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Dagmar Wäscher

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Die Olympischen Spiele 2008 in Peking

Horoskope | Noch keine Kommentare |

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Ein kleiner Versuch, die Olympischen Spiele astrologisch zu deuten – Oder: wird der Olympische Geist in den Spielen Einzug halten können?

Mit dieser Frage beschäftigt sich ab heute so gut wie die ganze Welt, und falls nicht, dann eben meine Wenigkeit auf Solopfaden. Nun, auch ich bin kein Hellseher, und ein Horoskop zeigt im Grunde auf, was für Möglichkeiten und Potentiale einem Horoskopeigner zur Verfügung stehen. Wie er diese lebt und was er daraus macht, das ist immer eine Frage der eigenen Entscheidung. Bedenkt, dass es sich hier um ein Ereignishoroskop handelt, das sich über einen Zeitraum von mehreren Wochen entfalten wird. Trotzdem sind die Gedanken frei und fliessen über meine Tastatur….Der Olympische Geist beruht auf einen sehr hohen Anspruch der drei Werte Höchstleistung, Freundschaft und Respekt. Auf der Webseite http://multimedia.olympic.org/pdf/en_report_671.pdf fand ich u.a. eine bemerkenswerte Erläuterung, was unter Respekt zu verstehen sei: „…Er umfasst den Respekt sich selbst und dem eigenen Körper, den anderen, den Regeln und der Umwelt gegenüber. Mit eingeschlossen ist auch das Fairplay, mit welchem jeder Athlet seine Sportart ausüben soll, sowie der Verzicht auf Doping.“

abbildungAls ich zum ersten Mal die Grafik betrachtete, dachte ich spontan: ‚Wow! Dieser Geist hat gute Chancen sich zu erfüllen.’ – Aber je mehr ich mir dazu überlege, finde ich auch einige Pendants zu meinen wohlgesinnten Eingebungen. Ich werde hier nur ein paar heraus picken.

Z.B. Aszendent Fische. Ich kann jetzt denken: Die Fische-Energie kennt keine Unterscheidungen, da sie alles miteinander verbindet, nicht voneinander trennt. Im Grunde heißt Verbindung hier, dass sich alles ineinander auflöst, da es keine Grenzen mehr gibt. Auflösung bedeutet, dass sich die vielen unterschiedlichen Strukturen der einzelnen Formen zu einer einzigen Struktur verbinden. Darum wird hier alles als „gleich“-gültig empfunden (z.B. ist es egal, welche Hautfarbe ein Mensch hat – wir sind Mensch, nur darauf kommt es an). Im Grunde die beste Voraussetzung, um den o.g. Respekt der Olympischen Spielatmosphäre wiedergeben zu können.

Der Herrscher – Neptun – befindet sich im 12.Haus. Wenn der Herrscher seinen Auftrag aus dem 1.Haus erhält, dann setzt er sich gerne mit seiner ganzen Lebensenergie für dessen Ausführung ein, und zwar in dem Haus, in dem er steht. In Haus 12 ordnet er sich einem größten anzunehmenden Höheren unter, ein großer Teil der Lebensenergie wird dafür aufgewendet. Auf ein konkretes Menschenleben bezogen kann dies über lange Jahre bedeuten, dass man die eigenen Energien ständig für Dinge verbraucht, die immer wichtiger als man selbst sind. Jeder Auftrag von außen wird blindlings umgesetzt, vor allem, wenn es um das Wohl Aller gehen soll. Dies mag edel und gut sein, jedoch besteht die hier Gefahr, ziemlich schnell zu allem Ja und Amen zu sagen und sich das Kreuz um die Schulter zu werfen, noch bevor sich derjenige klar geworden ist, ob die Sache auch mit seinen Zielen und Bedürfnissen übereinstimmt. Der Horoskopeigner ist sich dessen evtl. über einen langen Zeitraum hinweg nicht bewusst, und fühlt sich dann umso mehr verraten und aus- und benutzt, je älter er damit wird.

Im Hinblick auf die Olympischen Spiele ist jedoch genau dies gefragt: Sportler, setzt euch mit eurer ganzen Lebensenergie für eine Sache ein, die über alles (z.B. Haarfarbe, Geschlecht, Religionszugehörigkeit und auch der Politik) steht, nämlich für den Geist des Sports. Hierin sind wir alle Eins und miteinander verbunden.

