Gefangenschaft – Freiheit
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Der “Fall” Natascha Kampusch ist aufgrund seines Medienhypes sicherlich den meisten Leserinnen und Lesern bekannt. Doch es ist nicht das einzige Ereignis dieser Art. Zeitgleich fanden andere Befreiungen statt – das lässt mundanastrologische Fragen aufwerfen.
Ende Augst 2006 konnte sich Natascha Kampusch aus dem Gefängnis befreien, in dem sie acht Jahre eingesperrt war. Die Freude über das Ende der Qual ist groß, unser Mitgefühl für Ihre leidvollen Erfahrungen ebenso. Jetzt wünschen wir ihr vor allem Ruhe und Kraft – auch Ruhe vor dem Medienrummel.
Ende August 2006 endete ebenfalls ein Martyrium; nämlich das des 24jährigen Deutsch-Türken Murat Kurnaz (Foto). Auch seine “Geschichte” ging um die Welt. Vor fünf Jahren wurde er während einer Pilgerreise festgenommen und als Talibankämpfer verdächtigt hielt das US-Militär ihn in dem Folter-Camp Guantanamo Bay fest. Die gegen Murat Kurnaz erhobenen Vorwürfe erwiesen sich bereits nach kurzer Zeit als haltlos – unabhängig davon blieb er fünf Jahre ohne in Gefangenschaft.
Detlev Lücke zieht in einem Artikel in der Wochenzeitschrift FREITAG Parallelen:
Natascha Kampusch soll in ihrer drei mal vier Meter kleinen und 1,60 Meter hohen Zelle, in der sich ein Fernseher und einige Bücher befanden, Tagebuch geschrieben haben. Priklopil war sich seiner Sache offenbar sicher. Schreiben durfte Kurnaz, soweit bekannt ist, nicht. Er verbrachte die gesamte Haftzeit tags wie nachts unter dem grellen Licht von Scheinwerfern. Auch Natascha Kampusch hat das Tageslicht nur bei den sehr seltenen Ausflügen an der Hand ihres Entführers gesehen. Beide Gefangene rochen und fühlten nicht den Wechsel der Jahreszeiten. Murat Kurnaz, nachdem ihm in Deutschland Hand- und Fußfesseln gelöst und das Klebeband von den Augen genommen worden war, bat seinen Rechtsanwalt anzuhalten. Er stieg aus dem Auto und blickte minutenlang in den Sternenhimmel.
Folter ist ein variables Mittel – diese Erkenntnis ist der gemeinsame Besitz von beiden, die den größten Teil ihres Lebens noch vor sich haben. Ob sie sich jemals daraus befreien, ist ein schwieriger Weg mit offenem Ausgang. In Jenseits von Gut und Böse hat Friedrich Nietzsche von Menschen geschrieben, die “in fernen entsetzlichen Welten einmal zu Hause” gewesen seien, von denen “ihr nichts wißt”. Sie hätten alle Formen der Verkleidung nötig, “um sich vor der Berührung mit zudringlichen und mitleidigen Händen und überhaupt vor allem, was nicht Seinesgleichen im Schmerz ist, zu schützen”. Natascha Kampusch hatte eine Decke über dem Kopf, als sich die Kameras auf sie richteten.
(Link zur zitierten Quelle)
Ende August 2006 endete das Martyrium eines Kölner Rentners, der zwanzig Jahre lang von Nachbarn misshandelt, ausgebeutet und gedemütigt wurde. Ein 55jähriger Mann und seine 30jährige Tochter haben den Rentner auf übelste Weise gequält. Er wurde bei Minusgraden ohne Jacke zum Einkaufen geschickt oder nur mit einem Unterhemd bekleidet im Winter auf dem Balkon ausgesperrt. Die Täter hielten den alten Mann in einem Zimmer gefangen, das nur mit einer Matratze ausgestattet war. In diesem Zimmer musste der Gefangene auch seine Notdurft verrichten. Er wurde um seine monatliche Rente von 500 Euro erpresst und geschlagen. Andere Nachbarn haben das zum Teil gehört, sich aber nicht eingemischt.
(Siehe z.B. Nachrichtenlink hier.)
Drei Schicksale, die einen entscheidenden Wendepunkt Ende August 2006 erfuhren. In allen drei Fällen handelt es ich um das Wiedererlangen der Freiheit aus einer unmenschlichen Gefangenschaft. In allen drei Fällen wurden die Personen Opfer menschenverachtender Gewaltausübung, Misshandlung, Demütigung und Folter.Mir ist nicht bekannt, ob im gleichen Zeitraum weitere Fälle dieser Art zu verzeichnen sind. Wer etwas ähnliches gelesen hat, möge mir bitte dies mitteilen.
Doch alleine diese drei Fälle, die allesamt ein breites Meidenecho evozierten, ließ mich nachdenken, ob eine mundanastrologische Konstellation diese Ereignisse wiederzuspiegeln in der Lage ist.
Um es gleich vorweg zu sagen: ich kann nicht mit einer brillianten astrologischen Analyse glänzen. Vielmehr stelle ich Fragen, wenn ich mir den Planetenhimmel ansehe, wie er sich Mitte / Ende August zeigte.
Wir bewegen uns zum einen in der Opposition von Neptun und Saturn. Dies würde die Heraustreten aus dem Versteck wiederspiegeln. Neptun ist das Geheimnis, das, was wir nicht sehen (oder sehen nicht sehen wollen) – Saturn hingegen die Realität, die sich nicht verstecken lässt. Gleichsam steht Neptun für das Opfer, Saturn für gesellschaftliche Rahmenbedingungen, auch für Staat und Form.
Diese Opposition befindet sich auf der Löwe-Wassermann-Achse, die wir die “Individualisierungsachse” nennen. Hier geht es darum, die Persönlichkeit des Einzelnen in Beziehung zu setzen mit der Gemeinschaft. Was trägt jeder Einzelne zum Gemeinwesen bei?
Neptun/Saturn ist natürlich auch die Auflösung von Grenzen. Nehmen wir das ruhig mal wortwörtlich, so wurden in allen drei Fällen die Grenzen der Gefangenschaft gelöst. Mauern, Stacheldraht oder Wohnungstür, in den vergangenen Jahren unüberwindbar, sind nun durchlässig geworden.
Eine Sehnsucht (Neptun) ist Realität (Saturn) geworden.
Darüber hinaus zeigte sich in der Zeit ein Quadrat zwischen Jupiter und Saturn. Der Orbis ist mit ca. 4,5 Grad relativ groß und es obliegt jedem Astrologen / jeder Astrologin selbst zu entscheiden, ob dies berücksichtigt werden kann. Auch bei einer Jupiter-Saturn-Verbindung geht es um Freiheit und Toleranz auf der einen, sowie Einengung und Beschränkung auf der anderen Seite. In der Sprache der “alten Astrologie” begegnen sich der “fieseste Übeltäter” und “das große Glück”. Im Spannungsapsekt zeigt etwas unvereinbares – hier kommt es zur Konfrontation, zur Be- oder Verarbeitung.
Schließlich kam es noch zu einer Opposition von Mars und Uranus. Vielleicht ist aus sie betrachtenswert, da es ja um das Thema “Befreiung” geht, was wir üblicherweise mit Uranus in Verbindung bringen. Uranus erhält darüber hinaus ein stärkendes Trigon von Jupiter, der damit in die zwei wesentlichen Aspekte der Langsamläufer eingebunden ist. Uranus selbst befindet sich ja im Zeichen Fische, was wiederum mit dem Geheimnis und der Opferthematik korrespondiert. Doch währt der Aufenthalt Uranus’ in diesem Zeichen natürlich wesentlich länger als nur die Wochen im August.
