Die vier Elemente – Teil 1
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Die vier Elemente
Die vier Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft waren schon für die alten griechischen Philosophen die Grundbausteine des Lebens. Und sie sind heute noch unverzichtbar für unser Überleben. Sie stellten damals wie heute sehr greifbare Symbole für uns dar, mit denen wir eine Vielzahl von Assoziationen verbinden. Die zwölf Tierkreiszeichen sind in der Abfolge Feuer, Erde, Luft und Wasser in je drei Feuerzeichen, drei Erdzeichen, drei Luft- und drei Wasserzeichen eingeteilt. Wenn wir die zu einem Element gehörenden Tierkreiszeichen im Horoskop mit Linien verbinden, entsteht ein großes Dreieck, auch Trigon genannt.
Feuertrigon: Widder, Löwe und Schütze
Erdtrigon: Stier, Jungfrau, Steinbock
Lufttrigon: Zwillinge, Waage, Wassermann
Wassertrigon: Krebs, Skorpion, Fische.
Die Elemente in der Natur
Um die Elemente in der Astrologie näher kennen zu lernen, empfiehlt es sich in der Tat, ihren Entsprechungen in der Natur größere Aufmerksamkeit zu schenken. Wie fühlt es sich an, mit den Händen in lehmigen Boden zu greifen? Was bedeutet Ihnen Wasser? Wann spüren Sie die Luft? Wie gehen Sie mit Feuer um? Um uns ihrer Bedeutung im Horoskop zu nähern, wollen wir einmal ein paar Betrachtungen anstellen.
Feuer
Stellen wir uns das Bild einer Feuerstelle vor – welche Assoziationen haben wir? Die Flammen streben nach oben, sie breiten sich aus, wo immer sie “Futter” finden, sie strahlen Hitze aus, das Feuer wärmt und spendet Licht, kann außer Kontrolle geraten und zerstörerisch sein, Feuer konsumiert und transformiert, in die Flammen zu schauen weckt die Imagination, kann zu Visionen führen.
Erde
hat eine gewisse Stabilität und Schwere, sie bildet für alle Lebewesen auf der Erde eine Basis, einen Halt. Der sprichwörtliche “Boden unter den Füßen” gibt uns Sicherheit. Zu Häusern oder Hütten verbaute Erde oder Höhlen gewähren uns Schutz. Konzentrierte Erde in Form von Gesteinen und Mineralien ist dauerhaft, verlässlich und wertvoll.
Luft
hat auch einen Ausbreitungsdrang wie Feuer, hat dabei jedoch keine bestimmte Richtung, sie kann sich überallhin ausbreiten. Wir denken an Wind und Atem. Luft ist lebensnotwendig, zirkuliert ständig, um die Temperaturen gleichmäßig zu halten, sie ist der Vermittler zwischen dem Feuer der Sonne und dem Leben auf der Erde. Sie ist nicht fassbar, frei und flüchtig wie unsere Gedanken.
Wasser
sammelt sich immer am tiefsten Punkt, es braucht jedoch ein Gefäß oder einen Rahmen, in dem es gehalten wird. Sonst zerfließt es und verbindet sich mit der Erde. Im Wasser löst sich vieles auf, auch Sorgen. Nicht umsonst fahren wir im Urlaub, zur Entspannung, gern ans Meer. Wasser ist sehr beeinflussbar, es passt sich jedem Behältnis an. Es reagiert stark auf Hitze oder Kälte und verändert seine Erscheinungsform entsprechend. Doch immer wieder sucht es nach der Einheit, sammelt Tröpfchen für Tröpfchen im Grundwasser, in Bächen und Quellen, in Flüssen, und schließlich im Meer.
Karen Hamaker-Zondag verbindet in ihrem Buch Elemente und Kreuzedie Typenlehre C.G. Jungs mit der Astrologie der Elemente. “Insgesamt lassen sich vier unterschiedliche elementare Bewußtseinsprozesse unterscheiden, die in auffälliger Weise den vier Elementen der astrologischen Tradition ähneln.”
Die vier Elemente sind also nicht nur die Grundbausteine des Lebens, sondern sie kennzeichnen auf einer psychologischen Ebene unsere Art der Wahrnehmung der Welt und wie wir auf sie reagieren. Die menschliche Wahrnehmung lässt sich C.J. Jung zufolge in folgende Wahrnehmungsprozesse unterteilen:
Sinnliche Wahrnehmung, Empfindung über die fünf Sinne
„Es ist dunkelgrün, weich, länglich mit Zacken und riecht scharf.“
Einordnung des Wahrgenommenen in ein Konzept, eine Kategorie
„Das ist Rauke.“
Individuelle Regung auf das Wahrgenommene, Gefühl
Ein Lust- oder Ungefühl kommt auf – Ich mag Rauke oder ich mag sie nicht.
Wahrnehmung über die stoffliche Erscheinung und das Gefühl hinaus, Intuition und Imagination
Ich sehe mich bei der Zubereitung eines Salats mit Rauke. Oder: Ich weiß intuitiv, wann ich Rauke essen muss, wofür die Pflanze gut ist und wobei sie mir hilft.
Wir können die Elemente den Wahrnehmungsformen wie folgt zuordnen:
Erde – Empfinden – sinnliche Wahrnehmung
Luft – Denken – Einordnung des Wahrgenommenen in ein Konzept, eine Kategorie
Wasser – Fühlen – individuelle Regung auf das Wahrgenommene
Feuer – Intuition und Imagination – Wahrnehmung über die stoffliche Erscheinung und das Gefühl hinaus
Fortsetzung folgt.
Sabine Bends
© 2007 Sabine Bends @ 13. Juli 2007
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