Rosentage
Gedankensplitter | (13) Kommentare |
Ich habe ja in den letzten Tagen das Buch von Eva-Maria Zurhorst, “Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest” gelesen, das ich auch unten als Buchtipp empfohlen habe. Dieses Buch scheint bei mir wie ein Wassertropfen auf ein vollgefülltes Fass zu wirken: Es bringt etwas zum Überlaufen. Es hat so vieles in mir in Bewegung gebracht, Fäden zusammengeführt, Erkenntnisse vermehrt, vollendet oder auf eine andere Ebene gebracht.
Eines, worüber ich mir schon lange bewusst bin, aber es jetzt noch stärker spüre, ist die Kommunikation unserer Umwelt mit uns selbst. Wie jedes Ding, jedes Ereignis, jeder Satz die Vorgänge in uns spiegelt. Ich habe in den vergangenen Tagen etwas über die Liebe gelernt. Das wusste ich eigentlich auch schon, aber erstaunt hat mich dann die Beobachtung, wie es sich in meiner Umwelt spiegelt.
Ich habe einen Garten, der außer von mir, meinem Freund, meinen Katzen, diversen Vögeln, Libellen und einem Igel von Schnecken und Wühlmäusen bewohnt wird. Die Eigenart der Wühlmäuse ist es, Wurzeln von wohlschmeckenden Pflanzen zu fressen. Vorzugsweise Rosen. Ich habe schon unzählige Rosen im Vorgarten eingepflanzt, nur um sie bald darauf sterben zu sehen.
Seit einigen Wochen habe ich nun zwei Weinrosen bei mir stehen, eine ursprüngliche und wilde Rosenart mit vielen kleinen Dornen, die ich mich nicht traute, im Vorgarten einzupflanzen. Ich dachte, ich muss die Wurzeln schützen, Draht kaufen und sie dann mit diesem Schutzdraht einpflanzen, damit niemand an sie herankommt. Ich fand aber keinen Draht im Gartencenter. Man empfahl mir, zum Baumarkt zu fahren. Das schiebe ich nun schon ewig vor mir her, nie finde ich Zeit. Heute hatte ich auf einmal das Gefühl, diese beiden Rosen einpflanzen zu MÜSSEN. Dringend. Sonst gehen sie ein, haben nie eine Chance, dachte ich.
Ich pflanzte sie also tapfer ein. Danach setzte ich mich auf meine Terrasse und schaute in den Garten. Eine Rose, die ich fast zwei Jahre lang in einem Topf gehalten hatte und im Frühjahr diesen Jahres ebenfalls ausgepflanzt hatte, trug zwei Blüten! Sie hatte die ganze Zeit nicht geblüht und ich hatte sie schon für tot gehalten. Jetzt blüht sie!
Ich ging in meine Wohnung, um mir einen Kaffee zu holen und es traf mich wie ein Schlag: Ich hatte gestern Rosen für mich gekauft, im Blumenladen. Sie strahlten mich an. Und ich hatte noch einen kleinen Strauß dazu gekauft, der noch auf seine Bestimmung wartet.
Ich ging in mein Bad und sah Rosenwasser, Rosenbadezusatz, Rosenparfum. Ich ging in meinen Flur uns sah getrocknete Rosenblätter.
Rosen stehen für mich für die Liebe und für ein sich öffnendes Herz. Wenn jemand sich nicht traut, Rosen ohne Schutz einzupflanzen, damit sie nicht gefressen werden, dann spricht das doch für sich oder? Und wenn er es dann tut und gleichzeitig sieht, wie schon tot geglaubte Rosen erblühen, was mag er dann fühlen?
Lesen Sie meinen Text einfach noch einmal und setzen sie für das Wort “Rose” immer “Liebe” ein. Lesen Sie ihn noch einmal und setzen Sie “mein Herz” ein. Lesen Sie ihn nocheinmal und setzen Sie “Partnerschaft” ein und Sie wissen, was ich meine, wenn ich sage: In jeder Sekunde kommuniziert die Welt mit uns – sie hat uns unendlich viel zu sagen.
