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Christopher Weidner

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4 Kommentare

  1. Yamuna
    Yamuna Becker
    17. Februar 2008 @ 12:52

    Lieber Chris,
    Deiner Bitte um eigene Erfahrungsberichte kann ich gerne nachkommen:

    1) starb mein Vater am 20.1. und wurde am 23.1. beerdigt. Genau in der Zeit des rückläufigen Merkurs stand an, seine Hinterlassenschaften zu sichten, Fotos und Dokumente zu aussortieren, zusammenzufügen, was auseinandergefallen war oder es zu entsorgen.

    2) Bei der Gelegenheit machte ich gleichzeitig eine Bestandsaufnahme über meine Beziehungen, siehe mein Beitrag “Blick in den Rück-Spiegel”

    3) Am 25.1. beschloß der Big Boss meiner Firma sehr kurzfristig, unsere Büroräume in einer Fabrikhalle zu kündigen, nachdem er andere Räumlichkeiten in einem großen Werksgelände besichtigt hatte.
    Am 12.2. war er ein 2. Mal auf diesem “neuen” Werksgelände zwecks Detailabsprache – mit dem Ergebnis, daß der dortige Werksleiter mitnichten die Absicht hatte, unterzuvermieten, und für so viele Nasen wie uns schon mal gar nicht! Das hätte er NIE zugesagt! Es gab heftige Wortwechsel, mein Big Boss entschwand und befahl meinem Chef, die Kündigung unseres Büros sofort rückgängig zu machen.
    Mein Chef versuchte den ganzen Tag lang vergeblich, unseren jetzigen Vermieter zu erreichen. Der war jedoch ewig besetzt, in Besprechung, außer Haus…. und einstweilen rief Big Boss meinen Chef alle 5 Minuten auf dem Händi an, um ihm zu soufflieren, was er dem Vermieter als Begründung sagen solle. Mein Chef hatte ca. 20 – 30x mit Big Boss die Ehre nach dem Motto: “Was interessiert mich mein Geschwätz von vor 5 Minuten!” Irgendwann hatte er dann diesen Vermieter am Ohr, der nur süffisant säuselte: “Pech gehabt, das kommt davon, wenn man ein Büro kündigt, ohne zu wissen, wo man denn demnächst unterkommt. Leider wurden die Räume inzwischen anderweitig verplant, sorry!”

    Es sah so aus, als ob wir auf der Straße standen und uns demnächst mit Laptops bestückt in einem Container, Wohnwagen oder Zelt einrichten könnten. Nur mit Engelszungen gelang es, die Kündigung dann doch noch rückgängig zu machen.

    4) Ein weiteres Beispiel für “rin inne Kartoffeln – raus ausse Kartoffeln”: auf einem Meeting wurde am 11.2. beschlossen, daß unsere Firma umstrukturiert und die Arbeit neu verteilt werden sollte. Das waren bange Tage für mich, da ich wußte, daß mir ein großer Teil meiner Aufgaben entzogen und ins Ausland verlagert werden sollte. Das hatte man 2002 schon mal versucht mit dem Ergebnis, es war gründlich schief gegangen und 2003 bekam ich meine Aufgaben zurück – samt all der in 2002 unerledigten, mit der meine Nachfolger nicht klargekommen waren.
    Am 11.2. bekam ich mittags einen Anruf meines Chefs: “Ich habe das neue Organigramm gesehen, Dein Job ist erstmal gesichert.” Dann hieß es am nächsten Tag: Du bekommst einen neuen Chef im Ausland, doch Deine Arbeit bleibt vorerst bei Dir, denn: never split a running system!”

