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	<title>astrophoenix - Das Phoenix Astrologie Online-Journal &#187; Philosophie</title>
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		<title>astrophoenix - Das Phoenix Astrologie Online-Journal &#187; Philosophie</title>
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		<title>Buchtipp &#8211; &#8220;Das Orakel der Heilerin&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Dec 2008 12:36:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Iris Apé</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen]]></category>
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		<category><![CDATA[Frédéric Lenoir]]></category>
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		<category><![CDATA[historischer Roman]]></category>

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		<description><![CDATA[„Das Dasein ist eine Tatsache, das Leben eine Kunst.
Das ganze Leben ist ein Weg von der Angst zur Liebe&#8230;“
Mit diesen Zeilen beginnt der historische Roman „Das Orakel der Heilerin“ von Frédéric Lenoir. Mein Blick fiel im Vorbeigehen auf den Titel des Buches. Etwas zog mich an, lie&#223; mich nicht weitergehen, es war wie ein Zwang, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1986" src="http://www.astrophoenix.de/wp-content/uploads/3442203228_m.jpg" alt="abbildung"  title="Buchtipp   Das Orakel der Heilerin   3442203228 m" /><em>„Das Dasein ist eine Tatsache, das Leben eine Kunst.</em></p>
<p><em>Das ganze Leben ist ein Weg von der Angst zur Liebe&#8230;“</em></p>
<p>Mit diesen Zeilen beginnt der historische Roman „Das Orakel der Heilerin“ von Frédéric Lenoir. Mein Blick fiel im Vorbeigehen auf den Titel des Buches. Etwas zog mich an, lie&#223; mich nicht weitergehen, es war wie ein Zwang, ich musste es haben. Ich wusste nicht, dass es sich um einen Bestseller aus Frankreich handelt. Auch wusste ich nicht, dass, obwohl kein astrologisches Buch im herk&#246;mmlichen Sinn, die einzelnen Kapitel dieses Romans als &#220;berschriften die Namen der sieben urspr&#252;nglichen Planeten, die beiden Lichter eingeschlossen, tragen w&#252;rden. Ich wei&#223; nur, seit ich es gelesen habe, m&#246;chte ich es nicht mehr hergeben, sondern verwahre es wie ein kostbares „Juwel“ (Zitat L´Union).</p>
<p>Bis zur endg&#252;ltigen Fertigstellung begleitete laut Frédéric Lenoir das Werk 15 Jahre seines Lebens. Das in jeder Hinsicht spannende wie lehrreiche Buch tr&#228;gt neben der Handlung gro&#223;es philosophisches, religi&#246;s-spirituelles Gedankengut sowie geschichtliches Hintergrundwissen in sich. Aus diesem Grund ist selbst die etwas &#252;berspitzte Schlusssequenz durchaus verzeihbar. Eine abwechslungsreiche Geschichte mit einer Portion „neuntes Haus“ f&#252;r jedermann.</p>
<p>Zum Schnuppern eine kleine Kostprobe &#8230;<span id="more-1985"></span></p>
<p>Die Geschichte nimmt ihren Beginn im16. Jahrhundert in Italien. Giovanni, ein als Sohn einfacher Bauern geborener Junge wird schon in jungen Jahren von dem steten Gef&#252;hl begleitet, in seiner Umgebung fehl am Platz zu sein. Er ist „anders“ als die anderen. Es zieht ihn unaufhaltsam hinaus in die weite Welt. Sein untr&#252;glicher Instinkt wird ihm trotz zahlreicher Umwege letztendlich die Richtung weisen.</p>
<p>Vom Augenblick an, als er einem adligen M&#228;dchen begegnet und ihn die Liebe wie ein Blitzschlag trifft, steht f&#252;r ihn fest, nichts wird ihn je aufhalten,<em> „sie zu suchen, zu finden und zu lieben.“</em> Er erf&#228;hrt ein starkes, nachhaltiges Gl&#252;cksgef&#252;hl, einhergehend mit der f&#252;r ihn unumst&#246;&#223;lichen <em>„Erkenntnis, dass seine Tr&#228;ume ihn nie belogen, sein Herz ihn nie betrogen hatten“</em> und dass man <em>„den innigsten W&#252;nschen seines Herzens folgen muss, denn Gott hat sie hineingelegt.“</em> Dies ist der Ansto&#223; f&#252;r ihn, endg&#252;ltig seine Familie und Heimat zu verlassen. Hoffnungsvoll und der Vorsehung in jeder Hinsicht vertrauend, aber nicht ahnend, dass dies der Beginn einer wahren Odyssee sein wird.</p>
<p>Sein Schicksal nimmt durch die Begegnung mit der intuitionsgeleiteten Hexe Luna seinen Lauf. Auch ihre Urweiblichkeit wird ihn nicht unger&#252;hrt lassen. Ihre Prophezeiungen werfen in ihm den permanenten inneren Zwiespalt nach der Frage zwischen freiem Willen und schicksalsgebundenem Determinismus auf. Mit <strong>„Luna“</strong> wird das 1. Kapitel er&#246;ffnet.</p>
<p>Gefolgt vom<strong> „Mercurius“</strong>- kapitel, in dem er seinem ersten Meister begegnet, der ihn in die geistige Lehre nimmt und seinen immensen Wissensdurst &#252;ber lange Zeit n&#228;hren wird. Wie sich herausstellt, ist dieser Mann nicht nur der Philosophie und Religionen kundig. Er ist Gelehrter und ber&#252;hmter Astrologe. Giovanni ist von den unz&#228;hligen Gespr&#228;chen &#252;ber den Sinn des Lebens <em>(“ Die Wunden des Lebens k&#246;nnen uns niederschmettern, so dass wir uns allem verschlie&#223;en. Sie k&#246;nnen uns aber auch st&#228;rker machen, so dass wir uns anderen gegen&#252;ber offener zeigen. Wir haben nicht gew&#228;hlt, sie zu erleiden, aber wir haben die Freiheit, in die Tiefe zu st&#252;rzen oder aber uns gest&#228;rkt zu erheben. Das ist eines der gr&#246;&#223;ten Geheimnisse der menschlichen Seele&#8230;“ )</em> sowie den umfassenden Ausf&#252;hrungen und liebevollen Unterweisungen <em>(„Die Sterne zwingen nicht, sie machen nur geneigt&#8230;“)(Ptolem&#228;us)</em> des inzwischen als Eremit Lebenden so ergriffen, dass es sein innerster Wunsch wird, selbst Astrologe zu werden. Die Astrologie wird sein gr&#246;&#223;ter Schatz werden und ihm im<strong> „Jupiter“</strong>- kapitel die Br&#252;cke bauen, um sich seiner gro&#223;en Liebe zu n&#228;hern.</p>
<p>Nach Momenten gr&#246;&#223;ten Gl&#252;cks kommt es aufgrund widriger Umst&#228;nde zu einer dramatischen Wende. Sinngem&#228;&#223; wird er im folgenden<strong> „Saturnus“</strong>- abschnitt harten Pr&#252;fungen unterzogen. Er trifft die Entscheidung, ins Kloster zu gehen. Mittels selbst auferlegter Askese, strenger Disziplin, R&#252;ckzug, Stille und Gebet versucht er, zu vergessen, zu verdr&#228;ngen, die Erinnerung an seine gro&#223;e Liebe auszul&#246;schen. Die Bekanntschaft eines spiritueller Weisen verhilft ihm jedoch zu erkennen, dass sein Entschluss weniger aus religi&#246;sen Gr&#252;nden als aus dem Motiv der Flucht vor sich selbst resultierte. Die langzeitige Unterdr&#252;ckung seiner eigenen Bed&#252;rfnisse misslingt. Er wird hieraufhin sein Gel&#252;bde brechen. Nachdem seine Urinstinkte zu neuem Leben erwacht sind und ihn der Wunsch nach geschlechtlicher Liebe wieder eingeholt hat, wird es im anschlie&#223;enden <strong>„Mars“</strong>- kapitel zum gewaltsamen Ausbruch aus dem kl&#246;sterlichen Dasein kommen.</p>
<p>Auch dies wird der Auftakt zu weiteren folgenschweren Schicksalspr&#252;fungen als auch g&#246;ttlichen F&#252;gungen sein, die sowohl von erf&#252;llenden Gl&#252;cksmomenten des <strong>„Venus&#8221;</strong>- kapitels als auch dramatischen, &#252;berraschenden Wendungen gepr&#228;gt sind. Bezeichnenderweise hat Lenoir Giovanni einen Skorpionaszendenten „zugeteilt“, dessen Leben nicht nur krisengesch&#252;ttelt beginnt, sondern ihn vielfach mit &#220;berlebensfragen konfrontiert. Wie treffend hierf&#252;r, als auch f&#252;r das Wechselspiel der Stier-Skorpionachse, folgender Dialog zwischen Giovanni und einem Weisen:</p>
<p><em>W.: &#8220;Wei&#223;t du, was unsere gr&#246;&#223;te Angst ist?“</em></p>
<p><em>G.:  &#8220;Die Angst zu sterben, glaube ich.“</em></p>
<p><em>W.: &#8220;Das habe ich auch geglaubt. Und im Laufe der Jahre ist mir etwas klar geworden. So erstaunlich es klingen mag, nicht vor dem Tod f&#252;rchten wir uns am meisten, sondern vor dem Leben! Ist denn unser Leben, so schmerzlich es auch sein kann, nicht unser kostbarstes Gut? Wir alle halten mit Inbrunst daran fest. Ja, wir halten uns daran fest, aber wir leben es nicht. Oder vielmehr, wir klammern uns ans Dasein. Doch das Dasein ist eine Tatsache, das Leben aber eine Kunst. Der Mensch hat Angst vor dem Leben und er ist st&#228;ndig auf der Suche nach Sicherheit. Alles in allem strebt er mehr danach zu &#252;berleben als zu leben. Aber &#220;berleben hei&#223;t, existieren ohne zu leben&#8230;und das hei&#223;t, schon sterben.“</em></p>
<p>Mit dem Kapitel <strong>„Sol“</strong> wird sich der Kreis endg&#252;litig schlie&#223;en. Am Ende bleibt nur eins: die Liebe!</p>
<p><em>„Tauche ein in die Liebe Gottes. Dann wirst du erneut geboren, befreit von der Angst, die bis heute die Kraft der Liebe gehindert hat, dein Herz ganz in Besitz zu nehmen.“</em></p>
<p><em>„Wer liebt, f&#252;rchtet das Feuer nicht.“</em></p>
<p>Das Buch vermittelt reichlich und breitgef&#228;chert Wissen. Dennoch beinhaltet es alles andere als einen theoretisch-trockenen, dogmatischen Wahrheitsbelehrungsversuch. Daf&#252;r jede Menge Horizonte, Sinn und spirituelle Weisheiten. Eine tolle Geschichte mit viel neuntem Haus.</p>
<p><em>&#8220;Es gibt ein kabbalistisches Bild, um an diese Vielfalt der Religionen zu erinnern: Wir sagen, Gott habe den Menschen das Licht seiner Offenbarung in einem irdenen Gef&#228;&#223; &#252;berbracht. Doch das Licht war so hell, dass das Gef&#228;&#223; zerbrach und die g&#246;ttliche Offenbarung sich in tausend Lichtfunken &#252;ber die Erde verstr&#246;mt hat. Jeder Funke ist ein Widerschein des G&#246;ttlichen. Keiner enth&#228;lt die ganze Wahrheit. Jede ist einzigartig und unersetzlich&#8230;&#8221;</em></p>
<p><em>„Seht ihr, meine Freunde, das Wesentliche des spirituellen Lebens besteht nicht darin, die Bibel oder den Koran gut zu kennen und Gott gem&#228;&#223; den Glaubensregeln zu ehren&#8230;jeden Tag in die Kirche oder in die Moschee zu gehen, Gebete und Lobges&#228;nge zu sprechen&#8230; Das Wesentliche am spirituellen Leben ist jenseits der Moral und des Glaubens. Es ist zugleich sehr viel einfacher und sehr viel schwieriger zu erf&#252;llen&#8230;.Das Wesentliche des spirituellen Lebens ist „ja“ zu sagen zum Leben&#8230;mit Vertrauen und Liebe. So erkennt man die Gegenwart Gottes im Kern eines jeden Geschehens&#8230;“</em></p>
<p><strong>Alle Zitate stammen aus dem vorgestellten Buch.</strong></p>
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		<title>Pluto Ingress Steinbock &#8211; Zweiter Anlauf!</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Nov 2008 06:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Wäscher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DIE WIEDERENTDECKUNG DES G&#214;TTLICHEN
Eine plutonische Metamorphose in der Steinbock-&#196;ra















O Gott! Ich falle! Bitte hilf mir! Ich habe solche Angst! Ich bin umgeben von Dunkelheit und Schatten. Ich muss vom Weg abgekommen sein. Und jetzt werde ich st&#252;rzen und in die Tiefe fallen. Gott, ich f&#252;rchte mich so! Wie bin ich nur hierher geraten? Ich glaubte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="Normal"><strong><span style="&quot;Arial&quot;;">DIE WIEDERENTDECKUNG DES G&#214;TTLICHEN</span></strong></p>
<p class="Normal"><strong><span style="&quot;Arial&quot;;">Eine plutonische Metamorphose in der Steinbock-&#196;ra</span></strong></p>
<p class="Normal"><img class="alignleft size-full wp-image-1906" src="http://www.astrophoenix.de/wp-content/uploads/herbst-032_kopie.jpg" alt="abbildung"  title="Pluto Ingress Steinbock   Zweiter Anlauf!   herbst 032 kopie" /></p>
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<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">O Gott! Ich falle! Bitte hilf mir! Ich habe solche Angst! Ich bin umgeben von Dunkelheit und Schatten. Ich muss vom Weg abgekommen sein. Und jetzt werde ich st&#252;rzen und in die Tiefe fallen. Gott, ich f&#252;rchte mich so! Wie bin ich nur hierher geraten? Ich glaubte, ich h&#246;rte deine Stimme, oder kam sie aus mir? Ich bin ganz durcheinander und verwirrt. Derweil war es mir, als sagtest du, hier w&#252;rde ich nie wieder die Orientierung verlieren. Das klang so felsenfest nach einem Halt, den ich mir so sehr w&#252;nsche und den ich so sehr zum Leben brauche, wie die Luft zum Atmen. Wieso f&#252;hlte ich mich in der Gewissheit, dass dies die Wahrheit sein w&#252;rde? Jetzt zweifle ich. Ich komme mir vor wie Pilatus, der Jesus nach der Wahrheit fragt und keine Antwort darauf erh&#228;lt. Ist es meine oder deine Schuld, dass ich hier gelandet bin?</span><span id="more-1861"></span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">Ich stehe da und traue mich keinen Schritt &#8211; weder vor noch zur&#252;ck &#8211; weiter. Die Angst l&#228;sst mich zu Stein erstarren! Was? Was sagst du? Das ist nur der erste Eindruck von diesem Ort &#8211; ein Ort namens Steinbock wohl &#8211; , in dem alle Menschenwesen Fu&#223; fassen m&#252;ssen, um sich ihrer selbst auferlegten H&#252;rden bewusst zu werden. Von hier aus ist es ihnen m&#246;glich, sich in ihre Kraft zu begeben und sie zu verfestigen. Ja mein Gott, sprich zu mir! Meine Angst ist dann nicht mehr so gro&#223;. Deine Worte hauchen mir Kraft ein, um dies auszuhalten, was immer dieser Zustand auch sein sollte. </span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">Einst wurde ein Bund zwischen Gott und den Menschen geschmiedet. Dieser Bund wurde unter anderem durch die in Stein geschlagenen Worte besiegelt. Gemeisselt in jene Steintafeln, erhielten diese Worte eine machtvolle Kraft und wir nannten sie </span><em><span style="&quot;Arial&quot;;">Die zehn Gebote.