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Christopher Weidner

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5 Kommentare

  1. Dagmar Wäscher
    Dagmar Wäscher
    12. August 2007 @ 14:29

    Lieber Christopher,
    eine überwältigende Beschreibung des UR/NE-Grades! Spricht mich absolut an, kein Wunder ;)

    Noch ein Hinweis zu den Neumondnächten: es ist ja wieder soweit! Die Nächte der 1001 Sternschnuppen stehen uns bevor: die Erde befindet sich (wie jedes Jahr in diesem Zeitraum) im Bereich der Perseiden. Experten sagen, dass wir heute Nacht, so zwischen 3 und 6 Uhr die meisten Sternschnuppen beobachten können.
    Das nur zum Thema Wünsche.

    In diesem Sinne – wünsch dir was!
    Dagmar

  2. Susanne
    12. August 2007 @ 16:29

    Uranus-Neptun
    Die Schamanin
    oder Heilen durch den Geist.
    Bekannte Heiler sind Messmer und Rasputin, die mit dieser Konstellation gesegnet waren.
    Aus dem ungeteilten Urmeer(Neptun)
    schöpft der Uranus den ersten Impuls und leuchtet so das Dunke aus.
    Im Trüben fischen..

    20. Von der Freiheit

    Gib das Wissen auf

    Sei ohne Angst

    Gibt es einen Unterschied zwischen Ja und Nein?

    Gibt es einen Unterschied zwischen Gut und Böse?

    Muss ich fürchten, was alle fürchten?

    Welch ein Unsinn !

    Die Masse freut sich am Tieropfer

    und im Frühling am Besteigen der Berge

    Ich allein bleibe still, ohne Schicksal

    wie ein neugeborenes Kind

    wie einer ohne Heimat

    Andere besitzen in Fülle

    mich erfüllt Besitzlosigkeit

    ich bin wie ein Narr

    verloren und verwirrt

    Andere scheinen hell und klar

    ich scheine dunkel und trübe

    Andere scheinen klug und erleuchtet

    ich scheine dumm und umnachtet

    schwankend wie das Meer

    haltlos wie der Wind

    Andere sind geschäftig

    ich bin fern wie ein Einsiedler

    Ich bin anders als die andern

    mich ernährt die Große Mutter

    Lao Tse
    Tao Te King

    http://gutenberg.spiegel.de/?i.....1#gb_found

    Das Nichts wirkt Zeitlos.
    Die Zeit ist aufgehoben.
    der Schamane heilt von Gewesenen bis noch Kommenden.
    Er bricht so alte Erbschuldgefühle auf, die in uns lauern.
    Der Strahl verscheucht die Geister der Qual.

    Etwas ordentlicher geschrieben:
    Dieser Neumond fordert auf, bewusster mit dem zu sein, was Wir uns und unseren Kindern an Giften zuführen.
    Heilung ist ganzheitlich.
    Die Vitalkräfte des Löwen sollen geweckt werden.
    Die Natur steht mit vollem Heilkraut zur Ver-fügung.
    und Kinder lieben Wald und Flur, gespickt mit alten Legenden von Feen und Kobolde.
    Das ist ein Wunsch von Mir
    und grüssles
    Susanne
    P.S. Dank an Avec für den Guttenberg;-

  3. Yamuna
    Yamuna Becker
    12. August 2007 @ 17:52

    Lieber Chris,

    wieder mal ein großes Kompliment für diesen sehr tiefgründigen Beitrag! Er hat mich ebenso wie der zum Krebs-Neumond sehr nachdenklich gemacht, denn bei mir findet dieser Neumond 1° von meinem Uranus entfernt statt, dem seit Wochen Neptun gegenübersteht – da kann ich mich ja auf was gefaßt machen ;-) )
    Liebe Grüße
    Yamuna

