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Dagmar Wäscher

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1 Kommentar

  1. Barbara Wiehl
    24. Juli 2006 @ 13:43

    Liebe Dagmar

    Wie passend dein Thema .

    An diesem Wochenende besuchte ich ein beeindruckendes Konzert.
    Eine Gruppe, deren Iniatiorin im Elsass ansässig ist , spielte Klezmermusik.

    Als Klezmermusik wird die gesamte jüdische Instrumentalmusik bezeichnet, deren Wurzeln wie die jüdische Sprache, im Hochmittelalter ( ca 100-1250) liegen und in den damaligen jüdischen Siedlungen Mitteleuropas entstand.

    Die jüdischen Mystiker sagen
    “Ein Klezmer macht keine Musik, er singt und spricht durch seine Instrumente. Er erzählt Geschichten, einfache, Komplizierte, trauige und alle anderen.”
    Klezmer wurde von allen Kulturen der Welt beeinflusst und sie hat viele Kulturen beeinflusst.
    Die Beeinflussung reicht von der Übernahme als traditionelle Form bis zur musikalischen Synthese mit Jazz, Rock und anderen Musikrichtungen.

    Klezmer wurde zur einer Weltsprache der Seele.

    Eine der bekanntesten Klezemermusiker ist Giroa Feidmann..

    Aus seinem Album The soul Chai wurden einige Stücke gespielt.

    Diese Musik soll eine Brücke zwischen dem Gestern und dem Heute schlagen.
    Die Aufnahmen zu diesem ALbum entstanden in Hamburg in einer ehemaligen Synagoge als Produkt von Juden und Deutschen, die gemeinsam die B0tschaft der Seele singen.
    Die Besetzung mit Violine, Gitarre, Bass, Mandoline und Akkordeon soll an die Lagerorchester in den Konzentrationslager erinnern, die auf Geheiss der SS die ANkunft neuer Transporte, den Gang zur Gaskammer, öffentliche Bestrafungen musikalisch untermauern mussten.
    Dennoch…Musik kann weder OPfer noch schuldig sein.
    Musik hat keine Grenzen und kennt keine Nationalitäten.
    Musik ist keine Religion..Religionen nutzen die Musik.
    Musik ist eine heilige Sprache, die die menschliche Familie vereint.

    “Giora Feidmann überbrückt viele Klüfte zwischen den Generationen, Kulturen und sozialen Unterschieden.
    Er tut dies mit künstlerischer Volleindung.Lang lebe Giroa, seine Klarinette und seine Soul Music.”
    (Leonhard Bernstein)

    Musik die Weltsprache Der Seele und auch von Neptun.

    Liebe Grüsse
    Barbara

Im Tierkreiszeichen Löwe: Der Löwe ist los!

Serie | Ein Kommentar |

abbildungAm Pfingstsamstag besuchte ich abends mit einer Freundin ein Gesprächskonzert, das unter dem Motto “Das Lachen – mitten im Ernst der Neuen Musik?” stand. Eigentlich fühlte ich mich hier schon in die Löwezeit hinein versetzt, da die Aufführungen voll von schauspielerischen Leistungen getragen wurden, obwohl wir uns gerade in der Zeit des Zwillings befanden.

Für mich gehört die Musik sowieso von jeher zu der Kategorie Löwe an: wo vereinen sich sonst auf so wunderbare Weise das Leben, die Liebe, das Lachen, der Spaß, die Freude, wenn sich Menschen zum Musizieren und zum Tanzen zusammen finden? (Selbstverständlich ist die Musik, unter anderen Gesichtspunkten, auch anderen Zeichen zu zuordnen.)

Es war auch kein übliches “ernstes” Konzert; das Publikum wurde an den Mundwinkeln richtig gekitzelt. Ich glaube, wir Zuhörer spürten gemeinsam diese hohen Frequenzen an Energie, die dieser Abend anzubieten hatte. Das letzte Stück wurde von einem Streicherquartett und einem Percussionisten vorgetragen. Sie fingen gerade an zu spielen, und als die Spannung einzusetzen wagte, riss dem Cellisten eine Saite! Junge, Junge, bei einem derartigen Erlebnis durfte ich bis dato noch nie beiwohnen. Keine Sorge, es ging alles gut aus, und wir konnten den Anfang des Stückes in einer souveränen Darbietung ein zweites Mal miterleben.

