Stadt-Ansichten
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Gestern, Am Sonntag, war mal wieder astrologischer Stadtrundgang angesagt. Ein Tag, auf den ich mich immer sehr freue. Es ist nicht nur einer der wenigen Tage, die ich draußen verbringen darf, sondern auch ein Tag voll bewegter Bilder und neuer Begegnungen.
Ich bin immer ganz gespannt, welche Menschen sich mir anschließen, um sich von mir durch Köln führen zu lassen. Diesmal gab es gleich zwei Überraschungen. Die eine war die Anwesenheit einer hauptberuflichen Fremdenführerin aus Österreich, die einzig und allein für diesen Stadtrundgang durch Köln angereist war. Was für eine Ehre! Die andere war die Anwesenheit von zwei Damen, die offensichtlich im falschen Film waren. “Astrologie? Wir dachten, es geht um Architektur?”
Na klar, geht es ja auch. Aber eben aus einer ungewohnten Perspektive. Auf dem Stadtrundgang geht es uns nicht so sehr um Fakten, Zahlen oder historische Geschichten wie um das Erfühlen, Sehen und Wahrnehmen von Ortsenergien. Wir lassen Räume, Häuser, Orte, Plätze auf uns wirken. Und: Niemand hält hier Monologe. Zwar habe ich zu allem etwas zu sagen und sicher auch manch interessantes kleines Faktum zu berichten, doch auf diesem Stadtrundgang sind alle Teilnehmer eingeladen, ihre Eindrücke beizusteuern. Gestern waren alle in guter Abenteuerlaune – wir hatten Zwillinge am Aszendenten und Jupiter in Schütze am DC.
In der Halbzeit ergibt sich immer die Gelegenheit und der Ort für eine Kaffeepause. Und das ist immer ein ganz spezieller Moment für mich, denn genau dann zeigt sich der Geist der Truppe. Wollen wir gemeinsam Pause machen? Sitzt jeder für sich oder bilden sich Cliquen? Finden wir einen gemeinsamen Platz und fühlen wir uns wohl miteinander? Jede Gruppe ist anders und hat ihre eigene Dynamik. Die beiden Damen aus dem falschen Film verabschiedeten sich höflich, und dann wurde es so richtig gemütlich. Der Aszendent wechselte von Zwillinge in Krebs.
Die zweite Hälfte des Rundgangs war geprägt von dem Gefühl einer kleinen Gemeinschaft, die für eine begrenzte Zeit eine Mini-Entdeckungsreise unternimmt und sich dabei ein Stückchen näher kommt. Nicht nur die Teilnehmer, auch ich habe Neues gelernt. Sich langsam durch die Stadt zu bewegen, über alle Eindrücke zu sprechen, hier und da stehen zu bleiben, auch an nicht geplanten Stationen, hat so etwas Unmittelbares. Es gibt wenig “Plan” und viel “Augenblick”.
Ein schöner Tag, sehr bereichernd, auch für mich. Wer Lust hat, Köln einmal auf diese Art zu entdecken, ist herzlich eingeladen, mit Holger am 12. August die gleiche Entdeckungsreise zu unternehmen. Ich wünsche viel Vergnügen!
Sabine
© 2007 Sabine Bends @ 25. Juni 2007
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