Kleine Passionsgeschichte aus der Perspektive der Planeten: Saturn
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VERURTEILUNG

Osterei: Saturn
Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich denn machen mit Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus? Sie sprachen alle: Lass ihn kreuzigen! Der Landpfleger sagte: Was hat er denn Übles getan? Sie schrien aber noch mehr und sprachen: Lass ihn kreuzigen! Da aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern vielmehr ein Getümmel entstand, nahm er Wasser und wusch die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an seinem Blut; sehet ihr zu! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder! Da gab er ihnen Barabbas los, aber Jesus ließ er geisseln und überantwortete ihn, dass er gekreuzigt würde. (Matth. 27, 22-26)
Das saturnische Prinzip sorgt für Ordnung. Um Ordnung aufrecht zu erhalten, bedarf es einer Instanz in der Gesellschaft, die über eine große Gruppe von Menschen wacht, sie kontrolliert und diese maßregelt. Gerichte übernehmen die Überprüfungen von gesetzlichem Fehlverhalten und sprechen jemanden für schuldig oder unschuldig; das tun sie als gesetzliche Stellvertretung des jeweiligen Volkes. Auch Stammesälteste oder Monarchen fällen im Namen aller ihre Urteile.
Hier spricht das Volk selbst und der Mann, der die Macht dazu hat, die Urteile rechtsgültig zu machen, steht unter hohem Druck. Saturn macht es uns nicht gerade leicht, unseren Rollen in der Gesellschaft gerecht zu werden. Durch ihn fühlen wir uns unter Druck gesetzt, da er unsere hohen Ansprüche repräsentiert.
© 2009 Dagmar Wäscher @ 10. April 2009
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Schlagwörter: Jesus Christus, Passionsgeschichte, Saturn
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