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Holger A. L. Faß

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12 Kommentare

  1. Axel Becker
    7. September 2006 @ 00:37

    Hallo Holger! Danke für das offizielle Statement!

    Für mich hat zunächst die neue Einteilung den Reflex ausgelöst: “hat keine Auswirkung auf mich.”
    Im Moment denke ich aber darüber nach, ob es sein könnte, daß diese neue Einteilung eine Zeit beschreibt, in der die Menschheit sich klarer über die eigenen Machtverhältnisse wird? Mir war es auf meinem Outdoor-Vortrag am Bonner Planetenlehrpfad, als ich die Reise des Bewußtseins durch die Planeten von Sonne an beschrieb zum ersten Mal richtig bewußt geworden, daß es irgendwie komisch ist, nach der völligen Entgrenzung von Neptun dann “noch was” zu haben.
    Daß Pluto jetzt astronomisch in eine andere Kategorie fällt, könnte auf sowas hinweisen, daß evtl. jetzt den Menschen auffällt, in welchen Bereichen sie nix rumzupfuschen haben, obwohl sie es könnten. Atomkraftwerke zu betreiben, ohne eine Lösung für den Müll zu haben scheint mir sowas zu sein, wo man etwas “Unmenschliches” in die menschliche Sphäre zu ziehen können meint. Wenn es also so wäre, daß die übriggebliebenen “Planeten” alles das beschreiben, wo unsere Wirkungssphäre als Menschen ist, die anderen eher das beschreiben, was “nicht unser” ist, oder nicht ganz unser, oder über uns hinaus geht, dann hätte diese neue Einteilung schon auch einen astrologisch gedachten Sinn. Ich meine, normale Bomben (Uranus)und Giftgas (Neptun) sind schon schlimm genug, scheinen aber in ihrer Wirkung in einer Menschenlebensphase begreifbar… während Atom-Halbwertszeiten meinen Horizont sprengen…
    Dies mal ins Unreine getippt zu Vollmond…liebe Grüße!
    Axel

  2. Barbara Wiehl
    7. September 2006 @ 16:27

    Lieber Axel,

    Stimmt, Atom..Halbwertzeiten sprengen meinen Horziont ebenso, wie auch die reale atomare Bedrohung.

    Wissenschaften ohne menschliche Selbsterkenntniss sind schädlich, sagte Rudolf Steiner

    Liebe Grüsse
    Barbara

  3. Dagmar Wäscher
    Dagmar Wäscher
    7. September 2006 @ 18:12

    Lieber Holger,
    nachdem wir das Thema hier schon kurze Zeit diskutieren, ist mir noch ein ganz anderer Gedanke gekommen:

    was wäre denn, wenn Pluto oder irgendein anderer Planet, Kleinplanet oder was auch immer, plötzlich nicht mehr da wäre? Sagen wir, ein Komet würde die “Kleinen” zerstören. Gäbe es dann auf einmal keine Machtkämpfe (jetzt mal auf Pluto speziell umgesetzt), keine Ängste, keine Schattenseiten und dergleichen mehr? Schön wär’s. Dann würden mindestens die Hälfte der Menschen sofort ein paar Atombomben ins Weltall befördern. ;)

    Ich hatte ja schon mal einen Kommentar hierzu verfasst. Insofern wird sich erst mal nix ändern. Aber was sich immer ändert, sich unsere Bewusstwerdungs- und Seinsprozesse. Insofern sind Axels Gedanken überlegenswert. Unser (astronomischer) Horizont erweitert sich im Kollektiv täglich. Auch die Astrologie wird sich neu definieren und finden müssen.
    Solche Änderungen in den Einteilungen geben nur den äußeren Impuls, tatsächlich begeben sich immer mehr Astrologen auf die Suche, nach Möglichkeiten, wie es vielleicht noch “gehen” und sein könnte. Je mehr wir über uns wissen, desto mehr erkennen wir die Dinge in ihren Zusammenhängen. Pluto hat in seiner Entdeckungszeit und danach wesentlich dafür gesorgt, dass unsere Grundmanifeste ordentlich durchgerüttelt wurden. Er hat uns zum Handeln “gezwungen”. Jetzt beginnt vielleicht wieder ein derartiger Entwicklungsschritt, der sich uns erst viel später offenbaren wird.

    Ganz herzliche Grüße an dich!
    Dagmar

  4. Sabine Bends
    Sabine Bends
    8. September 2006 @ 10:41

    Liebe Dagmar,

    das ist jetzt ein Kommentar für dich, obwohl es Holgers Beitrag mit Christoph Schubert-Wellers Text ist :-) ).

