Kummerkasten Februar 2008
Sabines Kummerkasten | Ein Kommentar |
Liebe Sabine,
ich hatte noch nie eine Liebes-beziehung. Und obwohl ich manchmal gedacht habe, dass es vielleicht so vorbestimmt ist als “Nonne” zu leben (was ich jetzt so gut wie nicht mehr denke…), habe ich einen starken Wunsch nach Partnerschaft.
Ein paar Mal habe ich von mir aus jemanden angesprochen, aber dann habe ich entweder einen Rückzieher gemacht oder gemerkt, dass er nicht der “Richtige” ist. Und dann gibt es noch diese Situationen, wo ich mir sehr wünsche, einen bestimmten Mann anzusprechen, aber bei der konkreten Gelegenheit dann ein starkes Sinnlosigkeitsgefühl fühle. Je öfter ich ihn sehe, um so schwieriger wird es, weil ich alles zu Tode analysiere. Wenn ich gemerkt habe, dass jemand sich für mich interessiert, habe ich mich distanziert, zurückgezogen.
Ich bin nach dem Studium seit Herbst 2005 mit kurzen Unterbrechungen arbeitssuchend. Währenddessen hatte ich das Gefühl, dass ich mich erst richtig einlassen kann, wenn ich einer geregelten Arbeit nachgehe. Und wieder schiebe ich es auf!
Ich neige zum Perfektionismus, z.B. auch bei der Arbeit; ich strebe nach Vollkommenheit.
Was kann mir helfen, mich zu öffnen und einzulassen? Wahrscheinlich muss ich erst durch meine Ängste (Zurückweisung, Unvollkommenheit…) hindurch, oder?
Vielleicht kannst du mir ein paar Denkanstöße geben, wie ich aus meinem selbstgemachten Gefängnis rauskomme.
Vielen Dank schon mal im Voraus!
Herzliche Grüße,
Berit
Liebe Berit,
ich danke dir für dein Vertrauen und deine Frage, der ich mich sehr gern widme.
Du bist nicht allein mit deinem Gefühl, eine “innere Nonne” in dir leben zu haben, die sich eine lange Zeit in deinem Leben ausgewirkt hat. Ich sage dir das, damit du weißt, dass es nicht so ungewöhnlich ist wie man vielleicht meint, wenn man selbst in der Situation steckt und die Menschen in der Umgebung so ganz anders leben als man selbst. Ich würde auf die “Nonne” in dir gern später nochmals zu sprechen kommen. Sie ist ein wichtiger Archetypus für dein Leben und hat dich sicherlich vieles gelehrt.
Dann möchte ich dir sagen, dass alles, aber auch alles, seinen richtigen Zeitpunkt hat. Und dir versichern, dass dein Leben absolut “nach Plan” läuft und du nichts falsch machst, nichts falsch machen kannst. Die Illusion, der wir zuweilen unterliegen, ist die, dass wir persönlich die Kontrolle haben und alles “machen” können oder sogar machen “müssen”. Du musst gar nichts in dieser Hinsicht tun, schon gar nicht, gegen innere Gefühle handeln oder dich zu etwas zwingen. Nichts an dir ist falsch. Du wirst dich genau so öffnen und einlassen können wie andere Menschen auch. Aber zur rechten Zeit, am rechten Ort, mit der rechten Person. Du darfst dich völlig deinem Gefühl überlassen und dich von ihm leiten lassen.
Das Empfinden, du müsstest etwas tun (dich öffnen, Ängste überwinden etc.) entsteht nur aus dem Vergleich mit dem Leben anderer Menschen. Vergiss es. Es ist nicht DEIN Leben, sondern das der anderen. Es hat tiefere Gründe, warum dein Leben so verläuft wie es verläuft. Zu tiefe, um sie hier in Kürze zu erläutern. Zu tiefe vielleicht, um sie überhaupt zu ergründen. Aber es ist in jedem Fall richtig so wie es läuft.