</span></em><span style="&quot;Arial&quot;;"> Wir glaubten an das Absolute in ihnen und wir verga&#223;en, dass auch Stein nach endlichen Ewigkeiten zu Staub zerf&#228;llt. Und waren wir noch vor Ewigkeiten der Ansicht, deine Worte zu verstehen, so zerbr&#246;selte im Laufe der Zeiten diese Gewissheit. </span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">Wie konnte es geschehen, dass wir die eigentliche Bedeutung deiner Worte nicht zu entschl&#252;sseln vermochten? Wir glaubten an die Worte bzw. an das, was wir in unserer Kleinheit f&#252;r die Deutung deiner Worte hielten. Wir waren naiv wie Kinder, deine Kinder. So &#252;bersetzten wir sie Wort f&#252;r Wort und hielten uns daran fest. Wir glaubten an deine Gesetze und an ihre Unfehlbarkeit. Wir verstanden nicht, was du uns in Wirklichkeit mitteiltest. Es ging &#252;ber unseren Verstand hinaus &#8211; oder wollten wir es nicht verstehen? Konnten wir es damals, und &#252;ber eine endlos lange Periode hinweg, nicht annehmen? Oder wurden wir mit Furcht und Schrecken davon abgehalten? Wieso lie&#223;en wir das zu? Daf&#252;r f&#252;hle ich mich schuldig. Schuldig in dem Vergehen, die g&#246;ttliche Flamme in mir nicht entz&#252;ndet zu haben. O Gott, vergib mir und uns Allen diese Schuld! </span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">Aber das ist ja das Unglaubliche: du gibst uns keine Schuld hierf&#252;r&#8230;. Und wir brauchen dies erst recht nicht zu tun. Denn du bist in mir und ich bin in dir. WIR. Wir Alle sind DU, und DU bist das Unaussprechliche. Das muss man erst mal verkraften, zur G&#246;ttlichkeit empor gehoben zu werden, nachdem uns jahrtausendelang Angst vor einem bestrafenden Gott eingetrichtert wurde. Und wie s&#252;ndig wir Menschen doch seien. Damit setzten wir uns selbst unter enormen Druck. Vielleicht auch nur deswegen, weil wir uns zu sehr um die Buchstaben bem&#252;hten, nicht um deren Wahrhaftigkeit, an der sie uns teilhaben lassen wollten. Du sagtest „Ich bin der HERR, dein Gott&#8230;“¹ und wir h&#246;rten „wir werden auf ewig getrennt von dir sein“. So suchten wir immerzu im Au&#223;en nach dir, nie kamen wir auf den Gedanken, dass wir im Grunde miteinander verbunden sind. Dass wir Eins sind und, dem ungeachtet, nur unendliche Facetten einer unaussprechlichen Gr&#246;&#223;e spiegeln, die wir Sch&#246;pfung nennen. </span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">Die Steintafeln sprachen „Du sollst nicht ehebrechen“¹ und wir &#252;bertrugen dies auf unsere leibhaftigen Ehen. Wie konnten wir nur so blind sein&#8230;.. Ach Gott, wir wagten es einfach &#252;ber Jahrtausende nicht, g&#246;ttlich zu sein. Und so geschah es, dass wir versuchten – und Etlichen gelang es! &#8211; unsere Ehen nicht zu brechen, aber wir brachen die „Ehe“ mit unserer heiligen Dreieinigkeit unseres manifestierten Selbst: K&#246;rper, Geist und Seele. Am meisten verdammten wir unseren K&#246;rper, da er zum Inbegriff von Unreinheit wurde – vor allem der weibliche K&#246;rper! Unsere Kr&#228;fte verlie&#223;en uns Jahrhundert um Jahrhundert, weil wir nicht in unserer g&#246;ttlichen Kraft verankert waren. Ach Gott, ich bin so froh, dass diese Zeit hinter uns liegt! So langsam begreifen wir, was mit dem Felsen gemeint ist, auf dem du deine Kirche bauen wolltest.² Die Sch&#246;pfung Mensch ist dein Fels; mit ihr willst du deine Kirche errichten. Jesus, der menschgewordene Christus, versuchte uns dies nahe zu bringen, aber selbst zu diesem Zeitpunkt waren wir noch nicht in der Lage, dieses Wissen zu erfassen. So formten wir unsere Kirchen aus Stein und Fels, und ihre Kircht&#252;rme ragen noch heute gen Himmel. Derweil schenktest du uns die himmlischste Kirche, mit derer Herrschaft wir unser g&#246;ttliches Licht erstrahlen lassen k&#246;nnen: ja, unseren K&#246;rper &#8211; unsere Kathedrale – unseren Tr&#228;ger des Lichts! Gelobt sei Gott! Wahrhaftige Lichttr&#228;ger hast du aus uns gemacht. Gott, so allm&#228;chtig bist du! – sind wir? Und so gn&#228;dig, denn die einzige S&#252;nde, die wir wahrscheinlich wirklich begangen haben, ist die Unterlassung, in unserem Licht zu leben. Doch du tr&#228;gst es mit Fassung, &#252;ber &#196;onen hinweg. Denn deine Geduld und G&#252;te ist grenzenlos. Nur wir verurteilen und stellen uns an den Pranger. Und das Schlimmste: wir geben anderen die Absolution daf&#252;r. </span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">&#8230;. Sieh nur, &#8230;.der Raum um mich ist heller geworden&#8230;.. ich kann viel klarer sehen, auch wenn es noch dunkel ist. Und da hinten, siehst du es? Ein Lichtstrahl f&#228;llt aus einer &#214;ffnung&#8230; o &#8211; wie sch&#246;n er leuchtet! Ich w&#252;rde gern dorthin gehen, aber ich f&#252;hle mich noch zu schwach. Und der Boden unter meinen F&#252;&#223;en bleibt mir noch verborgen. So werde ich noch eine Weile ausharren und mich an diesem Leuchten in der Ferne erlaben.</span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><img class="aligncenter size-full wp-image-1907" src="http://www.astrophoenix.de/wp-content/uploads/herbst-033_kopie.jpg" alt="abbildung"  title="Pluto Ingress Steinbock   Zweiter Anlauf!   herbst 033 kopie" /></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify">
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify">
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">Mein Gott, du gibst uns Alles und wir verstehen immer nur Schuld, S&#252;nde und Opfer. Was haben wir nicht alles geopfert! Nicht nur Tiere oder unser Leben, nein, auch unser g&#246;ttlicher Glanz musste daran glauben. Und so irrten wir einige Epochen der Menschheitsgeschichte hilflos und ohnm&#228;chtig umher. Zum Opferdasein geboren, wurden wir zum Opfer f&#252;r andere. Wir wurden Mittel zum Zweck. </span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">Welch ein himmlisches Gl&#252;ck jedoch, dass wir deine Worte erneut entdeckten. Wann genau das war, das vermag niemand mehr eindeutig festzustellen. Nein, die Worte verbargen sich nicht auf Steintafeln. Wir erblickten sie gen Himmel! Aber nicht in Leuchtbuchstaben, sondern in Form einer Ordnung. Wir gaben der Ordnung einen Platz in unserer Welt. Wir versuchten sie auf uns zu &#252;bertragen, aber sie war zu gro&#223;, um ihr mit Worten gerecht zu werden. Da erkannten wir wahrscheinlich zum ersten Mal, welche Bedeutung deine Worte haben k&#246;nnten. Worte, die um ein Vielfaches gr&#246;&#223;er sind, als wir je mit unserem menschlichen Geist ermessen k&#246;nnen. So beschlossen wir, der Ordnung keinen wirklichen Namen zu geben, sondern sie in Zeichen auszudr&#252;cken. Die Zeichen wurden mit der Zeit zu Symbolen f&#252;r bestimmte Zuordnungen und Bedeutungen. Wir f&#252;gten das eine zum anderen. Bis wir eine Einheit darstellen konnten, die uns einen Einblick in unser g&#246;ttliches System erlaubte. Der popul&#228;rste Name hierf&#252;r ist das Wort </span><em><span style="&quot;Arial&quot;;">Horoskop</span></em><span style="&quot;Arial&quot;;"> geworden.</span><span style="&quot;Arial&quot;;"> Ja Gott, wir knackten den Code! Dies war der Schl&#252;ssel zu unseren Urkr&#228;ften! Dem Himmel und dir, mein Gott, sei Dank f&#252;r diese M&#246;glichkeit, unsere Wahrhaftigkeit zu entdecken! Denn wo steht geschrieben, dass wir nicht von dem Wein trinken sollen, den du mit uns teilst? Wo steht geschrieben, dass wir nicht von dem Brot essen d&#252;rfen, dass du uns zu F&#252;&#223;en legst? Wo steht geschrieben, unterlasse es, dein Licht in die Welt zu tragen? Was f&#252;r eine Verschwendung von Sch&#246;pfung das w&#228;re! Das Einzige, das du uns darin selbst &#252;berl&#228;sst, ist, unserer Urkraft Odem einzuhauchen. Dieser Weg zur G&#246;ttlichkeit ist uns alleine vorbehalten. Soviel Freiheit l&#228;sst du uns! Soviel Vertrauen hast du in uns, dass wir diesen Weg selbstbestimmend w&#228;hlen k&#246;nnen. </span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">Und welche Wahl trafen deine Gesch&#246;pfe des Lichts stattdessen? Ein Leben am Kreuz, um Bu&#223;e zu tun, alleine daf&#252;r, dass wir auf die Welt kamen und das Licht der Welt erblickten. Nein, nicht du hast uns ein Kreuz voll B&#252;rden auferlegt</span>.<span style="&quot;Arial&quot;;"> Wir nageln uns selbst daran fest, weil wir der Meinung anheim fielen, wir m&#252;ssten uns zu unserer eigenen Schuld noch die Schuld der Welt aufb&#252;rden. So ertragen wir jeden Tag unser Leid und unseren Schmerz, in der Hoffnung, dass du uns nicht verl&#228;sst. Wenn wir w&#252;ssten, dass du uns nie verlassen wirst, weil wir Eins sind, o Gott, stell dir das mal vor! Wenn wir w&#252;ssten, wie frei wir in Wirklichkeit sind! Ich weine, mein Gott, ich weine vor so viel Gr&#246;&#223;e! Denn das Kreuz, das du uns &#252;berreichtest, ist weder aus Holz, noch aus Eisen. Es besteht schon gar nicht aus Schmerz, noch aus Pein. Es besteht aus einem Etwas, f&#252;r das es in unserer Sprache noch keinen Namen gibt. Ich w&#252;rde es als eine Art von Lichtger&#252;st beschreiben, nur dass es die F&#228;higkeit hat, stabil zu bleiben. Nicht wir ertragen es, es tr&#228;gt uns. Es verleiht uns St&#252;tze und Halt. Mit diesem Lebensger&#252;st ausgestattet, sind wir imstande, &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; aufrichtig unserem Lebensruf zu erf&#252;llen. Immer wenn wir am Boden liegen oder gest&#252;rzt sind, k&#246;nnen wir uns daran erinnern und uns an diesem Lichtkreuz entlang emporheben. So lange, bis wir wieder unseren Blick geradeaus geworfen und unsere Arme ausgebreitet haben. Hellsichtige Menschen erkennen darin Fl&#252;gel. Es ist eines der kraftvollsten Haltungen, die wir somit einnehmen k&#246;nnen. </span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">Und auch wenn wir diese Entscheidung selbst treffen k&#246;nnen, befreit sie uns nicht von Verantwortung unseren Mitgesch&#246;pfen gegen&#252;ber. Denn wir tragen Verantwortung daf&#252;r, wie wir unseren Blick und unser Licht in und auf die Welt werfen. Wir sind in dem Moment der Geburt die Verpflichtung eingegangen, unserer Urkraft gerecht zu werden. &#220;ber einen langen Zeitraum hinweg geriet dies in Vergessenheit. </span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">Jetzt ist die Zeit gekommen, uns daran zu erinnern. Der Bund aus uralten Zeiten wird erneuert. Wir brauchen keine Steintafeln mehr, denn deine Worte sind der Seele Atem. Die Worte werden somit Anker f&#252;r das Licht in uns sein, um dem Schatten standhalten zu k&#246;nnen. Denn wo Licht ist, ist auch Schatten. </span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">Mein Gott, sieh nur! Alles um mich herum ist ja in einem strahlenden Licht getaucht! Ich erkenne alles klar und deutlich&#8230;. als w&#228;re es immer schon so gewesen. Wovor hatte ich mich so gef&#252;rchtet? Hier gibt es nichts, wovor man Angst haben m&#252;sste! O welche Pracht! Ich habe noch nie soviel Sch&#246;nheit gesehen&#8230;. Aber woher kommt all dies Licht? Ich kann die Quelle nicht finden&#8230;. ob ich es wagen kann, einen Schritt darauf zuzugehen? Ah&#8230;. mein Gott! &#8211; Ich falle&#8230;. falle&#8212; oder&#8230;.? Nein&#8230;. ich&#8230; ich stehe&#8230;. Ich stehe&#8230; Mein Gott! &#8211; Ich stehe!!! Ich stehe felsenfest auf meinen Beinen! Obwohl ich den Grund nicht erkennen kann, aber ich sp&#252;re ihn! Es ist unglaublich! Und dort&#8230; und jetzt auch da und &#8230;. &#252;berhaupt: aus etlichen &#214;ffnungen f&#228;llt dieses Leuchten! Es ist so rein, ich habe noch nie zuvor etwas Derartiges zu Gesicht bekommen. Seltsam, sieh nur&#8230;. ich bin in ein unsagbar sch&#246;nes Licht getaucht&#8230; es h&#228;lt mich in einer unendlichen G&#252;te und Liebe fest. Und wie es strahlt, so hell, so klar&#8230;. Ach, k&#246;nnte ich doch immer in diesem Licht verweilen, es gibt mir eine solche Kraft! Ich k&#246;nnte Berge versetzen! Ja, wirklich! Ich f&#252;hle mich auf einmal so bedeutend&#8230;. ich&#8230;. nein, das ist nicht m&#246;glich&#8230;. dieses Licht&#8230;. es&#8230;. Es strahlt aus mir! Aus jeder Pore meines geliebten K&#246;rpers dringt es hinaus! Und&#8230; jetzt erkenne ich mich&#8230;. ich bin eine der unendlich vielen &#214;ffnungen, aus denen jener Lichtstrahl flie&#223;t&#8230;. Ich bin wie sie! Nicht irgendeine &#214;ffnung, o nein, ich bin ein Tor &#8211; und ich leuchte mit meinen Gaben den Weg aus! Das vermagst nur du, mein Gott&#8230;. Loben und preisen will ich dich ewiglich! Ich k&#246;nnte vor Freude tanzen und jubilieren! Wie gut, dass ich meiner Furcht standhielt und so lange ausharrte. Ich h&#228;tte es mir nie verziehen, wenn ich mir diese Kostbarkeit versagt h&#228;tte. </span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">Ja – Gott…. Jetzt bin ich bereit! Bereit diesen Weg zu gehen! Und wenn Hunderte  von Herrscharen mir den Weg versperren und mich fragen sollten wie die Hohenpriester: „Aus welcher Kraft und in welchen Namen habt ihr das getan?“³ Dann mein Gott werde ich verk&#252;nden: „Aus meiner eigenen Kraft, deren Name g&#246;ttlich ist!“ und ich br&#228;uchte weder mich zu f&#252;rchten, noch zu sch&#228;men. Denn &#8211; O Gott! &#8211; ich habe Gott geschaut&#8230;..</span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><img class="alignleft size-full wp-image-1905" src="http://www.astrophoenix.de/wp-content/uploads/herbst-009_kopie.jpg" alt="abbildung"  title="Pluto Ingress Steinbock   Zweiter Anlauf!   herbst 009 kopie" /></p>
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<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">¹Altes Testament: 5.Mose 5, 6 und 18</span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">²bezieht sich auf die Stelle im Neuen Testament: Matth&#228;us 16, 18: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen meine Kirche, und die Pforten der H&#246;lle sollen sie nicht &#252;berw&#228;ltigen.“</span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">³Neues Testament: Apostelgeschichte 4, 7</span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">Fotografien von Dagmar W&#228;scher; Bild 1 und 2 „Glasfensterausschnitte aus dem Ulmer M&#252;nster“ und Bild 3 „Engelstatue im Passauer Dom“</span></p>
<p class="Standard(Web)" style="justify;" align="justify"><span style="&quot;Arial&quot;;">Literaturtipps und Artikel, die mich zu diesen Gedanken inspirierten:</span></p>
<ul>
<li><span style="underline;"><a href="../index.php/gedankensplitter/saturnpluto-die-kritische-gradwanderung/"><span style="&quot;Arial&quot;;">http://www.astrophoenix.de/index.php/gedankensplitter/saturnpluto-die-kritische-gradwanderung/</span></a></span></li>
<li><span style="underline;"><a href="../index.php/aus-dem-leben/plutos-kraft-im-reinen-mit-sich-selbst/"><span style="&quot;Arial&quot;;">http://www.astrophoenix.de/index.php/aus-dem-leben/plutos-kraft-im-reinen-mit-sich-selbst/</span></a></span></li>
<li><span style="underline;"><a href="../index.php/zeitqualitaet/pluto-in-steinbock-handeln-in-einer-vernetzten-welt/"><span style="&quot;Arial&quot;;">http://www.astrophoenix.de/index.php/zeitqualitaet/pluto-in-steinbock-handeln-in-einer-vernetzten-welt/</span></a></span></li>
<li><span style="&quot;Arial&quot;;">Gespr&#228;che mit Gott – Band 1, Neale Donald Walsch, Arkana, M&#252;nchen 1997</span></li>
<li><span style="&quot;Arial&quot;;">Weil Liebe immer zu Liebe will, Sabine Vogt, Arkana, M&#252;nchen 2005</span></li>
</ul>
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		<title>L&#246;sungsorientierte Astrologie</title>
		<link>http://www.astrophoenix.de/aus-der-praxis/loesungsorientierte-astrologie/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 04:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher Weidner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrosystemik]]></category>
		<category><![CDATA[astrosystemische Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Konstellationen]]></category>
		<category><![CDATA[Lösungsorientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Systemische Astrologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Bitte l&#246;sen Sie folgende Aufgabe: Bringen Sie das Dreieck, das von den drei Punkten gebildet wird, zum Verschwinden. Wichtig: Sie d&#252;rfen die Punkte beliebig verschieben, aber Sie d&#252;rfen weder etwas hinzuf&#252;gen noch etwas wegnehmen, alle Elemente des Bildes m&#252;ssen erhalten bleiben.