Ich fahre gleich zu einer meiner Großmütter. Meine Oma spricht nicht mehr, aber sie strahlt jeden dankbar an, der sie besucht. Für sie ist der kleine Rosenstrauß, der noch seine Bestimmung suchte.
Ich wünsche allen, die dies lesen, einen gesegneten Sonntag voller Liebe.
Sabine
© 2006 Sabine Bends @ 17. September 2006
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Schlagwörter: Kommunikation, Liebe, Rose
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Liebe Sabine,
auch ich sehe in der Welt einen Spiegel und auch mir haben Rosen vor einiger Zeit auf unvergleichliche Weise etwas erzählt. Ich hatte im Frühsommer einen Rosenstock, der absolut tot war, in einen Gartenmüllsack entsorgt und diesen Sack dann, weil er zu schwer für mich war, an einen Baum gelehnt stehen lassen und vergessen. Vor zwei Wochen ging ich durch den Garten und sah im Vorbeigehen auf den Müllsack und mein Herz ging auf: eine zartrosa Blüte hatte sich durch die Plastikfolie hindurch den Weg ans Licht gebahnt und reckte sich dem Himmel zu.
Ja, die Welt hat uns viel zu erzählen und wir sehen immer genau dorthin, wo “unsere” Geschichten kommentiert werden.
Liebe Grüße,
Eva
Liebe Eva,
wie schön… Auch noch durch Plastik hindurch, völlig tot geglaubt. Ja, die Liebe ist eben nicht tot zu kriegen, da können wir machen, was wir wollen.
Was für ein Glück!
Herzlichen Gruß mit Rosenduft von
Sabine
P.S. für Eva
…ich hab mir gerade dein Buch “Die dritte Seite des Mondes” bestellt und freu mich schon drauf.
Herzlichst,
Sabine
Liebe Sabine
Deine Rosengeschichte hat diesem Sonntag einen besonderen Duft verliehen.
Rosen sind und waren für mich das Symbol des Lebens.
Ich verdiente mein Geld als Rosenverkäuferin und nicht nur das dies ein gutes Einkommen war, es war mehr als das
Die Menschen freuten sich, ihre Gesichter hellten sich auf als erinnerten sie sich an etwas aus weiter Ferne.
Übrigens bekam ich den Namen
My Fair Lady…ggg
Und weil du es bist, ein neckisches Rosengedicht
Liebe sei so schlau
werde niemals Ehefrau
Vor der Hochzeit kriegst du Rosen
Nach der Hochzeit stopfst du Hosen.
Erstaunlich , das ich es schaffte, das so mancher Ehemuffel für seine Frau eine Rose mir abkaufte.
Die Frauen waren äusserst verlegen und freuten sich so sehr darüber.
Wer weiss, welch therapeutische Wirkung meine Arbeit so hatte. ggg
auch für mich.
Herzliche Sonntagsgrüsse aus dem Land wo die Zitronen und Rosen blühen
Liebe Barbara,
wie schön – Rosenverkäuferin! Na, das ist doch ein klarer Auftrag und eine tolle Bestimmung, ein Zeichen der Liebe in das Leben von Menschen zu bringen. Wer weiß, wievielen Ehen das geholfen hat, und logisch, auch dir selbst.
Ich hab heute nochmal ein ganz neues und noch tieferes Verhältnis zu Rosen bekommen – wie schön.
Mit einem rosenroten Gruß,
Sabine
Liebe Sabine,
Heute Nacht beim EInschlafen wusste ich es, warum auch mir ein tiefere Erkenntniss anfing zu dämmern. ggg
DU schriebst
Wenn jemand sich nicht rraut Rosen ohne Schutz einzupflanzen, es spricht doch für sich???
Ja und da fiel es mir siedenheiss ein, was die tiefere Bedeutung dieses Satzes sein könnte…
IN einem Büchlein, welches ich dir auch mal ans Herz legte, auf S.251
fand ich den Hinweis
DIe Rose ist in vielen esoterischen Schriften ein Symbol für psychischen Schutz.