    Dein Gedanke: “Was wäre, wenn Pluto plötzlich nicht mehr wäre?” hat mich jetzt gerade ganz schön erschüttert. Vielleicht wäre er dann auch wirklich nicht mehr nötig, vielleicht wäre schon alles verwandelt und zurück in der “Wahrheit”. Vielleicht bräuchten wir ihn dann wirklich nicht mehr. Aber da ich mich gerade so intensiv mit ihm und seinem Ausdruck in unserem Leben befasse, kommt mir der Gedanke, er könnte “weg” sein, fast so vor, als würde ich ein Hilfsmittel verlieren, das ich brauche.

    Ich habe gestern abend in “Ein Kurs in Wundern” gelesen und bin auf folgenden Satz gestoßen:

    “Das Wunder vergleicht, was du gemacht hast, mit der Schöpfung, wobei es als wahr akzeptiert, was mit ihr in Einklang steht, und das als falsch zurückweist, was nicht mit ihr in Einklang steht.”

    Es hat mich regelrecht erschüttert, diesen Satz zu lesen. Ich dachte: DAS ist Pluto. Und habe es ganz tief innerlich gefühlt, weißt du. Nicht nur so intellektuell begriffen, sondern empfunden. Pluto ist ein Tor zur WAHRHEIT der Schöpfung. Und dieses Tor, diese Hilfe, brauchen wir doch so nötig.

    Lieber kleiner Zwerg, Pluto, verlass uns bitte nicht!

    Herzlichst,
    Sabine

  5. Barbara Wiehl
    8. September 2006 @ 11:39

    Liebe Sabine,

    Glaubst du wirklich , der Zwerg würde uns verlassen wollen.?

    oder sich gar aus der Wahrnehmung streichen lassen?

    das schreibt jetzt eine Plutonikerin, die es sein muss aber auch nicht will . ggg

    Ein wunderschöne Ode an Pluto und so ehrlich.

    Alles Liebe
    Barbara

  6. Dagmar Wäscher
    Dagmar Wäscher
    10. September 2006 @ 11:08

    Liebe Sabine,
    ganz wundervolle Beschreibung und Gedanken zu Pluto.
    Da wirft sich mir jetzt die Frage auf, wenn er das Tor zur Wahrheit der Schöpfung ist, was ist es dann in uns, dass wir “falschen”, nämlich unseren Wahrheiten folgen? Und fängt hier nicht genau das Dilemma an?
    Bloß mal so in den Raum geworfen, am schönen Sonntagvormittag. Liebe Grüße
    Dagmar

  7. Christopher Weidner
    Christopher Weidner
    16. September 2006 @ 05:27

    Neues von der Pluto-Front:

    Forscher rebellieren gegen Plutos Degradierung:
    http://www.spiegel.de/wissensc.....25,00.html

    Pluto-Rivale heißt jetzt Eris statt Xena:
    http://www.spiegel.de/wissensc.....61,00.html

    Na, wenn das mal nicht astrologisch interessant wird! Wie würden wir denn Eris deuten?

    Herzliche Grüße,
    Christopher

  8. Holger A. L. Faß
    Holger A. L. Faß
    16. September 2006 @ 08:20

    Und wer sich für die “Rettung Plutos als Planet” einsetzen will, der kann auf folgenden Seiten mit seiner Unterschrift eine entsprechende Petition unterstützen:

    http://www.save-pluto.de/
    http://pleasesavepluto.org/language/german
    http://www.ipetitions.com/petition/savepluto1/

    ;-)

    Wie heißt es doch? Plutoniker aller Länder vereinigt euch!

    ;-) )

  9. Barbara Wiehl
    16. September 2006 @ 09:20

    Eris steht für Chaos und Zank.

    Am Anfang stand das Wort

    Und Worte bewegen die Welt

    Dieser Tage werden viele Macht-Worte gesprochen

    Chaos und Zank
    gggg

  10. Barbara Wiehl
    16. September 2006 @ 10:09

    Kann man in einer annormalen Realität jemals normal sein ?
    Es gibt keine bessere Aufgabe für die grossen Träume als eine geeignete Atmosphäre für die kleinen normalen Träume zu schaffen..
    Ich meine die Träume die man erst leben kann wann man mit den anderen in Frieden lebt.