Wie werden Sie diese Aufgabe l&#246;sen?
Da ich sicher bin, dass Sie nach einigem &#220;berlegen selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1895" title="R&#228;tsel" src="http://www.astrophoenix.de/wp-content/uploads/drei_punkte.png" alt="abbildung" width="150" height="150" />Bitte l&#246;sen Sie folgende Aufgabe: Bringen Sie das Dreieck, das von den drei Punkten gebildet wird, zum Verschwinden. Wichtig: Sie d&#252;rfen die Punkte beliebig verschieben, aber Sie d&#252;rfen weder etwas hinzuf&#252;gen noch etwas wegnehmen, alle Elemente des Bildes m&#252;ssen erhalten bleiben.</p>
<p>Wie werden Sie diese Aufgabe l&#246;sen?<span id="more-1893"></span></p>
<p>Da ich sicher bin, dass Sie nach einigem &#220;berlegen selbst darauf kommen werden, hier meine L&#246;sung:</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1896" title="L&#246;sung" src="http://www.astrophoenix.de/wp-content/uploads/drei_punke_loesung.png" alt="abbildung" width="150" height="150" /></p>
<p>Den Grundstein f&#252;r die Integration des l&#246;sungsorientierten Ansatzes in die astrologische Deutungs- und Beratungspraxis legte Michael Roscher, Gr&#252;nder und Entwickler der Schule f&#252;r Transpersonale Astrologie (TPA), als er sagte:</p>
<p><em>&#8220;Die TPA geht davon aus, dass problematische Konstellationen den Weg zu ihrer L&#246;sung bereits in sich tragen.&#8221;</em></p>
<p>Anders gesprochen: Jede Konstellation, die aktuell dem Problem eines Menschen entspricht, kann auch im Sinne einer L&#246;sung des Problems gedeutet werden.</p>
<p>Dahinter steckt der Grundgedanke, dass eine Konstellation von sich aus weder &#8220;gut&#8221; noch &#8220;schlecht&#8221; ist, sondern erst in ihrer Verwirklichung dazu einl&#228;dt so bewertet zu werden. Damit schlie&#223;en wir uns einem wichtigen systemischen Grundsatz an, nachdem die Dinge und Ph&#228;nomene nicht Eigenschaften besitzen, sondern diese Eigenschaften nur aus dem Eingebettetsein in Kontexte abgeleitet werden k&#246;nnen: die Bedeutung einer Konstellation h&#228;ngt davon ab, in welchem Zusammenhang sie auftaucht.</p>
<p><em>Dies ist der Kerngedanke der l&#246;sungsorientierten Astrologie: Die Konstellation, die f&#252;r das Problem steht, ist auch die Konstellation, die f&#252;r die L&#246;sung steht. &#196;hnlich wie bei dem Dreieck, das verschwindet und sich in eine Linie verwandelt, bleibt die Konstellation als solche erhalten – nur wird das in ihr enthaltene L&#246;sungspotenzial entfaltet. Was vorher problematisch an ihr erlebt wurde, hat sich gel&#246;st, und etwas Neues wird sichtbar.</em></p>
<p><strong>Das Wissen zwischen uns</strong></p>
<p>Es gibt jene magischen Augenblicke in Beratungen, in denen das Horoskop zur Nebensache wird. Mein Klient und ich tauchen in eine Beziehung ein, in der alles, was wir wissen m&#252;ssen, nicht in den Symbolen der Horoskopgrafik gefunden wird, sondern zwischen uns entsteht. Wir &#8211; Beratender und Beratener &#8211; sitzen an einer gemeinsamen Quelle, staunen beide &#252;ber das, was wir aus ihr sch&#246;pfen k&#246;nnen. Sobald dieses Wissen zwischen uns die Regie &#252;bernommen hat, kann ich als Astrologe nur schwer meine Rolle als Gralsh&#252;ter einer dem Klienten verborgenen Erkenntnis aufrecht halten. Ich bin meinem Gegen&#252;ber gleichwertig. Alles, was ich getan habe, ist diesem Prozess eine Chance zu geben. Das Horoskop ist dann nichts anderes als ein T&#252;r&#246;ffner, ein Schl&#252;ssel, den man weglegt, sobald er verwendet wurde. Das technische Analysieren des Horoskop erscheint dann weit weg und uninteressant, denn wer w&#252;rde sich noch mit der Beschreibung des Schl&#252;ssels aufhalten, wenn die T&#252;re l&#228;ngst offen steht? Wer w&#252;rde sich jetzt noch fragen, warum dieser Schl&#252;ssel in genau jenes Schloss passt, warum er diese und nicht jene Gestalt hat, aus diesem und nicht jenem Material fabriziert wurde, diesen oder jenen Kratzer aufweist &#8211; wenn er seine Dienste l&#228;ngst erf&#252;llt hat?</p>
<p>Ich bin sicher: Jeder beratende Astrologe kennt diese Erfahrung. Diese Erfahrungen waren f&#252;r mich die ersten Begegnungen mit dem, was ich die Kraft der L&#246;sung nennen m&#246;chte. Und diese L&#246;sung besteht nicht darin, ein Problem auseinander genommen und f&#252;r den Klienten nach einem bestimmten Schema wieder zusammen gesetzt zu haben. Etwas anderes ist mit dem Problem geschehen. Wittgenstein schrieb in seinem ber&#252;hmten Tractatus: „Die L&#246;sung des Problems des Lebens merkt man am Verschwinden dieses Problems.“ In diesen Momenten bekomme ich eine Ahnung davon, was er gemeint haben k&#246;nnte: Was &#252;brig bleibt vom Horoskop ist eine Ebene des Miteinanders, in der ich als Astrologe den Prozess zwar leite durch meine Gegenwart und mein Interesse, ich ihn aber nicht gestalte, sondern nur moduliere. Die wesentlichen Ver&#228;nderungen gehen nicht von mir aus, sondern geschehen, angeregt durch dieses Miteinander an einem anderen Ort und unabh&#228;ngig von mir: in meinem Gegen&#252;ber. Aus Problemen k&#246;nnen L&#246;sungen werden &#8211; einfach so.</p>
<p><strong>L&#246;sungen statt Probleme</strong></p>
<p>Mit diesen Erfahrungen ausger&#252;stet begegnete mir im Laufe meiner Ausbildung zum Systemischen Berater und Therapeuten der L&#246;sungsfokussierte Ansatz von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg, wie sie ihn bereits in den 70er Jahren am Brief Familiy Therapy Center (BFTC) in Milwaukee als solution focused therapy (SFT) entwickelten. Ich erfuhr, dass das, was ich im Laufe einer Beratung immer wieder als so bereichernd erlebte, kein zuf&#228;lliges Nebenprodukt oder gar eine besonderes Merkmal meines eigenen Beratungsstil ist, sondern etwas, das wir ganz bewusst einsetzen k&#246;nnen. Steve de Shazer, der SFT eigentlich nicht als Therapieform ansah, sprach gerne von diesem Prozess als „es“ (it), als etwas, das entsteht, wenn wir mit einer bestimmten Haltung in ein Beratungsgespr&#228;ch gehen.</p>
<p>Diese Haltung ist gekennzeichnet durch eine bestimmte Auffassung von dem, wie Ver&#228;nderungsprozesse im Menschen in Gang kommen k&#246;nnen. Im Unterschied zu vielen anderen therapeutischen Ans&#228;tzen, gibt es in der SFT kein elaboriertes Pers&#246;nlichkeitsmodell, kein Menschenbild. Ihr Ziel ist nicht Heilung, sondern Ver&#228;nderungen auf einen erw&#252;nschten L&#246;sungszustand hin, der vom Klienten selbst definiert wird &#8211; wir gehen also nicht von einer  „Soll“-Richtung aus, auf die hin der Klient unabh&#228;ngig von seinen W&#252;nschen, sein Leben zu organisieren h&#228;tte. Auch arbeitet die SFT nicht auf der Grundlage eines Ursache-Wirkungsmodells: weniger die Frage nach dem „Warum“ einer Situation wird untersucht, als vielmehr die Frage nach einem „Stattdessen“. Probleme werden nicht analysiert, sondern wir fragen: „Was soll statt des Problems da sein?“ In diesem Sinne ist das l&#246;sungsfokussierte Arbeiten sehr eng mit den systemischen Denkans&#228;tzen sowie mit dem Konstruktivismus verbunden.</p>
<p>In den Prozessen, die durch das l&#246;sungsfokussierte Gespr&#228;ch initiiert wurden, fand ich die Quellen genau jener Erfahrungen, die mich im Beratungsgespr&#228;ch so faszinierten, und die ich f&#252;r mich als Erfahrung der L&#246;sung beschreiben m&#246;chte. Mit L&#246;sung meine ich weniger das Produkt einer Beratung in Bezug auf ein Problem, sondern einen Zustand, der sich durch eine besondere Kraft kennzeichnet, die es dem Klienten erm&#246;glicht, wieder in Kontakt mit seinen eigenen Ressourcen und St&#228;rken zu kommen. Aus diesem Zustand heraus k&#246;nnen Strategien entstehen, wie mit dem Problem in Zukunft umgegangen werden k&#246;nnte. Aber sie entstehen im Unterschied zum reinen Ratschlag des Beraters in Richtung des Beratenen im Klienten selbst, weil er den Zugang zu seinem ihm eigenen M&#246;glichkeitssinn gefunden hat.</p>
<p><strong>L&#246;sungsorientierte Astrologie</strong></p>
<p>Wie k&#246;nnen wir die Merkmale des l&#246;sungsorientierten Ansatzes f&#252;r astrologische Beratungen noch besser n&#252;tzen? Dieser Frage habe ich mich lange ausgesetzt. Schnell wurde mir klar, dass eine reine &#220;bertragung der Vorgehensweise an manchen Stellen mit Astrologie nur schwer zu vereinbaren ist. So gilt es in der SFT grunds&#228;tzlich jede Art von Bewertungen und Deutungen zu vermeiden. Dies erreicht man vorrangig dadurch, dass so gut wie keine Aussagen ge&#228;u&#223;ert werden, sondern nur Fragen gestellt werden. Alle Prozesse, die der Berater anregt, und alle Aussagen und Bewertungen werden grunds&#228;tzlich vom Klienten getroffen &#8211; die Meinungen und Wertvorstellungen des Beraters kommen gar nicht zum Zuge.</p>
<p>In astrologischen Beratungen arbeiten wir jedoch mit dem Deuten von Symbolen. Wir gehen nicht mit leeren H&#228;nden in eine Beratung, sondern haben &#252;ber das uns vorliegende Horoskop bereits Vorannahmen, auch wenn wir nicht wissen k&#246;nnen, ob sie stimmen oder nicht. Das Horoskop setzt unserer Beratung einen Deutungsrahmen, den wir nur dadurch umgehen k&#246;nnten, indem wir auf das Horoskop selbst verzichten. In diesem Sinne kann eine astrologische Beratung nicht im strengen Sinne l&#246;sungsfokussiert sein, denn astrologisches Arbeiten schlie&#223;t den Umgang mit Symbolen, Bildern, Metaphern und Geschichten ein. Im Unterschied zum reinen Arbeiten im Sinne der SFT ist eine astrologische Arbeit reicher an Bedeutungen, und das genau ist auch ihre St&#228;rke. Aus diesem Grunde ziehe ich es vor, von einer l&#246;sungsorientierten Vorgehensweise zu sprechen, eingebettet in den Rahmen eines astrologischen Gespr&#228;chs. L&#246;sungsorientierung in der astrologischen Beratung w&#252;rde demnach nicht bedeuten, die Methoden der SFT nachzuahmen, sondern das, was daraus wertvoll f&#252;r den Beratungsprozess erscheint, zu integrieren.<br />
Es sollte klar sein: astrologische Beratungen sind etwas anderes als l&#246;sungsfokussierte therapeutische Sitzungen. Sie k&#246;nnen aber von den Haltungen und Merkmalen der SFT profitieren.</p>
<p>Hier die wesentlichen Merkmale des l&#246;sungsorientierten Ansatzes, die meiner Erfahrung nach die Qualit&#228;t astrologischer Gespr&#228;che positiv beeinflussen k&#246;nnen:</p>
<ul>
<li><strong>Beim l&#246;sungsorientierten Beraten betonen wir die Erfolge des Klienten im Umgang mit seinen Problemen</strong> und konzentrieren uns auf St&#228;rken, Ressourcen und F&#228;higkeiten, w&#228;hrend Defizite und angenommene Unf&#228;higkeiten weniger Aufmerksamkeit bekommen. Wir suchen nach dem, was in Ordnung ist und wie wir dieses nutzbar machen k&#246;nnen, und nicht so sehr das, was nicht gelingt oder falsch ist.</li>
<li><strong>Nicht der Berater findet die L&#246;sung des Problems, sondern der Klient selbst.</strong> Der Klient ist der Experte f&#252;r sein Problem &#8211; nicht der Berater. Aus diesem Grunde gibt es in der l&#246;sungsorientierten Arbeitsweise keine „Widerst&#228;nde“ des Klienten, etwa gegen die Annahmen oder Vorschl&#228;ge des Beraters, denn wir gehen davon aus, dass er die F&#228;higkeiten und Ressourcen, die n&#246;tig sind, um eine L&#246;sung seines Problems zu finden, bereits in ihm vorhanden sind, und nicht erst durch den Berater bekommen werden.</li>
<li><strong>Was ist die Aufgabe des Beraters? Dem Klienten die St&#228;rken, Ressourcen und  Eigenschaften, die zur L&#246;sung des Problems n&#246;tig sind, zu „entlocken“.</strong> Es geht darum, das nutzbar zu machen, was beim Klienten bereits vorhanden ist: Ressourcen, Fertigkeiten, Wissen, &#220;berzeugungen, Beweggr&#252;nde, Verhalten, Symptome, soziale Netzwerke, Wertvorstellungen usw.</li>
<li><strong>Daraus ergibt sich, dass wir als Berater den gegebenen Rahmen des Klienten akzeptieren und innerhalb dieses Rahmens arbeiten.</strong> Wir erwarten nicht vom Klienten, dass er sich erst unser Weltbild oder unser Modell zu eigen macht und sich ihm anpasst (und deuten dann seine mangelnde Bereitschaft, sich anzupassen, etwa als Widerstand oder Leugnung), sondern wir versetzen uns in den  Lebensrahmen des Klienten und sehen, was wir wir von dort aus f&#252;r ihn tun k&#246;nnen.</li>
