Kleine Passionsgeschichte aus der Perspektive der Planeten: Merkur
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VERRAT DES JUDAS

Osterei: Merkur
Da ging hin der Zwölfe einer, mit Namen Judas Ischarioth, zu den Hohenpriestern und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge. Und von da an suchte er Gelegenheit, dass er ihn verriete. (Matth. 26, 14-16)
Merkur ein Verräter? Nein, das ist nicht in Merkurs Sinne. Mit Merkur besitzen wir die Fähigkeit, (Lösungs-)Strategien zu entwickeln. Wozu sollte man Strategien entwickeln, wenn sie nicht in diesem Moment für uns dienlich sein sollten? Merkur gibt uns keine Wertigkeit vor. Er sagt nicht, das ist gut und das ist böse. Er verhilft uns, das Beste aus einer Situation zu machen. Die Motivation hierfür gibt er uns nicht vor, sondern unsere Motivation triggert ihn! Und da Merkur der Gott der Händler und Diebe (Trickser) ist, ist seine Energie nur zu gerne auf Handel ausgerichtet. Es ist ihm gleich-gültig (im Sinne von: er macht in seiner Wahl keinen Unterschied, daher wird ihm Neutralität zugeordnet; besser wäre “Allgemeingültigkeit”), mit wem er diesen Handel begeht; jeder Deal ist ihm recht, wenn er nur den Eindruck hat, dass er von dieser Partie am meisten profitiert.
Deswegen habe ich den Deal zwischen Judas und den Hohenpriestern Merkur zugeordnet.
© 2009 Dagmar Wäscher @ 6. April 2009
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Schlagwörter: Jesus Christus, Merkur, Passionsgeschichte
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