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Sabine Bends

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1 Kommentar

  1. Barbara Wiehl
    17. April 2008 @ 19:52

    Liebe Christine, hallo liebe Sabine

    Ein Lob der Faulheit

    Wenn Menschen in die innere Stille eintreten, nach der sie sich gesehnt haben, verurteilen sie es häufig als Faulheit, Schläfrigkeit, Trägheit, Schwäche oder Depression. Oft verbringen diese Menschen viele Jahre in dieser gedanklichen Falle und sabotieren ihren eigenen Seelenfrieden.

    Viele andere Kulturen wissen, wie man sich entspannt und in einem langsamen Tempo weitermacht, sie leben in einem fliessenden Gefühl für Zeit, dem ewigen Jetzt. Amerikaner sind ziemlich nassforsch, mit sehr viel kreativer Energie und Begeisterung. Hinter unserer mansichen Energie steckt das puritanische Erbe und eine Arbeitsethik, die nie zur Ruhe kommt. Wir neigen dazu, Stille und Leere zu verabscheuen, Zeit und Raum müssen immer ausgefüllt sein.
    Unsere Kultur ist so offensichtlich durchdrungen von einer Übersättigung an Tun und einer Armut an Sein, dass es sogar auf eine jämmerliche Art und Weise niedlich ist.
    Doch schon zu wissen, dass das, womti sie hier zu tun haben, kulturell überall unterschiedlich auf der Welt gehandthabt wird, gibt ihnen die Freiheit zu wählen.

    Viele Frauen geben zu, wie schwer es ihnen fällt, sich eine Ruhepause zu gönnen…die Supermütter stehen ganz oben auf dieser Liste. Männer scheint es leichter zu fallen, schwer zu arbeiten und sich zu vergnügen. Weil Frauen an Selbstaufopferung gewöhnt sind und dazu gedrittlt wurden, sich um die Bedürfnisse anderer Menschen zu kümmern, neigen sie dazu sich schuldig zu fühlen, wenn sie sich einfach nur Zeit für sich selbst nehmen. Wie viel davon ist vernünftig und wo fängt die Konditionierung an.
    Versuchen sie es mit folgenden Experiment.
    Was passiert, wenn sie über diese Sätze nachdenken?
    ich habe keine Zeit für mich.
    Ich habe Zeit für mich.
    Wie wäre es , wenn ich mehr Zeit für mich hätte?
    Die Verurteilung des Müssiggangs ist auch ein Familienmuster.
    Die meisten Kinder meditieren ganz natürlich, wenn man es nicht unterbindet..sie starren zur Decke oder folgen mit den Augen auf der Tapeite.
    Wenn es für sie in der Kindheit nicht sicher war, auf diese Weise abzuschalten, dann erwarten sie auch heute einen Angriff oder hören die erwachsenen Stimmen von damals, die ihnen befehlen , sich an die Arbeit zu machen, mit anderen Kindern zu spielen oder im Haus zu helfen.
    Was machst du da? Steh auf. Sei produktiv. Du verschwendest deine Zeit.
    Wenn Eltern so auf ihre Kinder einreden, wird Furcht geschaffen. Eine Mutter spürt intuitiv was ihr Kind im Nebenraum macht. Wenn sie voller Anspannung ist wird ihr Nervenkostüm hypersensibel sein. Das ist die dunkle Seite der Intuition…ein Eindringen in die Privatsphäre.
    Wenn in einer Familie Depressionen grassieren, dann kann es schon zur ANgst vor Geisteskrankheiten führen, sobald man nur still dasitzt. Ständiges Geschnatter und dauernde Aktivitäten können eine stumme Furcht verdecken…dass ein Geheimniss ausgeplaudert werden könnte oder jemand durchdreht–irgendeine Leiche im Keller, die niemand wahrhaben will.