Welche Rolle käme dann aber dem Mars zu? Ist er der Aggressor?
Und Pluto? Würde man bei solchen Themen nicht plutonische Einflüsse erwarten? Pluto bildete in der besagten Zeit in Trigon zur Sonne. Ohne dies überstrapazieren zu wollen könnte man vermuten, dass hier Bewusstsein (Sonne) in dunkle Abgründe (Pluto) gekommen ist, oder, wie Detlev Lücke es in seinem oben zitierten Beitrag formulierte, Licht auf Guantanamo zu werfen scheint tatsächlich dringend geboten.
Da es zu einem solchen Aspekte jedoch zwei mal im Jahr kommt, sehe ich ihn bestenfalls als Zusatz. Die Hauptthematik scheint sich für mich in der Begegnung der Langsamläufer wiederzufinden.
Eine abgeschlossene Analyse kann ich nicht liefern. Ich möchte mit diesem Beitrag allerdings einen Gedankenaustausch anregen und freue mich daher über Meinungen, eigene Bebobachtungen, Fragen, Anregungen, Gedanken zu dieser hier beschriebenen Thematik.
P.S.
Bitte bleibt bei den Kommentaren bei der mundanastrologischen Betrachtung – denn um nichts anderes geht es in diesem Beitrag!
Ich nutze nicht die Radices der betroffenen Personen. Ich weigere mich, einem Horoskopbild Prägungen oder Muster für Gewalterfahrung ableiten zu wollen, die in der Regel mit versteckten Schuld- oder Schicksalszuweisungen einhergehen; gemäß dem Motto “hätte er / sie Planet XY aus dem Horoskop erlöst gelebt, wäre das nicht nötig gewesen” oder “mit der XY-Konstellation wollte ihre / seine Seele genau diese Erfahrung machen”. Das halte ich nicht nur für Blödsinn, sondern obendrein für verantwortungslos und eine üble Verschiebung der Täter-Opfer-Dynamik. Über das, was die Seele eines Menschen hier auf Erden möchte, kann ich mich nur verdachtsweise äußern. Allerdings gehe ich fest davon aus, dass wir nicht hier sind, um Gewalterfahrung zu machen, sondern lediglich ein Ziel haben: die Erfahrung der Liebe zu leben! Sonst nichts.
P.P.S.
Für viele gewaltlose politische Gefangene, für viele Menschen, die ohne Anklage, ohne Verteidigungsmöglichkeit, ohne Richterspruch gefangen gehalten werden, für viele Gefangene, die gefoltert werden, hat sich die Neptun-Saturn-Opposition nocht nicht befreiend ausgewirkt. Überlassen Sie dies bitte nicht den Planeten. Für das zwischenmenschliche Miteinander ist niemand anderes verantwortlich als die Menschen selbst. Mischen Sie sich ein! Weitere informationen finden Sie unter www.amnesty.de Danke!
© 2006 Holger A. L. Faß @ 9. September 2006
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Schlagwörter: Freiheit, Gefangenschaft, Gesellschaft, Gewalt, Guantanamo, Jupiter, Mars, Mundanastrologie, Murat Kurnaz, Natascha Kampus, Neptun, Neptun Opposition Saturn, Pluto, Saturn, Saturn Quadrat Jupiter, Uranus, Uranus Opposition Mars
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Lieber Holger,
Ich freue mich aufrichtig über den Beitrag eines Astrologen, der sich einmal seiner Aussagengrenzen bewusst ist sowie den Astrologenhype der letzen Tage etwas entgegensetzt.
Es geht in der Tat nicht um eine brillante astrologische Analyse , sondern um ein Verstehen und Bewusstmachen , was uns das Ereigniss sagen möchte.
Dein Nietzchezitat ging mir unter die Haut.
Das wollte ich dir einfach erst mal mitteilen.
Alles Liebe
Barbara
Lieber Holger,
tolle tiefsinnige Gedanken, danke dir! Ich könnte mir Mars als das notwendige Mittel vorstellen, dass man sich zu einem handelnden Schritt entscheidet, auch den Mut dafür aufnimmt. Ich beobachte Mars seit längerer Zeit auf mich speziell bezogen, und ich muss sagen, ich bin sehr erstaunt, was er alles in Bewegung bringt. Ganz positiv nämlich. Ohne Mars könnten wir uns nicht befreien.
Das ist erst mal mein erster Gedanke.
Tschüssle
Dagmar
Hallo Holger,
Ich tippe auch auf Merkurmars in Quadrat zu Pluto.
Merkur Pluto..Jetzt will ich es genau wissen.
Nicht nur unserer Physis wird Gewalt angetan, sondern unserem gottgebenen Verstand. (siehe Theresa von Avila)
Die schwarze Pädagogik die Millionen von Menschen zu Duckmäusern machte ( Menschen ohne Rückgrat gibt es schon genug , sang Bettina Wegner),
die Urteile , Besserwisserei, das verordnete Schweigen.
Eine Vertreter des Saturn_Neptun Zyklus war für mich auch Willy Brandt.
Mit keinem Namen der Nachkriegszeit war soviel Hoffnung auf moralische Erneuerung verbunden , auf mehr Demokratie und soziale Gerechtigkeit.
Idol und Hoffungsträger der Linken bis tief in das aufgeklärte Bürgetum hinein und er hat die Generation der Achtundsechziger mit seinem Land versöhnt.
Doch wie kein anderer wurde er von der deutschen Rechte gnadenlos gejagt und verleudmet..als Linkssozialist, der sich für die Sache der spanischen Republik engagierte, als Emigrant und Vaterlandsverräter, der norwegische Uniform getragen hat, als Verfasser zahlreicher Bücher, die sich kritisch mit dem nationalsozialistischen Deutschland auseinandersetzten.
Ironie der Geschichte
Je heftiger und verbissener die deutsche Rechte das unehelich geborene Proletarierkind Herbert Frahm als ehemals linken Revolutionär anfeindete, detso deutlicher wuchs er zur politischen Gegenfigur der Adenauerschen Obrigkeitsdemokratie heran.
Saturn..Neptun , Ein Visionär und Realist.
So hoffe bleib noch im Rahmen der Diskussion…gggg
Mit diesem Text möchte anregen zu einigen differenzierten Gedankengängen zu diesem THema
Ordne ich Uranus..Marsqualitäten zu
Das nächste Jahrhundert wied ein entscheidendes ungelöstes Problemerben, die Unterdrückung von Menschen aufgrund von ehtnischen, rassistischen , religösen, sozialen, ökonomischen und geschlechtlichen Faktoren.
Einerseits bin ich entsetzt wie über die Art von Minoriätengrupen
überall auf der Welt behandelt werden, anderseits faziniert über ihren Potentialen.
Die Minoritätenposition enthält nicht weniger als den Schlüssel zur Zukunft.
Und INdiduen welche die herschenden Mächte durch abweichende Ideen und Lebensstile stören verkörpern eine wichtige Gelegenheit das globale Bewusstsein zu heben.
Viele von uns sind sich nicht im klaren darüber, das wir unbewusst andere unterdrücken.
