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Christopher Weidner

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1 Kommentar

  1. astrophoenix»Blog Archive » Sind Sie eine Ziege?
    10. April 2006 @ 12:13

    [...] Zu meinem Buch “Chinesische Astrologie” hat die Verlagsgruppe Randomhouse ein Special als “Buch des Monats” auf Ihren Internetseiten veröffentlicht mit ausführlichen Leseproben: [...]

Chinesische Astrologie

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abbildungNun ist mein erstes Buch zur Chinesischen Astrologie erschienen – und es gefällt mir ausgesprochen gut! Mir gefällt die Ausstattung, der Umfang und das übersichtliche Layout – und ich war zunächst gar nicht begeistert von den ersten Cover-Entwürfen, die ich gesehen habe und die eine Zeitlang bei amazon.de zu zu sehen waren. Aber als Autor ist man hinsichtlich der Gestaltung seines Buches – zumindest bei den großen Verlagen – das schwächste Glied.
Wie ich zur chinesischen Astrologie kam? Das ist eine lange Geschichte und hat im Wesentlichen mit meiner Beschäftigung mit Feng Shui zu tun. Ziemlich schnell wurde klar, dass in der Welt des chinesischen Denkens die einzelnen Disziplinen nicht so getrennt werden , wie das bei uns im westlichen Denken der Fall ist. Ob Traditionelle Chinesische Medizin, Feng Shui, I GIng oder Astrologie – alles ist formal und inhaltlich miteinander verwoben, und das schon seit urdenklichen Zeiten. So konnte es nicht ausbleiben, dass ich mich mit den Feinheiten der chinesischen Variante der Astrologie auseinandersetzte.

Ich muss zugeben, dass ich von Anfang an verwirrt, aber auch sehr neugierieg war – weil eben vieles so anders ist als in der mir so vertrauten abendländischen Astrologie. So ist der Bezug zum realen Himmel über unseren Köpfen weit weniger wichtiger als bei uns – viel deutlicher wird er nur mehr als Impulsgeber für die Bildung von Symbolen gehandelt und hat sich weitgehend von der unmittelbaren Anschauung gelöst. Übrig geblieben ist ein hochkomplexes, mathematisches System, das auf strengen Rhythmen basiert. Die grundlegende Bindung an den Himmel erfolgt über die Mond- und Sonnenzyklen, andere Planeten spielen eine untergeordnete Rolle.

Je tiefer ich in die Materie stieg, umso spannender wurde es für mich. Ich erkannte neben den eklatanten Unterschieden auch wieder viele Gemeinsamkeiten. Und so bleibt die Beschäftigung mit der chinesischen Astrologie auch ein Training darin, Astrologie in ihrer kulturellen Vielfalt schätzen und würdigen zu lernen – und nicht vorschnell davon auszugehen, dass “unsere” Astrologie richtiger und wahrer sei als andere Formen.

Mein Buch geht leider nicht weiter als die populäre Beschreibung der einzelnen Tierzeichen, die im Grunde in der chinesischen Astrologie ebenso gehandelt werden wie die bei uns populäre Sonnenstandsastrologie. Es erhebt also keinen Anspruch, eine Einführung in die Komplexität der Materie zu sein, sondern möchte in erster Linie unterhaltsam sein. Andererseits habe ich mich bemüht, den in anderen Publikationen zu den 12 Tierzeichen geprägten sehr fatalistischen Ton (der nichstdestoweniger auch typisch für die Chinesische Astrologie ist) durch eine eher psychologische Sichtweise, wie wir sie in unseren Breiten gewohnt sind, zu ersetzen, den Bildern selbst als eine größere Tiefe und Dimensionalität zu geben. Entsprechungen zum Thema Feng Shui durften nicht fehlen und wer sich mit den fünf Wandlunsphasen – wu xing – auskennt oder näher beschäftigen möchte, der findet hier einige Anregungen.

(Die wu xing sind nebenbei bemerkt unsere fünf klassischen Planeten: Holz steht für Jupiter, Feuer für Mars, Erde für Saturn, Metall für Venus – die so auch interessanterweise zum Todesplaneten wird -, und Wasser für Merkur.)

Ich weiß auch nicht, ob ich jemals ein Buch verfassen werde, in dem ich in die Feinheiten der Vier-Säulen-Astrologie oder anderer Formen einführen möchte – auch wenn die Bücher, die es bislang dazu gibt, mir didaktisch wenig hilfreich zu sein scheinen und vom Leser ein gerüttelt Maß an Konzentration abverlangen, allein schon durch den Umstand, dass sie wenig auf das Bedürfnis des Lernenenden nach Klarheit und Struktur wert legen, leider. Wer ich kennt weiß, dass das eine hinreichende Herausforderung für mich wäre, um mich gleich ans Werk zu machen. Aber andere Projekte warten auch auf mich, und so wird es wohl erst einmal bei einer Stippvisite in die Astrologie des Reichs der Mitte bleiben – abgesehen von einem Chinesischen Mondkalender, den es ab 2007 zu haben gibt.
Doch für mich war es ein wundervoller Ausflug in eine andere, fremde und doch wieder so vertraute Landschaft der Astrologie. Ich würde mir wünschen, dass die Leser meines Buches, es ebenso genießen werden – und es “cum grano salis” lesen.
Christopher

abbildung Chinesische Astrologie. Das Praxisbuch
Autor: Christopher A. Weidner
ISBN: 345312054X
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© 2006 Christopher Weidner @ 2. April 2006

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