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Brigitte Hamann

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2 Kommentare

  1. Andreas
    4. April 2009 @ 01:43

    Stimmt denn die Grundannahme, dass es sich um eine Finanzkrise handlet überhaupt ?

    Nur weil jeder Depp auf jedem Fernsehkanal das Wort Finanzkrise verwendet, muss das doch noch lange nicht heisen, dass es sich hier um eine Krise des Finanzsystems handelt.
    Ich behaupte jetzt einfach mal: Dieses Finanzsystem erfüllt gerade in diesen Monaten seinen Zweck besser, denn jemals zuvor !
    Dazu muss man dann allerdings sehr tief in das Finanzwesen einsteigen und erkennen, dass dieses System seit Anbeginn den Zweck hatte und hat, die Menschen auszubeuten, zu knechten, abhängig zu machen etc.
    Genau dies funktioniert zur Zeit wundervoll – dieses Finanz-System erlebt nicht seine Krise, sondern seinen Höhepunkt !!!
    Erst wenn diese Wahrheit erkannt wurde, dann kann man anfangen zu deuten. Ansonsten ist man Gefangener des Massenbrainwashings..

    mfg A.Rebmann

  2. Barbara Wiehl
    6. April 2009 @ 16:01

    hallo Andreas!

    Hier mal die Finanzkrise forumuliert von
    Marietta Slomka, ” Kanzler lieben Gummistiefel, So funktioniert Politik”

    ” Man kann sie nicht in drei Sätzen erklären. Aber man kann schon erklären wie sie anfing.
    Dass man den Leuten das Gefühl gegeben hat; Ich kann mir Sachen leisten, auch wenn ich sie mir eigentlich garnicht leisten kann.
    Ich gebe viel mehr aus, als ich habe und ich vertraue drauf, dass das irgendwann schon klappen wird.
    Dass ich irgendwann meine Schulden zurückzahlen kann. Dass das Haus im Wert immer weiter steigt. Das ich also immer eine Sicherheit habe
    Und diese Idee von einem Leben, das über die eigenen Verhältnisse hinausgeht, die kann man einem Kind schon erklären.
    Und auch, dass das dann wie ein Kartenhaus zusammenfallen kann.”

    Wer es dieser Tage schaftt keine Zeitung zu lesen, nicht zu fernsehen und das Internet zu meiden könnte meinen alles sei ja noch ganz normal.
    Es ist leicht Menschen zu finden, die ganz konkret Einbussen erlitten haben.
    Nur ein Muster ist schwer erkennbar , irgendeine Gesetzmässigkeit die helfen könnten das Dickicht der Nachrichten und Schicksale zu durchdringen.

    Recht er-hellend war eine TV Dokumentation im Februar dieses Jahres

    Geld, Gier und Grössenwhn. Die Schweiz im Sog der Fiananzkrise.

    Die Nachricht das ein 68 Millarden schwere Rettungspaket für die bankrotte UBS bank geschnürt wird trfft die Schweizer völlig unerwartet.
    Der Gesichtsausdruck der meist noch fast jugendlich wirkenden Börsenspekulanten an ihrem Computer sitzend spricht Bände
    die wengsten verstehen was da in diesem Augenblick virutell crasht, schon garnicht die Gesetzmässigkeit dahinter.
    Zudem ist kaum bekannte das sogar Nobelpreisträger mitgewirkt haben beim Entwerfen diveser Anllagepapiere. und Strategien.

    Liebe Grüsse

    Barbara

Finanzkrise: Prognose zur Neumondphase vom 26.03.2009 – 25.04.2009 und Ausblick

Berichte, Der Mond, Serie, Zeitqualität | (2) Kommentare |

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Lust darauf, den Kopf…?

Was Sie hier lesen können

  • Das Szenario heute: Fakten der Krise
  • Die Konferenz von Bretton Woods – wie der Dollar die Leitwährung wurde
  • Ein neues Bretton Woods?
  • Bretton Woods und die totale Sonnenfinsternis vom 22.7.2009
  • Was erfahren wir von all dem im kommenden Neumond-Monat?
  • Was wird aus dem Euro?