Sogar psychotherapeutische und spirituelle Gruppen, die sich nicht in soziale DInge einmischen, sind implizit voreingenommen oder sogar rassistisch und sexistisch.
Heute reicht es nicht mehr wenn eine Gruppe sagt sie sei für jedermann offen, da immplizite soziale und ökonomische Zwänge viele Menschen daran hinderen sich solchen Gruppen ganz anzuschliessen.
Therapeutische Gemeinschaften sind besonders dadurch rassistich und sexistisch das sie eine Tendenz haben sich nur mit innerseelischen und individuellen Themen zu beschäftigen, denn nur diejenigen welche genug Geld zum Leben haben können es sich leisten eine Menge Zeit für sich selbst und ihre engsten Beziehungen aufzuwenden.
Die ausschliessliche Beschäftiung mit dem eigenen Innenleben kann an sich rassistisch, unsozial und diskriminierend sein.
Spirituelle Traditionen und Therapien der Zukunft mjüssen ins öffentliche LEben eingreifen, wenn sie dazu beitragen wollen eine lebenswerte und unterstützenswerte Zukunft zu schaffen.
Sie müssen ihre Vertreterinen und Vertreter dazu ausbilden, repressive Massnahmen wie z. B. die Vorstellung das Schwule und LEsben neurotisch seien zu verstehen und zu prozessieren.
Sonst wird die Beschäftigung mit dem eigenen Innenleben zum Privilege der gehobenen Mittelklasse, welche zum Beispiel hetersexuell sind oder ihre wahre Natur unterdrücken, um den gängigen Vorstellungen der Gesellschaft zu entsprechen.
Eine zweite Art besteht daran von den Mitgliedern dieser Gruppe zu erwarten, das sie sich schnell von der Trauigkeit oder ihere Wurtt über ihre Unterdrückung erholen müssen.
Warum können wie den Schmerz eines unterdrückten Menschen so schlecht aushalten`=
Wir erinnern uns doch alle daran wie schmerzhaft es war als Kind von Erwachsenen verletzt worden zu sein und wie lange wor darüber wütend und deprimiert waren.
Warum haben wir so wenig Toleranz gegenüber Menschen aus unterdrückten Gruppen welche voll Schmerz aus Jahrhunderten des Missbrauchs weinen.
Es ist eine enorme Unterdrückung wenn wir von einer missbrauchten Minderheit erwarten negative Projektionen zurückzunehmen und sich richtig verhalten, weil die Mehrheit keinen Lärm erträgt.
Der einer Minderheit angehörende Mensch leidet nicht nur unter dem Missbrauch der sich in der Vergangenheit zugetragen hat , sondern unter der gegenwärtigen Intoleranz seinem Leiden gegenüber.
Die Wut und die Gewalt , welche wir in unserer Umgebung spüren kommt nicht nur aus unserem seelischen INNenleben.
Es gibt in der AUssenwelt vieles wae nie aufgegriffen oder bearbeitet wurde und wird.
Unterdrückte einzele und Gruppen sind in einer schwierigen Position.
Durch ihre blosse Existenz verkörpern sie ein THema , eine Meinung die derjenigen der Mehrheit entgegengesetzt ist.
Sie können tun was von ihnen verlangt wird, ihre Natur und ihre Ansichten unterdrücken und sich den kollektiven ANforderungen anpassen oder sich auflehnen.
Nur wenige Glückliche sind in der Lage , alles von aussen betrachten zu können und sich friedlich für eine Veränderung einsetzen, indem sie die Mehrheit erziehen und nur wenige haben in ihrem Schmerz einen Zustand innerer Losgelöstheit erreicht, der ihnen eine solche Haltung ermöglicht.
QUelle
Arnold Mindell, Der Weg durch den Sturm, Weltarbeit im Konflikt der Zeitgeister
VIanova Verlag
Lieber Holger,
am meisten angesprochen hat mich an deinem aktuellen Beitrag dein P.S. Über die mundan astrologische Konstellation schreibe ich daher jetzt nichts. Es hat mich aus mehreren Gründen angesprochen:
Zum einen bin ich genau der gleichen Meinung wie du, dass wir hier auf der Erde weilen, um die Erfahrung der Liebe zu machen. Ich bin auch der gleichen Meinung wie du, dass es nicht viel Sinn macht, über andere Menschen anhand derer Horoskope zu richten, wie gut oder schlecht sie ihr Leben leben.
Wovon ich persönlich aber mehr und mehr für MICH überzeugt bin, ist, dass nichts, gar nichts, außerhalb von mir, was geschieht und mich berührt, ohne mein Zutun geschieht. Und damit meine ich NICHT (ich hoffe, das weißt du!): “Selbst schuld, wenn dir etwas Blödes passiert.”
Ich persönlich hingegen weigere mich jedoch, mich und andere Menschen als Opfer zu sehen, die Tätern ausgeliefert sind, und so das “Böse” nach außen abzuspalten. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Lösung zu allem, was mir geschieht, in mir selbst liegt. Das allein ist die göttliche Freiheit, deren Versprechen ich in mir spüre. Ohne diesen Glauben bleibe ich ein den Umständen ausgeliefertes Wesen.
Das Beispiel von Menschen wie Ghandi, Paramahansa Yogananda und vielen anderen im weitesten Sinne befreiten Menschen lässt mich tief daran glauben, dass jeder Mensch selbst den Weg aus seinem Leid herausfinden kann, weil er es auch selbst erzeugt.
Ich fühle mich nicht als Justizopfer (und du weißt, wie es mir ergangen ist), ich weiß, dass es tief in mir liegt, was ich nach außen projiziere. Und das ist jetzt kein hohler Spruch, glaub mir. Diese Frage beschäftigt mich ganz tief in meiner Seele, seit Monaten.
Wenn ich micht nicht liebe, erlebe ich von außen keine Liebe. Wenn ich mich verurteile, spiegelt mir die Umwelt dies zurück. Wenn ich mich in Ketten lege, tun es andere. Diese Sicht von mir selbst ist für mich der einzige Weg in die Freiheit, den jeder Mensch selbst in der Hand hat.
Und wenn ich überhaupt irgendetwas im Horoskop erkennen kann (woran ich nicht selten zweifle, das weißt du), dann meine persönlichen Prägungen, Verdrängungen und Projektionen.
Ich bin wie du der Ansicht, dass wir über andere Menschen und ihre seelischen Beweggründe nicht viel wissen können. Aber ich glaube, wir alle unterscheiden uns nicht sehr voneinander. Wir suchen alle die Liebe, wollen alle geben und suchen nach Wegen aus unseren Irrtümern. Eine Gewalterfahrung ist für mich so ein Irrtum.
Je schmerzhafter der Irrtum ist, umso weniger können wir erkennen, was uns dorthin geführt hat. Es ist keine Schuld, kein Fehlverhalten, kein “jeder muss sehen, wo er bleibt”. Es ist ein Missverständnis, ein Unwissen darüber, wie wir aus uns selbst heraus unsere Umwelt in Interaktion mit uns bringen.
Ich lerne gerade sehr viel darüber, erst mal nur für mich. Denn es ist leichter, mir selbst zu sagen: Ich bin verantwortlich für alles, was mir geschieht, als dies einem gequälten Menschen zu sagen. Dazu bin ich noch nicht bereit, dazu bin ich zu sehr gewöhnt, den anderen voller Mitgefühl als armes Opfer zu betrachten. Doch ich spüre tief in mir, dass DAS niemandem hilft.