    Liebe Grüße
    Yamuna

  2. Sigrid
    17. Februar 2008 @ 16:55

    Spannend diese Betrachtungsweise, habe bis heute den rückläufigen Merkurphasen noch keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt.Was sicherlich einer Nachreifung in punkto Denkweise diesbezüglich bedarf.
    Also an besonders auffälligen Ausßenereeignissen könnte ich diesen Rückl. Merkur in meinem leben jetzt nicht feststellen.Das wirklich Prägnante dieser momentanen Phase zeichnet sich vor allem beruflich und finanziell ab.
    D.h. ich habe in dieser Zeit entsprechend meiner Wahrnehmung der veränderten Zahlungswilligkeit der Bevölkerung in meiner Praxis auf bargeldloses promptes Bezahlen umgestellt und seither einen rascheren unkompizierteren Geldfluß.(Rückläufiger Merkur auf Hausspitze 2 aus 6 und 9) D.h die Rückläufigkeit merkurs zwang mich nochmal darüber danzudenken inwieweit die prompte Zahlungsforderung meinem sozialen Grundgedanken widerspricht und ich bin zu dem Schluß gekommen: gar nicht. Schließlich erleichtere ich mit der prompteren Zahlungsforderung dem Klienten um mehrere Arbeitsschritte , aber natürlich auch mich. Aus dieser Erfahrung heraus sehe ich den rückläufigen Merkur als Möglichkeit in seinem speziell davon betroffenen Hausthemen Denkweisen und Kommunikationsmöglichkeiten noch einmal zu hinterfragen, vielleicht einen alten Gedanken endlich aufzugreifen und ihn zur realisieren , für die Umsetzung des innovativ vorrauschauend Neuen ist es womöglich nicht ganz der richtige Zeitpunkt.
    Liebe Grüße Sigrid

  3. Christopher Weidner
    Christopher Weidner
    20. Februar 2008 @ 16:08

    Liebe Yamuna, liebe Sigrid!

    Vielen Dank für Eure Beiträge – ich denke, es sind sehr schön, plastische Beispiele dafür, wie wir das, was uns begegnet. unter dem Signum des rückläufigen Merkur betrachten können.

    Es sind manchmal eher kleine Geschichten, die der Alltag schreibt, manchmal aber auch schicksalhafte Situationen, in die uns das Leben manövriert (und manchmal auch wir ganz allein ;-) ) – ich finde, dass uns in beiden Fällen die Perspektive des rückläufigen Merkur sehr nützlich ist.

    Vielleicht hat ja die Eine oder der Andere auch noch Lust, etwas zu berichten?

    Herzliche Grüße,
    Christopher

  4. Dagmar Wäscher
    Dagmar Wäscher
    20. Februar 2008 @ 21:42

    Liebe MerkurianerInnen!
    Klar, ist kein Problem für mich: ich könnte euch einige tolle Geschichten erzählen. Am Anfang meiner “astrologischen Karriere” konnte ich mit dem rückläufigen Merkur auch nix anfangen. Bis ich mal feststellte, dass wichtige Zustellungen unter dieser Energie verloren gingen. Recherchen brachten nichts. Seither bin ich etwas vorsichtiger geworden, wann ich wem was verschicke. Meistens ist es jedoch so, dass sich Briefe und Pakete nur verzögern. Manchmal passieren hierbei die witzigsten Irrläufer. Ich mache mir inzwischen auch mal einen Spaß daraus, und schicke mit Absicht etwas los, nur um von den Empfängern zu erfahren, wie sie dann dazu gekommen sind.

    Aber das ist peanuts. Die heißeste Geschichte ist die alljährliche Geschichte meines Arbeitsvertrages. Ich bekomme nur befristete Verträge, und die laufen ausgerechnet immer aus, wenn Merkur um diese Zeit rückläufig wird. Das ist weniger lustig. Ich kann dann unternehmen was ich will, jede Person (und das sind einige), die mit meinem Vertrag zu tun hat, bringt einen Haken rein, und wenn es nur der ist, dass der Vertrag irgendwo liegen bleibt, und keiner mehr weiß, an was es liegt. Die letzten drei Jahre gingen dann so aus, dass ich am vorletzten oder letzten Arbeitstag zur Verwaltung gebeten wurde. Und ihr werdet es nicht glauben, an denen liegt es am allerwenigsten. Wie es dieses Jahr ausgeht, sei noch dahingestellt, aber ein schönes Gefühl ist es nicht. Wenn ich es nicht selbst erleben würde, könnte ich es kaum glauben. Hört sich komisch an, aber es hilft mir zu wissen, dass es mit dieser Energie zu tun hat. Ansonsten hätte ich ganz schön Angst, dass mein Vertrag so sang- und klanglos auslaufen würde.

    Aber jetzt kommt es wieder ins Flutschen. Das erlebe ich immer so.

    Achja, im Prinzip will Merkur damit auf sich aufmerksam machen, denn ich finde, dass Merkur für die meisten als unspektakulär eingestuft wird. Derweil hat er genauso Gewicht, wenn nicht sogar noch mehr, wie alle anderen Planeten. Er zählt zu meinen “Lieblingen” :)

    Liebe Grüße
    Dagmar

Merkur rückläufig – oder: Never change a running system

Aus dem Leben, Gedankensplitter, Zeitqualität | (4) Kommentare |

abbildungLiebe Freundinnen und Freunde der Astrologie!