Das Szenario heute: Fakten der Krise

Große Ereignisse werfen ihre Dementis voraus. Lothar Schmidt

Am 26. November 2008 sagte Barack Obama: “Jetzt geht es nicht um ›big government‹ oder ›small government‹. Mir geht es jetzt darum, eine klügere Regierung zu bilden, die sich auf das konzentriert, was funktioniert”.

Markante Worte. Und was funktioniert heute? Immer mehr Banken und Unternehmen sind weltweit zahlungsunfähig, die Zwangsversteigerungen von Häusern und die Zahlungsausfälle im amerikanischen Kreditkartengeschäft nehmen rasant zu. In den USA gibt es seit 2005 eine wachsende Zahl an Zeltlagern, in denen Menschen leben, die ihre Häuser verloren haben. Wie das Arbeitsministerium in Washington Anfang Januar 2009 mitteilte, gingen im vergangenen Jahr fast 2,6 Millionen Arbeitsplätze verloren. Die Arbeitslosenquote stieg von 6,8 Prozent im November auf 7,2 Prozent im Dezember – der höchste Stand seit 15 Jahren. Doch wer sich die Mühe macht, genau und ohne Zahlentricks nachzurechnen, kommt auf 18 %.

Auch in Deutschland sind die Zahlen geschönt. Rechnet man die Zahl aller tatsächlich Erwerbslosen zusammen, also alle, die Arbeitslosengeld I und II bekommen, sind es etwa doppelt so viele wie angegeben: Aus 3,268 Millionen im Jahresdurchschnitt 2008 werden 6,1 Millionen.

Ein weiteres Thema ist die Inflation. Am 30.12.2008 schrieb SPIEGEL ONLINE: »Dieses Jahr kam die Deutschen teuer zu stehen: Die Preise sind 2008 so stark gestiegen wie seit 1994 nicht mehr – um 2,6 Prozent. Erst die Wirtschaftskrise drückt die Kosten jetzt wieder. In seinem Buch “Crashkurs” kommt Dirk Müller allerdings auf etwa 9,8 %, indem er die einfach Formel anwendet: Geldmengenwachstum minus Wirtschaftswachstum = Inflation. Da das Geldmengenwachstum 2007 etwa 12 % betrug, von dem ca. 2,2 % Wirtschaftswachstum abzuziehen sind, ergibt sich eine Inflationsrate von ca. 9,8 %. Einen ausgesprochen aufschlussreichen Artikel dazu hat auch Gerhard Wisnewski geschrieben: “Der Inflationsschwindel Teil I und II” (http://info.kopp-verlag.de/news/der-inflationsschwindel-teil-1/archive///4.html; http://info.kopp-verlag.de/news/der-inflationsschwindel-teil-2/archive///4.html ).

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Nach einer Studie der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) im März 2009 hat die Finanzkrise weltweit bereits Vermögenswerte von rund 40 Billionen Euro vernichtet. Asien war stärker betroffen als andere aufstrebende Regionen, wird sich jedoch laut dieser Studie auch schneller wieder erholen.
Auch die Weltbank hat kürzlich in einer neuen Prognose vor enormen Problemen in diesem Jahr gewarnt: Der Handel wird einbrechen, die globale Wirtschaft zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg schrumpfen: Besonders hart wird es die Entwicklungsländer treffen, Armut und Unruhen drohen – reichere Staaten sollen helfen.

Doch wie soll das alles gehen? Ungeachtet dessen, was wir zu hören bekommen, gibt es nirgendwo ein wirklich solides Fundament, von dem aus Hilfsaktionen, in welche Richtung auch immer, möglich sind. Der einzige Weg war und ist, die Situation durch Übernahme von Staatsgarantien und Teilverstaatlichungen in einem empfindlichen Gleichgewicht zu halten, das gleichzeitig die Schuldenschraube nach oben schnellen lässt.