<li><strong>Wir &#228;u&#223;ern keine Annahmen &#252;ber das „wahre“ Wesen der Probleme des Klienten, sondern k&#252;mmern uns um genau das, was anliegt (das Anliegen).</strong> Wir deuten also nichts in das Problem hinein, was nicht vom Klienten selbst ausgeht. In diesem Moment legen wir die Rolle des Experten ab und werden zum Lernenden: wir lernen vom Klienten, auf welch einzigartige Weise er etwas als Problem auffasst. Erst wenn wir uns Zeit genommen haben f&#252;r die einzigartige Sichtweise des Klienten, sind wir bereit, ihm zu helfen.</li>
<li><strong>Wir akzeptieren die Sichtweise des Klienten auf sein Problem und verwenden keine Zeit auf vermutete andere Hintergr&#252;nde des Problems.</strong> Wir versuchen auch nicht den Klienten auf eine bestimmte theoretische Richtung einzuschw&#246;ren, und m&#252;ssen uns in der Folge auch nicht damit auseinandersetzen, ob und warum der Klient unsere Meinung &#252;ber ihn oder sie nicht akzeptiert.</li>
<li><strong>Im l&#246;sungsorientierten Ansatz sind wir sparsam in der Wahl der Mittel.</strong> Wir gehen z.B. von den unmittelbarsten Annahmen aus und steigern dann nur im Bedarfsfall die Komplexit&#228;t. Dabei hilft uns, dass wir die vom Klienten genannten Schwierigkeiten nicht in die Schablone eines angenommenen Problemmusters pressen, sondern es erst einmal so nehmen, wie es ist.</li>
<li><strong>Die Aussteuerung an den Bed&#252;rfnissen der Gegenwart und der Zukunft wird Vorrang vor der Anpassung der Vergangenheit gegeben.</strong> Die Vergangenheit wird als Spiegel der aktuellen Lage des Klienten wertgesch&#228;tzt, doch wird sie nicht weiter erforscht. W&#228;hrend der l&#246;sungsorientierten Arbeit wird der Klient auf die Zukunft orientiert, z.B. durch die Frage nach dem „Wunder“, das &#252;ber Nacht geschieht und nach dem alle Probleme gel&#246;st sind. Dann wird eine Beschreibung des Zustandes nach dem Wunder angeregt, bei der f&#252;r gew&#246;hnlich ein sehr ressourcenreiches Erleben auf der Seite des Klienten eintritt. Es ist quasi eine Reise in die L&#246;sungszeit.</li>
</ul>
<p>Teilweise entnommen aus:</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1661" title="Systemische Astrologe - Christopher Weidner" src="http://www.astrophoenix.de/wp-content/buch_asys_cover.jpg" alt="abbildung" width="126" height="196" /></p>
<p><strong class="clear">Systemische Astrologie: Konstellationen sind L&#246;sungen</strong><br />
Autor: Christopher Weidner<br />
ISBN: 389997168X<br />
<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/389997168X/phoenixastrol-21/" target="_blank">Online bei amazon.de vorbestellen<!--more--></a></p>
<p>Erscheint im Dezember 2008!</p>
<p><strong>Im November startet der Online-Kurs &#8220;L&#246;sungsorientierte Prognose&#8221;. Mehr Informationen und Anmeldung unter</strong><br />
<a href="http://schule.phoenix-astrologie.eu/astropraxis/loesungsorientierte-prognose/">www.phoenix-astrologie-online.de/astropraxis/loesungsorientierte-prognose/</a></p>
<p><strong>Im Januar 2009 beginnt auf der Online-Plattform <a title="Phoenix Astrologie online" href="http://www.phoenix-astrologie-online.de">Phoenix Astrologie online</a> der Online-Lehrgang &#8220;L&#246;sungsorientierte Astrologie&#8221;. Mehr Informationen unter:</strong><br />
<a title="a*sys*akademie" href="http://www.asys-akademie.de/online">http://www.asys-akademie.de/online</a></p>
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		<item>
		<title>Systemische Astrologie</title>
		<link>http://www.astrophoenix.de/philosophie/systemische-astrologie/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 21:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher Weidner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrosystemik]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Weidner]]></category>
		<category><![CDATA[Systemische Astrologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Oder: Was hei&#223;t hier systemisch?
Im Herbst 2008 erscheint mein neues Buch &#8220;Systemische Astrologie &#8211; Konstellationen sind L&#246;sungen&#8221; im Chiron Verlag. Es enth&#228;lt die Essenz meiner bisherigen Arbeit als Astrologe, der sich in systemisch-konstruktivistischen Sichtweise verpflichtet f&#252;hlt. Dabei war es mir ein besonderes Anliegen, nicht nur einen theoretischen Hintergrund f&#252;r eine systemische Astrologie zu er&#246;ffnen, sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1661" title="Systemische Astrologe - Christopher Weidner" src="http://www.astrophoenix.de/wp-content/buch_asys_cover.jpg" alt="abbildung" width="126" height="196" /><strong>Oder: Was hei&#223;t hier systemisch?</strong></p>
<p>Im Herbst 2008 erscheint mein neues Buch &#8220;Systemische Astrologie &#8211; Konstellationen sind L&#246;sungen&#8221; im Chiron Verlag. Es enth&#228;lt die Essenz meiner bisherigen Arbeit als Astrologe, der sich in systemisch-konstruktivistischen Sichtweise verpflichtet f&#252;hlt. Dabei war es mir ein besonderes Anliegen, nicht nur einen theoretischen Hintergrund f&#252;r eine systemische Astrologie zu er&#246;ffnen, sondern auch praktische Herangehensweisen an das Horoskop darzustellen, die eine systemische Sichtweise auf den Menschen im Beratungsprozess beg&#252;nstigen, zum Beispiel die Haltung der L&#246;sungsorientierung.</p>
<p><strong class="clear">Systemische Astrologie: Konstellationen sind L&#246;sungen</strong><br />
Autor: Christopher Weidner<br />
ISBN: 389997168X<br />
<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/389997168X/phoenixastrol-21/" target="_blank">Online bei amazon.de vorbestellen<span id="more-1660"></span></a></p>
<p>Meine &#8220;systemischen Weihen&#8221; habe ich in der vierj&#228;hrigen Ausbildung zum Systemischen Strukturaufsteller am SySt-Institut unter der Leitung von Mathias Varga von Kibéd und Insa Sparrer erhalten. Dort habe ich nicht nur die besondere Art und Weise der Strukturaufstellungen erlebt und erlernt, sondern auch gelernt, genau darauf zu achten, wovon ich spreche, wenn ich &#8220;systemisch&#8221; sage &#8211; eine Pr&#228;zision in der Verwendung des Wortes, die meines Erachtens unbedingt angebracht ist, zumal systemisch <em>en vogue</em> ist und man sich gerne &#8211; auch in Astrologenkreisen &#8211; damit schm&#252;ckt.</p>
<p>Aber kann ich mir sicher sein, dass andere, die von einer &#8220;systemischen Astrologie&#8221; sprechen, das Gleiche darunter verstehen wie ich? Ich kann es nicht. Meine Erfahrung lehrt mich sogar, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich etwas anderes darunter verstehe, sehr gro&#223; ist. Das kommt zum Teil daher, dass systemische Ans&#228;tze in der Astrologie noch nicht sehr lange Eingang gefunden haben, und daher der Begriff noch sehr wenig Konturen in diesem Zusammenhang gewonnen hat. Es liegt aber auch daran, dass der Hintergrund, vor dem diese Kombination von „systemisch“ und „Astrologie“ zuerst geschehen ist, gepr&#228;gt ist von etwas, dass zwar heute allgemein als wenig systemisch betrachtet wird, aber die erste Verwendung dieses Begriffs im Kontext der Astrologie gepr&#228;gt hat: das „Familienstellen“ nach Hellinger. Warum diese Art der Aufstellungsarbeit auch als „systemisch“ bezeichnet wurde (und wird), liegt wohl in erster Linie daran, dass immer wieder von der Familie als „System“ die Rede ist. Da jedoch im Familienstellen sehr wichtige andere Grundz&#252;ge des systemischen Denkens und Arbeitens, wie zum Beispiel der Konstruktivismus, die Prinzipien der Autopoiese, aber auch die daraus abgeleiteten Prinzipien der L&#246;sungsorientierung, etc. vernachl&#228;ssigt werden, fragt man sich heute zurecht, ob hier das Eigenschaftswort „systemisch“ nicht unpassend geworden ist. Das soll nicht als Bewertung verstanden werden, und wird es auch nicht, wenn wir der Versuchung widerstehen, „systemisch“ mit gut gleichzusetzen. Familienstellen stellt zwar so etwas wie ein System der Familie auf, ist aber in der gesamten Herangehensweise, dem Bild vom Menschen und seiner Einbettung in die Welt, sehr weit entfernt von dem, was systemische Praktiken heute ausmachen. Das sagt nichts &#252;ber die N&#252;tzlichkeit oder die Qualit&#228;t der Arbeit derjenigen aus, die Familienstellen praktizieren.</p>
<p>Doch wenn wir von einem Verst&#228;ndnis des Systemischen ausgehen, wie es sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten in der Praxis vieler Berater und Therapeuten ausgebildet hat, passt auf diese Art der astrologischen Arbeit der Begriff „Systemische Astrologie“ nur sehr bedingt und nur unter Preisgabe wertvoller M&#246;glichkeiten, die das systemische Denken letztlich der Astrologie schenken kann.<br />
Hier setzt mein Buch an: Ich m&#246;chte nicht eine neue astrologische Lehre begr&#252;nden oder ein neues Methodenb&#252;ndel auf den Markt werfen, sondern ich m&#246;chte Astrologie von Anfang an systemisch „denken“, und zwar so, dass das volle Potenzial des Systemischen zum Einsatz kommen kann. Es geht nicht darum, Astrologie mit mehr oder weniger systemischen Praktiken zu verbinden, diesen oder jenen n&#252;tzlichen systemischen Gedanken hinzuf&#252;gen, sondern Astrologie von Grund auf systemisch wahrzunehmen – so weit dies eben m&#246;glich ist.</p>
<p>Wittgenstein schreibt in seinen <em>Philosophischen Untersuchungen 43</em>:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache.“<br />
</em></p></blockquote>
<p>Beginnen wir also damit, den Gebrauch des Wortes f&#252;r die Astrologie auf ein systemischeres Fundament zu stellen, in der Hoffnung, das viele dieser Anregung folgen m&#246;gen.</p>
<p><strong>Wann ist Astrologie systemisch?</strong></p>
<p>Kurz gefasst gilt: Eine systemische Astrologie verwendet die Mittel der Astrologie, um Systeme abzubilden. Sie unterscheidet sich daher in erster Linie von den &#252;brigen Formen der Astrologie, dass sie</p>
<ol>
<li>&#8230; st&#228;rker betont, dass die Gegenst&#228;nde Ihrer Betrachtung als Systeme verstanden werden k&#246;nnen.</li>
<li>&#8230; Methoden der Deutung favorisiert, die eine systemischere Betrachtung der Welt beg&#252;nstigen.</li>
<li>&#8230; die Interpretation selbst deutlicher als Vorgang im Rahmen eines systemisch zu verstehenden Prozesses betrachtet.</li>
</ol>
<p>Daraus ergeben sich mindestens drei Fragestellungen, die eine systemische Astrologie interessieren:</p>
<ol>
<li>Auf welche Weise betrachte ich als Astrologe die Welt am besten, damit ich sie besser als System wahrnehmen kann? Worauf achte ich, wenn es um eine systemische Sichtweise der Welt und des Menschen geht?</li>
<li>Welche Herangehensweisen an das Horoskop erm&#246;glichen, meine Beobachtungen leichter im Sinne einer systemischen Betrachtung der Welt auf die Deutung des Horoskops zu &#252;bertragen?</li>
<li>Welche Auswirkungen auf meine Deutung hat es, wenn ich das Horoskop in diesem Sinne auslege? Wie ver&#228;ndert dies den Sprachgebrauch im Rahmen der Interpretation? Wie wirkt sich dies auf die Beratungspraxis aus?</li>
</ol>
<p>Klar ist, dass eine systemische Astrologie nicht einfach neue Methoden oder neue Techniken in den Raum stellt. Eine systemisch verstandene Astrologie stellt eine neue Sichtweise auf s&#228;mtliche Prozesse der astrologischen Praxis zur Verf&#252;gung.</p>
<p>Es beginnt bei der Betrachtung der Gegenst&#228;nde der Astrologie, das sind in der Regel Menschen, deren Horoskope gedeutet werden. Hier gilt es herauszufinden, durch die Brille welches Weltbildes ich am besten blicke, um einen Menschen als in systemische Zusammenh&#228;nge eingebettet verstehen zu k&#246;nnen. Es geht weiter mit der Deutungsmethodik, bei der sich die Frage stellt, wie wir auch bei der Umsetzung der astrologischen Symbolsprache nach systemischen Gesichtspunkten vorgehen k&#246;nnen. Zum Schluss gilt es zu kl&#228;ren, wie die aus dieser Betrachtung des Horoskops entwickelten Informationen im Rahmen einer Beratung so umgesetzt werden k&#246;nnen, dass sie ihre gr&#246;&#223;te N&#252;tzlichkeit f&#252;r den Klienten entfalten k&#246;nnen. Die Frage ist dabei, welche Methoden f&#246;rdern und vertiefen Erkenntnisprozesse beim Klienten und woran erkenne ich als Astrologe das? Welche Haltung des Astrologen ist bei der Vermittlung astrologisch erzeugter Informationen dabei n&#252;tzlich?</p>