Hört sich das nicht traumhaft an? Achja…. „wenn wir alle Englein wären“…. Mit Neptun als dem Botschafter des Anliegens erfüllt sich vielleicht dieser Traum tatsächlich. Aber….. In Neptuns Reiche kann man sich zwar denken, dagegen ihn praktisch zu leben, ist eine der schwierigsten Bewältigungen, die eine Masse an Menschen zu leisten imstande ist. Wie könnte sich das auf die Atmosphäre auswirken? Jetzt komme ich zu der unangenehmeren Variante, die diese Konstellation auch zulässt.

Wer in Neptuns Reiche eingehen will, der muss sich zuerst mit seinen Schatten konfrontieren. Die da wären: Täuschung, Tarnung, Intrigen, „unsichtbare“ Durchsetzung mit Hilfe von anderen Menschen (die anderen die Wäsche waschen lassen und selbst eine weiße Jacke anbehalten). Was hören wir denn seit Tagen in den Medien? Ein Sportler nach dem anderen fällt aus Dopinggründen aus. Doping – die Frage im Sportgeschäft lautet wohl nicht mehr, wer macht es nicht, sondern wer lässt sich dabei nicht erwischen? Wer täuscht am besten? Weht da nicht ein Hauch von Scheinheiligkeit auf uns herab?

In der Nähe zu Neptun steht Chiron. Das könnte darauf hinweisen, dass alles „Frevelhafte“, das über Neptun zum Vorschein kommt oder nur verdachtsweise in die Welt hinausgetragen wird (12.Haus), einen größeren „Schmerz“ in der Welt hinterlässt als es üblich ist und demnach einen fast irreparablen Schaden anrichten wird. König Sport wird sich was einfallen lassen müssen, wenn wir nicht unseren Glauben an die edlen Werte verlieren wollen. Es ist auch sehr unfair denjenigen Sportlern gegenüber, die sich dem Doping widersetzen. Wer wird ihnen vertrauen, wer wird sie ernst nehmen?

Trotz alledem: mit Neptun in Haus 12 ist alles möglich. Am 06. August vernahm ich aus den Nachrichten, dass über 100 Sportler aus aller Welt einen Menschenrechtsappell an die chinesiche Regierung gerichtet haben. Sie setzen sich dabei für eine friedliche Lösung der Tibetfrage ein, für die Abschaffung der Todesstrafe und für generelle Meinungsfreiheit in der Bevölkerung. Vielleicht geschieht noch mehr davon während den Spielen. Und vielleicht geschieht ein kleines Wunder – auch das ist drin im Neptun-Repertoire. Mir fallen dazu immer die Worte von Karl Ludwig Schweisfurth ein, die in etwa so lauten, dass man auch den anderen (die nicht in dem gleichen Boot sitzen wie man selbst) eine Chance zur Veränderung gewähren muss.

Lassen wir uns überraschen, was uns alles geboten wird, aber auch das gilt zu hinterfragen: genau hinschauen, den Schleier Neptuns liften, damit die Wahrheit erkannt werden kann. Ob wir sie jemals wirklich erfahren werden, das fällt unter die Rubrik Spekulation. Wenden wir uns also dem nächsten Wert der Freundschaft zu.

Welch hohes Gut der Menschheit! Mein Blick fällt sofort in das 7.Haus des Radix, das Haus der Begegnungen und Freundschaften. In der Transpersonalen Astrologie werden Freunde dem siebten Haus zugeordnet, denn hier finden wir alles, was uns in der Welt begegnet: die Straße, die wir entlang gehen, der Baum, das Wiesel genauso wie die Ideen und die Menschen. Am Anfang steht immer die Begegnung, mit der Zeit entwickelt sich daraus eine Beziehung, die in Bekanntschaft, Freundschaft, Kameradschaft und/oder in die Partnerschaft münden kann. Oder eben in keiner dieser genannten Form davon.

Das 7.Haus befindet sich im Zeichen Jungfrau. Daraus lässt sich ableiten, dass sich die olympischen Sports-Begegnungen eher vorsichtig entwickeln werden. Oder vielleicht werden die Begegnungen durch chinesische Vorgaben nur sehr geplant möglich sein. Es ist zumindest kein Zeichen, dass auf große Spontaneität setzt. Eher denke ich, dass die Sportler gut miteinander arbeiten können, vor allem, wenn Teamarbeit angesagt ist. Das Gefühl, sich gegenseitig aneinander aussteuern zu können, ist stimuliert, und das kann sich als großen Vorteil erweisen. Da der Herrscher, Merkur, sich im 6.Haus aufhält, potenziert sich das Ganze noch mal.