Ich möchte dir also zunächst empfehlen, den ganzen inneren Stress los zu lassen. Was dann noch übrig bleibt, ist die Sehnsucht und der Wunsch nach Verbindung. Diese Sehnsucht richtet sich bei dir augenblicklich auf einen Partner, also einen ganz spezifischen Menschen. Und dieser Wunsch wird sich auch zu seiner Zeit erfüllen, darauf gehe ich gleich noch näher ein. Doch ich möchte dir sagen, dass deine grundsätzliche Sehnsucht viel tiefer geht. Es ist eine Sehnsucht nach Verbindung mit vielen Menschen, Lebewesen, ja mit dem ganzen Kosmos. Es ist eine Sehnsucht nach Verbundenheit an sich. Man könnte es auch Sehnsucht nach Gott oder spirituelle Sehnsucht nennen.
Ich hoffe, du kannst damit etwas anfangen bzw. Worte für dich selbst finden, die es besser treffen. Du gehörst zu den Menschen, die hier auf die Erde gekommen sind, um Liebe und Mitgefühl zu verbreiten. Diese Liebe darf auch einem bestimmten Menschen zugute kommen, doch ist das nicht das alleinige Ziel für dein Leben. Du hast mit Krebs-Aszdendent und dem zugehörigen Mond in Schütze gegenüber von Jupiter im zwölften Haus ein ungeheuer großes Liebes- und Verbindungspotential. Dies wird durch die Nähe des Mondes zu Neptun sowie durch Sonne, Venus und Merkur in den Fischen noch verstärkt.
Insofern wäre es schön, du würdest deinen Wunsch nach “Verbindung und Partnerschaft” in deiner Liebe und Zuwendung gegenüber so vielen Wesen wie möglich ausdrücken. Auf die Art und Weise, die sich jeweils anbietet. Es geht für dich darum, überhaupt so viel wie möglich in liebevolle Kontakte zu kommen, weil du sehr viel zu geben hast. Dies auf einen einzigen Menschen zu konzentrieren, wäre wahre Verschwendung
.
Wenn du das kannst, wenn du durch die Welt gehen kannst, ohne den Fokus zu sehr auf “dem einen, einzigen Menschen” zu haben, wirst du spüren, wie viel Liebe dir von überall entgegen gebracht wird. Und es wird dir ermöglichen, nicht ängstlich zurück zu weichen, wenn sich jemand dir zuwendet und Interesse an dir zeigt. Weil es etwas Alltäglicheres und Harmloseres wird als wenn wir es so sehr in eine ganz bestimmte Bahn zu lenken meinen müssen. Dann hängt gleich so viel auf einmal daran und es bereitet uns Stress.
Es wäre gut für dich, so wenig wie möglich kontrollieren, lenken und “im Griff haben” zu wollen. Du hast das Zaubermittel für dich selbst schon längst entdeckt: Vertrauen. Vertrauen in das Leben. In dein Leben. Vertrauen in göttliche Fügung und Lenkung. Vertrauen, dass alles richtig so ist wie es ist. Vertrauen darauf, dass du zur rechten Zeit wissen wirst, was du möchtest und auch danach handeln kannst. Solang du dich zwingen musst, lass es. Du schadest dir damit nur. Es wird sich alles vollkommen natürlich und leicht entwickeln, du wirst sehen.
