Der Frühling naht – man glaubt es kaum
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Ein kleines Gedicht…
Frei nach Frühlingsgefühlen:-)
Ihr lieben Leut, so reißt die Fenster auf,
lasst dem Frühling endlich freien Lauf!
Der Frühling naht, der Geist schlägt aus, Hormone und Ideen sprießen,
zeitweise unterbrochen allenfalls von einem kurzen Niesen.
Die Vögel unermüdlich singen ihn herbei,
frohlockend trällernd, weit entfernt von gesanglich Einerlei.
Zuvor einiges war doch recht abgeschlafft,
nun alles kommt in seine Kraft.
Mäntel und Schlitten wandern in die Keller,
denn draußen wird es stetig heller.
Krokusse und Gänseblümchen schon am Start,
denn das ist so ihre verblümte Art.
Kaum einer kann es mehr erwarten,
nach diesem Winter, diesem harten!
Es war schier nicht mehr auszuhalten,
die Tag´ und Nächte, die eiskalten!
Der ganze Schnee hat uns um den Verstand gebracht,
hat uns belagert mit all seiner Macht.
Nach dieser Zeit voll Grau und Depression,
es war teils wie der reinste Hohn.
Auch sonst die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen,
– Löcher, wo man guckt – in allen Gassen.
Die Kälte, sie war sehr gewitzt,
hat uns manche Straße aufgeschlitzt.
Und die Bordsteine erst, wie sehn sie aus,
ach es ist echt der reinste Graus.
Hats unsereins auf Schnee und Eis geschmissen,
wir bibbernd uns verdrückt ins warme Kissen.
Der Gedulds Sicherung ist uns rausgeflogen,
man fühlte sich gar lange Zeit betrogen.
Um jede Sonn´und Wärm´gebracht,
vom Winter förmlich ausgelacht.
Doch nun, wenn Meis´und Drossel fliegen kreuz und quer,
die warme Jahreszeit kann nicht mehr sein weit her.
Genug des Winters´ langer Schoten,
die wir kriegten dicke dargeboten!
Adieu ihr Knödel und ihr Weihnachtsgänse, im Magen lagt ihr gar so schwer,
drum gibt’s ab jetzt nur leichte Kost, denn das bringt uns eindeutig mehr.
Begonnen hat die Zeit fürs Fasten,
gingen doch zuviel der Pfunde kräftigst zu unseren Lasten.
Juhu, es wird nun endlich milder,
manch einer geneigt zu werden immer wilder.
Und bald schon sitzen wir erneut auf Bänken,
die Wintersachen getrost verstaut in unseren Schränken.
So manche Maus kriecht aus dem Loch,
befand, dass es dort etwas muffig roch.
Ja, nun ist Schluss mit abgestanden Muffgeruch, dem alten!
Es wollen wahrlich andere Kräfte walten.
Drum, ihr lieben Leut, so reißet nun die Fenster auf.
Und lasset dem Frühling endlich seinen Lauf!
Denket nur, es strömt herein ein laues Lüftchen,
begleitet von so manchem Pollendüftchen.
So manche Nas´und Haut beginnt zu jucken,
verleitet unsereins zuweilen aufzumucken.
Ja, ihr habt Recht, wenn ihr denn sagt,
sie ist wohl nicht ganz dicht,
getrübt anscheinend ihre Sicht.
Doch all dies gehört nun mal dazu,
ab und an zu sein ein wenig Panne,
und selbst von Zeit zu Zeit auch volle Kanne.
Ja, ihr habt Recht, denkt ihr,
die dreht jetzt durch, scheint doch etwas weit ab vom Saum,
drum sag ich´s nochmal: Juhu, man glaubt es kaum,
´s ist wie im Traum…
DER FRÜHLING NAHT,
UND ZWAR MIT GROßEN SCHRITTEN,
NACH UNS´REN UNAUFHÖRLICH BITTEN.
© 2010 Iris Apé @ 24. Februar 2010
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Schlagwörter: Ein kleines Gedicht, Frühling, Frei nach Frühlingsgefühlen
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