Über den Autor dieses Artikels

Dagmar Wäscher

Zum Autorenprofil von Dagmar Wäscher

3 Kommentare

  1. Susanne
    21. Januar 2007 @ 13:25

    Hallo Dagmar
    Die Maske ist so alt wie die Menschheit.
    Schon in den Ursprüngen wurden Tiermasken von den Stammesschamanen getragen zur Huldigung an die sattmachenden Tiere.
    Viele Schamanen kleiden sich in Vogelfedern und Vogelmasken, um in Ihre Trance zu gehen.
    Das hat Uranisches-ja.
    Aber auch der Magier-in Maske und Umhang ist wichtig, siehe die geheimen Zirkel mit Ihren Ritualen-Da geht der Weg zur Hohepriesterin über, die nur in dunkler Innigkeit die Geheimnisse entschlüsseln kann.
    Das christliche Fasnet ist eine Vermengung so vieler alter magischer Praktiken.
    Kelten-Germanisches Brauchtum wird zum fruchtbar- und berauschenden Fest-da kommt der Dionysos hinzu, mit seinen verrückten Maenaden im Anhang.
    Auch der S/M Maskenfetisch ist lebendig, aber hier ist das Verstecken seiner Eigenart relevant.
    Eros ausgelebt in maskierter Unterwerfung, um sich so zu spüren-ohne Gesicht und das Tränenerlebnis anderen zu zeigen.
    Gruss
    Susanne:-

  2. Susanne
    21. Januar 2007 @ 14:49

    Wo ist mein Kommentar?
    Lanzelot hat den anscheinend verweht…

  3. Susanne
    24. Januar 2007 @ 18:26

    Persönliche Lieblingsmasken..
    Eine ist die Waggismaske-aus der protestantischen Basler Fasnacht.
    Hier ist die Mundpartie so offen, das die Trompete laut scheppernd gespielt werden kann.
    Ausserdem ist die Trommel und die Querflöte ein wichtiges Instrument in dieser Region,welches echte Schamaninnetradition aufzeigt(die meisten Masken sind weiblich, auch die dazugehörigen Gewänder!

    Die Tauchermaske ist auch ein Lieblingsstück-maskiert die Farben der Unterwasserwelt geniessen.

Im Tierkreiszeichen Wassermann: Aufbruch ins kreative Chaos

Serie | (3) Kommentare |

abbildung

Der Wassermann macht es möglich und treibt uns hinaus auf die Straßen und unter die Menschen. Das lange Warten macht uns (normalerweise, wenn Schnee über die Lande ziehen würde) übermütig und veranlasst uns zu manchem Schabernack. Es gibt doch sonst nichts zu tun! Also sorgen wir für ein wenig mehr Leben in der Winterzeit. Die Tage werden wieder sichtbar länger, wir haben es daher langsam satt, uns in unseren Häusern zu verstecken. Lieber verstecken wir uns zum Spaß hinter unserer Faschingsmaske.

In alten Zeiten wurden Masken benutzt, um sich vor bösen Geistern zu “verstecken”, einfach dadurch, dass man sich durch eine Maskerade unkenntlich machte. Eine weitere Motivation sich unkenntlich zu zeigen, konnte sich über die Vergangenheit bis in die heutige Zeit aufrechterhalten: es ist der Wunsch, die persönliche Identität zu wechseln, um sich außerhalb der gewohnten Ordnung aufzuhalten.

Als Narr hat man das ungeschriebene Recht, nicht der Norm zu entsprechen. Er kann frei und ungestraft die Wahrheit von sich geben. Den Maskierten steht ein so genanntes “Rüge-Recht” zu. So erleben wir fast überall, dass die uns bekannten Faschingsumzüge und die Redner der Faschingsbütten den Politikern ganz oben und ganz unten so richtig die Meinung geigen.

Die Energie des Wassermanns ist der Träger des Ausbruchs aus dem Gewohnten, aus den Normen und Regeln. Einmal ein anderer sein, nämlich genau einmal der sein, den wir schon immer sein wollten!

Die Wassermann-Zeit hält uns dies in immer wieder kehrenden Abständen vor Augen: das Wissen, jederzeit aus der Haut, sprich aus unserer Maske der Gewohnheit zu fahren, die wir uns im Laufe des Lebens zugelegt haben, um der Mensch zu sein, nach dem wir uns sehnen.

© 2007 Dagmar Wäscher @ 20. Januar 2007

Druckversion des Artikels Druckversion des Artikels

Empfehlen Sie diesen Artikel weiter!

Schlagwörter: , ,

Weitere Beiträge von Dagmar Wäscher.

Verwandte Artikel:

Kommentieren

Um einen Kommentar zu diesem Beitrag abgeben zu können, müssen Sie sich bei Astrophoenix registrieren und anmelden.

Login