Jupiter
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Jupiter im Horoskop
Leitsatz: „Ich entfalte mich.“
Jupiter vertritt im Horoskop meinen Wunsch nach Größe und Großzügigkeit, er zeigt mit seiner Stellung, wo ich mehr aus mir machen möchte und auf die bereitwillige Unterstützung der Umwelt baue – so wie Jupiter im Mythos als eine den Menschen wohl gesonnene und mildtätige Gestalt auftritt.
Aus der Perspektive Jupiters ist die Gesellschaft vor allen Dingen dazu da, sich persönlich in ihr zu entfalten. Er zeigt deshalb, wie und wo ich die bestehende Ordnung als eine mich fördernde Kraft erlebe und wie ich mit empfangenen „Wohltaten“ umgehe.
Jupiter sucht nicht danach, was mich von anderen trennt, sondern was mich mit ihnen verbindet. Damit symbolisiert er meine Fähigkeit, über meinen Horizont hinauszusehen und mich mit Menschen und Ideen außerhalb meiner Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Dort, wo er im Horoskop steht, verleiht er mir deshalb Toleranz und Einsicht. Aber er vermittelt mir auch ein Bild von dem, was den begrenzten Augenblick des Hier und Jetzt überschreitet: von meiner Zukunft und den Möglichkeiten meines Lebenssinnes.
Schon der Mythos deutet es an: die Gefahr bei Jupiter liegt in einem Zuviel. Der Wunsch nach Wachstum kann sich in Maßlosigkeit und Gier verkehren und in eine gravierende Selbstüberschätzung münden, wenn ich mir weit mehr herausnehme, als mir zusteht.
Schlagworte zu Jupiter:
Großzügigkeit, Toleranz, Einsicht, Förderung, Zukunft, Vergrößerung, Erweiterung, Maßlosigkeit.
Jupiter aus der Anschauung
Jupiter eröffnet in der Reihe der Planeten eine neue Gattung: die der Gasriesen, zu der alle nach ihm folgenden Planeten gehören – außer ihrem Schlusslicht Pluto. Nicht mehr so nervös wie Mars, aber ohne die bleierne Schwere des Saturn zieht er ruhig und majestätisch seine Bahn am Himmel.
Neben Venus ist er das hellste und strahlendste Gestirn am Firmament und ist im Gegensatz zu ihr nicht nur in der Dämmerung sichtbar. Im Vergleich zu allen anderen Planeten ist er ein wahrer Gigant: Er ist rund 1335mal größer als unsere Erde und damit nach der Sonne das größte Objekt unseres Sonnensystems, selbst wiederum Gebieter über eine Familie von sechzehn Monden, deren größter, Ganymed, sogar den Planeten Merkur übertrifft. Galileis Entdeckung der Jupitermonde, die ihm im Jahre 1610 durch erstmaligen Einsatz eines Fernrohrs gelang, erweiterte den Horizont der Wissenschaften erheblich und ebnete den Weg zum endgültigen Wandel des Weltbildes.
Jupiter in der Mythologie: Zeus
Ein Planet, der in großzügigen und würdevollen Schritten den Himmel abmisst und zugleich zu den hellsten Erscheinungen am Firmament gehört, kann nur im Obersten der Götter verehrt werden: Zeus/Jupiter, Vater der Götter und der Menschen. Mit seinem Blitze schleudernden Donnerkeil bändigt er seine oftmals aufsässige Familie auf dem Olymp. Vor ihm beugt sich der ganze Erdkreis: wenn er lächelt, heitert sich der Himmel auf, wenn er mit den Augen zwinkert, bebt das Land.
Seine Allmacht kennt keine Grenzen, doch ist er stets bemüht, diese zum Wohle der Götter wie auch der Menschen einzusetzen. Von imposanter Statur trug er als unverkennbares Kennzeichen seiner mildtätigen Güte und seiner weisen Gerechtigkeit als einziger der Götter einen langen Bart. Er bestimmt den Lauf der Gestirne, schafft Gesetze, die Sitte und Anstand unter die Menschen bringen sollen, und sorgt für deren Einhaltung. Unter seinen Schutz fallen die Gastfreundschaft ebenso wie die religiöse und kultische Verehrung. Ihm huldigte man bevorzugt auf Bergen, wo sich Himmel und Erde treffen und man wie Zeus auf seinem Thron weit über das Land in die Ferne blicken kann – gleich dem Adler in der Luft, seinem heiligen Tier.
© 2007 Christopher Weidner @ 21. Juli 2007
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