ihrem Arm etwas zu Essen erbat. Die Königin hieß die arme Frau eintreten und bewirtete sie königlich. Nachdem die Bettlerin es sich hatte schmecken lassen, machte die Königin ihr ein Angebot. Sie würde ihr einen Sack voller Goldstücke schenken, wenn diese ihr das Kind überließe. Die Bettlerin, die verzweifelt war, weil sie nicht wußte, wie sie ihr Kind fortan ernähren sollte, willigte weinend in diesen Handel ein. Zum Abschied nahm die Königin ihr das Versprechen ab, sich nie wieder im Schloß sehen zu lassen.
So wuchs das kleine Bettlermädchen als eine Prinzessin auf, und der König und die Königin erfreuten sich Tag für Tag an ihr. Aus dem kleinen Kind wurde ein hübsches Mädchen mit goldblondem Haar und rehbraunen Augen, das anmutig und fröhlich durch den Schloßpark sprang und sich an allem erfreute, was leibte, lebte, kreuchte und fleuchte.
Als ihr 14. Geburtstag nahte, beschlossen ihre Eltern, ein großes Fest zu ihren Ehren zu geben. Alle Könige, Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen aus den benachbarten Königreichen sowie alle hohen Herren und Damen aus ihrem Königreich sollten geladen werden, um die erwachsene Prinzessin zu sehen.
Und so geschah es. Es wurde ein rauschendes Fest. Die Einführung der Prinzessin in die Gesellschaft war ein voller Erfolg. Sie wurde ob ihrer Schönheit, ihrer Anmut umd ihres Liebreizes bewundert und verehrt. Und da sie das Herz am rechten Fleck hatte, konnte sie all die Bewunderung gebührend erwidern.
So verging die Nacht wie im Fluge. Als die Prinzessin mit dem Prinzen von Beldavien tanzte, einem eitlen Vogel, der sich gern mit fremden Federn schmückte, schlug die Uhr Mitternacht. Beim letzten Schlag wurde der Prinz plötzlich geblendet. Aus den Augen der Prinzessin fiel ein helles Licht und traf auf ein Bild an der Wand, das auf einen Schlag zu purem Gold wurde. Der König und die Königin, die ihre Tochter den ganzen Abend aufmerksam und liebevoll beobachteten, bemerkten dies sofort und sahen auch, wie die Prinzessin in den Armen des Prinzen ohnmächtig wurde.
Das Fest fand ein jähes Ende. Die Prinzessin wurde auf ihr Zimmer gebracht, wo sie bis zum Morgen durchschlief. Die Königin wachte die ganze Nacht an ihrem Bett, und als ihre Tochter am Morgen die Augen aufschlug, wurde auch sie von einem hellen Licht geblendet. Mit einem Schlag wurde alles, worauf der Blick der Prinzessin traf, zu Gold. Die Prinzessin selbst hatte – kurz bevor ihr Spiegel sich in Gold verwandelte – sehen können, daß ihre Augen nicht mehr braun, sondern golden waren. Als ihr Blick aus dem Fenster auf ihren Lieblingsbaum fiel und auch dieser zu Gold wurde, schloß sie erschrocken die Augen und weinte bitterlich.
Fortan ließ sie sich von ihren Eltern die Augen verbinden, damit ihr Blick nichts träfe, was ihr lieb und teuer war. Die Königin weinte viele Tage und Nächte über das Unglück ihrer Tochter und auch der König war sehr betrübt. Sie richteten ihr ein Zimmer her, in dem sie sich oft allein aufhielt und auch ihre Augenbinde abnehmen konnte, denn dort war jeder Gegenstand aus reinem Gold. Das Fenster war mit einen dichten Gewebe aus Goldfäden verhangen, damit ihr Blick nicht nach draußen fallen konnte. Im Schloß und auch im Park ging sie nie mit unverhüllten Augen umher, und oft saß sie unter ihrem Lieblingsbaum und vergoß ungezählte Tränen an seinem goldenen Stamm.“
Fortsetzung folgt.
Der nächste Abend zum Archetpyenhoroskop findet am 11. Juni von 19-22 h in München statt: Archetypen-Abend
© 2008 Sabine Bends @ 28. Mai 2008
Empfehlen Sie diesen Artikel weiter!
Keine Schlagwörter für diesen Beitrag vorhanden.
Weitere Beiträge von Sabine Bends.
Verwandte Artikel:








Was, Sabine, du kommst nach München?

Ich melde mich umgehend an….
Güldene :>* Dagmar
Ja, das hab ich nun davon,
Habe mir doch vorgenommen ( Vorätze sind der direkte Weg in die Hölle gg) mal das Reisen hintenanzustellen.
Aber macht nix, einen Eindruck davon habe ich ja letztes Jahr auf der Märztagung bekommen.
Und der Kurs Plutonische Geschichten ist ja auch sehr archetypisch, gg
Einen lieben Gruss
die flammende Barbara, gg