Matthias Warneke, der Mann, der die Schuldenuhr in Berlin mit Zahlen füttert, musste früher einmal im Jahr auf die Leiter steigen, um neue Zahlen einzugeben. Das hat sich nun geändert. Nach seinen Berechnungen wird die Verschuldung 2009 um 4439 Euro pro Sekunde steigen. 2008 waren es nur 474 Euro gewesen (SPIEGEL Nr. 13, 9.3.2009).

Wie kann es dann sein, dass sich der Dollar recht gut zu halten scheint und der amerikanische Aktienmarkt immer wieder kräftig ins Plus dreht, auch ohne entsprechende Nachrichten? Als Gesamtkurve gesehen trudeln die Aktienmärkte weltweit nur abwärts. Der deutsche Aktienindex hat sich im Verlauf der Krise halbiert, europäische Banktitel haben ¾ ihres Wertes verloren. Anderswo sieht es in keiner Weise besser, sondern eher schlechter aus. Dass der Wert des Dollars und die amerikanischen Aktienkurse nicht realistisch sind, sondern durch Marktmanipulation gestützt werden, ist mittlerweile für jeden, der es wissen will, ein offenes Geheimnis. In diesem Zusammenhang sind in erster Linie die privaten Bankiers zu nennen, die hinter der amerikanischen Notenbank »FED« (Federal-Reserve-System) standen und noch stehen: klingende Namen wie J.P. Morgan Chase, Citibank, Lehman Brothers, Goldman Sachs, Morgan Stanley.

In den Massenmedien werden mittlerweile – allen immer wieder stattfindenden Verharmlosungen durch Politiker zum Trotz – die Frage einer Weltwährungsreform und eines neuen Bretton-Woods-Systems diskutiert. Am 23. März 2009 fragte nun auch die BILD-Zeitung: “Kann die Krise den Euro als Währung gefährden”? und sprach über die 1 Billion (1000 Milliarden Dollar!), die die US-Notenbank nun insgesamt in die Märkte pumpen wird: bis zu 750 Mrd. Dollar (577 Mrd. Euro), um die Banken wieder flüssig zu machen, und bis zu 300 Mrd. Dollar, um langfristige amerikanische Staatsanleihen zu kaufen. Gleich wie dem Bürger das verkauft wird – es ist die »Ultima Ratio«, der letzte Ausweg, da es keinen Spielraum mehr gibt, um die Leitzinsen zu senken. (vergl. Michael Grandt: “In den USA droht massive Geldentwertung – Gefahr auch für europäische Sparer”,

http://info.kopp-verlag.de/news/in-den-usa-droht-massive-geldentwertung-gefahr-auch-fuer-europaeische-sparer.html ).

Vor nicht allzu langer Zeit galten solche Vermutungen bei vielen noch als Verschwörungstheorien und ernteten ein spöttisches Lächeln von all jenen, die glaubten, es besser zu wissen.

Und nun?

Um zu verstehen, was heute ist und wie es weiter gehen wird, gehen wir in der Geschichte etwas mehr als 60 Jahre zurück.

Die Konferenz von Bretton Woods – wie der Dollar zur Leitwährung in der Welt wurde

Noch während des Zweiten Weltkrieges, am 22. Juli 1944, wurde auf der Konferenz von Bretton Woods in New Hampshire, USA, von 730 Abgeordneten aus 44 alliierten Staaten ein neues Währungssystem beschlossen und nach dem Tagungsort benannt. Ziel war eine umfassende Neuordnung der Weltwirtschaft nach dem Krieg. Man vereinbarte feste Wechselkurse gegenüber dem Dollar, der zur Gold gedeckten Leitwährung wurde. Eine Unze Gold hatte den Wert von 35 US-Dollar und die amerikanische Notenbank war verpflichtet, Dollar gegen Gold einzutauschen. Da die Währungen der Mitgliedsländer zu einem festen Kurs in Dollar tauschbar waren und dieser wiederum in Gold waren diese Währungen indirekt ebenfalls Gold gedeckt. Geld konnte folglich nicht einfach gedruckt werden, da die Verpflichtung bestand, ebenso viel wie ausgegeben wurde, an Gold einzulagern. Während die USA jedoch eine autonome Währungs- und Geldpolitik betreiben konnten, mussten die anderen Mitgliedsländer durch Interventionen auf dem Devisenmarkt sicherstellen, dass sie den vereinbarten Wechselkurs einhielten.