    Lernen sie bewusst faul zu sein. Die Meditation ist oft viel Lärm um nichts und kommt dem Nichts so nahe, wie man ihm nahekommen kann. Diese Ruhe ist gewöhunungsbedürftig, aber sie tun sich damit selbst einen Gefallen, den sie nie bereuen werden. Die berühmtesten Meditierenden der Jahrhunderte waren fleissige Faulpelze, die ihren inneren Bildschirm beobachteten und den Kanal von der Astralfreqeunz zur tranzendenten umschalteten.

    Camille Maurine
    Lorin Roche
    Meditation
    Geheimniss für Frauen
    Entdecken sie Leidenschaft, Freude und inneren Frieden,
    Goldmann Verlag, Auszug S. 226, 227

    In diesem Sinne
    Einen Wahn verlieren macht weiser als eine Wahrheit.
    Ludwig Börne, Deutscher Schriftsteller,( 1786-1837)

    Herzliche Grüsse
    Barbara

Kummerkasten April 2008

Sabines Kummerkasten | Ein Kommentar |

abbildung
Liebe Sabine, ich wende mich mit folgender Problematik an Sie: Zur Zeit stehe ich wie im Nebel, schwanke zwischen starken innerem Druck und dem “Totstell-Reflex”, weiß nicht wohin und wage mir keinen Schritt nach vorn (Möchte umziehen aber wohin? Will endlich aus meinem längeren Krankenstand und wieder “in die Gänge kommen” – aber zurück an meinen relativen sicheren Arbeitsplatz?). Worum geht es bei mir, was ist der Hintergrund und wie kann ich sinnvoll damit um gehen, irgendwie sind alle Lebensgebiete davon betroffen?Vielleicht können Sie Licht in diesen Nebel bringen?
Herzlichen Dank und freundliche Grüße
Christine

Liebe Christine,

ich kann Ihre Beschreibung nur zu gut nachvollziehen! Sich mit dem transitierenden Neptun auf Ihrer Wassermann-Sonne „wie im Nebel“ zu fühlen, ist das Normalste von der Welt. Genau genommen ist es ein Desorientierungsgefühl und das Empfinden, sich mit immer weniger im Leben zu identifizieren. „Nicht dieser Job, nicht diese Wohnung, nicht dieses Leben.“ Nur, wenn nicht dies, was dann? Das ist die Frage, die Sie akut in jedem Lebensbereich quält.

Zunächst geht es darum anzuerkennen, dass sich vieles auflöst und an Wichtigkeit verliert, ohne dass etwas Neues an die gleiche Stelle tritt. Lassen Sie diese Leere zu, versuchen Sie nicht, sie unmittelbar zu füllen. Was ist da, wenn nichts mehr ist? Wie fühlt es sich an, im Nebel zu stehen und nicht zu wissen, wo es lang geht? Dieser Zustand will zunächst nur akzeptiert und ausgehalten, sprich, in allen Facetten gefühlt werden. Ohne Bewertung, ohne Druck.

Der Druck wird vor allem von außen bzw. vom eigenen Denken erzeugt, das Ihnen sagt: „So sollte es sein, das sollte geschehen“. Doch augenblicklich ist noch nicht der richtige Zeitpunkt, um Entscheidungen zu treffen oder gar zu erzwingen. Lassen Sie noch eine Weile los und fühlen Sie einfach, wie es ist, nicht zu wissen, wo es lang geht. Der Weg wird sich zur rechten Zeit zeigen.

Sie stehen in Vielerlei Hinsicht derzeit an einer Übergangsschwelle. Besagter Neptun wird Ihre Wassermann-Sonne erst im nächsten Jahr ganz verlassen, und Ihnen eine Fülle von Möglichkeiten und Inspiration zurücklassen. Doch bevor dieses „Neue“ sich zeigen kann, muss der Speicher erst mal geleert werden abbildung . Haben Sie also keine Angst vor diesem Nebel.