Ich hoffe, ich konnte mich verständlich machen und eine dritte Perspektive zwischen den beiden, die du in deinem P.S. ablehnst, kreieren.
Herzlichen Gruß von
Sabine
Ich glaube an die Sonne, auch wenn sie nicht scheint
Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht fühle,
Ich glaube an Gott, auch wenn er sich nicht zeigt.
Ein Gebet der eingeschlossenen Juden im Warschauer Gettho
Trotz allem glaube ich immer noch das der Mensch tief in seinem Herzen gut ist.
Anne Frank
Liebe Sabine
Die Frage der Schuld bewegt mich auch die letzten Tage.
Jedes Ur..teil ist eine Abspaltung.
Da liegt ja auch das Wort Teilen verborgen.
Es erinnert mich an Axel Beitrag über das Kommunizieren aus (Ver) zweiflung.
Im Winter besuchte ich das KZ Dachau bei München.
Es war ein grauer regnerischer Tag und nicht viel los.
Freunde meinten , es ist nicht schrecklich einen solchen Ort des Grauens zu besichtigen.
Meine holländische Freundin, deren Vater, wie ich übrigens dadurch zufällig erfuhr, dort inteniert war, sagte mir …Nein, heute kann man diese Orte besuchen.
Ich verstand dann auch warum…
Denn mein Blick fiel auf etwas anderes, inmitten dieser grauenvollen Geschichten , derer wir vielleicht nur in einer gewissen Abstraktionsfähigkeit
bewusst werden können.
Sie werden wahrscheinlich schlecht schlafen die nächsten Tage, sagte der Junge Mann , der mit viel Engagement dort in der Rezeption eine kleine Einweisung gab.
Warum war das nicht so bei mir?
Am längsten weilte ich in jenem Ausstellungsraum , wo das Zusammenleben der Häftlinge gezeigt wurde, wie sie in all dieser Unmenschlichkeit ihre Menschlichkeit gewahrt haben, sich untereinander geholfen, sich Essen geteilt, Musik gemacht, eine Bibliothek aufgebaut.
Und ich spürte Freude an einem solchen Ort.
Nein Vorbild war Anne Frank , als elfjährige las ich ihr Tagebuch von vorne nach hinten und wieder rückwärts.
Ich wollte so sein wie sie, und beneidete sie wie ihr Vater sie begleitete.
So traff ich jetzt auf meiner Reise auch einen solchen Menschen.
Geboren unter einer Pluto.Saturnkonjunktion , ihre Eltern überlebten den Holocaust, später nahm sich ihre Mutter das Leben.
Und doch ist sie einer der positivsten Menschen die ich kennenlernen durfe..sie kannte auch Anne Franks Vater, welcher in Basel in einem jüdischen Altesheim lebte.
Du schreibst ..es ist ein Irrtum.
Da stimme ich dir hundertpro zu.
Es ist schwer nachzuvollziehen warum so manche ihr Karma auf eine solch Physische Art erleben müssen.
Vielleicht ist es die Pluto in LÖwegeneration, die dafür die Verantwortung übernahm, freiwillig weniger ,weil sie eben ungewollt in diese historischen Ereignisse hineingezogen wurde…ganz real und physisch.
Vielen gelang es trotzdem sich rauszuhalten.
Und die nachfolgende Pluto in der JUngfrau Generation ist vielleicht einwenig weiser, auch abgeklärter und hat genau diese BOtschaft
Es ist ein Unwissen.
AUch , wenn ich es selber so erfahre finde ich es ungeheuer schwer das für mich anzunehmen, zu mir reinzunehmen.
Doch weiss ich tief in mir, es gibt keinen anderen Weg,
Dies entbindet mich keineswegs vom Mitgefühl oder auch Engagement.
Will ich denn meines anderen Bruders Hüter sein?
Aber es hilft mir vielleich hinter all dieser Gewalt zu erahnen das wir , so wie HOlger und du das schreibt, nicht hier sind um Gewalterfahrungen zu machen.
Wenn ich in meiner unmittelbaren Nachbarschaft mitbekomme, und das habe ich so erlebt, das Kinder von der Mutter vernachlässigt werden, dazu verbalen Missbrauch ,( heute ist es ja nicht mehr so in den PRügelstock einzusetzen)fühle ich mich schon verpflichtet das Jugendamt einzuschalten.
Auch wenn es heisst , misch dich besser nicht ein.
Ich weiss aber auch das diese Mutter Hilfe braucht, die zwei Kinder alleine gross zieht, der Vater zahlt keine ALimente und vergnügt sich bei Drogenpartys.
Nur gibt es da die Grenze..das ich da einschreite, wo es erforderlich ist, doch auch mir meiner Grenzen von Einmischung bewusst werde.
Da ist es wichtig abzugeben…an andere Instanzen, auch die sogenannten moralischen.
Es stimmt, das einem gequälten Menschen zu sagen , wäre ich auch nicht bereit…wie sollte er das auch verstehen, vielleicht geht es da wirklich erst mal auch ums Uberleben.
Stanislaf Grof schreibt..die zunehmende Gewalt die wir zur Zeit erfahren hat damit zu tun das wir Menschen unsere wahre spirituelle Bestimmung noch nicht erkennen.
Und das schwierigste finde ich das Urteilen loszulassen, wie auch mir selber zu verzeihen.
Und immer wieder warten Fallstricke und PRüfungen auf dem Weg.
Neulich hörte ich so einen Schlüsselsatz, der mich auch aus einer solchen selbst..erschaffenen Dunkelheit herausholte..
Ich kann einfach keinem Trauen mehr.
Die ANtwort war
Du traust dir selber nicht.
Buh, was man hier so alles für Themen bekommt, das reicht ja schon mal …ist ja fast wie ein Workshop..ggg
Alles Liebe
Barbara
Ein kleiner Nachtrag zu diesem Thema,
Auf die Frage, warum das Kollektiv so bewegt auf diese Geschichte von Natascha Kampusch z.b reagierte..
Es ist diese Erfahrung der absoluten Hilflosigkeit, des Ausgeliefertseins.
Doch bin ich vorsichtig etwas zu vergleichen, was ist schlimmer, was ist unmenschlich.
Natascha hatte sich weiterbilden können, ihr Geist wurde nicht gebrochen….sie ist mit einer Stärke herausgekommen und vielleicht bewusstseinsmässig ihren Altergenossen viele Jahre voraus.
Gauatamo ist für mich noch ein Stück unbegreiflicher.
Es ist schon eine eimalige Geschichte wie selbst Völkerrecht umgangen wird.
Da fragt Frau sich, wenn es darauf ankommt, welchen Sinn haben überhaupt solche Institutionen.
Wieviel müssen doch ohnmächtig zuschauen wie Recht im Füssen getreten wird.
Und als ich mir das mal zu vorstellte, und aus den Fällen in der Anwaltspraxis meiner Schwester, kenne ich das zugenüge.
Wie fühlt sich das an zu Unrecht verurteilt zu werden…=
Buh, da müsste ich schon sehr erleuchtet sein, so ein überkandidelter Gerechtigkeitsfanatiker , der ich so bin.