<p>Dies sind die Ausgangsfragen, mit denen ich mich in meinem Buch besch&#228;ftige.</p>
<h3>Grundgedanken einer astrosystemischen Deutungs- und Beratungspraxis</h3>
<p>F&#252;r die von mir so genannte astrosystemische Deutungs- und Beratungspraxis, wie ich Sie in meiner Astrologie-Ausbildung an der A*SYS*Akademie unterrichte, habe ich daraus folgende Grundgedanken abgeleitet:</p>
<p><strong>System</strong><br />
Der Mensch ist ein Lebewesen, das sich in seiner Existenz auf andere Menschen bezieht. Immer dann, wenn Menschen sich aufeinander beziehen, entstehen menschliche Systeme, z.B. die Familie, in die wir hineingeboren werden oder die wir selbst gr&#252;nden, das Team, in dem wir arbeiten, die Hierarchie, die wir an unserem Arbeitsplatz vorfinden, unser Freundeskreis, unsere Partnerschaften, die vielf&#228;ltigen Beziehungsformen, die wir mit Menschen eingehen und so weiter. Unsere Identit&#228;t, unser Verhalten und unser Gef&#252;hlsleben werden von den sozialen Systemen bestimmt, denen wir uns zugeh&#246;rig f&#252;hlen.</p>
<p><em>Der astrosystemische Deutungsansatz sieht den Menschen als systemisches Lebewesen und macht ihn zum zentralen Wert ihrer Aussagen.</em></p>
<p><strong>Wirklichkeit</strong><br />
Jeder Mensch befindet sich zu jeder Zeit in einem System. Systeme sind jedoch nicht objektiv: Da jeder Mensch aus einer anderen Perspektive auf das System blickt, hat jeder Mensch einen eigenen Eindruck von dem System, in dem er sich befindet. Wir k&#246;nnen auch sagen: Es gibt so viele Blickwinkel auf ein System, wie es Teile des Systems gibt. Oder: Es gibt so viele aus einem System abgeleitete Wirklichkeiten, wie es Menschen gibt, die einem System angeh&#246;ren.</p>
<p>Menschen sind in Bewegung und deshalb sind Systeme nicht stabil. Sie ver&#228;ndern sich mit der Zeit von selbst oder absichtlich. Schon durch die Beobachtung des Systems ver&#228;ndert sich die Wirklichkeit: meine Eindr&#252;cke, die ich aus der Beobachtung gewinne, bestimmen mein Verhalten und damit meinen aktiven, kreativen Zugang zum System. Die Wirklichkeit eines Systems ist also nicht nur subjektiv, sondern auch immer nur eine Momentaufnahme.</p>
<p><em>Ein astrosystemischer Deutungsansatz ber&#252;cksichtigt, dass die Wirklichkeit von Systemen von der subjektiven Beobachtung des Menschen abh&#228;ngt und dass sich Systeme durch die Beobachtung ver&#228;ndern.</em></p>
<p><strong>Verbundenheit</strong><br />
&#8220;Das zusammengesetzte Ganze (System) ist mehr als die Summe seiner Teile.&#8221; Was macht das Ganze zu mehr als die Summe der Einzelteile? Es ist der Umstand, dass die Elementen eines Systems wechselseitig aufeinander bezogen sind. Immer wenn wir an einer Stelle des Systems eine Ver&#228;nderung vornehmen, bewirken wir &#252;ber diese Wechselwirkungen eine Ver&#228;nderung auch an allen anderen Stellen des Ganzen.</p>
<p>Das systemische Denken ist nicht so sehr an der Beschreibung der einzelnen Systemelemente interessiert, sondern an den Beziehungen zwischen den Elementen. Die Eigenschaften eines Menschen werden nicht so sehr als feste Charakterzuschreibungen verstanden, sondern als Zust&#228;nde, die sich durch die Platzierung in einem System ergeben. Sie sind ein Ergebnis der Wechselwirkungen in einem System.</p>
<p>Die systemische Sichtweise legt nahe, dass wir Menschen unaufl&#246;slich miteinander vernetzt und verbunden sind, das wir als Individuen nicht losgel&#246;st von anderen betrachtet werden k&#246;nnen. Leiden k&#246;nnte als Zustand begriffen werden, in dem wir uns als getrennt wahrnehmen beziehungsweise die Verbundenheit nicht (mehr) wahrnehmen k&#246;nnen.</p>
<p><em>Ein astrosystemischer Deutungsansatz anerkennt, dass wir immer in Verbindung miteinander stehen. Sein Ziel ist es, die Wahrnehmung der Verbundenheit wiederherzustellen und damit die Chance zu erh&#246;hen, leidvolle Erfahrungen zu &#252;berwinden.</em></p>
<p><strong>Form und Struktur</strong><br />
Der astrosystemische Deutungsansatz geht nicht davon aus, dass wir im Horoskop das wahre Wesen eines Menschen entdecken k&#246;nnen. Ausgangspunkt ist also nicht die Vorstellung von einem Horoskop, dass uns klar umrissene Muster zeigen k&#246;nnte, die den Menschen auf ein bestimmtes So-Sein (&#8221;Schicksal&#8221;) festlegen. Vielmehr gehen wir von der Vorstellung aus, dass das Horoskop die Summe aller m&#246;glichen Strukturen enth&#228;lt, die wir zur Gestaltung des Lebens zur Verf&#252;gung haben. Diese Gesamtheit aller m&#246;glichen Strukturen ist prinzipiell unendlich gro&#223;, aber nicht beliebig. Wir nennen sie die Form des Lebens (in Anlehnung an Wittgensteins Satz &#8220;Die Form ist die M&#246;glichkeit der Struktur&#8221;). Die Form des Lebens eines jeden Menschen ist einzigartig und wir nehmen an, dass sie durch das Horoskop abgebildet wird. Wir k&#246;nnen die Form eines Menschenlebens grunds&#228;tzlich nicht in Worten erfassen. Wir k&#246;nnen sie nur in den aktuell sichtbaren Strukturen zeigen.</p>
<p>In einer Beratung stellen wir die gegenw&#228;rtige Lebensstruktur eines Menschen mit Hilfe des Horoskops dar. Auf diese Weise machen wir diese gegenw&#228;rtige Struktur als eine m&#246;gliche Struktur bewusst &#8211; als eine m&#246;gliche Variante der einzigartigen Form des Lebens. Von dieser Erkenntnis aus k&#246;nnen wir neue Entw&#252;rfe f&#252;r Lebensstrukturen vorschlagen, die weniger Leid erzeugend sind.</p>
<p>&#8220;Wir m&#252;ssen nicht wissen, was gut ist, um zu wissen, was besser ist.&#8221; (Steve de Shazer) In diesem Sinne geht es in der astrosystemischen Deutung des Horoskops nicht darum herauszufinden, was einen Menschen zu einem guten Menschen macht (&#8221;wie er gemeint ist&#8221;, eine &#8220;Soll-Zustand&#8221;), sondern wie er einen Zustand in seinem Leben erreichen kann, den er als besser f&#252;r sich bewertet im Sinne einer Erfahrung eines immer gr&#246;&#223;er werdenden Zusammenhang zwischen Denken, F&#252;hlen und Handeln.</p>
<p><em>Der astrosystemische Deutungsansatz ist klar l&#246;sungsorientiert. Er unterst&#252;tzt den Klienten bei der Entwicklung von Lebensstrukturen, die L&#246;sungen von bestehenden Problemen wahrscheinlicher machen. Dazu bedient er sich des Horoskops als Ausdruck des individuellen M&#246;glichkeitssinnes eines Menschen, als einzigartige Form des Lebens.</em></p>
<p><strong>Identifikation</strong><br />
Unser Denken und Wahrnehmen ist nicht die Realit&#228;t. Was wir f&#252;r unsere Wirklichkeit halten, ist abh&#228;ngig von unserer Wahrnehmung und davon, wie unser Denken, F&#252;hlen und Handeln unsere Wahrnehmung beeinflusst. Wir bewerten unser eigenes und das Verhalten anderer aus bestimmten Bewusstseinszust&#228;nden heraus, mit denen wir uns identifizieren, und die den Hintergrund f&#252;r unsere Wirklichkeit bilden. Aus diesem Grund nehmen unterschiedliche Menschen auch unterschiedliche Perspektiven auf ein und dieselbe Sache ein, und sogar wir selbst werden ein und dieselbe Sache zu unterschiedlichen Zeiten unserer Lebens verschieden bewerten. So gesehen ist die Welt, wie wir sie wahrnehmen, unsere Sch&#246;pfung, eine Konstruktion unseres Geistes.</p>
<p><em>Ein astrosystemischer Deutungsansatz betrachtet den Menschen als Sch&#246;pfer seiner Wirklichkeit und leitet daraus ab, dass sich der Mensch frei f&#252;r eine Perspektive auf die Realit&#228;t entscheiden kann. Er gesteht dem Menschen also einen freien, kreativen M&#246;glichkeitssinn zu, mit dem er seinen Zugang zur Wirklichkeit zu jedem Zeitpunkt seines Lebens selbst gestalten und ver&#228;ndern kann.</em></p>
<p><strong>Ver&#228;nderung</strong><br />
Wir unterscheiden dabei zwei Grundhaltungen, die wir gegen&#252;ber der Ver&#228;nderung unserer Wirklichkeit einnehmen k&#246;nnen: wir k&#246;nnen Ver&#228;nderung als (1) mechanisch auffassen oder als (2) Ausdruck unserer Absichten.</p>
<p>(1) Wenn wir den Standpunkt einnehmen, dass die Welt wie ein mechanisches Uhrwerk funktioniert, werden wir alle Ver&#228;nderungen als unumg&#228;ngliche Notwendigkeiten erfahren. Alles, was geschieht, geschieht allein deshalb, weil es geschehen musste.</p>
<p>(2) Wenn wir hingegen anerkennen, dass wir als Menschen mit unserer Absicht aktiv und kreativ auf die Welt einwirken k&#246;nnen, dann k&#246;nnen wir dem mechanischen Ablauf der Dinge unsere Sch&#246;pferkraft entgegensetzen und die Welt gestalten.</p>
<p><em>Der astrosystemische Deutungsansatz geht also davon aus, dass es m&#246;glich ist, die Welt nach seiner freien Absicht zu gestalten. Wenn wir der Konstrukteur dieser Bilder sind, dann haben wir die F&#228;higkeit, leiderzeugende Identifikationen aufzugeben und an ihre Stelle Bilder zu setzen, die uns die Zukunft wieder &#246;ffnen.<br />
Ein astrosystemischer Deutungsansatz unterst&#252;tzt das Konstruieren heilsamerer Perspektiven auf die Welt und regt dazu an, die Verantwortung f&#252;r dieses Konstruieren zu &#252;bernehmen.</em></p>
<p><strong>Deutung</strong><br />
Die astrosystemische Deutung des Horoskops erm&#246;glicht dem Menschen, sich f&#252;r bedeutsame Augenblicke seines Lebens von den Identifikationen mit seine Vorstellungen zu l&#246;sen, um auf diese Weise wieder mit dem Sinn f&#252;r seine M&#246;glichkeiten in Kontakt zu treten. Auf der Grundlage dieser Erfahrung kann der Mensch sich f&#252;r neue Perspektiven auf sein Leben entscheiden. Das Horoskop hilft dabei, M&#246;glichkeiten zu finden, die im gr&#246;&#223;tm&#246;glichen Einklang mit den als wesentlich empfundenen, aktuellen Bed&#252;rfnissen steht.</p>
<p>Ziel einer solchen Deutung ist nicht, zu erkennen, was ist. Ziel ist es auch nicht, sofort neue und bessere Bewusstseinszust&#228;nde zu erreichen, sondern aktuell auftretende Bewusstseinszust&#228;nde, die von Leid erzeugenden Identifikationen gepr&#228;gt sind, bewusst zu machen.</p>
<p><em>Ein astrosystemischer Deutungsansatz versucht Prozesse in Gang zu setzen, in denen ich mich als Sch&#246;pfer meiner Wirklichkeit erlebe, in der ich zwischen meinen Vorstellungen von der Welt und dem L&#246;sen von diesen Vorstellungen oszilliere, jederzeit bereit, jede Ebene, die ich erreiche, auch wieder aufzugeben.</em></p>
<p><strong>Sprache</strong><br />
Astrologie wird als eine Sprache verstanden, die mit ihrer typischen Grammatik diese Prozesse organisieren kann (Ordnungsprinzip der Astrologie). Als Sprache hat sie eine Funktion, aber keinen Zweck in sich: &#8220;Astrologie ist die Algebra des Lebens&#8221; (Dane Rudhyar). Sie enth&#228;lt keine Lehre, keine besondere Philosophie, keine Ethik und keine Religion. Als Sprache zieht Astrologie eine klare Grenze zum Mystischen (Metaphysischen), dem Unaussprechlichen: &#8220;Es gibt allerdings Unaussprechliches. Dies zeigt sich, es ist das Mystische.&#8221; (Wittgenstein)</p>
<p>Wenn wir die sprachlichen Methoden der Astrologie durch nicht-sprachlichen oder vorsprachlichen Methoden erweitern (z.B. Aufstellungsarbeit, Astrodrama, Meditation), kann sich das Unaussprechliche wohl zeigen. Astrologie scheint als Sprache besonders gut geeignet, solche Erfahrungen in den sprachlichen und damit dem Bewusstsein zug&#228;nglichen Bereich zu &#252;berf&#252;hren. Sie muss sich dabei aber bewusst bleiben, dass sie nur Bilder liefert und nicht die &#8220;Wahrheit&#8221;. Diese Bilder k&#246;nnen jedoch n&#252;tzliche Metaphern liefern, um neue Perspektiven auf das eigene Leben zu gewinnen.</p>