Meine Freundin erwähnte den ganzen Abend hindurch, dass er total uranisch verlief. Sie schrieb sich sogar die exakte Zeit auf, als die Cellosaite riss: 20:58 Uhr. Ich wollte dies natürlich ganz genau wissen und machte mich zu Hause direkt auf die Suche. Siehe da! Was war passiert? Okay, Sonne und Uranus bildeten an diesem Tag ein Quadrat zueinander, das ist als Basis einer gewissen Grundspannung ganz gut, aber mein Blick galt einem bestimmten Planeten: kurz vor dieser besagten Zeit wanderte Mars in den Löwen! Hatten wir also eine kleine Version eines Urknalls miterlebt?

So stelle ich mir dieses Ereignis tatsächlich vor. Es waren genau die drei Voraussetzungen vorhanden, die zu einem Urknall notwendig sind: Wassermann, Löwe (sie bedingen beide einander, da sie sich im Tierkreiszeichen gegenüber stehen) und Mars. (Natürlich gehört das Fischeprinzip als Urquelle des Chaos mit dazu, aber da das Chaos bereits vorhanden ist, benötige ich es nicht mehr als Zutat.) Die Energie des Wassermanns alias Uranus liefert uns den zündenden Funken der Zerstörung, damit etwas Neues, Anderes, vielleicht so etwas wie Ordnung entstehen kann. Dass es zu einer Manifestation des Entstehenden kommt, brauchen wir die aktive Schöpferkraft des Löwen alias der Sonne. Und Mars sorgt für die Richtung und dem Ziel, wohin die Kräfte wirken sollen. Dass Mars manchmal über sein Ziel hinausschießt und dabei eine kleine Saite zerstört, liegt nicht daran, dass er Spaß daran hat oder gar böswillig ist, sondern einfach nur, weil er zuviel Energie hat (insbesondere dann, wenn diese eine zeitlang zurück gehalten werden musste).

Stellen Sie sich doch einfach mal diese Freude von Mars vor, der im Krebs nicht wirklich auf seine Kosten kam, und jetzt, als er in den Löwen eintrat, mit geballter Energie nach vorne schoss! Ein überwältigendes Gefühl der Befreiung! Ein kleiner Saitenriss? Peanuts! Es wird ja nicht nur bei dieser Cellosaite geblieben sein. Wer weiß, wo sich diese Energie sonst noch entladen und was die schöpferische Kraft des Löwen damit bewirkt hat? Lassen Sie uns als Beispiel dazu diese drei verschiedenen Formen von Urknall (könnte mir jemand freundlicherweise das Plural verraten? Urknälle? Urknalls? Hört sich so komisch an.) betrachten:

abbildungWelch ein Anblick! Oh Freude schöner Götterfunken!

abbildung
So was unsagbar Schönes kann passieren, wenn es bei einem derartigen Übergang PENG! macht. WAS daraus wird, nun, das wird uns der Löwe offenbaren.

Als die Sonne das Zeichen Löwe betritt, wanderte Mars bereits in die Jungfrau. Er bereitete uns dieses Mal ganz wunderbar auf die Löwezeit vor, indem er uns mit “voller Kraft voraus!” auf unsere schöpferischen Formen der Selbstdarstellung zusteuerte. Spätestens jetzt sollten wir unserem inneren Löwen die Käfigtüre öffnen, in dem er schon ganz unruhig hin und herläuft, und nur darauf wartet, befreit zu werden. Ein sehr passendes Zitat von der dänischen Schriftstellerin Tania Blixen fällt mir dazu ein:

“Ich muss ich selber sein, in mir selbst etwas sein, etwas haben und besitzen, das wirklich mein Eigentum ist, etwas schaffen, was von mir kommt und mein Ich darstellt, um überhaupt leben zu können.”

Schöpferisches Wirken und Kreativität auszuleben, das ist der Lebensatem des Löwen. Wie brach wäre die Welt und wir Menschen ohne ihn! Darum, sehr verehrte Damen und Herren, lautet mein persönliches Plädoyer für die kommende Zeit:

Lebt euch ohne Unterlass, versammelt euch zum Feste!

Macht den Vorhang auf, die Bühne groß

Und lasst den Löwen in euch los!

Foto: Dagmar Wäscher

© 2006 Dagmar Wäscher @ 23. Juli 2006

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