Wie ging es weiter?

Gold ist knapp, seine Förderung aufwendig. Die Goldmenge wächst weltweit nur in geringem Umfang. Damals besaßen die USA 90 % der Goldvorräte, unter anderem, weil sie das im Privatbesitz befindliche Gold enteignet hatten und 40 Jahre lang den Privatbesitz verboten. Da die Staaten große Exportüberschüsse erzielten war der Dollar knapp und hoch im Kurs. Doch Amerika brauchte immer mehr Geld, nicht zuletzt, um den Vietnam- und Koreakrieg zu finanzieren. Also weitete die »FED« die Geldmenge aus (man nennt das »Geld schöpfen«), bis es zu einer Dollarschwemme kam, die in keiner Weise mehr Gold gedeckt war, und das Vertrauen der Mitgliedsländer des Abkommens in den Dollar sank. Eine sich immer schneller drehende Abwärtsspirale setzte ein.

Im November 1967 beschloss die britische Regierung, das Pfund, das damals die wichtigste Reservewährung nach dem Dollar war, um 14% abzuwerten. In der Folge setzte an der Londoner Börse ein »Run« auf Gold ein. Im März 1968 beschloss die US-Regierung, den Dollar nur noch gegenüber Zentralbanken in Gold zu tauschen. Als dann Frankreich 1969 seine Dollarreserven in Gold einlösen wollte, waren die USA zahlungsunfähig. Die US-Goldreserven reichten nicht einmal aus, um die Forderungen eines einzigen Mitgliedslandes zu erfüllen. Am 15. August 1971 kündigte Präsident Nixon die Verpflichtung der USA, Dollar in Gold einzulösen, vollständig.

1973 brach das Bretton-Woods-System endgültig zusammen. Der Dollar-Gold-Standard war am Ende. Es folgte eine Dollarkrise, die bis in die 1980er Jahre hinein andauerte.

abbildungDa die Verpflichtung, eine der Geldmenge entsprechende Menge an Gold einzulagern sowie feste Wechselkurse entfielen, konnten die Notenbanken, allen voran die »FED«, Geld schöpfen wie sie es für richtig hielten. »Fiat money« – Geld, das nicht oder nur teilweise durch reale Vermögenswerte gedeckt ist, beherrschte nun die Welt. Das Wort ist von »fiat lux«, lat. »es werde Licht« abgeleitet. Weniger freundlich ausgedrückt bedeutet es, dass das Geld, das Sie und ich in Händen halten, das Papier nicht wert ist, auf das es gedruckt ist. Es ist ein Versprechen, dem, der es übergibt, etwas zurückzugeben. Aber was? Gold oder Silber entfallen zum aktuellen Zeitpunkt. Wie Präsident Nixon am 15. August 1971 die Verpflichtung, Dollar gegen Gold einzutauschen schlichtweg kündigte, so kann dieses Versprechen jederzeit gekündigt bzw. nicht eingelöst werden. In seinem Buch »Das Silberkomplott«, das fundiert und flüssig geschrieben verstehen lässt, was Geld ist und wie es zustande kommt, spricht Reinhard Deutsch unumwunden von »Falschgeld«. Denn der größte Teil der Geldmenge existiert nur auf dem Computer-Bildschirm oder auf Papier-Bankauszügen, und wird von Banken erzeugt, wenn sie Kredite gewähren. Mehr dazu finden Sie z. B. in Ellen Browns aufschlussreichem Artikel “Nachhaltige Regierung: Finanzierung eines >neuen< New Deal (http://info.kopp-verlag.de/news/nachhaltige-regierung-finanzierung-eines-neuen-new-deal.html).

