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Christopher Weidner

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Angst im Horoskop

Erleben, Wissenskiste | Noch keine Kommentare |

abbildungAngst ist die grundlegende menschliche Empfindung. Der Erfahrung der Angst entgeht niemand. Sie prägt unseren Alltag – während wir autofahren, essen, arbeiten. Zugleich ist Angst eine Kraft, die unsere Persönlichkeit prägt. Wer sich seinen Ängsten stellt und sie überwindet, reift an ihr und bekommt Zugang zu seinem ganzen menschlichen Potenzial. Was ist Angst genau? Woher kommt sie? Was will sie? Und wie ist sie im Horoskop verankert?

Der Schlüssel zur Angst ist die Angstreaktion. Sie ist die Methode des Körpers, Schmerz zu verhindern und Gefahren abzuwehren. Angst maximiert unsere Überlebenschancen. Unser Blut wird sofort zu einem großen Teil in die Beine gepumpt, um die Energie für eine schnelle Flucht zu ermöglichen. Vielleicht bin ich aber zunächst auch wie versteinert: ich bin konzentriert auf den Augenblick. Zugleich ist die Wahrnehmung verändert: ich nehme schärfer wahr, meine Pupillen weiten sich, die Zeit vergeht langsamer, damit ich meine Reaktion auf eine drohende Gefahr besser einschätzen kann. Angst übernimmt sofort die Kontrolle über Körper und Geist. In der Angst existiert nichts als der Augenblick.

Astrologisch betrachtet ist Angst als körperliche Reaktion betrachtet eine Angelegenheit des ersten Häuser-Quadranten, und dort besonders des Aszendenten – jener Quelle der Kraft, die uns gegeben ist, um unser Überleben zu sichern. Wenn der Aszendent unsere Reaktion auf Angst ist, dann zeigt sich am Deszendenten, wovor wir uns ängstigen, die Auslöser der Angst also. Aber nicht nur das: Angst ist auch etwas, das wir erlernen und von dem wir lernen. Indem wir Ängste überwinden, verbessern wir unsere Art und Weise, auf die Welt zu reagieren. Der Deszendent in unserem Horoskop zeigt uns auch, welche Situationen in unserem Leben uns die Chance geben, uns zu verbessern.

Wie können wir unsere Ängste überwinden? Um sich unseren Ängsten zu stellen, brauchen wir eine Kraft, die auf Dauer stärker ist als die rein körperliche Angstreaktion. Diese Kraft finden wir astrologisch gesehen am Imum Coeli. Dort finden wir die Wurzeln unserer Absicht, den Wunsch, mehr aus unserem Leben zu machen. Erst wenn diese Absicht stark genug ist, können wir Angst aus einer reinen Überlebensreaktion zu einer Triebfeder für unsere Persönlichkeitsentwicklung machen.

Wie entstehen dann die großen Ängste, die Panikattacken, die Phobien, die manche Menschen heimsuchen und leiden lassen? Hier geht es nicht mehr nur um eine reine Überlebensreaktion – hier wird Angst zu Leiden. Auch dieses entsteht am Imum Coeli – wenn wir abgeschnitten sind von dieser großen Kraft, die uns dort zur Verfügung steht. Dann gilt es, den Zugang zu dieser Quelle wieder herzustellen. Wenn wir die Themen am Imum Coeli verwirklichen, erhöhen wir die Chance, Ängste nicht mehr als Blockade der Lebensenergie zuzulassen, sondern als kreative Krisen zu erkennen, die uns weiterbringen und nicht aufhalten.

Die Astrologie der Angst stellt sich also als Wechselspiel zwischen der Horizontachse und der Meridianachse dar. Die Horizontachse aus Aszendent und Deszendent zeigt uns, wie wir reagieren und was uns Angst macht. Die Meridianachse verrät uns, warum Angst zu Leiden werden kann und wie wir Ängste transformieren können.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten, dann besuchen Sie am kommenden Sonntag, den 3. März 2008, meinen Workshop in München. Wir untersuchen unsere eigenen Horoskope nach den Faktoren, die für das stehen, was wir als angstauslösend erleben. Unser Ziel ist es, diese Ängste besser zu verstehen und sie als Ausdruck einer Kraft in uns zu begreifen, die es grundsätzlich wohl mit uns meint. Wenn es uns gelingt, unsere Ängste auf diese Weise zu hinterfragen, haben wir den ersten Schritt getan, um sie zu transformieren.

Mehr Informationen unter: Sonntagsworkshop – Angst im Horoskop

© 2008 Christopher Weidner @ 28. Februar 2008

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