  4. Sigrid
    15. August 2007 @ 20:02

    …also eigentlich würde ich mich gerne täglich wundern. In letzter Zeit habe ich mich oft gefragt wieviel Wunder steht mir zu. Wieviel Wunder braucht mein Leben. Da ist natürlich der Titel: lasst Wunder wahr werden gefundene Beute. Am liebsten währe mir das Wunder auf Bestellung: da hätte ich dann immer Zeit genug Erlebtes zu verdauen und das Wesentliche aufzunehmen.Aber ist es nicht ein wesentliche Phänomen des Wunders , dass es nicht so offensichtlich erscheint, sondern auf leisen Sohlen daherkommt und nach seinem unscheinbaren Besuch dich völlig verändert zurück lässt.
    …auch Heilung basiert auf dieser Energie…
    lieben Gruß Euch allen
    Sigrid

  5. Brigitte Hamann
    Brigitte Hamann
    24. September 2007 @ 08:18

    Lieber Christopher, dein Beitrag zu Uranus/Neptun ist ganz wunderbar! Du bringst Menschen diese ungewöhnliche Konstellation voller Potential wirklich nahe. Liebe Grüße Brigitte

Neumond August 2007 – Lass Wunder wahr werden!

Der Mond, Zeitqualität | (5) Kommentare |

abbildungMorgen, am 13.08.2007 um 00:42:21 Uhr, ist es wieder soweit: Sonne und Mond befinden sich in Konjunktion – es ist Neumond, der Mond ist nicht sichtbar, er wird vom hellen Licht der Sonne überstrahlt. Wenn wir uns die Sonne, die Spenderin des Lichts und allen Lebens auf dieser Erde, als das kosmische mütterliche Prinzip vorstellen und den Mond als ihr Kind, dann befinden wir uns in jenem Augenblick ihres gemeinsamen Zyklus, an dem das Kind wieder in den Schoß der Mutter zurückgekehrt ist und bald wieder geboren wird, nämlich dann, wenn sich die schmale Sichel des Mondes etwa drei Tage später am Firmament zeigen wird. Der Neumond ist die Geburt des Monats und die astrologischen Konstellationen, die ihn begleiten, zeigen, welches Potenzial dieser Monat haben wird, welche Möglichkeiten er beinhaltet, die wir unseren Absichten entsprechend zur Entfaltung bringen können. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Konstellationen des Neumonds nicht bedeuten, was geschehen wird, sondern was geschehen kann.

abbildung

Unser erstes Augenmerk gilt der Neumond-Konstellation selbst, und zwar den Besonderheiten ihrer Stellung im Tierkreis. Welche Aspekte empfängt sie? Auf welchem Kritischen Grad steht sie?
Beginnen wir mit dem Kritischen Grad, auf dem der Neumond stattfindet: 19°50′39“ Löwe.

Über diesen Grad müssen wir etwas ausführlicher nachdenken, denn nach Michael Roscher, dem Entdecker und Entwickler der Kritischen Grade, ist dieser Gradbereich der Konstellation Uranus/Neptun zugeordnet, und zwar in allen fixen Zeichen, genauer gesagt: wir befinden uns im Bereich der 19 – 20 Grad fix.

Kenner der Kritischen Grade wissen: mit diesem Grad werden einige problematische Inhalte verknüpft. So wird dieser Grad in Ereignishoroskopen von Katastrophen und Attentaten gefunden, insbesondere dann, wenn es sich dabei um ein Geschehnis von bislang ungekanntem Ausmaß handelt. In diesem Sinne ein eher beunruhigender Grad.

Doch kein Schatten ohne Licht, und so hat auch dieser Grad seine „guten“ Seiten, denn er steht für eine Energie, die darauf hinweist, dass etwas zum ersten Male möglich sein wird – wie beim ersten Motorflug, wo wir diesen Grad am Aszendenten finden (bezeichnenderweise im Wassermann).

Möglichst wertfrei gesprochen: die 19-20° fix eröffnen uns das Potenzial, das ein Wunder wahr werden kann, dass etwas Außergewöhnliches passiert, etwas, das unseren Alltag vielleicht für Momente aus der Bahn werfen kann, uns vielleicht erschreckt, sich dann aber als eine Chance erweist, noch nicht erkannte Möglichkeiten zu nutzen und damit den Lauf der Geschichte zu verändern – auch unserer persönlichen Geschichte.

