Gott, Glauben und Religionszugehörigkeit

Ich höre derzeit am liebsten eine bestimmte CD: An Other Cup von Yusuf. Yusuf Islam, vormals Cat Stevens, hat in den 70er Jahren seinen Namen und seine Religionszugehörigkeit geändert. Er ist jetzt Moslem. Damals lief Pluto über seinen Aszendenten – seine nach außen sichtbare Identität erneuerte sich. Ich vermute, dass die Konvertierung zur neuen Religion stattfand, als Transit-Jupiter in seinem 9. Haus oder in der Nähe seines MC war. Solche und ähnliche Konstellationen habe ich zumindest bei meinen Klienten beobachtet, die von einer Religion zu einer anderen konvertiert sind.
Viele von Yusufs Liedern sind spiritueller Natur. Für mich sind sie unaufdringlich und allgemeingültig. Sein Lied “The Beloved” handelt sicherlich von Mohammed, nicht von Jesus Christus. Für mich spielt das keine Rolle, es ist für mich austauschbar. Ich selbst bin Christin und fühle mich dem christlichen Glauben verbunden, doch mehr, weil ich hier in diesem Kulturkreis lebe als aus anderen wesentlichen Gründen. Ich bin Protestantin, könnte aber auch Katholikin sein. Ich könnte mich auch einer anderen Religion zuwenden, doch letztlich ist mir die Form nicht wichtig. Religion ist für mich eine Form, dem inneren Glauben Ausdruck zu verleihen, mehr nicht.
Dass es immer und überall Menschen gegeben hat und gibt, die das Göttliche besser verkörpern als ich, ist mir sonnenklar. Aber ich fühle mich von ihnen nicht getrennt. Ich fühle mich genauso als “Sohn” bzw. “Tochter” Gottes und als Träger Seines Heiligen Willens wie all die Vorbilder, die wir in verschiedenen Religionsgemeinschaften dafür finden. Welcher Art dieser Gott ist, welcher Art der Weg ist, es ist für mich immer das Gleiche. Seit 2 Jahren meditiere ich nach buddhistischer Manier in Form der Vipassana Meditation, wie sie Buddha gelehrt hat. Für mich sind Buddha, Christus, Mohammed, Paramahansa Yogananda, Mutter Meera und viele, viele andere Menschen einfach viele, viele Schritte weiter als ich auf dem Weg zurück zu Gott. Es sind Brüder, Schwestern, Mütter, Väter für mich, die genau wie ich das Göttliche in sich tragen, es nur sichtbarer leben, verkörpern und ausdrücken als ich.
Den Ausdruck Seines Willens als meinen eigenen Willen zu erkennen, ist für mich der Weg. Dafür brauche ich Vorbilder und Inspiration. Diese hole ich mir aus (heiligen) Büchern, aus Kirchgängen, aus der Meditation, aus der Begegnung mit mir selbst in der Stille, aus Gesprächen und Verbindungen mit anderen Menschen, aus der Natur, aus den Tieren, aus Musik… Und nicht zuletzt aus Christus, aus Buddha, aus Mohammed, aus Mutter Meera.
Hier eines der Lieder von Yusuf, die mich besonders inspirieren und beflügeln:
“His wisdom flowed from heaven’s book
Just like threaded pearls,
Just like threaded pearls
He left his self to flee to God
And God sent him back to us
He was born to be the beloved
A will of the Divine
He was born to be the beloved,
He was born to guide
He prayed all his nights alone
And stars and angels sighed
And in the day he lead the way
With blazing words so bright
He was born to be the beloved
A will of the Divine
He was born to be the beloved,
He was born to be kind
He taught the people to worship
Bowing to one God,
Bowing to one God
His mercy stretched from East to West
To every man, woman and child
He was born to be the beloved-
A will of the Divine
He was born to be the beloved,
Nature Sublime
He opened up the doors of love
For every heart parched with thirst
He was a mercy to the words
And unto the human births
He was born to be the beloved
A will of the Divine
He was born to be the beloved,
He was born to guide”
He was born to be the beloved – A will of the Divine Er wurde geboren, um der Geliebte zu sein – Ein Wille des Göttlichen. Er wurde geboren, um zu lieben, als Ausdruck des Göttlichen Willen. Wir alle werden geboren, um zu lieben und Gottes Willen auszudrücken.
So schwer es ist, dies in jeder Sekunde und Minute zu tun und zu sein – ich möchte mein ständiges Bemühen darum nicht missen. Ohne es wäre mein Leben sinnlos. Ich bin dankbar für alle Führung, die ich auf dem Weg erhalte. Die Astrologie ist ein kleiner Teil davon.