Die Folgen dieser Geldschöpfung sind bekannt: Immer mehr ungedecktes Geld floss in die Wirtschaft. Die Staaten gaben Staatsanleihen aus, die sie nie zurückzahlten, sondern mit neuen Staatsanleihen finanzierten, ebenso wie die anfallenden Zinsen und Zinseszinsen. Über Jahre hinweg funktionierte dieses System des Konsums auf Pump vor allem in den USA hervorragend, weil Öl weltweit in Dollar bezahlt werden musste (Dollar-Öl-Standard). Die dadurch entstehenden Schulden in Form von Staatsanleihen und Derivaten wurden in alle Welt, auch nach Deutschland, verkauft. Heute nennt man sie »faule Papiere«.

Das bedeutete, die US Finanz- und Machtelite sicherte sich gezielt ein Plätzchen an der Sonne, das die gesamte restliche Welt bezahlte, und trieb obendrein ihre eigenen Staatsbürger durch unseriöse Kreditvergaben in die Schuldenfalle.

Ein neues Bretton Woods?

Seit Herbst 2008 spricht man nun von einem neuen Bretton-Woods-System, das »Bretton-Woods II« und auch gelegentlich »Bretton-Woods III« genannt wird, da es ein informelles, nicht vertraglich unterzeichnetes Bretton-Woods II schon gegeben hat, bei dem Länder wie China, Japan, Deutschland, usw. die USA stützten.

Wie kommt es zu dieser Rückwendung zu einem veralteten System, das nicht funktioniert hatte? Dies lässt sich schnell verstehen, wenn wir bedenken, dass die Schuldenlast der USA (und auch anderer Länder) nicht mehr zu tilgen ist. F. William Engdahl schreibt in seinem neu erschienenen Buch »Der Untergang des Dollar-Imperiums«: »1910 betrugen die Schulden der USA auf Bundesebene 1 Milliarde Dollar oder 12,40 Dollar pro Kopf. Anfang 2009 lag sie bei über 11 Billionen Dollar oder 35 000 Dollar für jeden Amerikaner, vom Säugling bis zum Greis. Allein die Zinsen an die Banken und Gläubiger beliefen sich auf über 450 Milliarden Dollar pro Jahr. Übergäbe man die gesamten Vereinigten Staaten den Bankern zur Rückzahlung der Schulden, dann betrügen diese Schulden zwei, drei Amerikas«. Engdahl prägte bereits im November 2007 den heute häufig verwendeten Begriff eines »financial tsunami« (http://www.financialsense.com/editorials/engdahl/2007/1124.html).

Die Artikelserie I – V »Der finanzielle Tsunami« finden Sie auf Deutsch auch hier: http://info.kopp-verlag.de/news/der-finanzielle-tsunami-teil-i-eine-schmerzhafte-lektion-fuer-die-deutsche-bank.html.

Wie Ellen Brown in ihrem Artikel »Klamme US-Bundesstaaten müssen sich jetzt im Bankgeschäft engagieren« zeigt, sind derzeit 46 der 50 US-Bundesstaaten zahlungsunfähig und müssen voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Jahre Bankrott anmelden

(http://info.kopp-verlag.de/news/klamme-us-bundesstaaten-muessen-sich-jetzt-im-bankgeschaeft-engagieren-north-dakota-zeigt-wie-es-g.html).

Nur ein »Reset«, bei dem alle Zeiger auf Null gestellt werden, kann den Sog dieses schwarzen (Schulden-)Lochs beenden. 1973 wurde der Reset-Knopf mit der Aufgabe des Gold-Standards gedrückt. Heute bedeutet das eine Währungsreform.

Bretton Woods und die nächste totale Sonnenfinsternis vom 22.07.2009

Astrologisch wird Bretton Woods mit der kommenden totalen Sonnenfinsternis vom 22.7.2009 für den Zeitraum von einem Jahr wieder hochaktuell. Die Auswirkungen dieser Finsternis machen sich schon etwas früher, also bereits in den kommen drei Monaten bemerkbar. Die beiden Hauptkomponenten des Abkommens, der Dollar als Leitwährung und eine Edelmetalldeckung bzw. eine Form von Währungsdeckung, werden zum Hauptthema der weltweiten Suche nach einem neuen Finanzsystem. Wie damals in Bretton Woods muss die Weltwirtschaft neu geordnet werden und wie damals zieht diese Neuordnung unweigerlich eine Verschiebung der Machtblöcke nach sich, die bereits eingesetzt hat.