Aber bin schon auf dem Weg der Besserung…ggg
Ist es nicht so , das dieser Schmerz uns eben genau auch an was erinnert, als wir klein, und abhängig von unseren Eltern waren..unser zumindest physisches Überleben hing davon ab.
aber jetz höre ich auf..bevor es zu philosophisch wird.
Hallo Liebes!
Deine Gedanken berühren doch genau den Punkt um was es geht.
Es ist nicht das Einzel-Karma
oder Schicksal, das hier waltet, sondern ein Kollektives .
(Wenn wir schon den Begriff “Karma verwenden wollen)
Immer wieder tauchen grauenhaftigste menschliche Abgründe in der Zeit auf
ganze Stämme werden vernichtet und die grosse Masse guckt zu und ist gelähmt-verdrängt, hat Angst ums eigene Wohl.
Einzelne Aufzeiger brechen ins Geschehen z.B.
Ghandi-Mandela-Castellio-die Schreiber gegen Gewalt, Kritiker
meist mundtod gemacht
Gut, aber Lösung an solchen Prozessen der Unterwerfung scheint das Karma der Menschheit überhaupt zu sein, seit der Zeit der religiösen Abspaltungen….
Zeit ist nur in unserem Geiste so kurz und eng
Was ist wenn die Illusion regiert und wir bei begreifen und loslassen schlagartig in einer neuen Welt stehen?
Dream on Sun;-
Liebe Suse
Haben oder Sein…diese Grundfrage bewegten auch Fromm. Viktor Frankl , Bruno Bettelheim.
Walter Benajamin beging auf seiner Flucht, kurz vor dem Ziel, an der spanischen Grenze Selbstmord.
Und es ist auch dieses Habenwollen von Erleuchtung vielleicht..das uns zu Fall brachte..gggg.
Die Ohn..Machtserfahrungen..
Der grauenhafte GEnoizid in Uganda
Ausrottung von Kulturen ,
Die Kinder von Beslan
Meine Güte, da muss es noch was grösseres wie Neptun geben, der den Menschen mit einem solchen Kurzzeitgedächtniss ausstattet und gnädig alles schnell verdrängen und vergessen lässt.
Und ab und zu um das schlechte Gewissen zu beruhigen gibt es dann einen Friedensnobelpreis.
Vielleicht ist es Pluto, der uns wirklich zurueckpfeift auf das Menschenmach..bare.
DIe Sehnsucht nach Voll..kommenheit ist wiederrum eine spirituelle Falle.
DOch wir Sind schon da..
Bodisattva verzichtete darauf ins Nirvana sich beamen zu lassen…da wo man seine Ruhe hat und un..berührbar sein darf und kann.
SOlange noch ein Mensch leidet , gehe ich wieder zurück ….ggg
Zeit ist eine Ilussion, schrieb CHris Griscom in den achtzigern Jahren.
Der Irrtum sitzt in unseren Genen und Zellen……gggg
Die grösste Herausforderung besteht für mich daran mich in meiner Unvollkommenheit anzunehmen..ganz real, nicht weil es so geschrieben steht.
Und oft kann ich das so garnicht.
SOlche schlagartige ERkenntniss hat mich leider in den Hades gebeamt….ggg….
oder es war eine Vision. ggg
In Indien reisten Erleuchtete in die Irrenhäuser und wuschen den Verrückten dort die FÜsse.
Wahnsinn oder Erleuchtung liegen ganz eng beieinander.
Osho sagte mal, derjenige hat nur die falsche Frequenz eingestellt.ggggg
So , und jetzt gehe ich mal gucken was meine Pfläenzchen so machen auf der Terasse. gggg
Gruss aus Erd.Himmel HÖhen und Abgründen..
Barbara
Liebe Teilnehmer(innen) dieses Dialoges
Sabine, deine important Message , brachte mich zu folgenden Gedanken
Welchen Nutzen hat die Astrologie zum Verstehen dieses Prozesses.
Und da fand sich schon ein Himweis von Sabine
Wenn ich überhaupt was im Horoskop erkennen kann, dann meine persönlichen Prägungen, Verdrängungen und Projektionen.
So würde ja auch die Gefahr bestehen in nachherein unser Omnipotenzwunsch, der vielleicht ein unbewusster Beweggrund ist , Astrologie studieren zu wollen,
ein Schnippchen schlagen zu wollen.
Alleine sehe ich mir das PRognosegerangel an zur Zeit..
Ja, wenn es so mathematisch, einwandfrei ginge, so mal mit Rechencomputer und ernsthaften Studium, dann wäre es doch ein leichtes gewesen ihren AUfenthaltsort zu bestimmen oder klar zu sagen..Ja , sie lebt noch.
Aber , es ist nun mal nicht so einfach.
Nein , die Gefahr bestünde eher dem Menschen seine Wahl zu nehmen, in sein Leben hineinzupfuschen.
Neulich hörte ich so einen guten Satz
Solle doch jeder erstmal seine eigene Radix sich vornehmen , da hat er schon genug damit zu tun.
Jeff Green schreibt da was sehr kluges
Was haben wir von der derzeitigen Realität in der Zukunft zu erwarten`?
Zuerst sollten wir anerkennen das keine Vorschau und Zukunft absolut sein kann, denn individuelle und kollektive Entscheidungen können zu jeder Zeit mächtige Ereignisse beeinflussen.
Das vieles von den individuellen und kollektiven Entscheidungen abhänig ist ist am besten über wahrscheinliche Entwicklungen und bezug auf derzeitige Tendenzen für eine Zeitspanne von 20-30 Jahren zu sprechen,
In diesem Geiste gebe ich meinen Gedanken über die Zukunft eine Richtung.
(Jeff Green, Schule für evolutionäre Astrologie)
Stelle sich mal jemand die absurde Situation vor ich hätte gar verhindern können das dies geschieht mit HIlfe der Astrologie.
Also , ich hätte Natascha, vorausgesetzt sie hätte ihren Tagesablauf den Entscheidungen von Astrologen überlassen, gesagt,
Heute bleib mal schön zu Hause.
Ich sehe gerade Pluto im quadrat zum Mars in deiner Radix.ggg
Die Wahrscheinlichkeit von Übergriffen ist recht gross.
Das erinnert mich in etwa wie es jenem unglücklichen Zeitgenossen ging, der eine solche astrologische Voraussage mal bekam, das an einem Freitag dem !3. er bitte das Haus nicht verlassen möge, es sei gar Schreckliches zu erwarten.
Er starb an diesem Tag durch einen Wespenstich , diese hatte sich in sein Kuchenstück eingeschlichen. ggg
Die Frage bleibt doch
Könen wir Schicksal verhindern, eingreifen oder ordnen.
Mit Sicherheit können wir versuchen mehr von uns zu verstehen….genau wie Dagmar unter Pluto schrieb..
ich kann mich aber auch entziehen was zu verstehen indem ich mich es wieder nach aussen verlagere und eine gewisse Ohnmacht glaube entgehen zu können nur weil ich glaube es liegt an meiner Wissenslücke.
Wie wir uns und anderen helfen liegt an unsere Motivation, an der gutgemeinten Absicht.
Diese ist ausschlaggebend, denn erkennen wir die gute Absicht, ist der andere immer bereit auch die Fehler zu akzeptiern. (gg..ist nicht mein Orginalgedankengang..aber hab ihn gut aufgenommen..gg)
Und das schöne, eigentlich entzieht sich der Fall Natascha Kampusch unserem wohlgeordneten astrologischen Regelwerk. ggg
Vielleicht auch eine MÖglichkeit zu überdenken, was wirklich der Sinn von Astrologie ist und ihre Grenzen.