Die Konstellation Uranus/Neptun spricht hier Bände: Stellen wir uns Neptun als das uranfängliche Chaos vor, das tohu-wa-bohu der biblischen Schöpfungsgeschichte. Dort heißt es in der Übersetzung nach Martin Luther:

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Oder in der wundervollen Übersetzung von Martin Buber:

Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.
Die Erde aber war Irrsal und Wirrsal.
Finsternis über Urwirbels Antlitz.
Braus Gottes schwingend über dem Antlitz der Wasser.
Gott sprach: Licht werde! Licht ward.
Gott sah das Licht: dass es gut ist.
Gott schied zwischen dem Licht und der Finsternis.
Gott rief dem Licht: Tag! und der Finsternis rief er: Nacht!
Abend ward und Morgen ward: ein Tag.

Was Luther mit „wüst und leer“ und Buber mit „Irrsal und Wirrsal“ übersetzt, ist das hebräische tohu-wa-bohu. (Das die Eine oder der Andere auch aus dem elterlichen Mahnwort kennen: „Mach nicht so ein Tohuwabohu!“)

Viele Schöpfungsgeschichten beginnen auf diese Weise: es existiert ein uranfängliches Chaos, aus dem durch den schöpferischen Impuls einer Urkraft der Kosmos entsteht. Aus Chaos wird Kosmos:
Einst war das Alter, da Ymir lebte:

Da war nicht Sand nicht See, nicht salz’ge Wellen,
Nicht Erde fand sich noch Überhimmel,
Gähnender Abgrund und Gras nirgend.

So beschreibt es die altnordische Tradition in der so genannten „Lieder-Edda“. „Der gähnende Abgrund“ – auf altnordisch ginnunga gap – ist ein besonders eindrucksvolles Bild für diesen chaotischen Urzustand: ein gewaltiger Schlund voller Möglichkeiten in einer Zeit, bevor die Welt existiert.

„Existieren“ – auch dieses Wort erinnert uns daran, dass die Dinge ent-stehen müssen: es kommt aus dem Lateinischen und ist zusammengesetzt aus dem Wort ex mit der Bedeutung „aus, heraus“ und sistere, was „aufstellen, hinstellen“ bedeutet – es handelt sich also um einen Vorgang, und das ist interessant, denn wenn wir von „Existenz“ sprechen, dann meinen wir in der Regel einen Zustand: etwas existiert, es besteht, es ist.

Unschwer lässt sich dieser chaotische Möglichkeitsraum mit dem astrologischen Neptun in Verbindung bringen. Der schöpferische Impuls aber, der etwas aus dem Chaos ent-stehen lässt, ist Uranus.
Uranus/Neptun beschreibt genau jenen Moment, wenn das Wort Gottes fällt und aus dem Chaos der Kosmos wird – die wohl geordnete, Gesetzmäßigkeiten folgende Welt, wie wir sie kennen. Es ist der Blitzschlag (Uranus), der die Ursuppe (Neptun) befruchtet. Nach diesem Blitzschlag folgt ein Akt der Trennung: Licht und Dunkelheit werden getrennt, oben und unten, Land und Wasser. Der Kosmos wird sortiert. In Gedanken können wir uns Saturn als nächstes Prinzip denken, dass dieser Konstellation folgen wird.

Die Schöpfung ist jedoch nicht abgeschlossen. Sie ist ein Vorgang, der immer noch und überall um uns herum stattfindet. Schöpfung geschieht ununterbrochen – so wie es heißt, dass am Rande des Universums immer noch die Bedingungen des Urknalls herrschen – der Kosmos entsteht in jedem Augenblick.

Genau das ist die Botschaft von Uranus/Neptun: Schöpfung ist immer möglich und wir haben noch lange nicht alle Möglichkeiten aus-geschöpft. Der Kritische Grad bringt uns in Berührung mit unserem Sinn für diese Möglichkeiten. Wir entdecken vielleicht, dass Seiten in uns schlummern, Talente, Fähigkeiten und Begabungen, die wir noch nie zuvor an uns erlebt haben und die nun danach rufen: „Licht!“ Das kann uns freilich Angst machen, denn es bedeutet möglicherweise den Trott des Gewohnten zu verlassen. Neptun löst das Bestehende auf, mischt die Karten neu, lässt das, was wir uns an Ordnungen aufgebaut haben und worauf wir unser Leben gründen, zerfallen – wie eine Woge am Meerestrand, die eine Sandburg erfasst. Uranus wiederum lässt uns das Leben mit neuen Augen sehen – und damit aus der Perspektive neuer Möglichkeiten. Dann erst kann ein neuer Kosmos entstehen.