Unser Wirtschaftssystem von Zins und Zinseszins, das die Schuldenmenge zur Gigablase aufbläht, hat ausgedient. Es wird einen »Reset« geben und die Wiedereinführung einer Edelmetall gedeckten Währung. Alternativ kommt als Deckung ein Warenkorb in Frage, der aus bestimmten Gütern und Leistungen ermittelt wird.

Es existieren auch Vorschläge, Geld wieder mit einem realen Wert zu versehen wie in den Zeiten, in denen man mit Silber- oder Goldmünzen bezahlte. In jedem Fall wird Geld nicht mehr frei schöpfbar sein. Eine Regulierung der Geldmenge – das war auch das Prinzip, auf dem der Vertrag von Bretton Woods fußte. Die zunehmenden staatlichen Interventionen, Notübernahmen und der Versuch, marktwirtschaftliche Auswüchse einzudämmen, sind Ausdruck der bis 1923/24 dauernden Zeitphase, in der Pluto den Steinbock durchläuft. Hier geht es um mehr Kontrolle, zu der nicht zuletzt neue Auswüchse wie der »gläserne Mensch« gehören (Udo Ulfkotte: Hallo Bürger: Heute gläsern – morgen nackt;

http://info.kopp-verlag.de/news/informationen-die-helfen-heute-sind-wir-glaesern-morgen-sind-wir-nackt.html). Doch all diese Interventionen intensivieren nur das eigentliche Problem: den gigantischen Anstieg der Verschuldung.

Topaktuell ist auch der Plan des Engländers John Maynard Keynes. Auf der Konferenz von Bretton Woods wurde er zugunsten des Plans des Amerikaners John White abgelehnt, der den Dollar favorisierte. Keynes´ oberstes Ziel war die Vollbeschäftigung, die durch eine Mischung aus freier Wirtschaft und staatlichen Interventionen sichergestellt werden sollte. Er sah eine Weltbank vor, die als Zentralbank für die gesamte Welt dienen sollte. Eine Weltbank wurde geschaffen, sie stellt jedoch heute hauptsächlich Gelder für die Entwicklungshilfe bereit. Keynes` Lehre wird in den Konjunkturprogrammen bereits angewendet. Vor allem die aktuelle US-Regierung, die mit der Absicht angetreten war, den Einfluss des Staates zu verringern, geht nicht mehr davon aus, dass sich die Märkte selbst regulieren. Sie antwortet auf die Finanzkrise mit der Überzeugung: Der Markt ist hilflos, der Staat muss eingreifen und lässt die Wirtschaftspolitik von John Maynard Keynes mit Billioneneinsatz wieder aufleben. Die Liste der Staatseingriffe ist inzwischen imposant.

Was erfahren wir von all dem im kommenden Neumond-Monat?

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Besonders ins Auge fällt das Horoskop der USA, die weiterhin versuchen werden, sich als Rettungsmotor der Krise und des »Change« zu profilieren. Der kommende Weltfinanzgipfel am 2. April bietet die Plattform dafür. Von US-Finanzminister Timothy Geithner ist bereits zu hören, das amerikanische Finanzsystem brauche einen Komplettumbau, und Barack Obama hat die internationale Gemeinschaft in einem eindringlichen Appell zur Kooperation aufgerufen. Der US-Präsident räumte in einem Zeitungsbeitrag kurz vor dem G-20-Gipfel ein, sein Land habe Anteil »an dem Chaos« – unterstrich aber auch seine Führungsrolle (Quelle: SPIEGEL ONLINE 24.03.2009). Dass die USA hier noch einem alten Selbstbild nachhängen zeigt das kommende Sonnenfinsternishoroskop in aller Deutlichkeit.

