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Yamuna Becker

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MerkurR – bin ich etwa unsichtbar?

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abbildungJüngst klagte mir eine Freundin ihr Leid über ihre Erfahrungen bei der Merkur-Rückläufigkeit im Januar: “Stell Dir vor, ein paar Wochen war alles wie verhext! Ich konnte machen was ich wollte, keine meiner Nachrichten erreichte ihre Empfänger. Bin ich etwa unsichtbar, red ich vor die Wand? Hört mich niemand?”

Was war geschehen: Sie hatte sich bei einem Festival telefonisch und schriftlich für ein Seminar am Sonntag angemeldet und für eine Veranstaltung am Donnerstag. Ihre Seminaranmeldung war jedoch nirgendwo registriert worden und das Seminar ausgebucht. Weder ihr Anruf noch ihre E-Mail hatte Spuren hinterlassen.

Die Abendveranstaltung Donnerstag war ebenfalls ausgebucht, doch man könne ihr für Freitag eine andere Veranstaltung offerieren. Gut, das war besser als nichts.

Sie ließ sich nicht entmutigen und fuhr Donnerstag in der Hoffnung auf eine glückliche Fügung zum Veranstaltungsort; tatsächlich, jemand holte seine Karte nicht ab, und sie konnte doch das Gewünschte sehen. Dort sprach sie eine der Organisatorinnen auf ihre verschwundene Seminaranmeldung an; die Dame wollte sich gleich nach Ende der Veranstaltung darum kümmern und am Morgen anrufen, ob noch was zu machen sei.

Samstag morgen – und kein Anruf. Meine Freundin griff nun selbst zum Telefon: die Organisatorin hatte sie tatsächlich vergessen – nein, nicht schon wieder! – werde sich aber dahinterklemmen. Sonntag um 10h wisse sie mehr.

Die Geduld meiner Freundin wurde arg auf die Probe gestellt, sie begann ernsthaft zu zweifeln, was ihr der Kosmos wohl sagen wollte. Schließlich hatten sich in den letzten Wochen Erfahrungen dieser Art gehäuft, z.B. war eine Mit-Dozentin abgesprungen, mit der sie eigentlich gemeinsam ein Seminar anbieten wollte. Termine kamen nicht zustande, Nachrichten kamen nicht an – da war der Wurm drin. Sie fühlte sich wie unsichtbar, oder als ob sie niemand hörte. Hieß das: mach eine Denkpause, gehe nach innen, horche in Dich hinein, tauche eine Weile ab? Stelle Dich auf eine Zeit im “unsichtbaren” 12. Haus ein?

Sonntag war amtlich: nein, die maximale Teilnehmerzahl sei erreicht, aber die allerletzte Chance sei, daß jemand nicht erschiene, dann wäre evtl. ein Platz frei… Also setzte sich meine Freundin in den Zug, ein letztes Mal auf ihr Glück hoffend.

Doch alle angemeldeten Teilnehmer erschienen! Aussichtslos, sie wollte sich schon in ihr Los fügen – bis die Dame an der Rezeption Erbarmen hatte und meine tapfer ausharrende Freundin zusätzlich in den ersehnten Kurs ließ.

Hier folgte das unerfreuliche Erwachen: das Angebot stimmte nicht mit der Ankündigung im Programmheft überein. Mehrere Teilnehmer fühlten sich wie sie ent/getäuscht über die wahren Kursinhalte und wollten sich beim Veranstalter über die irreführende Beschreibung beschweren. Daraufhin meine Freundin: “Hätte ich eher auf diese Signale gehört, die mich von der Teilnahme abhalten könnten, hätte ich viel Geld gespart – aber ich wollte ja nicht hören, also mußte ich Lehrgeld zahlen!” Demnächst will sie solche Signale früher überdenken.

Am Wochenende darauf wiederholte sich die Erfahrung: sie hatte sich kurzfristig zu einem Seminar angemeldet, an dem auch ich spontan teilnehmen wollte. Unsere Anmeldungen wurden am selben Tag von derselben Person entgegengenommen – mein Name stand auf der Liste, ihrer wieder nicht! Inzwischen konnte sie über diese Serie von Kommunikationsproblemen lachen!

Trotzdem machten sie ihre Erlebnisse sehr nachdenklich. Diese legten bei mir den Verdacht nahe, daß MerkurR da seine Finger im Spiel hatte. So schaute ich in ihre Transite – siehe da, sie hatte ein besonderes Los gezogen:
abbildungIhr Radix zeigt Aszendent Wassermann in Konjunktion mit rückläufigem Merkur, knapp davor am Ende des 12. Hauses, des “geheimen, verborgenen, unsichtbaren” Bereiches in ihrem Leben eine enge Sonne-Chiron-Konjunktion. Merkur wurde am 10.01.09 genau an dieser Stelle rückläufig, sie war durch Resonanz mit ihrem Geburtsthema mehr als andere von diesem Transit betroffen.

Merkur lief drei Wochen lang zurück durch ihr 12. Haus und traf dabei zuerst auf Sonne-Chiron. Mit Chiron ist ja das Gefühl verbunden, irgendwie anders zu sein als die anderen und nicht dazuzugehören, draußen vor der Tür zu stehen. Dieses Gefühl ist meiner Freundin schon lange vertraut und gehört zu ihrem Persönlichkeitskern – Sonne – dazu. Sie erlebte diese Merkur-Rückläufigkeit darum schmerzhaft als Auf-sich-selbst-zurückgeworfen-sein, als Aufforderung zum Rückzug. Als Merkur rund um ihren Geburtstag in den Steinbock zurückwanderte, lief die Kommunikation besonders schwerfällig.

Bis Merkur wieder ihren AC samt Radix-Merkur erreichte, vergingen insgesamt 6 lange Wochen, und erst ab diesem Zeitpunkt hatte sie das Gefühl, daß es in ihrem Leben wieder vorangeht – zumal ja inzwischen auch Sonne, Mars und Jupiter in ihrem ersten Haus unterwegs sind, die zuvor ebenfalls das 12.Haus des Rückzugs bevölkert hatten. Aber jetzt: volle Kraft voraus!

Yamuna

© 2009 Yamuna Becker @ 5. März 2009

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