Interessanter wird es durch die Besetzung von Mars im 7.Haus. Hier gibt die Deutung genauso zwei Seiten der Medaille her. Zum einen könnte die Energie durch Mars sehr provokativ und rücksichtslos aggressiv innerhalb der Begegnungen gelebt werden, zum anderen verleiht es den Spielen genau die Stimmung, die zum Kämpfen herausfordert. Wenn diese Stimmung dann noch einen angenehm kameradschaftlichen Wett-Streit heraufbeschwört, Mars demnach sehr konstruktiv eingesetzt wird, können so manche Ziele mit großem Erfolg alleine und im Team durchgekämpft werden. Und gekämpft wird mit dieser Betonung auf jeden Fall! Ich finde es eine sehr spannende Konstellation und bin total neugierig, wie sie sich herauskristallisieren wird. In meinem kommenden Artikel Mars Ingress Waage werde ich noch mehr über diese ähnliche Energie berichten und warum es darunter u.a. um das Streiten geht.

In einem freundschaftlichen Wettstreit darf auch ruhig gestritten werden, es geht hier schließlich um das gegenseitige Kräftemessen. Die Olympischen Spiele würden ja sonst wohl kaum einen Sinn machen, wenn nicht mehrere Sportler gegeneinander antreten würden. Und: sie haben alle EIN Ziel, nämlich zu gewinnen. Ich finde diese Konstellation wie geschaffen dafür. Mars kommt übrigens aus dem zweiten Haus, Gemeinschaft ist daher wichtig, auch im Kampf. Oder es weist darauf hin, dass die Gemeinschaft innerhalb der einzelnen Nationen ein grundlegendes Element in diesem Geschehen sein wird.

Inwieweit Uranus als Oppositioneller – im wahrsten Sinne des Wortes – hier mitmischen wird, bleibt noch ungeklärt. Mars/Uranus gilt in der Klassischen Astrologie als die Unfallkonstellation schlechthin. Ich mag mir das gar nicht ausmalen, aber es könnten sich extreme Situationen ergeben, in denen sich so manche Energien entladen werden. Bringt Uranus, interessanterweise aus dem 12.Haus kommend, den Freigeist der Welt in die Kämpfe mit? Oder setzen kleinere bis mittlere Rebellionen ein paar Spiele außer Kraft? Werden einzelne Sportler oder ganze Teams ausgegrenzt, sprich, wird ihnen aus einem evtl. Infragestellen ein Strich durch die Rechnung gemacht? Es darf wahrscheinlich etwas gezittert werden.

Last but not least folgt noch der Dritte im Bunde, die Höchstleistung. Irgendwie ein wunderbares Wort: die Höchst-Leistung. Am höchsten Punkt im Horoskop finden wir die Leistung, nämlich im 10.Haus. Höchstleistung ist demnach eine geniale Definition hierfür. Der Planet, der hier absolut ins Auge sticht, ist Pluto. Wumm. Das sitzt. Höchstleistung als Absolutismus. Es darf immer noch ein Stückchen mehr gehen. Mit weniger geben sich die Sportler und die Schiedsrichter der Jury nicht zufrieden. Zum Lachen darf in den Keller gegangen werden. Und ich glaube, mehr brauche ich heute zu Pluto als den Inbegriff des Überwachers in dieser Funktion nicht zu sagen.

Fazit nach Plutos Art: die drei olympischen Werte Respekt, Freundschaft und Höchstleistung tragen die Spiele auf einer sehr hohen Ebene. Welche Facette zum Vorschein kommen wird, bleibt in der Verantwortung eines jeden Einzelnen.

Die Horoskopdaten: 08.08.2008 um 20:08 h CCT, Peking, Topozentrisches Häusersystem

Das Foto ist aus http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Ringe.

Diverse Informationen auch unter http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_2008.

Hinweis: am 16.08.2008 erscheint mein Artikel „Mars Ingress Waage – Die (Un)Möglichkeit, nicht zu streiten“.

© 2008 Dagmar Wäscher @ 8. August 2008

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