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Deklination

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Unter Deklination versteht man den Abstand eines Planeten zum Himmelsäquator. Dabei wird zwischen nördlicher Deklination – der Abstand in Richtung Himmelsnordpol – und südlicher Deklination – in Richtung Himmelssüdpol – unterschieden.

In einigen astrologischen Traditionen wird der gleichen Deklination zweier Horoskopfaktoren eine besondere Bedeutung zugemessen, sie werden quasi wie sich aspektierend betrachtet. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie beide die Deklination dieselbe Richtung aufweist, also wenn der Mond 5° nördliche Deklination aufweist und Mars 5° südliche Deklination gilt dies als ebenso bedeutsam wie die gleiche Richtung.
abbildung

Deklination bezeichnet dabei einen von zwei Werten, die wir benötigen, um die Position eines Himmelskörpers zu bestimmen, wenn wir uns auf das so genannte Äquatorsystem beziehen. Der erste Wert heißt Rektaszension (1) und wird von 0° Widder aus gezählt. Der zweite Wert ist die Deklination (2). In unserem Fall interessieren uns die Abstände der Planeten, die alle mehr oder weniger genau auf der Ekliptik zu finden sind.

Das Symbol für Deklination wird oft als zwei parallele senkrecht stehende Striche zwischen den sich in gleicher Deklination befindenden Horoskopfaktoren dargestellt: “||”. Man nennt diese Art von “Aspekt” auch “Parallele” oder “Deklinationsparallele”. Stehen zwei Faktoren in gleicher Richtung in Parallele – beide nördlich oder südlich vom Äquator -, kann dies mit einer Konjunktion verglichen werden. Stehen sie in entgegengesetzter Richtung – einer nördlich, einer südlich -, nennt man dies auch “Gegenparallele” und wird mit einer Opposition verglichen.

In der Abbildung haben Sonne und Jupiter in etwa die gleiche Deklination: Sonne in südlicher Richtung, Jupiter in nördlicher Richtung.

Der Deutung der Deklination wird in der modernen Astrologie sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das mag daran liegen, dass sie nicht besonders augenfällig sind, sich also nicht auf einen Blick im Horoskop zu erkennen geben. Sie können nur über die Ephemeriden herausgefunden werden oder über die entsprechenden Angaben in Astrologieprogrammen. Das macht die Handhabung schwer.

Sie könne am ehesten mit Spiegelpunkten vergleichen. Michael Roscher schreibt in seinem “Astrologiebuch”, dass ein Spiegelpunkt dann besonders wirkungsvoll ist, wenn er gleichzeitig mit einer exakten Deklinationsparallele der beiden Horokopfaktoren verbunden ist.

© 2008 Christopher Weidner @ 18. Februar 2008

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