Eine andere Übergangsschwelle ist Ihre Wohnsituation. Ihr Bedürfnis nach Veränderung ist nachvollziehbar, immerhin steht der transitierende Saturn seit einiger Zeit im Anfangsbereich Ihres vierten Hauses (Heim, Haus, Geborgenheit, Familie, Wurzeln…) und möchte neue Ausdrucksformen in diesem Bereich finden. Doch auch dieser Prozess ist noch am Gären und noch nicht ausgereift. Vor Mai/Juni diesen Jahres wird sich nicht so furchtbar viel bewegen. Im Juni/Juli ist es allerdings möglich, dass sich spontan eine günstige Gelegenheit für einen Umzug ergibt, dann hat nämlich auch Jupiter seine unterstützenden Finger mit im Spiel.

Solange wäre es am Besten, einfach nur zu schauen, was es genau ist, was Ihnen in diesem Lebensbereich aktuell begegnet und sich zu fragen, was Sie für Ihre Geborgenheit und Häuslichkeit in den nächsten Jahren brauchen werden. Je klarer Ihr inneres Bild wird, umso einfacher wird es sein, genau das im Außen zu finden. Stressen Sie sich auch hier nicht, indem Sie sich zu Aktivitäten zwingen. Sie sind ein Mensch, der eher zuviel tut und zu wenig locker lässt bzw. entspannt. Doch gerade das Nichts-Tun ist gut für Sie und bringt Sie einer Lösung näher als das Tun um jeden Preis.

Was Ihren Arbeitsplatz angeht, so denke ich, dass Sie hier wohl überlegen sollten, was Sie aufgeben. Der transitierende Pluto ist lange Jahre durch Ihr sechstes Haus gelaufen, was möglicherweise Veränderungen im Alltag und Arbeitsbereich, aber auch gesundheitliche Krisen mit sich brachte. Hier findet jetzt etwas seinen Abschluss, doch es braucht noch ein bisschen Zeit, um ganz ad acta gelegt werden zu können. Dieses Jahr ist noch ein wenig Ruhe angesagt, gehen Sie es langsam an. Ich nehme einmal an, dass Sie sich auch Zeit genommen haben, um die Hintergründe für Ihren Gesundheitszustand zu erforschen. Ich meine damit nicht nur die offensichtlich medizinischen, sondern auch die inneren, psychischen. Falls Sie das nicht getan haben sollten (was ich nicht glaube), würde ich Ihnen empfehlen, sich diesem Thema abschließend zu widmen. Von Louise L. Hay gibt es dazu wunderbare Literatur.

Was Ihre Arbeit angeht, lautet für mich die Frage: Lohnt es sich, für die verbleibenden Jahre im tätigen Arbeitsleben noch auf einen Stellenwechsel zu spekulieren? Wäre es nicht sinnvoller, das Bekannte und Vertraute zur Absicherung zu nutzen und parallel dazu neue Interessensgebiete zu erobern, die später an Wichtigkeit gewinnen könnten? Sie sind mit einer Wassermann-Sonne und Jupiter im neunten Haus sowie Pluto in Haus 3 ein sehr wissbegieriger Mensch und können immer wieder Neues dazu lernen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Sie einen späten Alternativberuf erlernen, den Sie noch lange ausüben können. Doch verfolgt man in dieser Lebensphase die Dinge natürlich nicht mehr mit dem gleichen Ehrgeiz wie noch vor Jahren. Insofern würde ich Ihnen durchaus dazu raten, Ihren Horizont zu erweitern, jedoch nicht zu viel von sich selbst zu erwarten.

Zusammenfassend möchte ich Sie ermutigen, zunächst die Unsicherheit Ihrer aktuellen Lebenssituation auszuhalten. Fühlen Sie sie und akzeptieren Sie den Prozess. Das Neue wird auf allen Gebieten wie beschrieben kommen, doch braucht es Zeit und Geduld. In ein paar Monaten wird es schon leichter, und im neuen Jahr wird einiges in Bewegung gekommen sein. Doch ohne Druck und Stress, der Ihnen nicht gut tut.

Ich wünsche Ihnen dazu die nötige Geduld und den Mut, sich auf das Unbekannte einzulassen!

Herzlichst,
Sabine Bends

© 2008 Sabine Bends @ 15. April 2008

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