Aus der Not wird eine Tugend gemacht, denn die Gelder aus dem Ausland fließen spärlicher und auch mehr Forderungen an die USA werden zu vernehmen sein. Vorstellbar ist, dass die USA versuchen, mit einer neuen Verschuldungskampagne die Konsumblase noch einmal aufzupumpen. Eine solche Aktion wird ein Bumerang werden. Die Bereitschaft, Amerika z. B. durch den Kauf von Staatsanleihen zu stützen, wird gegen Null gehen. Dies zeigt sich auch darin, dass die »FED« inzwischen gezwungen ist, selbst amerikanische Staatsanleihen zu kaufen und dafür die Druckerpresse anzuwerfen (Michael Grandt: In den USA droht massive Geldentwertung – Gefahr auch für europäische Sparer; http://info.kopp-verlag.de/news/in-den-usa-droht-massive-geldentwertung-gefahr-auch-fuer-europaeische-sparer.html).


Wichtig in diesem Zusammenhang ist der Gegensatz in der Wirtschaftspolitik Amerikas und Europas. Er liegt darin, dass die Europäische Zentralbank (EZB) laut Statuten vorrangig für Geldwertstabilität sorgen soll, während die »FED« ebenso das Wirtschaftswachstum im Auge haben muss. Unsummen werden in Form von US-Konjunkturprogrammen ausgegeben, um den Abschwung zu bremsen, während die EZB und die europäischen Regierungen das Geld zusammenhalten, weil sie in der vergleichsweise geringen Inflation die Hauptgefahr sehen. Eine US-Forderung nach weiteren Wirtschaftsprogrammen hat die EU kürzlich abgelehnt. Auf dem Weltfinanzgipfel im April wird dies erneut diskutiert, denn die USA pochen, wie beschrieben, nach wie vor auf ihre Führungsrolle. Aktuell stemmt sich nur Spanien mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm gegen die Immobilienkrise und folgt damit dem Beispiel der USA, Japans und Taiwans.

Bemerkenswert ist, dass die Horoskope einer Reihe wirtschaftspolitisch wichtiger Länder und auch für Brüssel als Sitz der EU eine Fokussierung nach außen, auf Ereignisse, die ganz konkret in einem (USA) oder mehreren Ländern geschehen, anzeigen. Überall geht es um Schulden, Währung und um die Frage nach einem neuen Modell, das die Welt retten soll. Das Neumondhoroskop der USA zeigt eindeutig massive Überlebens- und Existenzprobleme, gegen die Obama mit einer Mischung aus Kooperationsangeboten und Forderungen um Unterstützung ankämpft. Die Bundesregierung wird sich weiterhin weigern, das Loch auf amerikanische Weise zu stopfen und ihren eigenen Kurs verfolgen. Es ist von heftigen Erschütterungen wie weiteren Exporteinbrüchen auszugehen. Möglich ist auch ein Gewaltakt.

Chinas weltpolitische Position wird weiter an Bedeutung gewinnen. Von Peking sind konkrete Forderungen und Maßnahmen zu erwarten, da sich auch hier die Inlandsituation zuspitzt und die Regierung eine steigende Masse unzufriedener, arbeitsloser Bürger fürchtet. Ein massiveres Auftreten Chinas wird vor allem in der Neumondphase der Fall sein, die am 25.04.2009 beginnt. Aktuell schlägt China eine neue Leitwährung vor, die an die Stelle des Dollars treten soll, und zeigt noch Bereitschaft, amerikanische Staatsanleihen zu kaufen (Quelle: www.n-tv.de, 24.3.2009). Die Frage ist allerdings, was sich wirklich hinter dieser Aussage verbirgt, da die Sonnenfinsternishoroskope 2008/2009 für China größere Probleme anzeigen als bekannt gegeben. Es ist vorstellbar, dass China (und Japan) in einiger Zeit im Gegenteil versuchen wird, seine 1,95 Billionen an Währungsreserven abzustoßen. Schon heute kauft sich Peking global ebenso ein wie der arabische Staatsfonds IPIC beim Stuttgarter Autobauer Daimler und setzt so Dollar um. Die USA und China könnten, was das neue Währungskonzept angeht, noch Kontrahenten werden.