Der rückläufige Merkur – er lässt mich nicht los. Noch bis zum 19.2. wird sich entgegen dem Tierkreissinn im Wassermann bewegen, dann endlich kehrt machen, um am 10.3. jene Position zu erreichen, die er vor seiner Rückläufigkeitsphase innehatte. Dann haben wir bis zum 27.5. erst einmal Ruhe. Doch in der Zwischenzeit hatte ich, der ich doch zu den anfänglich Ungläubigen gehörte, so manches Erleuchtungserlebnis, was die Rückläufigkeit des Götterboten angeht. Meine Erkenntnisse möchte ich nun der Nachwelt hinterlassen – in der Hoffnung, dass der Eine oder die Andere unter euch davon profitieren mögen.

So glaube ich mittlerweile, dass die Grundbotschaft von MerkurR – das nachhängende “R” soll seinen rückläufigen Zustand kennzeichnen – lautet:

“Never change a running system” - “Hände weg von dem, was funktioniert.”

Meine Erfahrung zeigt: Immer dann, wenn ich in den letzten Tagen etwas verbessern wollte, ohne dass eine akute Not dazu bestand, ging es schief. Ich verbrachte unnötig viel Zeit damit, die Pannen, die sich bei diesen Verschlimmbesserungen einstellten, wieder gerade zu biegen. Beispiel: Eine Verschönerungsaktion einer meiner Webseiten artete in einem kompletten Zeichensalat aus. Bis ich den Fehler in den Datenbanken wieder ausgemerzt hatte, verschwendete ich kostbare Stunden vor meinem Rechner, die ich eigentlich für Kreativeres vorgesehen hatte. Fünf Minuten Tatendrang – fünf Stunden Fehlersuche. Natürlich war das Problem am Ende ganz einfach zu beheben – aber bis ich darauf gekommen bin! So habe ich nebenbei meine Kenntnisse im Aufbau von Datenbanken verbessert – vielleicht mein Gewinn aus dieser Sache.

Andererseits: Ist etwas kaputt, dann lädt MerkurR uns dazu ein, dies zu prüfen und im Zweifel zu beheben. Ich denke da an die Kaffeemaschine, die Sabine und ich zum Kaffeemaschinendoktor brachten, als sie pünktlich zu meinem Besuch bei ihr in Köln mit einem Knall ihren Geist aufgab. Nur der Vollständigkeit halber: Wir mussten uns in eine ganze Reihe von Kaffeemaschinen-Opfern einreihen! Nun – zu retten war sie nicht mehr, zumindest nicht im Handumdrehen. Aber immerhin hatten wir ein paar Stunden Bastelspaß. Letzter Stand der Dinge: Sabine will sie bei direktläufigen Merkur probehalber reparieren.

Alles Lappalien? Kann sein. Ich selbst denke aber, dass sich aus solchen und ähnlichen Geschichten ein Grundprinzip ableiten lässt, das den Erfolg unserer Handlungen bei rückläufigen Merkur bestimmt:

Nutze diese Phase zur Prüfung und zur Korrektur.

Alles andere gelingt nur schwer, so mein Eindruck. So könnte man in dieser Phase seine Buchhaltung prüfen, aber ein neuer Geschäftsabschluss wäre eher ungünstig.

Was ist euer Eindruck? Welche Geschichten zu MerkurR habt ihr zu berichten? Das würde mich natürlich interessieren. Was ging schief, was ist euch gelungen?

Euer Christopher

Nachtrag

Als Dreingabe und zur besseren Vorbereitung künftiger Wechselfälle, hier eine Übersicht über die Rückläufigkeit von Merkur in diesem Jahr:

Planet Rückläufig ab Position Direktläufig ab Position Wiederkehr*
Merkur 29.01.2008 23°53 Was 19.02.2008 08°19 Was 10.03.2008
27.05.2008 21°32 Zwi 20.06.2008 12°59 Zwi 04.07.2008
24.09.2008 22°50 Waa 16.10.2008 07°34 Waa 31.10.2008

* Wiederkehr: Gemeint ist das Datum, an dem Merkur wieder an jene Stelle im Tierkreis zurückgekehrt ist, an der er zu Beginn seiner Rückläufigkeit stand. Einige Astrologen sind der Meinung, dass er erst dann wieder in seiner vollen Kraft ist.

© 2008 Christopher Weidner @ 17. Februar 2008

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