Die Rose besitzt…warum auch immer–hohe Wirksamkeit in dieser HInsicht.
Vielleicht weil sie das universelle Symbol der Liebe ist.
Das VIsualisieren einer Rose verleiht uns Schutz vor den Projektionen anderer und bietet uns eine MÖglichkeit negative Energie zu blocken ohne unser Herz für die Person zu schliessen.
Ich kann nicht erklären warum die Visualisierung einer Rose in dieser HInsicht so gut funktioniert.
Tatsächlikch können wir durch jegliche Art von Visualisierung einen psychischen Schutz aufbauen.
Es einfach zu tun schafft die Intention des Selbstschutzes.
Die Rose wird seit Jahrhunderten zu diesem Zweck benutzt und scheint besser zu funktionieren als die meisten anderen Symbole.”
Es einfach zu tun….warum ist es so schwer sich der EInfachsten Dinge sich zu erinnern und diese dingfest zu machen.???? gggg
Visualisierungen lässt sich aber auch nicht immmer einfach aus dem Ärmel schütteln.
“Wir können tun was wir wollen, aber wir können nicht wollen was wir tun.”
so Schopenhauer
Liebe Grüsse
Barbara
Titel des BUches aus dem zitierter Abschnitt stammt
Colin C. Tipping
Ich vergebe
Der radikale Abschied vom Opferdasein
erschienen im Verlag Kamphausen
Liebe Sabine,
das freut mich sehr!! Wie passend: Die Hauptperson in der Dritten Seite des Mondes hat den Nicknamen “rose”. Die Welt scheint wie mit zarten seidenen Fäden miteinander verwoben und manchmal können wir es sehen!
Herzliche Grüße!
Eva
haiku I
frühsommer – rose,
tot geglaubt, bahnt den weg sich
durch müll, zartrosa
haiku II
du totgeglaubte
sommerrose, durchbrichst still
den müll, zartrosa
Lieber Christopher,
danke für diese schwebenden Worte!!
Eva-Christiane
Einen Lehrer gibt es, wenn wir ihn verstehen;
Es ist die Natur.
Heinrich von KLeist
Ich blick in die Ferne, ich seh in der Näh den Mond und die Sterne, den Wald und das Reh.
So seh ich in allen die ewige Zier und wie mirs gefallen , gefall ich auch mir.
Johann Wolfgang von Goethe
Liebe Sabine,
das erinnert mich an früher als ich als Kolleg-Schülerin und im Internat war – ich war verliebt – hatte einen Freund und em schenkte ich eine Rose mit dem Spruch:
I love the roses
the rose for one day
and for ever you!
Diese Liebe hat nur eine Internatszeit gehalten – heute würd ich es nach meinen Erfahrungen umgekehrt sagen!
Nicht you for ever sondern the roses for ever!!!!
Liebe Grüße
Ines
Liebe Roses@
Ich hab ein ganz anderes Verhältnis zur Rose.
Gar nicht romantisch…
ist doch die bachsche Rosenessenz für resignierte kraftlose Menschen, die schon in der Kindheit unterdrückt und
gedemütigt wurden, ein Heilmittel.
Ist es deshalb der Titel
Liebe dich selbst und der andere ist egal:::
der mir so in den Gedanken rumspringt
das Egalsein, wer überhaupt die Hoch-Zeiten teilen soll?
Mir ist es nicht egal;-
Beim Sammeln hab ich mich mal in einem wilden Rosenstrauch verfangen.
Der stach durch mein Ledergewand.
Die Haare waren völlig verflochten in den Dornen und nur mit höchster Vorsicht konnte ich mich befreien.
Die Wunden der Dornen entzünden sich leicht.
Dornröschen ist genauso wehrlos dem Prinzen ausgeliefert.
Der stärkste Dornenkämpfer bekommt das Mädchen-die wehrlos im schlafenden Koma liegt…
Susanne mit brennendem Buschgruss*g*