Kennst Du den Schmerz der Ewigkeit,
wenn alle Muskeln, alle Sehnen
schmerzen,
und der Weg so weit, so weit
noch vor Dir liegt?
Sei bereit, sei bereit,
scheint es auch weit,
das Ziel ist nah,
liegt in Dir,
Du bist schon da.
Sabine Bends
© 2007 Sabine Bends @ 22. Mai 2007
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et vox facta est de caelis
tu es Filius meus dilectus.
in te complacui.
Und es geschah eine Stimme von den Himmeln,
du bist mein geliebter Sohn
an dir habe ich wohlgefallen.
Marcus 1.11
et diliges Dominum Deum tuum
ex toto corde tuo
et ex tota anima tua
et ex tota mente tua
et ex tota virtute tua.
hoc est primum mandatum.
Und dass du den Herrn deinen Gott liebst
mit deinem ganzen Herzen
und mit deiner ganzen Seele
und mit deinem ganzen Geiste
und mit deiner ganzen Kraft.
Das ist das erste Gebot.
secundum autem simile illi
diliges proximum tuum tamquam te ipsum.
maius horum aliud mandatum non est.
Das zweite aber ist ihm gleich,
dass du deinen Nächsten so liebst wie dich selbst.
Ein größeres Gebot als diese gibt es nicht.
Marcus 12.30-31
Hallo Sabine
Vielen Dank für die Erinnerung an jenen Sänger mit den schönen Augen, die an eine Katze erinnern, und dem deshalb die Mädels den Namen Cat
gaben.
Auf eine Frage, “Warum heisst die Platte ” An Other CUP, eine andere Tasse. Was soll der Leerschlag im “Another? gab er folgendes zu Antwort;
“Eine kleine grammatische Schrulle.
Ich wollte das man versteht, das diese Platte wirklich an other cup ist. Nicht bloss eine andere Tasse. Sondern: Eine Andere Tasse.
DIe Tasse ist auch auf dem Cover von “Tea for Tillermann” zu finden meinem berühmtesten Album und dieser kleine Zwischenraum soll zeigen das etwas passiert ist seither.
Dass wir in einer anderen Welt leben.
Diese CD ist ein Schritt. Ich baue eine Brücke und versuche darauf zu gehen.
Das Symbol der Kaffeetasse verweist auf die verborgenen Schätze der islamischen Zivilisation.
Kaffehäuser, die Cafes, die wir heute an jeder Eck sehen , sind eine Erfindung der Muslimen.
Es gab sie schon im 15. Jahrhundet, in Istanbul.
So wird die Tasse zu einem Symbol dessen, was wir miteinander teilen.
Der Mensch muss immer bereit sein für Veränderung in seinem Leben.
Wenn man sich nicht verändert, verändert einem das LEBEN:
Und darin liegt der Schlüssel.
Alles was wir in der Natur sehen ist im ständigen Wechsel begriffen.
Es gibt ein Lied auf dem Album, das dies in gewisser Weise beantwortet.
Es geht darin um Schmetterlinge, die ihre seidenen Paläste verlassen.
Die Verwandlung einer Raupe in einen Schmetterling ist eine der grössten Rätsel des Lebens.
Wenn ich an die verschiedenen Phasen meines Lebens denke, so sehe ich alles als Methamorphose, als konstante Verwandlung, eine unablässige Suche nach dem Glück.”
Seit einer schweren Krankheit plagte ihn der Gedanke, das er nicht diese Welt verlassen will, ohne zu wissen warum er hier war.
Eine Offenbarung brachte ihn 1975 als er am Strand von Malibu beinahe von einer Meereswelle fortgerissen worden wäre, dazu, mit gerade mal 30 jahren sich radikal vom Musikbuisness zurückzuziehen. Konvertiten neigen meist anfangs zu einer gewissen Radikalität.
Nach 28 Jahren, einem Saturnreturn entsprechend, meldet er sich wieder zurück unter seinem neuen Namen. Über die Gründe für sein Comeback erklärte er, ” Sein Herz sei ein ständiger Berater, wenn es um Entscheidungen im Leben geht.
Und in diesem Falle hat mein Herz gesagt, dass ich zurückkommen muss.”
Danke, liebe Barbara und lieber Thomas, für diese schönen, sinnvollen und bereichernden Ergänzungen!
Herzlichst, Sabine