Hugh, habe gesprochen
Barbara
Liebe Barbara,
hab Dank für deine anregenden Gedanken. Es tut mir leid, dass meine Zeit manchmal so knapp bemessen ist und ich nicht so tief einsteigen kann mit den Kommentaren. Aber innerlich bewegt sich da sehr, sehr viel.
Was du gesagt hast, Barbara, über unsere Mitmenschen, finde ich sehr schön: Im Zweifelsfall geht es erst einmal um das Überleben, Helfen, Unterstützen.
Für mich selbst kann ich das Bewusstsein über meine Freiheit in jedem Moment üben. Anderen vermitteln kann ich es ohnehin erst, wenn ich es selbst in einem gewissen Maße habe. Vorher nimmt mir das keiner ab.
Aber was ich nicht tun mag, woran ich mich nicht aufhalten möchte, das ist das “Herumdoktorn” an den äußeren Umständen bei mir und anderen. Ich will meinen Partner nicht verändern und auch nicht Klienten helfen, ihren zu verändern. Ich will keine Freundin das xte Mal aus der gleichen Situation “retten”.
Ich finde keine Lösung für all meine, all unsere Probleme als innen bei mir anzufangen. Und das ist schwer genug
.
Lieben Gruß in den Abend,
Sabine
Liebe Sabine
reut mich und meinen Jupiter gg sehr das du mit meinen Gedanken etwas anfangen kannst..
In der Tat..es kann einem letztendlich niemand etwas abnehmen, auch keine Astrologie.
Sie kann mir einen tiefen Blick in meine Motivationen geben , doch was und wie ich mit diesem Wissen umgehe obliegt meiner Verantwortung.
Es ist gut zu wissen das es auch bei schwerem Leid enorme Heilungsprozesse gibt.
Da ist einmal wichtig die Stärkung der Eigenmacht sowie auch Schutz vor Überforderung.
Peter Levine nennt es das Aufwecken des Tigers.
Er sieht das menschliche Tier als einzigartiges Sein an, ausgestattet mit einer instinktiven Kapazität.
Er stellt die fazinierende Frage warum Tiere im wilden Dschungel selten traumatisiert obwohl sie täglicher Bedrohung ausgesetzt sind.
Über Peter Levine erfuhr ich bei meinem Aufenthalt in Dachau.
…wie das Leben so spielt.
Ein Bekannter einer Freundin wurde ein Jahr ausgebildet von der Stadt München als Freiwilliger Katastrophenhelfer zur Fussballweltmeisterschaft , und da war auch der Umgang mit traumatisierten Menschen ein Thema.
Falls es jemanden interssiert
hier der Link über den Hintergrund des Ansatzes von Peter Levine
http://www.somaticexperiencing.de
Traumata sagt er ist einer der unerkanntesten, mit verschwiegensten Leiden in dieser Gesellschaft.
Doch es bleibt dabei…die Lösung kann ich nur in mir finden…und das ist wirklich schwer genug.
Alles Liebe
Barbara
Ich möchte mich Holgers PS anschließen. Ich persönlich glaube, dass wir nicht für alles verantwortlich sind, was uns begegnet, ebenso wenig glaube ich, dass das Äußere ein Spiegel unseres Inneren ist. Vielmehr denke ich, dass es zuweilen hilfreich sein kann, so zu tun, als ob es so wäre, um neue Ideen für das eigene Leben zu gewinnen. Ich sehe darin eine Möglichkeit der Astrologie, diese Absicht in Symbole und damit in eine neue facettenreichere Sprache umzusetzen.
Vielleicht ist es so, dass wir durch die Konsequenzen unseres Handelns bestimmte Erfahrungen hervorrufen. Bestimmt ist es so. Doch die Ebene der Erfahrungen ist nicht vorhersehbar, und auch nicht ihre Qualität.
Wenn einem mensc hen etwas Schreckliches widerfährt, dann kann ihm der Gedanke an einen Sinn dessen, was er erfahren musste, helfen, sein Leben wieder zu ordnen. Auch hier kann Astrologie nützlich sein.
Doch dass ihm etwas Schreckliches widerfährt, ist meiner Meinung nach nicht die Folge von einem Abweichen seiner Bestimmung, denn an so etwas wie eine Bestimmung glaube ich nicht. Ich entscheide mich jede Sekunde neu für mein Leben. Je älter ich werde, umso mehr Erfahrungen, die ich bereits gemacht habe, werden meine künftigen Entscheidungen beeinflussen. Das ist meine einzige Bedingtheit. Aber die Zukunft ist immer offen.
Wenn ich etwas verändern will, dann genügt für mich nicht, nur bei sich anzufangen. Wir können das Innen und das Außen ändern, ja, wir müssen es. Gerade Menschen wie Gandhi haben gezeigt, dass es ohne Übernahme von Verantwortung für die Gesellschaft keinen Sinn gibt. Es ist die Verbundenheit mit allen Menschen, die uns mitleiden lässt – und uns motiviert, etwas gegen das Unrecht zu tun.
Mitleid ist erst der Anfang. Daraus kann eine starke Kraft werden, die uns über uns hinaus wachsen lässt.
Vielleicht ist es wichtig in beiden Richtungen anzufangen – innen wie außen. Vielleicht macht äußere Arbeit ohne innere Arbeit keinen Sinn. Ich denke da an das Ideal vieler Mönchsorden, die soziales Engagement als Weg zu Gott sehen. Ich denke auch an den biblischen Jesus, der sich zu Verbrechern und gesellschaftlich Ausgestoßenen setzte, und der sie unabhängig von dem sah, was sie waren, sondern was sie werden können.
Ähnlich möchte ich Astrologie verstehen: als Mittel, die Zukunft in jedem Augenblick neu zu erfinden und ein Stück weit immer unabhängiger zu werden von der Bedingtheit des Vergangenen.
Viele Grüße
Christopher
Hallo Christopher und alle
Danke dir herzlich für deine Gedanken.
Gerade die letzten Tage ging das Pendel bei mir auf und ab.
Zwischen dem was Sabine schrieb und Holgers Ps und überhaupt
Und ich finde deinen Beitrag als befreiend
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen , da ich eben in TUchfühlung mit Gewaltopfern kam, Aussätzigen, Drogenmenschen, ist schwer zu beantworten.
Und da gerade habe ich erlebt, und zwar in der Praxis..ggg
was es bedeutet jemanden zu sehen wie er sein könnte….das funktioniert tatsächlich , wenn auch nicht immer, weil es da auch auf den einzelen ankommt.
Doch alleine diese Sichtweise verändert etwas.
Ich weiss nicht was He..stimmmung ist…nicht alle finden das was sie glauben es sei ihre Bestimmmung und erklärt wirklich nicht die Ungerechtigkeit auf dieser Welt.
Allerdings in Indien erlebte ich das geade dieser Karmagedanke anscheinend eine gewisse Gelassenheit dem Leben gegenüber zu bewirken scheint
Nur als Gandhi wirkte, brach eben auch dies ein…in dem Krieg zwischen den Religionen und Kaschmir fand die grösste Voelkerwanderung statt und ein Gemetzel.
Die Decke unserer Zivilsation ist recht dünn.
Und recht hast du…mir hat das zum Beispiel garnicht gutgetan zu glauben ich sei allein der Kreator meiner Realität.