Der Neumond auf diesem Kritischen Grad bedeutet nun nicht, dass wir zwingend unser altes Leben aufgeben und uns dem Chaos hingeben müssen. Das überhaupt nicht. Aber er zeigt uns, dass wir mit diesem Thema konfrontiert werden können – und das wir die eine oder andere Aufforderung erleben können, unsere Wahrnehmung auf die Stellen in unserem Leben zu richten, an denen wir glauben, dass alles so seine Richtigkeit hat und wir eben so sind wie wir sind. Es sind die Eigenschaften an uns, von denen wir glauben, dass sie unser Rückgrat und Fundament im Leben bilden: unsere Moralvorstellungen, unsere Wertmaßstäbe, die wir nicht nur an uns, sondern auch gerne an andere legen. Die Kriterien, nach denen wir unsere Wirklichkeit sortieren und in helle und dunkle Gebiete einteilen, in Gutes und Schönes sowie in Schlechtes und Hässliches. Die Ordnung unserer Wirklichkeit wird durch Uranus/Neptun hinterfragt. Möglicherweise „erwischt“ uns Uranus/Neptun genau an der Stelle, an der wir uns unserer Sache besonders sicher sind, wo wir uns für absolut integer und gefestigt halten. Gerade hier fühlen wir uns vom schöpferischen Impuls besonders bedroht, denn dieser kennt keine Rücksicht.

Vielleicht können wir diesen Neumond nutzen, um uns genau diese Gedanken zu machen. Wir können nachspüren, wo wir Angst vor dem Chaos haben oder wo wir bereits in einem „unüberschaubaren Chaos“ (Roscher) zu leben scheinen, wir die Orientierung verloren und wir den Sinn der Vorkommnisse, die unser Leben bewegen, nicht mehr fassen können. Dann lohnt es sich darüber zu meditieren, wie wir unseren Uranus einsetzen können, um das Chaos schöpferisch zu befruchten und es nicht mehr länger als Bedrohung, sondern als Möglichkeitsraum, als kosmische Wundertüte zu sehen.

Wenn wir zum Neumondhoroskop zurückkehren, bemerken wir, dass Neptun sich in Opposition zu Sonne und Mond befinden. Das verstärkt den Eindruck, dass es im kommenden Sonne/Mond-Zyklus um das Thema Auflösen, Loslassen, Freigeben geht. Neptun wird übrigens schon seit geraumer Zeit von Uranus disponiert, in dessen Zeichen er steht – und Uranus wiederum steht in Fische und wird somit von Neptun disponiert. Auf einer sehr übergeordneten, wenig persönlichen, Generationen übergreifenden Ebene spiegelt sich die Uranus/Neptun-Konstellation. Vielleicht können wir dies so deuten, dass wir mit diesem Neumond Zugang zu Kräften entfalten können, die auf einer kosmischen Meta-Ebene (was auch immer das genau sein mag) „an der Zeit“ sind. Vielleicht klinken wir uns in einen gewaltigen Transformationsprozess ein.

Aber wir müssen nicht sofort in solche Über-Dimensionen denken. Es bleibt natürlich jedem und jeder selbst überlasen, wieweit sie oder er sich auf die Themen des Neumonds einlässt und in welchem Ausmaß.

Mir bleibt am Ende dieser langen Ausführungen nur Eines zu wünschen: viel Kraft, Frieden und Freude in diesem August-Mond, der uns dazu anregt, unsere Grenzen zu sprengen, unsere Tagträume zu aktivieren und Wunder wahr werden zu lassen.

Bis zum nächsten Neumond!

Euer Christopher Weidner

© 2007 Christopher Weidner @ 12. August 2007

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