    ERis, der Gott von Zank und Streit

    Wie oben so unten.gg

  11. Christopher Weidner
    Christopher Weidner
    17. September 2006 @ 16:28

    PS: Eris ist übrigens eine Göttin …

    Hier der Wikipedia-Link:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Eris_%28Mythologie%29

    Und auch für den neuen Zwergplaneten gibt es schon Neues in derWikipedia:
    http://de.wikipedia.org/wiki/E.....gplanet%29

  12. Barbara Wiehl
    17. September 2006 @ 17:18

    Eris ist übrigens eine Göttin

    gggg

    Da sieht Frau wieder wie konstruktiv unsere Wahrnehmungen sind.ggg

    Um so besser.

    Wir könnten ja sie auch umtaufen die wie heisst sie noch??? ehemalige Lebensgefährtin von Sokrates. ggg

    Aus dem Streit ist allea mal entstanden.

    Eigenständige Grüsse ggg
    Barbara

Pluto – Planet oder nicht?

Gedankensplitter | (12) Kommentare |

abbildung Nachdem hier auf www.astrophoenix.de bereits zwei Artikel erschienen sind zur Neudefinition von Pluto, soll die Stellungnahme des Deutschen Astrologen-Verbandes zur Neudefinition des Begriffs “Planet” und zur Aberkennung des Planetenstatus von Pluto nicht länger fehlen.

Die bisherige Definition des Begriffs “Planet” durch die Astronomie beruhte gleichsam heuristisch auf beobachtungsastronomischen Daten. Objekte, die um die Sonne kreisten und genügend groß waren, um mit Hilfe eines Fernrohrs entdeckt zu werden, wurden als “Planeten” bezeichnet. Kleinere Objekte, deren Entdeckung überhaupt erst im 19. Jahrhundert begann, wurden in Anknüpfung an die Planetendefinition als “Planetoiden”, “Asteroiden” usw. bezeichnet. Durch die enorme Verfeinerung der Beobachtungsastronomie in den vergangenen Jahrzehnten und durch die Entdeckung zahlloser Objekte sowohl im Asteroidengürtel zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter als auch im Kuipergürtel außerhalb der Umlaufbahn von Neptun, und schließlich durch die Entdeckung des Objektes Xena im Kuipergürtel, das größer ist als Pluto, ist astronomisch nun eine Neudefinition des Begriffs “Planet” nötig geworden.

Für die Astrologie bleibt das zunächst ohne Folgen. Pluto wird weiterhin in Horoskope eingetragen; diese werden weiterhin im Blick auf das bislang erforschte Bedeutungsumfeld von Pluto – Transformation, Verwandlung unter tiefgreifendem Druck, allgemein weitreichende Veränderung – gedeutet. Wie bisher werden Astrologen auch spezifische Objekte aus dem Asteroidengürtel und dem Kuipergürtel, Ceres, Pallas, Vesta, Juno, Sedna, Quaoar, aber auch die sogenannten Kentauren, Chiron, Pholus usw. und viele andere im Blick auf ihre Deutung und Bedeutung im Horoskop erforschen.

Die Entdeckungen der Beobachtungsastronomie fordern gleichwohl auch die Astrologie zum Nachdenken auf. Bisher gibt es in der Astrologie keinen Konsens darüber, wie weit die Verwendung einzelner (Klein-)Objekte aus dem Asteroiden- und dem Kuipergürtel für die Horoskopdeutung sinnvollerweise betrieben werden sollte. Ganz sicher ist es sinnlos, die Tausende von Objekten, die in den letzten Jahrzehnten entdeckt und deren Bahnelemente berechnet wurden, alle nach bisheriger Weise in der individuellen und mundanen Horoskopdeutung zu verwenden. Aber wo wird eine pragmatische oder grundsätzliche Grenze gezogen? Was ein “Planet” oder “Kleinplanet” im astrologischen Sinn ist, ist, wie die neue Planetendefinition in der Astronomie erkennbar werden lässt, sicher ein Stück weit unabhängig von dem, was im astronomischen Sinn “Planet” heißt. Aber nun wird offenbar, dass auch die Astrologie vor einem Definitionsproblem steht. Zudem fehlt es bislang in der Astrologie an einem Nachdenken darüber, welche astrologische bzw. astropsychologische Bedeutung die “Gürtel” als solche haben könnten. Asteroiden- und Kuipergürtel mit ihren zahllosen Objekten könnten der Astrologie zeigen, dass die Fixierung auf die Deutbarkeit von Einzelobjekten und Einzelfaktoren nicht ausreichend ist und dass auch nach der astrologischen Deutung und Bedeutung größerer astrophysikalischer Zusammenhänge im Sonnensystem gesucht werden darf.

Siehe auch www.dav-astrologie.de

© 2006 Holger A. L. Faß @ 6. September 2006

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