Vor nicht allzu langer Zeit erlebte ich tatsächlich so was wie Physiche Gewalt und Bedrohung…..
und da machte ich mir doch tatsächlich den Kopf was ich wohl in mir tragen muss dies zu erfahren.
Aber gleichzeitig entdeckte ich eben auch ein Potential in mir , was mich gut damit umgehen liess letztendlich.
Ja, ich wüsste auch nicht wie das Menschen erklären die in Kulturen und Ländern leben wo Voelkermord stattfindet.
Wenn es eine Instanz gäbe , dann vielleicht das eigene Gewissen.
AUf jene berief sich der Christ Jägerstätter, der im Kz interniert wurde, weil er sich der Gewaltmaschinerie entgegenstellte und ganz kategorisch sagte das sei nicht mit der Lehre von Christus vereinbar.
Er stand da aber recht einsam mit dieser Position.
Erschreckend finde ich wirklich diese Gleich-gültigkeit dem Leid gegenüber…..und auch die zunehmende soziale Kälte.
Wir leben in einer Ellenbogengesellschaft….und das macht auch vor Astrologen keinen Halt.
So das frisch frei ins Unreine geschrieben
Barbara
Lieber Christopher,
danke für deine Gedanken. Sie helfen mir, meine noch klarer zu sortieren. Ich bin wie du davon überzeugt, dass wir unsere Zukunft in jedem Moment gestalten.
Und ich glaube auch, dass es im Grunde gleichgültig ist, ob wir in der Außenwelt oder der Innenwelt beginnen, um Veränderung einzuleiten. Weil aus meiner Sicht beides einander bedingt, hilft es hier oder dort und hat Auswirkungen aufeinander.
Für mich ganz persönlich ist jedoch der Weg des “Innen” der richtige, das weiß ich. Ich bin durch meine Erfahrungen und mein Leben zu der Überzeugung gekommen, dass wir Menschen göttlichen Ursprungs sind und vollständige Schöpferkräfte in uns tragen. Unter diesem Gesichtspunkt kann ich mich nicht mehr als Opfer der Umstände betrachten, ich kann es nicht mehr.
Ein Schlüsselerlebnis war dazu der Prozess mit meiner Verurteilung dieses Jahr. Aus meiner Sicht rein faktisch nicht gerechtfertigt. Am Ende sagte die Richterin abschließend zu mir (ich saß in Tränen aufgelöst da): “Übernehmen Sie endlich Verantwortung für Ihr Tun und hören Sie auf, sich als Opfer zu fühlen!”
Dieser Satz begleitet mich seitdem. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie DANKBAR ich dieser Frau bin. Ich habe meine wichtigste (und teuerste
Lebenslektion durch sie gelernt. Seitdem erkenne ich täglich mehr, wie ich mir mein Leben und alle meine Umstände erschaffe, wie mein Geist funktioniert, wie ich ihn leite, fehlleite, was mir begegnet.
Es gibt in Paramahansas Autobiografie eines Yogi (oder in einem der anderen Bücher von oder über ihn) eine nette Stelle, wo beschrieben wird, wie ihn 2 Leute in New York ausrauben wollen. Und es dann einfach nicht können. Warum? Ein Mysterium, das ich gerade dabei bin, zu erkennen und zu entdecken.
Und da gibt es kein Zurück mehr. Jetzt heißt es für mich: Volle Verantwortung. Das bedeutet nicht, dass ich glaube, allmächtig zu sein, dass ich mir die Schuld an allem gebe oder gar anderen. Es heißt nur: Ich schöpfe mein Potenzial noch lange nicht aus. Ich kann noch viel, viel mehr in meinem Leben selbst beeinflussen. Ich bin nicht ohnmächtig, ich bin mächtig. Mächtiger als ich je geahnt habe… (und liefert mich bitte jetzt nicht ein und sagt: Sabine ist größenwahnsinnig!
Lieben Gruß von Sabine
Liebe Sabine
Falls du befürchten solltest eingeliefert zu werden , gar mit Hilfe der Astrologie…gggg..wegen Grössenwahn DIr kann geholfen werden.
Nelson Mandelas wunderbares Statement
WIr fürchten uns nicht vor der Dunkelheit sondern vor unserem Licht, unserer eigenen Macht.
(angeblich solls er nicht gesagt haben…aber kann ich nicht nachprüfen.)
Schön , wenn du schreibst.
Für mich persönlich ist der “innere Weg der Richtige” und es im Grunde gleichgültig ist ob wir innen oder aussen anfangen.
Das was auch Christopher schrieb, das vielleicht äussere Arbeit ohne innere Arbeit keinen Sinn mache, finde ich wiederum persönlich recht schlüssig.
Gross und Klein…es gibt Geister , ein Gandhi, Mandela, die sich mehr für andere eingesetzt haben vielleicht als andere..ihnen wurde es auch nicht unbedingt gedankt und sie hätten ein ruhigeres Leben haben könnnen.
Doch sie haben eine Fackel entzündet, zwar erst wohl im aussen, was aber ein Leitmotiv sein kann die Befreiung auch im innen zu suchen.
Es gibt jede Menge Menschen, schrieb mal eine Frau..gg, die nicht über ihren kleingeistigen Tellerrand blicken können und somit nur um sich kümmmern, aber froh wären, wenn sie Hilfe bekommen..wenn es Ihnen selber schlecht geht…denn dann sieht es auf jeden Fall ganz anderes aus.
Insofern sollten kleingeistige Menschen froh sein, wenn sich ab und an ein Grossgeist findet , der sie mitzieht, aber das verstehen nicht alle…So einwenig mehr Grossgeist und jenen auch Abstand, damit sie sich nicht klein machen lassen. ggg
Was die Bedingtheit unsere Umwelteinflüsse betrifft, denke ich natürlich auch den Systemischen Gedanken.
Der einzelene Mensch, wie alles Andere, bleibt prinzipiell nie isoliert.
Er wird im allverbundenen Gemeinsamen in seiner nur scheinbaren Kleinheit zugleich unendlich vielfältig einbezogen und bedeutsam.
In all unserem Handeln wirkt die VIelzahl von Einflüssen und Impulsen anderer Menschen und unserer Geovbiosphäre mit
Unser Handeln beeinflusst wiederrum gleichermassen auch das Gesamte und verändert sich auch dynamisch.
Lernen braucht dringend lebende Vorbilder .
Aber es sind nicht nur die Lehrenden und geistigen Fürher, die uns den Weg weisen.
Wir alle sind auch EInsichtige, die aneinander erinnern können was in uns an Vermögen angelegt ist , und aus dem heraus aus Urzeiten schon in vielen Leben erfolgreich gelebt wurde.
Im gemeinsamen DIalog, in einer Lernkulutur der Gegenseitigkeit, können wir alle davon schöpfen.
IN diesem Sinne liebe Sabine und alle anderen
bedanke ich mich einfach für all die Anregung, die wiedrum so vieles in Bewegung bringt..und mich hoffen lässt das wir in einer lebenswerten Welt leben….es liegt an uns was wir damit machen….auch wenn wir längst nicht alles beeinflussen können.
