Was steckt hinter dem Titel “Gepr. Astrologe DAV”?
Berichte, Erleben | Noch keine Kommentare |
Am 1. September haben sieben Kandidat/innen ihre Astrologie-Prüfung vor dem Deutschen Astrologenverband erfolgreich abgelegt und abgeschlossen und dürfen sich von nun an “Geprüfte Astrologin DAV / Geprüfter Astrologe DAV” nennen. Circa 200 Astrologinnen und Astrologen gibt es in Deutschland, die diese Bezeichnung benutzen dürfen. Doch was steckt eigentlich hinter diesem Titel?
Der Deutsche Astrologenverband ist ein Berufsverband der Astrologinnen und Astrologen. Ein Ziel ist, die seriöse Astrologie zu fördern. Denn “Astrologe” kann sich jeder nennen. Dieser Begriff ist nicht geschützt.
Zum Zweck der Qualitätssicherung und des Verbraucherschutzes wurden u.a. zwei Instrumente eingeführt: das Berufsgelöbnis und die DAV-Prüfung.
Wer das Berufsgelöbnis unterzeichnet, verpflichtet sich, bestimmte ethische Beratungsstandards einzuhalten, zum Beispiel
- keine moralisch wertenden Urteile zu fällen
- keine Todesprognosen zu machen
- Horoskope Dritter nicht ohne deren Einwilligung zu besprechen
- verschwiegen zu sein und anvertraute Geheimnisse zu bewahren
- und so weiter.
Diejenigen, die den Titel “Geprüfter Astrologe DAV / Geprüfte Astrologin DAV” tragen, haben alle dieses Berufsgelöbnis unterzeichnet. Damit es nicht bei geduldigem Papier bleibt, ist eine Ehrgerichtsbarkeit daran gebunden. Im Deutschen Astrologenverband wurde eine Art Schieds- und Beschwerdestelle eingerichtet, die den etwas wenig aussagekräftigen Namen “Beirat” trägt. Wenn beispielsweise ein Astrologe gegen dieses Berufsglöbnis verstoßen hat, kann jeder, auch ein Klient, dies dem DAV-Beirat melden. Dort wird der Sache nachgegangen und der Kollege / die Kollegin wird abgemahnt, sollte er / sie tatsächlich unethisch verhalten haben.
Die DAV-Prüfung ist der zweiter Bestandteil der Qualitätssicherung. Wer diese Prüfung durchläuft und besteht, erhält den geschützten Titel “Geprüfter Astrologe DAV / Geprüfte Astrologin DAV”. Alle Kollegen und Kolleginnen, die diesen Titel verwenden dürfen, haben in einer umfangreichen Prüfung nachgewiesen, dass sie die Methoden der Horoskopdeutung beherrschen. Das hört sich zwar banal an, ist es aber nicht. Denn es gibt leider viele Anbieter auf dem Markt, die das Handwerkszeug astrologischer Deutungen eben nicht anzuwenden wissen – und somit natürlich auch viel Unsinn erzählen.
Weiter haben die geprüften Astrologen und Astrologinnen nachgewiesen, dass sie nebst fachlichem Können auch gute Beratungen durchführen. Denn was nutzt alles Know-how, wenn ich es im Gespräch mit einem Klienten / einer Klientin nicht dienlich anwenden kann? So ist beispielsweise ein supervidierter Beratungsnachweis Bestandteil dieser Prüfung.
Diejenigen, die selbst Interesse haben, diese Prüfung abzulegen, können sich auf der Homepage des Deutschen Astrologenverbandes über die gesamten Voraussetzungen und den Prüfungsablauf informieren.
Die Prüfung beinhaltet auch solches Wissen, was üblicherweise in Ausbildungen nicht so sehr im Vordergrund steht: Radix-, Solar- und Direktionsberechnung, Geburtszeitkorrektur, Astronomie, Geschichte und Schulen der Astrologie. Gerade für diese Themen gibt es daher spezielle Vorbereitungsseminare. Der Kurs DAV-Prüfung bestehen! bereitet Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten gezielt auf die DAV-Prüfung vor. Dabei geht es nicht nur um stumpfes Aneignen von Wissen, sondern stets um eine tiefe Verbindung zur Horoskopdeutung. Gerade, wenn man verstanden hat, wie manche Deutungsfaktoren sich historisch entwickelten oder wenn man eine Aussage anhand astronomischer Gegebenheiten überprüfen kann, wirkt sich dies spürbar positiv auf die eigene Deutungssicherheit aus. Teilnehmer und Teilnehmerinnen der letzten Kurse berichten daher auch übereinstimmend, dass über diese Themen ihr astrologisches Selbstverständnis gestärkt worden ist.
© 2007 Holger A. L. Faß @ 2. September 2007
Empfehlen Sie diesen Artikel weiter!
Keine Schlagwörter für diesen Beitrag vorhanden.
Weitere Beiträge von Holger A. L. Faß.
Verwandte Artikel:







