Die Geheimtür öffnet sich: Transit durch Haus 8
Aus dem Leben, Erleben, Zeitqualität | Noch keine Kommentare |
Märchen sind Bilder der Seele, in denen wir oft astrologische Bezüge finden können. So auch bei Ritter Blaubart: Im Schloß von Ritter Blaubart gab es viele Räume, doch die letzte Tür war für seine Braut tabu. Diese dürfe sie auf gar keinen Fall öffnen, sonst wäre ihr Leben augenblicklich verwirkt. Natürlich war die junge Frau schrecklich neugierig, und eines Tages, als Ritter Blaubart zur Jagd ausgeritten war, konnte sie sich nicht mehr zurückhalten. Ächzend öffnete sich das Schloß, und als die Tür knarrend aufsprang und den Blick auf die “Zeugnisse der Vergangenheit” freigab, fuhr der Braut eisiger Schrecken in die Glieder… dort waren die blutigen Häupter ihrer sieben Vorgängerinnen aufgereiht, die ebenfalls das Geheimnis hinter dieser Tür ergründen wollten und dafür mit ihrem Leben bezahlen mußten.
Hat nicht jeder Mensch ganz tief verborgen so eine “Geheimtür”? Die tabu ist und nur selten geöffnet werden darf, denn sie führt zu Geschichten, die man nicht gerne mit anderen teilt? Das ist die Tür zum 8. Haus, dem Ort der Schattenthemen und Verstrickungen, der Erfahrungen mit Macht und Ohnmacht in Beziehungen, der Verluste und der “Todeserfahrungen”. Manche “Beziehungs-Leiche” schlummert dort unbewältigt und versteckt im Keller. Manch einer verbirgt dort Teile seiner “früheren Leben”, an die er nicht mehr erinnert werden möchte – zu groß war der Schmerz des Loslassen-Müssens. “Nie sollst du mich befragen, noch Wissens Sorge tragen, woher ich kam der Fahrt!” heißt es in der berühmten Wagner-Oper Lohengrin.
Im Febraur war in meinem eigenen 8. Haus viel Bewegung. Die Schnellläufer besuchen es jedes Jahr um diese Zeit, doch in diesem Jahr traten Chiron und Neptun gleichzeitig über die Schwelle zu meinem 8. Haus und stehen nun meiner Sonne gegenüber, während Jupiter sich dort schon länger aufhält. Rund um Neumond ging es für mich “ans Eingemachte”, als sich noch Sonne, Mond und Venus hinzu gesellten.
Wie spiegelte sich das aktuell in meinem Leben? In Gestalt von Spurensuche in meiner Vergangenheit. Für die DAV-Prüfung befasse ich mich ausführlich mit Geburtszeitkorrektur, und da ich selber mein bestes Versuchskaninchen bin, war es an der Zeit mein “Lebensarchiv” nochmals zu sichten. Es konnte ja sein, daß z.B. anhand von Transiten, Progressionen oder kritischen Graden meine Geburtszeit und damit meine Häuserachsen einer leichten Verschiebung bedurften, und das wollte ich überprüfen (lassen), bevor ich mich bei anderen an dieses Thema wage.
So kam es, daß ich auf der Suche nach möglichst genauen Daten und Zeiten wichtiger Ereignisse nochmals in die hintersten Winkel hinter meiner “Geheimtür” leuchten mußte (Sonne und Mond). Auch wenn dort alter Schmerz (Chiron) aus vergangenen Beziehungen (Venus) auf mich wartete, als der Schleier des Vergessens (Neptun) gelüftet wurde: für die Suche nach der Wahrheit war das not-wendig. “Ich ging durchs Tor der Schatten”, wie es in einem Lied von Klaus Hoffmann heißt. Doch aus dem Dunkel geht es wieder ans Licht – ins 9. Haus, zu neuen Horizonten…
© 2010 Yamuna Becker @ 9. März 2010
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Schlagwörter: Chiron, Haus 8, Jupiter, Neptun, Schattenthemen, Transit
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