<p><em>Der astrosystemische Deutungsansatz handelt davon, wie wir die Erfahrungen mit dem Horoskop n&#252;tzen k&#246;nnen, und zwar konsequent zur Gestaltung unseres gegenw&#228;rtigen Lebens. Er richtet die Aufmerksamkeit auf die Bew&#228;ltigung des Alltags und die &#220;berwindung Leid erzeugender Identifikationen im Hier und Jetzt. Dazu greift er weder auf den Glauben an dem menschlichen Bewusstsein entzogene (kosmische, g&#246;ttliche, archetypische) Gesetzm&#228;&#223;igkeiten zur&#252;ck noch will sie moralische oder religi&#246;se Vorstellungen etablieren. Ihr alleiniger Bezugspunkt ist das unmittelbare Erleben des Menschen.</em></p>
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		<title>Tod im Vulkan &#8211; Empedokles und die vier Elemente</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jan 2008 14:34:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher Weidner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Elemente]]></category>
		<category><![CDATA[Empedokles]]></category>
		<category><![CDATA[Sizilien]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange Zeit hat er sein Gesicht vor uns verh&#252;llt: der &#196;tna, Europas h&#246;chster und aktivster Vulkan. Dann aber zeigt er sich schlie&#223;lich, der Feuerspeiende, die grauen Regenwolken wie ein Schal um die beschneiten Schultern geworfen, strahlend wei&#223; in der tiefen Januarsonne Siziliens. Ganz oben steigen Schwaden gen Himmel auf: ein Rauchopfer auf einem dreitausend Meter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.astrophoenix.de/wp-content/aetna.png" title="Tod im Vulkan   Empedokles und die vier Elemente   aetna" alt="abbildung" />Lange Zeit hat er sein Gesicht vor uns verh&#252;llt: der &#196;tna, Europas h&#246;chster und aktivster Vulkan. Dann aber zeigt er sich schlie&#223;lich, der Feuerspeiende, die grauen Regenwolken wie ein Schal um die beschneiten Schultern geworfen, strahlend wei&#223; in der tiefen Januarsonne Siziliens. Ganz oben steigen Schwaden gen Himmel auf: ein Rauchopfer auf einem dreitausend Meter hohen Altar. In einen seiner Krater, so erz&#228;hlt man, hat sich Empedokles gest&#252;rzt, jener eigenwillige Philosoph, Arzt, Priester und Staatsmann aus dem rund 140 Kilometer entfernten Agrigent, gelegen an der S&#252;dkante des Dreispitzes Siziliens. Aus &#196;rger und Kummer &#252;ber die Sinnlosigkeit zu den Lebenden zu sprechen war er auf den Berg der Berge gestiegen und hatte seine Worte an die Natur gerichtet. Dann sprang er in die Tiefe. Andere wollen freilich wissen, dass es Hades selbst war, der dem Philosophen einen Tritt gab, denn die gro&#223;sprecherische Art der Rede erinnerte diesen wohl zu sehr an seinen ungeliebten Bruder Zeus &#8230;<span id="more-1174"></span></p>
<p>Empedokles (etwa 494-434 v.Chr.) mag zu einem Schwefelw&#246;lkchen verdampft sein – seine Leistungen beeindrucken noch heute: ihm verdankte seine Geburtsstadt Agrigent eine demokratische Verfassung, bek&#228;mpfte die Malaria, indem er die selinuntinischen S&#252;mpfe trocken legte und schrieb tausende von Gedichten, in denen er seinen Sicht der Natur und der Religion offen legte. Leider sind nur wenige seiner in Hexametern gehaltenen Texte erhalten. Doch wir wissen, dass er von seinen Landsleuten wie ein Gott verehrt wurde und gar nicht bescheiden von sich sagen konnte: „Ich aber wandle jetzt als unsterblicher Gott, nicht mehr als Sterblicher vor Euch &#8230; bin ich doch mehr als sie, die sterblichen, vielfachem Verderben geweihten Menschen!“</p>
<p>Kein Geringerer war es, dem wir unsere Vier-Elemente-Lehre verdanken, auch wenn Aristoteles oft als Urheber genannt wird. Doch dieser kann f&#252;r sich nur in Anspruch nehmen, sie verfeinert und erweitert zu haben, w&#228;hrend Empedokles wohl als erster von der Vierheit und der Wechselwirkung von Feuer, Wasser, Luft und Erde sprach:</p>
<p>„Denn die vier Wurzelkr&#228;fte aller Dinge h&#246;re zuerst: Zeus der Schimmernde [Feuer], und Hera, die lebensspendende [Erde], sowie Aidoneus [Luft] und Nestis [das Wasser], die durch ihre Tr&#228;nen flie&#223;en l&#228;sst irdischen Springquell.“</p>
<p><img src="http://www.astrophoenix.de/wp-content/agrigent.jpg" title="Tod im Vulkan   Empedokles und die vier Elemente   agrigent" alt="abbildung" />Interessant ist vor allen Dingen, dass der Sizilianer einen alten Streit zwischen den Philosophen beilegte: Ist die Welt in einen Prozess des Werdens und Vergehens eingebunden oder besteht sie dauerhaft ohne Anfang und Ende? Empedokles entschied, dass die vier Elemente das Dauerhafte der Welt ausmachen – sie sind die vier Grundbausteine, aus denen sich die Welt zusammensetzt. Doch diese Zusammensetzung ist nichts Feststehendes, sondern in einem unaufh&#246;rlichen Wandel begriffen: die Elemente setzen sich zusammen und trennen sich wieder voneinander. Dies nennen wir das Werden und Vergehen der Dinge. Zwei Kr&#228;fte sind f&#252;r diese Prozesse zust&#228;ndig die Liebe und der Streit. Die Liebe ist die Kraft der Verbindung – sie sorgt daf&#252;r, dass sich die Elemente zusammenfinden und zu den Dingen der Welt verbinden. Der Streit entspricht der Kraft der Trennung – er ist notwendig, damit sich die Elemente wieder entmischen und aus ihnen etwas Neues entstehen kann.</p>
<p>„Abwechselnd herrschen (die vier Elemente) im Umschwung des Kreises und vergehen und entstehen in und aus einander in festbestimmtem Wechsel. Denn nur diese (vier Elemente) gibt es: durcheinander laufend werden sie zu Menschen und anderer Tiere Geschlechtern; bald vereinigen sich alle zu einer Ordnung in Liebe, bald auch trennen sich wieder die einzelnen (Elemente) im Hasse des Streites, bis sie, kaum zum All-Einen zusammengewachsen, (wieder) unterliegen. Insofern nun auf diese Weise Eines aus Mehrerem zu entstehen pflegt und Mehreres wiederum aus dem Zerfall des Einen entspro&#223;t, insofern findet eine Entstehung statt, und ihr Leben bleibt nicht unver&#228;ndert; sofern aber ihre st&#228;ndige Ver&#228;nderung nimmer aufh&#246;rt, insofern bleiben sie w&#228;hrend des Kreislaufes stets unersch&#252;tterte (G&#246;tter).“</p>
<p>Dem Werden und Vergehen der Elemente, dem ununterbrochenen Prozess aus Verbindung und Trennung, die sich wechselseitig bedingen, entstehen die Vielfalt und die Einheit der Welt. Damit r&#252;ckt die Empedokleische Weltsicht nahe an die Konzepte von Yin und Yang heran, die beiden tragenden Grundprinzipien der fern&#246;stlichen Philosophie, unterscheidet sich aber darin, dass er den Elementen eine stoffliche Grundlage zubilligt, w&#228;hrend die wu xing, die f&#252;nf so genannten „Elemente“ der chinesischen Tradition wieder nur Zust&#228;nde sind.</p>
<p>Zwar haben die Philosophen vor ihm immer wieder eines der Elemente in den Vordergrund ger&#252;ckt, um es als Ursache der Welt zu beschreiben – Heraklit das Feuer, Thales das Wasser, Anaximenes die Luft -, doch als Erster definiert Empedokles die Vierheit der Elemente und ist damit auch der Ahnherr der astrologischen Elementelehre. Es wird sogar vermutet, dass das Wort „Element“, das keiner indoeurop&#228;ischen Sprachwurzel zu entstammen scheint, von ihm erfunden wurde: es wird gebildet aus der lautlichen Entsprechung der drei zentralen Buchstaben des Alphabets – LMN (sprich: „el-em-en“). Damit kennzeichnet das Wort, dass die Elemente die Urbuchstaben sind, aus denen die Sprache der Welt entsteht.</p>
<p>Mein Blick kehrt zur&#252;ck zum &#196;tna – eine ganze Welt f&#252;r sich. Sein Feuer zerst&#246;rte viele Male das Land, aber schenkte ihm auch die fruchtbarste Erde ganz Siziliens; seine steilen Flanken sind oft wolkenverhangen, denn hier staut sich die feuchte Luft und kondensiert in der K&#252;hle seiner H&#246;hen, um sich in Regen zu entladen. Hier vermischen sich die vier Elemente zu einer sch&#246;pferischen Macht, die einst den Berg der Berge aus dem Meer hob. Vielleicht war dies Grund daf&#252;r, dass sich der Philosoph, der uns die vier Elemente schenkte, sich in den Krater st&#252;rzte: hier ging er wieder auf in die Urbausteine der Welt und &#252;ber in eine neue Gestalt von der Kraft des Vulkans geschmiedet.</p>
<p>Links: <a href="http://www.zeno.org/Philosophie/M/Empedokles+aus+Agrigent" title="Quellentexte">Quellentexte</a></p>
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		<title>Quantenspr&#252;nge f&#252;r die Astrologie</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jun 2007 18:28:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger A. L. Faß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[ Quantenphysik und astrologisches Wissen &#8211; die Zusammenh&#228;nge leicht verst&#228;ndlich erkl&#228;rt.
&#62;&#62;Ein Wunder sieht man nicht alle Tage. Aber dieses Wunder war ein besonderes Wunder. Es war ein Wunder, wie es seit Anbeginn der Welt nicht gesehen wurde. So jedenfalls beschreibt der d&#228;nische Astronom Tycho Brahe seine Entdeckung aus dem Jahre 1572. Was war geschehen? Brahe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.astrophoenix.de/wp-content/physik1.jpg" title="Direkter Link zu der Datei"><img src="http://www.astrophoenix.de/wp-content/physik1.thumbnail.jpg" alt="abbildung" height="128" width="142" title="Quantensprünge für die Astrologie   physik1.thumbnail" /></a> Quantenphysik und astrologisches Wissen &#8211; die Zusammenh&#228;nge leicht verst&#228;ndlich erkl&#228;rt.</p>
<p>&gt;&gt;Ein Wunder sieht man nicht alle Tage. Aber dieses Wunder war ein besonderes Wunder. Es war <em>ein Wunder, wie es seit Anbeginn der Welt nicht gesehen wurde</em>. So jedenfalls beschreibt der d&#228;nische Astronom Tycho Brahe seine Entdeckung aus dem Jahre 1572. Was war geschehen? Brahe hatte einen neuen Stern am Himmel ausfindig gemacht! <span id="more-682"></span><br />
Uns mag das heute, in einer Zeit da st&#228;ndig neue Himmelsk&#246;rper gesichtet werden, wenig spektakul&#228;r vorkommen. Doch ein &#8220;stella nuova&#8221; brachte im 16. Jahrhundert das ganze Weltverst&#228;ndnis durcheinander. Schlie&#223;lich war bekannt, dass es eine Trennung gab zwischen dem Bereich unterhalb und oberhalb der Sph&#228;re des Mondes. In dem unteren Bereich galten die &#8220;irdischen Gesetzm&#228;&#223;igkeiten&#8221;; dar&#252;ber jedoch die &#8220;vollkommenen Gesetze&#8221;. Es war der himmlische Bereich, das Reich Gottes, wo alles vollkommen sein musste. Und weil es vollkommen war, durfte es keine &#196;nderung geben. Denn jede &#196;nderung h&#228;tte bedeutet, dass entweder der Zustand vorher oder nachher eben nicht vollkommen sei. Und dann entdeckt Brahe im Bereich des Vollkommenen einen neuen Stern: ein Wunder. Dieses Wunder wiederholt sich bald darauf. 1604 folgte die zweite Beobachtung dieser Art: Johannes Kepler entdeckte wiederum einen Stern, und zwar im Sternbild des Schlangentr&#228;gers. Das Auftauchen dieser &#8220;neuen Sterne&#8221;  l&#246;ste heftige Diskussionen in naturphilosophischen Fachkreisen aus. Ein Mann beteiligt sich an diesen Auseinandersetzungen mit besonderem Eifer. Sein Name: Galileo Galilei.&lt;&lt;</p>
<p>So beginnt die knapp 30seitige Brosch&#252;re, in der verst&#228;ndlich erkl&#228;rt wird, was denn nun das Besondere an den Erkenntnissen der Quantenphysik ist und warum die modernen Physiker astrologische Grundannahmen best&#228;tigen. Dabei wird genau der Unterschied zwischen dem &#8220;alten&#8221; und dem &#8220;neuen&#8221; physikalischen Weltbild erl&#228;utert. Die Grundideen Galileo Galileis, die &#252;ber lange Zeit das Denken der Forscher bestimmte, werden gegen&#252;ber gestellt den modernen Erkenntnissen, die diese Grundgedanken der herk&#246;mmlichen Naturwissenschaft auf den Kopf stellen.</p>
<p>Sie lernen dabei den &#8220;Geburtstag der Quantenphysik&#8221; kennen, erfahren die Haltung von Max Planck, Niels Bohr, Werner Heisenberg, Albert Einstein, Victor Mansfield und David Deutsch. Erfahren Sie, warum das Doppelspaltexperiment astrologische Thesen st&#252;tzt, was Prognose und Metagnose mit der &#8220;Viele-Welten-Theorie&#8221; zu tun hat und warum Heisenbergs Unsch&#228;rferelation die Gestaltung einer astrologischen Beratung beeinflussen kann. Die Quantenphysik zeigt zudem nicht nur, dass an Astrologie etwas dran ist, sondern zudem, was Astrologie nicht sein kann: konkrete Ereignisprognose.</p>