Überall in der Welt werden die Ausschreitungen schon in den nächsten Wochen zunehmen. Die USA bereiten sich auf bürgerkriegsähnliche Zustände vor, die im Laufe des Jahres zu erwarten sind. Auch innerhalb der EU wächst die Unzufriedenheit der Bürger. Brüssel hat nun eine »Beobachtungsstelle« für innere Unruhen eingerichtet, in der Erkenntnisse der nationalen Geheimdienste über die Unzufriedenheit der Bevölkerung zusammengeführt werden sollen. (Michael Grandt: Wirtschaftskrise: Regierungen haben Angst vor bürgerkriegsähnlichen Zuständen, http://info.kopp-verlag.de/news/wirtschaftskrise-regierungen-haben-angst-vor-buergerkriegsaehnlichen-zustaenden.html).

Die Situation in England spitzt sich dramatisch zu. Es herrscht die schlimmste Rezession seit 100 Jahren. Nach Angaben des SPIEGEL (9/2009) verliert alle sieben Minuten jemand auf der Insel sein Haus. Die nächsten Neumondhoroskope zeigen wachsendes Chaos. Ein Staatsbankrott ist kurzfristig denkbar. Auch die Maßnahmen Spaniens zur Stabilisierung werden nicht greifen. Die Frage nach einem neuen Finanz- und Währungssystem ist virulent.

abbildungBeim zweiten Weltfinanzgipfel am 2. April 2009 in London soll die Finanzwelt neu geordnet werden. Bereits vor dem ersten Weltfinanzgipfel der G20 im November 2008 hatte Deutschland unter anderem eine »Risikolandkarte« für Finanzdienstleister und internationale Krisen empfohlen. Auf dieser Landkarte soll die Situation aller Marktteilnehmer sowie die Lage auf den Finanzmärkten abgebildet werden. Allerdings, so Angela Merkel, gäbe es noch ein ziemliches Wirrwarr bei der Erfassung von Daten. Auch in dieser innovativen Idee zeigt sich die künftige Führungsrolle Deutschlands, das am deutlichsten auf eine durchgreifende Neuordnung des Welt-Finanzsystems pocht. Zunächst soll es nur um eine Neuordnung der internationalen Finanzmärkte gehen, doch dahinter wartet mehr.

Was wird aus dem Euro?

Es ist das Schicksal jeder Generation, in einer Welt unter Bedingungen leben zu müssen, die sie nicht geschaffen hat. John F. Kennedy

Wenn man die Horoskope für die Einführung des Euro als Buchgeld und als Bargeldzahlungsmittel betrachtet, ergeben sich interessante Perspektiven: Der Euro wird ungeachtet seiner vorübergehenden Schwäche eine zentrale Rolle im Weltfinanzgefüge einnehmen. Das bedeutet, dass wie immer die Währungsreform und Neuordnung der Währungslandschaft aussehen werden, der Euro nicht verschwindet. Möglich ist, dass die EU auf die Eurozone beschränkt wird. Ein Aufgehen des Euro in einer neuen Währung wie z. B. dem »Amero« ist nicht anzunehmen. Konkret droht eine massive Entwertung des Dollars, die die einzige Form ist, in der der Dollar überleben kann. Es wird eine neue Leitwährung geben sowie eine globale Währungsdeckung nach dem Vorbild von Bretton Woods.

Eine Analyse des Horoskops von Bretton Woods und seiner Auslösung durch die totale Sonnenfinsternis vom 22.07.2009 wird im MERIDIAN Ende April erscheinen.

Nachtrag

Am Abend des 25.03.2009 erschien bei www.spiegel.de die folgende Nachricht:

REFORM DES IWF

Geithner doch offen für Chinas Währungsvorschlag

Überraschende Wende: US-Finanzminister Geithner hat sich nun doch “ziemlich offen” für Chinas Vorschlag einer Reform des Währungsfonds IWF gezeigt. Der Dollar solle jedoch weiterhin Leitwährung bleiben.

© 2009 Brigitte Hamann @ 26. März 2009

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