Dieses und das nächste Jahr werden für dich Jahre der Öffnung in partner-schaftlicher und ganz allgemein in Verbindungs-Hinsicht sein. Wann genau du eine Partnerschaft eingehst, vermag ich dir nicht zu sagen, aber es ist für mich völlig klar, dass dies in den nächsten Jahren (maximal 2) der Fall sein wird. Es gibt viele Faktoren, die diese Öffnung bei dir jetzt unterstützen. Zunächst lief 2007 Pluto im Transit über deinen Schütze-Mond. Dies hat die größte innere Wandlung in dir bewirkt, eine ganz grundsätzliche Öffnung für eine partnerschaftliche Verbindung. Dieser Öffnungsprozess ist auch noch im Gang und erst im September diesen Jahres “abgeschlossen”, wenn man bei einem solchen Prozess überhaupt von “Abschluss” sprechen kann
. Dann läuft das ganze Jahr 2008 über der Planet Jupiter durch dein 7. Haus, also den Bereich von Begegnung und Partnerschaft. Dies hat ganz generell eine Bedeutung, weil man in dieser Zeit häufig sehr schöne und förderliche Begegnungen hat. Bei dir geht es noch tiefer, weil Jupiter eben der Planet ist, der in deinem Grundhoroskop dem Mond gegenüber steht und für diese große Sehnsucht nach Verbindung steht. Mit Jupiter im 7. Haus werden sich auf jeden Fall Gelegenheiten bieten, Menschen, insbesondere Männern, auf eine neue Art zu begegnen. Lass dir dafür Zeit… Es läuft nicht davon.
Anfang 2009 schließlich läuft Uranus über deine Venus, der Planet der Liebe und Verbindung. Spätestens dann wird sich definitiv etwas tun. Und zwar wieder ganz von allein. Ohne Druck und Zwang. Alle Zeichen sind darauf gestellt. Dein inneres Sehnen und Wünschen wird zur richtigen Zeit den richtigen Partner für dich anziehen. Was du gedanklich tust, welche “Vorwände” du im Kopf aufbaust oder nicht, ist völlig unerheblich. Schenke diesen Beschränkungen keine übermäßige Aufmerksamkeit. Sie können es ohnehin nicht verhindern
. Wenn es soweit ist, wird es so sein.
Ich möchte dich unterdessen einladen, einmal Kontakt mit deiner “inneren Nonne” aufzunehmen. Stell sie dir einmal vor deinem inneren Auge vor und beginne einen Dialog mit ihr. Du kannst ihr Fragen stellen. Die Antworten werden einfach aus deinem Inneren aufsteigen und können dir helfen, dein Leben und deine Aufgabe besser zu verstehen. Du kannst sie z.B. fragen:
* Warum habe ich dich als Archetypus und (zeitweise) Begleiterin für dieses Leben gewählt?
* (Wo) haben wir uns vorher schon einmal getroffen?
* Welche Chancen für mein Leben sind mit dir verknüpft?
* Wie hilfst du mir, meine Lebensaufgabe zu erfüllen?
* Welche Erinnerungen verbinde ich mit dir?
* Woher weiß ich, wann ich mit deiner Energie verbunden bin?
* Welche Weisheit hältst du für mich bereit?
Liebe Berit, damit lasse ich dich nun allein. Dass du ganz viel Liebe in die Welt bringen und erfahren mögest, wünscht dir
Sabine
© 2008 Sabine Bends @ 15. Februar 2008
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Schlagwörter: Aszendent Krebs, Beziehung, Jupiter in 12, Jupiter in 7 (Transit), Kontrolle, Liebe, Merkur in Fische, Mond in Schütze, Mond Konjunktion Neptun, Nonne, Partnerschaft, Pluto Konjunktion Mond (Transit), Sonne in Fische, Uranus Konjunktion Venus (Transit), Venus in Fische, Verbindung
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Liebe Sabine,
dieser Beitrag hat mich aus mehreren Gründen sehr berührt, Du weißt schon warum
) Bitte bestelle Berit schöne Grüße, daß sie mit ihrer inneren Nonne wirklich nicht alleine ist, und mit ihren anderen Sorgen und Nöten auch nicht, es gibt zumindest eine “Klosterschwester”, die ganz ähnliches erlebt.
Und ich freue mich, daß ich hier auch Anregungen aus Deinem Archetypen-Horoskop-Seminar wiederfinde. Dort hast Du bei mir einen Stein ins Wasser geworfen, der noch lange viele Kreise ziehen wird, immer weiter, immer weiter…
liebe Grüße von Luna-Neptunia Yamuna