<p>Den Reader &#8220;<strong>Quantenspr&#252;nge f&#252;r die Astrologie</strong>&#8221; erhalten Sie als pdf per Mail f&#252;r nur 8,50 Euro. &#220;berweisung bitte auf das Konto Holger A. L. Fa&#223;, Konto Nr. 305 88 32, Ethikbank (Eisenberg), BLZ 830 944 95, Verwendungszweck: Ihr Name. Senden Sie mir parallel eine Mail an info@lebendige-astrologie.de (info [at] lebendige-astrologie.de), damit ich Ihre &#220;berweisung zuordnen kann.<br />
Gerne sende ich Ihnen den Reader auch als gedruckte Version per Post zu.  In diesem Fall kommen 5,50 Euro (Versand innerhalb Deutschlands) bzw. 8,50 Euro (Versand nach &#214;sterreich oder Schweiz) hinzu.</p>
<p align="center">* * * * * * * * * * *</p>
<p>R&#252;ckmeldungen von Leser/innen:</p>
<p><em>Sehr geehrter Herr Fa&#223;,<br />
Vielen Dank f&#252;r die prompte Zusendung.<br />
Habe das Skript schon gelesen und finde, es ist ein ausgezeichnet zusammengestellter Erkl&#228;rungsansatz &#8211; sicher auch f&#252;r Nichtphysiker verst&#228;ndlich.</em></p>
<p>*</p>
<p><em>Jetzt habe ich endlich verstanden, worum es denn eigentlich geht!</em></p>
<p>*</p>
<p><em>Lieber Holger,<br />
deinen Beitrag &#252;ber die Zusammenh&#228;nge der Astrologie und der Quantenphysik habe ich in einem Rutsch gelesen. Toll! Das ist wirklich spannend geschrieben! Jetzt f&#252;hle ich mich f&#252;r Diskussionen dar&#252;ber gut ger&#252;stet <img src='http://www.astrophoenix.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="abbildung" class='wp-smiley' title="Quantensprünge für die Astrologie   icon wink" /> </em></p>
<p>*</p>
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		<title>Das Sch&#246;pfungsprinzip in der Astrologie</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2007 12:49:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Brigitte Hamann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[von Brigitte Hamann
Geist herrscht &#252;ber Materie
Geist herrscht &#252;ber Materie &#8211; eine Weisheit, die in vielen alten Lehren und Zitaten gro&#223;er Meister zu finden ist. Nichts Neues also unter der Sonne, wenn es heute die Spatzen von den D&#228;chern pfeifen, dass der Mensch der Sch&#246;pfer seines Lebens ist.  In dem Buch Bleep  gibt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.astrophoenix.de/wp-content/wolken-2.jpg' alt="abbildung"  title="Das Schöpfungsprinzip in der Astrologie   wolken 2" /><em>von Brigitte Hamann</em><br />
<strong>Geist herrscht &#252;ber Materie</strong><br />
Geist herrscht &#252;ber Materie &#8211; eine Weisheit, die in vielen alten Lehren und Zitaten gro&#223;er Meister zu finden ist. Nichts Neues also unter der Sonne, wenn es heute die Spatzen von den D&#228;chern pfeifen, dass der Mensch der Sch&#246;pfer seines Lebens ist.  In dem Buch <em>Bleep</em>  gibt es in dem Kapitel &#8220;Geist ist st&#228;rker als Materie&#8221; dazu den herzerfrischenden Vorschlag, einmal folgendes Experiment zu machen:<br />
<span id="more-651"></span><br />
&#8220;Achten Sie auf Ihren inneren Zustand.<br />
Platzieren Sie nun ein gro&#223;es Klavier oder einen Konzertfl&#252;gel    ungef&#228;hr ein Meter &#252;ber Ihrem Fu&#223;.<br />
Lassen Sie los.<br />
Achten Sie auf Ihren inneren Zustand&#8221;.</p>
<p>Das Fazit: &#8220;Die Vorstellung, dass der Geist st&#228;rker ist als die Materie, ist ein Realit&#228;tsmerkmal; und in unserem Gedankenexperiment mit dem Konzertfl&#252;gel konnten wir belegen, oder Sie zumindest davon &#252;berzeugen, dass es ebenfalls ein Realit&#228;tsmerkmal ist, dass die Materie st&#228;rker ist als der Geist&#8221;. Die Autoren sprechen im Weiteren von der verflochtenen Hierarchie, einem weiteren Aspekt der Huhn-und Ei-Frage des Universums.</p>
<p>&#220;brig bleibt, dass, wenn der Schock &#252;ber das Klavier, das auf den Fu&#223; gefallen ist, sich gelegt hat, es sehr schnell wieder darum geht, was wir mit der Tatsache unseres l&#228;dierten Fu&#223;es anstellen. Um das zu verstehen brauchen wir nur an Extrembeispiele wie Christopher Reeve, den querschnittsgel&#228;hmten einstigen Erfolgsschauspieler denken, der zum Leuchtturm f&#252;r andere Behinderte wurde. </p>
<p>Die Frage, was das denn genau bedeutet, dass wir unsere Realit&#228;t erschaffen, wo die M&#246;glichkeiten und Grenzen liegen, wie wir es tun und warum wir es tun, hat mich &#252;ber viele Jahre meines Lebens bewegt. 1976 begegnete mir Paul Watzlawiks Buch &#8220;Wie wirklich ist die Wirklichkeit&#8221;? und &#252;bte einen gro&#223;en Einfluss auf mich aus. Zitate der gro&#223;en Lehrer und Religionsstifter, die &#252;bereinstimmend auf die grundlegende Bedeutung unseres Geistes f&#252;r den Ablauf unseres Lebens hinweisen kreisten in meinem Kopf und Bauch. Sie sprachen davon, dass die alles entscheidende Frage ist, ob wir Herr &#252;ber unser Denken sind, das ja letztlich nicht einfach so existiert sondern im Bereich unserer emotionalen Natur, unserer Gestimmtheit dem Leben gegen&#252;ber entspringt. Ich verstand: das Wort &#8220;Geist&#8221; ist  im Sinne von &#8220;Geist, Gem&#252;t, Seele&#8221; zu verstehen, nicht im Sinn von &#8220;Intellekt&#8221;.</p>
<p>Hier einige Zitate dazu:</p>
<blockquote><p>Der Geist ist alles. Was du denkst, wirst du werden.  Buddha<br />
Wir sind durch unseren Geist gebunden und wir werden frei durch unseren Geist&#8230; Derjenige, der aus einer starken &#220;berzeugung heraus sagt  wird frei sein.  Ramakrishna<br />
Es geschehe dir nach deinem Glauben. Jesus<br />
Die gr&#246;&#223;te Entdeckung meiner Generation ist, dass ein Mensch sein Leben ver&#228;ndern kann indem er seine Einstellung ver&#228;ndert. William James<br />
Wenn du deinen Geist beherrschst beherrschst du die Welt.  Aus dem I Ging</p></blockquote>
<p>Dass der Mensch der Sch&#246;pfer seiner Realit&#228;t ist zeigt auch die Quantenphysik und, ganz schlicht, unsere allt&#228;gliche Erfahrung. Nicht umsonst spricht man von dem sprichw&#246;rtlichen &#8220;linken Bein&#8221;, mit dem man aufgestanden ist.<br />
Wenn sie uns auch nicht immer bewusst ist, unsere sch&#246;pferische T&#228;tigkeit in jedem Augenblick  ist also etwas, worauf seit Jahrtausenden immer wieder hingewiesen wurde. Wir gestalten die Qualit&#228;t unserer Erfahrungen, doch wir tun es nicht in einer spontanen, immer neuen und frischen Reaktion auf das, was gerade ist, sondern aus einer bestimmten Gestimmtheit heraus, aus einer mitgebrachten Veranlagung und ihrer Auspr&#228;gung heraus, die sich durch unsere Deutungen und die Einfl&#252;sse unserer Sozialisation entwickelt hat. Wir sehen das Leben, durch unsere pers&#246;nliche &#8220;Brille&#8221;, die jedoch nicht als etwas Negatives, Abzulegendes zu sehen ist, sondern als das, worin – wenn man davon ausgeht, dass das Leben Sinn und Bestimmung hat &#8211; unser Beitrag zum Leben zu finden ist.  In meinem 1994 erschienen Buch <em>Lebensmuster &#8211; Elternbilder im Horoskop </em>ver&#246;ffentlichte ich zum ersten Mal &#220;berlegungen dazu.</p>
<p><strong>Der sch&#246;pferische Mensch im Horoskop</strong><br />
Alle Aussagen lassen sich in den folgenden Kerns&#228;tzen zusammenfassen: &#8220;Wir erschaffen  die Wirklichkeit, in der wir leben&#8221;, &#8220;Wir bekommen das, was wir glauben&#8221; und &#8220;Wir ziehen das an, was wir aussenden&#8221;.   Was wir aussenden und was wir dadurch erschaffen ist  das Resultat dessen was wir glauben. Unser Glaube ist unsere subjektive Wahrheit, das, was f&#252;r uns in diesem Augenblick wahr ist, weil wir es glauben.  </p>
<p>Das f&#252;hrte mich zu den Fragen: Wo ist die tiefste Form des Glaubens im Horoskop?  Ist Glaube ein rein geistiges Konzept und kann er in der Astrologie ausschlie&#223;lich einem Haus &#252;ber dem Horizont, dem 9. im Allgemeinen, zugeordnet werden? Wie sieht der Glaube aus, der uns als ganzen Menschen betrifft? Sind alle Faktoren im Horoskop als gleichwertig anzusehen, was das Erschaffen unserer Wirklichkeit angeht, oder gibt es eine Hierarchie? </p>
<p><em>Wo zeigt sich das Sch&#246;pfungsprinzip in der Astrologie?</em></p>
<p><strong>Forschungsprojekt  IC/MC-Achse</strong></p>
<p>Anfang der 90iger Jahre begannen das MC und in der Folge das IC mich besonders zu faszinieren. Was bedeutete diese Achse? Ihr wurde bisher kaum Beachtung geschenkt. W&#228;hrend es zur AC/DC-Achse umfangreiche Literatur gab und jeder &#8211; sogar die meisten astrologischen Laien &#8211;  wei&#223;, dass es einen Aszendenten gibt und dass er etwas wichtiges ist, war der Begriff  des MC oder gar seine ausgeschriebene oder ins Deutsche &#252;bersetzte Bedeutung kaum bekannt: <strong>Medium Coeli, die Himmelsmitte</strong>. Analog dazu steht das IC, das <strong>Imum Coeli, die Himmelstiefe</strong>. Die Deutung dieser Achse beschr&#228;nkte sich auf Schlagworte wie Beruf und Berufung, wobei man sich auf das MC konzentrierte. Dem IC wurden vor allem Familie und Herkunft zugeordnet. Gelegentlich wurde das MC auch allgemein als Lebensziel definiert ohne n&#228;here Erl&#228;uterung, was genauer darunter zu verstehen ist und in welchem Verh&#228;ltnis dieses Lebensziel zu den anderen  Faktoren des Horoskops steht. Ber&#252;cksichtigt wurde in der Regel dabei eben nur das MC und nicht die gesamte Achse. </p>
<p><em>Kann aber ein einzelner Punkt das Ergebnis eines ganzen Lebens sein? Wo bleibt das Prinzip der Polarit&#228;t, deren Ganzheit nur in einer Synthese liegen kann wie zwei Seiten n&#246;tig sind, um eine M&#252;nze  zu bilden?</em></p>
<p>Auf dem Weltkongress der Astrologie in Luzern 1996  stellte ich ein Deutungsmodell der IC/MC-Achse vor, bei dem ich das MC noch als das Ziel definierte Ich hatte das Imum Coeli als das, woher wir kommen und das Medium Coeli  als das, wohin wir gehen definiert. Aus diesem Grund <em>w&#228;hlte ich auch die Bezeichnung IC/MC-Achse, bei der das IC entgegen der allgemein &#252;blichen Reihenfolge zuerst genannt wird.</em> </p>
<p>Damals entstand der Gedanke, ein Buch zu diesem Thema zu schreiben. Bei den &#220;berlegungen zu diesem Buch stellte sich jedoch heraus, dass noch etwas Wesentliches fehlte. Das Modell, dass wir beim Imum Coeli starten und uns zum Medium Coeli  hin bewegen, erschien mir zwar nicht falsch, aber nicht ausreichend.  Nachdem ich eine weitere gro&#223;e Zahl von Horoskopen unter dem Gesichtspunkt des Lebensziels und der IC/MC-Achse untersucht und die Ergebnisse in Beratungen angewendet hatte kam ich zu dem Ergebnis, das sich heute in meinen B&#252;chern <em>Ihr Lebensziel, Entwicklungsorientierte Astrologie, Das Innere Kind im Horoskop</em>, in Artikeln und Seminarmitschriften findet.</p>
<p>Die Untersuchungen zeigten, dass wir tats&#228;chlich w&#228;hrend unseres Lebens zwischen den beiden Polen hin- und her wandern, dass wir aber letztlich immer eine Form von Synthese leben. Diese Synthese liegt manchmal n&#228;her an dem, was das MC beinhaltet, zu anderen Zeiten mehr am IC oder mehr in der Mitte zwischen beiden. Das gleiche gilt f&#252;r die unterschiedlichen Lebensbereiche, die einmal mehr unser IC, dann unser MC aktivieren.</p>
<p>Wir verlassen also offensichtlich nicht den einen Pol &#8211; das IC  &#8211; um uns zum MC  zu bewegen, und kommen dort irgendwann endg&#252;ltig an. Bedeutet das, das wir ganz einfach wieder in unsere alten Muster zur&#252;ckfallen, die des Imum Coeli, dem, woher wir kommen und was wir ablegen m&#252;ssen? Ist das Imum Coeli  unsere Versuchung, nicht zu wachsen und zu bleiben wo wir sind?</p>
<p><strong>Ergebnisse</strong></p>
<blockquote><p>Definition von IC und MC:<br />
IC und MC sind wie Quelle und Flussbett. Das Wasser einer Quelle muss in eine Form finden, damit es nicht versandet. Ebenso muss unserer innerer Antrieb eine Form erhalten, damit er sich in der konkreten Welt manifestieren kann.</p>
<p>Definition der IC/MC-Achse:<br />
Die IC/MC-Achse beschreibt den roten Faden unseres Lebens und es ist m&#246;glich, alle zentralen Erfahrungen und Ereignisse eines Lebens ausschlie&#223;lich &#252;ber sie zu finden und zu definieren.