Salude
Barbara
Ich finde es doch immer wieder erstaunend, wohin sich die Diskussionen nach einem erschienenen Artikel bewegen
Ich weiß, ich bin spät, was gesagt werden musste, wurde gesagt. Leider konnte ich mich hier nicht einbringen; wollte eigentlich noch was zu Mars (auf den Artikel bezogen) schreiben, aber ich glaube, das passt jetzt nicht mehr. Dagegen habe ich für mich versucht, eine klare Position zu beziehen, was das Thema “Astrologie und Beratung/Einmischung” für mich bedeutet. Wenn ich es richtig erfühlt habe, dann hat es doch im Prinzip diese Frage aufgeworfen, ob Astrologie (beratend angewandt) eine ethische Berechtigung hat, oder täusche ich mich?
Keine Sorge, ich mach es dieses Mal kurz und bündig ;>)
Nun, ich bin auf folgendes Ergebnis gekommen:
1. Wir mischen uns immer ein. Egal wie wir beratend wirken, es bleibt Einmischung. Denn es hat mit etwas zu tun, was außerhalb von uns statt findet. Wir beeinflussen durch die Beratung den Menschen, der zu uns kommt. Das ist Einmischung.
2. Aber es ist eine “erlaubte” Einmischung. Der andere kommt zu uns mit der Erlaubnis, ihm etwas zu sagen, dass ihn weiterbringen könnte. (jeder von uns fragt irgendjemanden mal um Rat, oder? Im Augenblick brauche ich persönlich jede Menge Unterstützung von fachlichen Personen, und ich freue mich, dass ich dadurch weiterkomme!)
3. Es ist nur wichtig zu unterscheiden, wann eine Erlaubnis vorhanden ist, und ab wann es sich um einen Übergriff handelt. Keine Frage, dass es sich bei den Erlebnissen der Menschen, die Holger beschrieben hat, um unerhörte und “unverzeihliche” Missachtung von Grenzen und Menschenwürde handelt. Aber was ist, wenn ein Mensch, der mir nahe steht, aus Verzweiflung nicht mehr leben will? Schau ich dann getrost zu? Ich habe es nicht getan, ich habe mich eingemischt. Ungefragt. Und ich bin sehr froh darüber. (Es ist mir schon klar, dass ich nur begrenzt darauf einwirken kann. Irgendwann muss man auch diese Entscheidung eines Menschen akzeptieren).
4. In dem Augenblick, in dem wir diese Welt betreten, mischen wir uns ein. Wir leben, also wirken wir. Es geht gar nicht anders. Und wenn mich jemand fragt oder um meine Meinung bittet, dann habe ich kein Problem, das zu tun ;>).
5. Ich bin aber auch dabei zu lernen, meine Ratschläge nicht ungefragt auszuteilen. Mich nervt es nämlich tierisch, wenn Leute mit ihren supertollen Ratschlägen daherkommen und eigentlich gar nix verstehen. Aber auch das ist gut so. Denn so lerne ich, wie sich das anfühlt, wenn ich es tue.
6. Zu Mit-Leid könnte ich ein ganzes Buch schreiben, da habe ich eine eigene Meinung dazu. Das will ich euch ersparen
Aber ich kam nicht umhin zu denken, und wer hat jetzt Mitleid mit den Tätern? Hört sich jetzt sehr revoluzzerisch an, gell? Was hat sie dazu getrieben? Mal ganz unpathetisch gedacht, auf neutraler Ebene, soweit man dass eben kann.
Okidoki. Das waren meine einmischende Gefühle und Gedanken.
Tschüssle
Dagmar :>)
Hallo liebe Dagmar,
Wichtige Gedanken die da von dir kommen.
Ich kenne diese Falle nur zu gut, dazu mit so einem Steinbockmond, und meinem Stolz auch mal um Unterstützung zu fragen…vor allem wenn Frau glaubt sie hätte gewisse Einsichten schon gut internalisiert. gg
Und das Leben spricht so eine ganz andere Sprache
die Einbrüche, kleine alltägliche Katastrophen, für einen anderen vielleicht Peanuts , für uns bricht eine Welt ein.
Wenn ein Freund von mir sich aus einer sprituellen Gruppe löst, und sein gesamter Bekanntenkreis , der noch involviert ist, sich abwendet, ihn schneidet ..finde ich das auch nicht tragbar.
Und dein Thema was ist wenn jemand
nicht mehr leben will…buh da habe ich Reaktionen erlebt –alles was gewisse Tabubereiche betrifft, die ja alles andere als nett sind ,
Übergeordnetes Schweigen.
Genau das ist es eben …die Wegschaumentalität…ich sehe dies aber auch als ein Urbedürfniss an sich zu schützen.
Und wir mögen vielleicht auch diese Ohn.macht.. Hilflosigkeit nicht spüren, es erinnert uns daran, das es uns vielleicht genauso ergehen könnte.
Neulich las ich den Satz..
Neutrale Empathie
Kann es überhaupt Neutralität geben.?
Es gibt auch einen Reflex sich gegen das Überwältigsein sich schützen zu wollen…
es gibt aber auch viele sensible Seelen , die daran zerbrechen.
dann bleibt die Frage.
Haben sie es so gewählt?
Derartig zynische Aussagen kenne ich auch.
Nur was Sabine schreibt, ist das was ihr Weg , ihre Erfahrung ist und schliesst für mich Mitgefühl nicht aus.
Vielleicht kann ich wirkliches Mitgefühl dann geben wenn ich auch die Verantwortung übernehmen kann.?
Ja, und deine Frage finde ich so garnicht revoluzzerisch, damit kann ich sehr viel anfangen.
Und ist mir alles andere als fremd.
Aus der Anwaltspraxis, und das ist jetzt mal nicht theoretisch , kenne ich ein Beispiel, wo eine Freundin meinerseits einen Prozess führte gegen Jugendliche welche sie bedroht hatten-
Meine Schwester wollte sich bemühen ein Gespräch zwischen ihr und einem der Täter zu organisieren….dieser war auch noch sehr jung.
Ja, diese Freundin war so empört, das sie zehn Jahre kein Wort mit meiner Schwester und mit mir wechselte, weil ich ihre Schwester war.
Diese Vorstellung konnte sie nicht an sich heranlassen.
Einen interessanten Artikel schrieb mal jemand über Judas, der ja das Symbol für Verrat ist und ausgestossen wurde.
Ja, heute darf man in Deutschland sein Kind nicht Judas nennen.
Doch er hatte auch eine Funktion in dem Ganzen.?????
Ich finde es schwierig zu beantworten…denn es würde eine Weit..Sicht erfordern, die ich nicht glaube zu haben.
Wir alle sind Menschen, die eben auch in der Bedingtheit dieser Materie leben.
Wenn du dich nicht auch zu einem Betrunkenen an den Biertisch setzen kannst, wo ist dann deine Liebe,
so soll BUddha gesagt haben.
Es gibt kein HOch und niedrig,
Keine Trennung zwischen unten und Oben
Es gibt nur das Sein.
Und somit schicke ich dir mein Lieblingszitat von R. Rilke
“Mitzuwirken ist nicht Überhebung,
Nur getragen sein ist nicht genug.
Alles Liebe zu später Abendstunde
Barbara
Die schwerste PRüfung für die Unterdrückten ist die, den Unterdrücker von seiner Tendenz zur Unterdrückung zu befreien.
Wir sollten uns nicht derartig vor unseren Unterdrückern fürchten, das wir ihn zu zerstörerischen Agression treiben.
Wür müssen alle nackten Tatsachen und Akten ans Licht bringen.
Marzoug Hulabli