</p></blockquote>
<p>Die folgenden drei Thesen bilden eine Zusammenfassung meiner Untersuchungen:</p>
<p>1.	<strong>Das IC ist unser sch&#246;pferisches Potenzial</strong>. Es ist der seelische Motor unseres Seins, das Fundament und die Quelle unserer Lebens und unseres Entwicklungsweges. Mit diesem Potenzial erschaffen wir unsere Pers&#246;nlichkeit und damit unsere individuelle Variante, in der wir dem Leben gegen&#252;ber stehen und unsere Themen verwirklichen. Das IC symbolisiert, was wir  auf der tiefsten Ebene unseres Seins vom Leben wollen. <em>Wie wir aus dieser Lebensquelle sch&#246;pfen – die Qualit&#228;t, die wir ihr geben,  wirkt sich auf alle anderen Faktoren des Horoskops aus.Wir k&#246;nnen nicht besser kommunizieren, Partnerschaften leben, beruflich voran gehen oder kreativ sein, als es unser tiefstes Inneres zul&#228;sst. So ist das IC die Quelle aller Probleme, Freuden und M&#246;glichkeiten</em> .</p>
<p>2.	<strong>Das MC zeigt die Gesamtheit aller M&#246;glichkeiten, die uns zur Verf&#252;gung stehen, um zu dem zu kommen, was wir wollen und diesem inneren Antrieb eine &#228;u&#223;ere Form zu verleihen. </strong>.<br />
In diesem Sinn zeigt es alle uns zur Verf&#252;gung stehenden L&#246;sungsstrategien, von denen manche geeigneter und manche weniger geeignet sein k&#246;nnen, um unsere W&#252;nsche und Ziele zu verwirklichen. Es enth&#228;lt die erg&#228;nzenden Eigenschaften, Verhaltensweisen und Themen, die wir ben&#246;tigen, um unser IC auf eine reifere und entwickeltere Ebene zu heben und so seinen besten Qualit&#228;ten Ausdruck zu verleihen. </p>
<p><em>Deshalb f&#252;hrt unser Entwicklungsweg &#252;ber das MC.  Diese Bewegung vom IC zum MC ist jedoch als eine Kreisbewegung zu verstehen &#8211; der Meridiankreis &#8211; bei dem wir immer wieder &#8220;unten&#8221;, am IC ankommen, um zu pr&#252;fen, wie erfolgreich wir mit der aktuellen L&#246;sungsstratege waren und k&#246;nnen uns dann erneut dem MC und besseren Varianten zuwenden.</em> </p>
<p><em>Wir w&#228;hlen immer Varianten, die unserem inneren Entwicklungsstand entsprechen, wir k&#246;nnen gar nicht anders. Oft sind sie nicht optimal f&#252;r das gew&#252;nschte Ergebnis. Sie sind einfach die aktuell bestm&#246;gliche Variante. Diese Kreisbewegung, in der alle anderen Faktoren, auch die AC/DC-Achse wenn auch auf besondere Weise eingeschlossen sind, ist Entwicklung.  Wir entwickeln uns immer an beiden Polen und, ausgehend davon, an allen anderen Punkten des Horoskops. </em></p>
<p>3.	<strong>Das Lebensziel liegt in der Synthese zwischen IC und MC.</strong><br />
Da IC und MC Gegenpole darstellen, die sich naturgem&#228;&#223; erg&#228;nzen, kann Ausgewogenheit immer nur in einer Verbindung beider Pole entstehen. <em>Diese Synthese entspricht der h&#246;chsten Vision, die wir von uns entwerfen und anstreben k&#246;nnen.  Sie ist nicht als ein statischer Punkt in der Mitte zu verstehen, sondern als lebendiger, sch&#246;pferischer Prozess, bei dem wir manchmal mehr zu MC neigen, dann wieder mehr zum IC. Es ist ein Oszillieren zwischen dem, was beide zur Verf&#252;gung stellen.</em></p>
<p>Jeder Mensch findet seine ganz eigene und individuelle Variante dieser Synthese und bildet so seinen roten Lebensfaden, das, was f&#252;r ihn charakteristisch ist und ihn zu einem einzigartigen Individuum macht. Hier findet sich die astrologische Analogie zu Antoine de Saint-Exuperys bekanntem Zitat &#8220;<em>Der Weg ist das Ziel</em>&#8220;. </p>
<p>4.	<strong>Hinzu kam die Interpretation dessen, was ich die Fluchtpunktachse nenne.</strong><br />
Sie besteht in der Zeichenkombination, die ein Quadrat zu den Zeichen der IC/MC-Achse bildet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Zeichen, das sich auf der Seite des Aszendenten befindet (&#246;stlicher Fluchtpunkt). Er kann mit dem tats&#228;chlichen Aszendenten zusammenfallen, muss es jedoch nicht. Dabei geht es nicht um Gradzahlen oder Herrscher sondern nur um die Zeichenqualit&#228;t. Der Fluchtpunkt beschreibt wichtige Vermeidungsstrategien, die wir anwenden, um uns vor unseren Lernthemen zu dr&#252;cken. Gleichzeitig stellt dieses Zeichen, wenn es richtig genutzt wird, wesentliche Ressourcen zur Verf&#252;gung, mit deren Hilfe wir uns unserem Ziel n&#228;hern k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Der Weg der IC/MC-Achse </strong></p>
<p>Um diese Bewegung zwischen IC und MC weiter zu verdeutlichen bietet sich auch das – allerdings zweidimensionale &#8211;  Bild von einer Wegstrecke an, auf der wir immer hin- und herfahren. </p>
<p>Stellen Sie sich vor, Sie steigen in K&#246;ln in Ihr Auto und fahren nach N&#252;rnberg. N&#252;rnberg ist Ihr Ziel, denn Sie wissen, dort gibt es etwas, was Sie brauchen, um Ihr Leben in K&#246;ln erfolgreich zu gestalten. Also fahren Sie los und schauen sich an, was es unterwegs so alles zu sehen gibt. Dann kommen Sie in N&#252;rnberg an und stellen fest, dass dort vieles ganz anders ist. In gewisser Weise ist es genau das Gegenteil von dem, was Sie von K&#246;ln her kannten. Das erweitert Ihr Blickfeld, Ihre Einsichtsf&#228;higkeit und Ihre Entscheidungsm&#246;glichkeiten. Mit diesem Wissen ausgestattet, fahren Sie wieder zur&#252;ck nach K&#246;ln und wenden es dort nutzbringend an. Ihr Leben in K&#246;ln ver&#228;ndert sich, Ihre Art, &#252;ber K&#246;ln zu denken und es zu erleben hat sich ver&#228;ndert. Mit dieser neuen Perspektive versehen, machen Sie sich nun  wieder auf den Weg nach N&#252;rnberg, um Ihre Erkenntnisse zu vertiefen und herauszufinden, was es dort noch so alles gibt. So bewegen Sie sich st&#228;ndig von einem Ort zum anderen, und mit jeder Fahrt wird Ihnen die Wegstrecke vertrauter und Ihr Leben an jedem Ort &#252;bernimmt Anteile von dem, was Sie an dem anderen Ort erlebt und gesehen haben. Sie verlassen nicht die Stadt, aus der Sie kommen, sondern es findet eine wechselseitige Durchdringung mit Informationen, Erkenntnissen und Erlebnissen statt, die Ihnen neue Sichtweisen er&#246;ffnen und Ihr Pers&#246;nlichkeitsspektrum insgesamt erweitern. </p>
<p>Auf das Horoskop &#252;bertragen bedeutet das, dass Sie tats&#228;chlich das Wissen und die F&#228;higkeiten ben&#246;tigen, die am Medium Coeli liegen, um in Ihrer Gesamtentwicklung weiterzukommen, dass Sie sich jedoch immer an beiden Polen entwickeln. Wenn Sie Ihr Imum Coeli  hinter sich lassen w&#252;rden, w&#252;rden Sie dem Lebensprinzip widersprechen, dass immer alles vorhanden ist, aktiver oder passiver, h&#246;her oder weniger hoch entwickelt, dass nur nicht alles zur gleichen Zeit gleich deutlich zutage tritt.</p>
<p><strong>Das Medium Coeli</strong></p>
<p>Das Medium Coeli  hat die Funktion eines Wegweisers. Es zeigt an &#252;ber welchen &#8220;Ort&#8221; wir fahren m&#252;ssen, um die richtige Richtung einzuschlagen. Das Ergebnis oder Endziel kann es jedoch nicht sein, denn das vollkommene Ergebnis kann immer nur dort sein, wo sich die gegenpolare Welt wieder zusammenfindet, um ein Ganzes zu bilden.<br />
<em>Wie bereits weiter oben beschrieben muss es in der Synthese zwischen den beiden Tierkreiszeichen liegen, die von der IC/MC-Achse angeschnitten werden.</em> Dort, wo sich die gegens&#228;tzlichen Eigenschaften von Widder und Waage, Stier und Skorpion, Zwillinge und Sch&#252;tze vereinen, um etwas Neues, Drittes zu bilden, das alle Widerspr&#252;che integriert, dort ist das ideale Ziel, die  h&#246;chste Vision, die die IC/MC-Achse zur Verf&#252;gung stellt. </p>
<p>Da Menschsein bedeutet, sich &#252;ber Gegens&#228;tze zu erfahren, brauchen wir den  Gegenpol des Medium Coeli, um zu erfahren, wer wir am Imum Coeli sind und was wir dort alles sein k&#246;nnen, wenn wir sein Potenzial heben. Unsere Entwicklung entspricht dabei mehr dem Zusammensetzen eines Puzzles, Stein und Stein, zu einem immer vollst&#228;ndigeren Bild, als dem Aufstieg auf einer Leiter. Die differenzierteren Stufen unseres Bewusstseins erreichen wir, in dem wir uns und unser Leben in seiner Gesamtschau und ganzheitlich in der Wechselwirkung mit anderen Menschen und zur Umwelt allgemein betrachten.</p>
<p><strong>Das Imum Coeli </strong></p>
<p>Das Imum Coeli, der Nadir, der „Nachtpunkt“, die Himmelstiefe, ist der tiefste, verborgenste, dunkelste und geheimnisvollste Punkt im Horoskop. Astronomisch gesehen liegt er f&#252;r uns unsichtbar auf der anderen Seite der Erde. Psychologisch gesehen kann er als das Unbewusste bezeichnet werden, das, was nicht im Licht unseres Bewusstseins liegt. </p>
<p>Als tiefster Punkt  bildet es das <em>Fundament des Horoskops.</em> Per Definition ist das Fundament  immer die Basis. Das Fundament eines Hauses ist sein Keller und nicht der 1. Stock. Auf das Horoskop &#252;bertragen bedeutet das, dass das Fundament des Horoskops also z. B.  nicht die <em>AC/DC-Achse</em> sein kann. <em>Der Aszendent ist das Symbol f&#252;r den Punkt, an dem wir in unsere eigenst&#228;ndige k&#246;rperliche Existenz treten. Er sagt etwas &#252;ber unsere physische Veranlagung und unsere instinktiven Bed&#252;rfnisse und Reaktionsweisen aus, &#252;ber unser &#220;berlebensprogramm und &#252;ber unseren Willen, zu &#252;berleben, aber nicht &#252;ber unseren wahren Willen im Sinne einer pers&#246;nlichen Wahl und Entscheidung.<br />
Entsprechend muss man der AC/DC-Achse innerhalb des Hauptachsenkreuzes eine andere Gewichtung zuweisen.</em> In dem Beispiel aus dem  <em>Bleep </em> Buch zeigt sich sehr sch&#246;n die verflochtene Hierarchie der beiden Hauptachsen, aber auch, was letztlich &#252;berwiegt.</p>
<p>Um das besser zu verstehen denken Sie &#252;ber den folgenden Satz nach:</p>
<blockquote><p>Eine gro&#223;e Seele in einem gehandicapten K&#246;rper wird ein gro&#223;artiges Leben erschaffen, eine kleine Seele in einem gro&#223;artigen K&#246;rper jedoch nicht. </p></blockquote>
<p>Traditionell wird das 4. Haus mit Gef&#252;hl assoziiert. Dane Rudhyar  bezeichnet es als das Haus, in dem wir Stabilit&#228;t erlangen k&#246;nnen: &#8220;Die Spitze des vierten Hauses ist der Punkt der st&#228;rksten St&#252;tze und der sichersten Grundlage f&#252;r die Erbauung von allem, das sich &#252;ber den Erdboden erheben soll&#8221; und &#8220;Im vierten Haus kann und soll die Person zur Erfahrung des Zentrums kommen – des Zentrums ihrer eigenen, globalen, totalen Pers&#246;nlichkeit, wie auch des Zentrums der globalen Menschheit, einer fest niedergelegten und konkret realen Bruderschaft des Menschen&#8221;. </p>
<p>Kommen wir zur&#252;ck zu den alten Lehren, die in unterschiedlichen Varianten von unserem Glauben sprechen, der unsere Wirklichkeit erschafft. Diese &#220;berzeugung wurde von der modernen Psychologie aufgegriffen und z. B. mit dem Begriff Glaubenss&#228;tze, die unser Lebens steuern, zusammengefasst.  </p>
<p>Was aber ist ein Glaubenssatz? </p>
<p>Die beste Definition daf&#252;r fand ich bei Anthony Robbins: Bei einem Glaubenssatz &#8220;handelt es sich um ein Gef&#252;hl der Gewissheit, das man in bezug auf einen bestimmten Sachverhalt hat. Wenn Sie beispielsweise glauben, intelligent zu sein, dann sagen Sie eigentlich:  &#8220;Ich glaube, dass ich intelligent bin&#8221;.</p>
<p>Obwohl wir bei einem Glaubenssatz oft sagen, dass wir denken, dass etwas so und so ist, ist er also kein geistiges Konzept,  das  als solches in den 3. Quadranten des Horoskops fallen w&#252;rde (3. Quadrant: Geist, Denken, Umwelt), sondern etwas, das zutiefst mit Gef&#252;hl verbunden ist. Die Transaktionsanalyse nennt die Summe unserer Glaubenss&#228;tze unser Lebensdrehbuch. Darin sind alle bewussten und unbewussten &#220;berzeugungen enthalten, die wir einmal gewonnen haben, wobei die unbewussten uns am st&#228;rksten steuern. Unsere &#220;berzeugungen entstehen aus der Mischung mitgebrachter Anlagen und unseren Erfahrungen. Diese Faktoren sind jedoch nicht statisch zu verstehen sondern als Pool an M&#246;glichkeiten, aus dem gesch&#246;pft werden kann. Unsere Glaubenss&#228;tze entstehen, weil wir dazu tendieren, auf Grund unserer Anlagen unseren Erfahrungen eine bestimmte Bedeutung beizumessen. Dadurch werden sie zu Referenzerlebnissen, auf die wir bei aus unserer Sicht &#228;hnlich gelagerten F&#228;llen zur&#252;ckgreifen. Es handelt sich um Vorstellungen, die emotional aufgeladen wurden und die durch diese Aufladung &#252;ber eine intensive  sch&#246;pferische Energie verf&#252;gen. Diese Energie muss, da sie eine emotionale oder, weiter gefasst, seelische ist, im 4. Haus zu finden sein. </p>
<p>Die tiefste und wirkungsvollste Ebene, auf der wir  den Dingen unsere pers&#246;nliche Bedeutung beimessen und auf der wir infolgedessen unsere Wirklichkeit erschaffen muss also am Imum Coeli zu finden sein.</p>
<p>Die Aussagen des <em>Imum Coeli </em> als dem tiefsten Wirklichkeitszugang, den wir haben, k&#246;nnen denen des <em>Mondes</em> erheblich widersprechen. Hier zeigt sich der Unterschied in der Bedeutung und Gewichtung der H&#228;user und den ihnen thematisch verwandten Planeten. Wenn wir am Imum Coeli  ein verborgenes problematisches Bild von uns selbst und der Welt haben, k&#246;nnen wir das Potenzial, das in unserem &#252;brigen Horoskop enthalten ist, auch nur eingeschr&#228;nkt nutzen. Das gilt f&#252;r den Mond ebenso wie f&#252;r die AC/DC-Achse und alle anderen Faktoren. </p>
<p>Stellen Sie sich vor, Ihr Traumpartner oder Traumpartnerin k&#228;me vorbei. Wird er sie mit Zauberhand ber&#252;hren und erl&#246;sen? Wird es, wenn sie ihn oder sie einmal gefunden sein wie im M&#228;rchen &#8220;…und sie lebten gl&#252;cklich immer fort&#8221;? Man k&#246;nnte es denken, denn die Fragen, die Astrologen, Wahrsagern und Kartenlegern immer wieder gestellt werden, sind:<br />
&#8220;Wann lerne ich ihn kennen? Kommt sie zur&#252;ck? Werde ich Erfolg haben&#8221;? &#8211; als ob all diese Fragen etwas sind, das unabh&#228;ngig von uns geschieht oder nicht. Wenngleich es mehr als verst&#228;ndlich ist, dass uns diese Fragen bewegen bleibt, dass die eigentliche Aufgabe damit beginnt, dass eine Beziehung beginnt. Sie ist nicht die Patentl&#246;sung, mit der alles gut wird. Was immer uns an M&#246;glichkeiten vom Leben geboten wird k&#246;nnen wir nur so gut nutzen, wie unsere innere Verfassung es zul&#228;sst. Wenn Sie in Ihre Muster verstrickt sind, k&#246;nnen Sie sich auch aus der Traumbeziehung nicht das nehmen, was sie an Gl&#252;ck bieten k&#246;nnte – vielleicht aber doch eine Lernerfahrung, die Sie weiter bringt. Alles Leben und alles Gl&#252;ck beginnen mit dem IC, der Quelle unserer Erfahrungen und Ziele in diesem Leben.</p>
<p>Die tiefgreifendsten Pers&#246;nlichkeitsver&#228;nderungen sind also am Imum Coeli m&#246;glich. Wenn wir hier &#8220;Licht ins Dunkel&#8221; bringen erschaffen wir eine neue Wirklichkeit anstatt eine zu konstruieren, die auf alten emotionalen Mustern, Wiederholungen von fr&#252;heren Erfahrungen, unbewussten Reaktionen und Projektionen beruht. Die Erfahrung des Imum Coeli kann ein umfassendes &#8220;aha&#8221;-Erlebnis ausl&#246;sen und neue Gewissheiten erzeugen, die unser Leben in eine Bahn lenken, auf der alte Schwierigkeiten von uns abfallen und die einer neuen Vision von uns selbst entspricht.</p>
<blockquote><p>Aus diesen &#220;berlegungen heraus erhalten das Imum Coeli und das dazugeh&#246;rige 4. Haus eine &#252;berragende Bedeutung im Horoskop. </p>
</blockquote>
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