Mars in Orion
Serie, Sternenhimmel | Ein Kommentar |

Mars in Orion
Was macht denn der Mars in Orion?
Da werde ja sogar ich ganz rot ..
Wir schauen mal rein, was der da macht.
Vielleicht darf er ja da gar nicht rein …
Hallo Sterngucker und Sternguckerinnen,
es ist nicht der Planet Mars im Sternbild Orion – es ist der Stern Betelgeuse.
Als ich einmal des Nachts dem Sternenhimmel angeschaut hatte, habe ich ein rotes Objekt im Sternbild Orion gesehen und ich dachte zunächst, es wäre der Mars. Ich habe später herausgefunden, dass es der Stern Betelgeuse ist.
Das Sternbild Orion
Der Stern Betelgeuse ist Teil des Sternbildes Orion – für mich eines der schönsten Sternbilder. So sieht es am Himmel aus:

Sternbild Orion, von Anton für Wikipedia
Schauen wir nun auf das Sternbild Orion mit Hilfe eines Planetariumprogramms:

Screenshot aus Stellarium: Sterne des Orion
Die Sterne eines Sternbildes werden mit Linien verbunden, um das Sternbild als solches zu kennzeichnen.

Screenshot aus Stellarium: Sterne mit Verbindungslinien
Mit etwas Phantasie erkennt man darin den Orion. In der griechischen Mythologie ist Orion ein Krieger. (Wie treffend, dass ein marsianisch roter Stern den Bizeps darstellt.)

Screenshot aus Stellarium: Sternbild Orion
Eine Überlagerung der Linien mit dem Bild des Orion verdeutlicht, wie die Sterne den Orion darstellen sollen.

Screenshot aus Stellarium: Sternbild und Linien
Drei Sterne bilden den Gürtel des Orion. Im Film “Men in black” als “Band des Orion” übersetzt, damit die Benennung zum Halsband der Katze gepasst hat. Diese trug eine Galaxie an ihrem Halsband…
Licht sind Wellen im sichtbaren Breich. Wenn mit technischen Geräten auch der nichtsichtare Bereich erfasst wird, sieht der Orion so aus:

Sternbild Orion, für Wikipedia von: Howard McCallon, Infrared: NASA/IRAS
Im Bereich des Schwertes, sieht man einen “helleren Fleck”:

Orionnebel, NASA, ESA, M. Robberto für Wikipedia
Es gibt astronomische Nebel unterschiedlicher Art. Der Orionnebel ist ein sogenannter Emissionsnebel: Es sind Wolken aus Staub und Gas, die durch das Licht heißer Sterne selbst zum Leuchten angeregt werden.
Was wir am Nachthimmel sehen sind Sterne. Unsere Sonne ist ebenso ein Stern. Aber warum erscheinen die Sterne weiß, die Sonne gelb und Betelgeuse rot.
Und wenn die Sterne funkeln, wechseln die dann so schnell ihre Farbe?
Versuchen wir das zu beantworten und fangen bei der Frage an:
Was ist ein Stern?
Ein Stern ist eine selbstleuchtende Gaskugel. Das Leuchten entsteht durch Kernfusion. Bei einer Kernfusion verschmelzen Atome, bzw. Wasserstoff zu Helium. Es nennt sich auch Wasserstoffbrennen und ich werde es einfach Brennen nennen. Diesen Prozess würde man auf der Erde gerne (prozesstechnisch kontroliert) zur Energiegewinnung nutzen. Er ist aber technisch noch nicht realisierbar. Man hat diesen Prozess bisher nur (prozesstechnisch unkontrolliert) mit Wasserstoffbomben in Gang setzen können.
Zur Unterscheidung: In Atomkraftwerken werden Atome gespalten, nicht verschmolzen.
Die Entstehung von Sternen und ihre Entwicklung
In kosmischen Wolken verdichtet sich Gas und Staub (”Verklumpen”) und entzündet eine Kernfusion. Ist die Masse des Sterns “zu klein”, so fällt er in sich zusammen und es entsteht ein “brauner Zwerg”. Ist die Masse groß genug, so kann die Hitzeentwicklung der Kernfusion (durch Strahlungsdruck) dem Verdichtungsprozess (durch die Eigengravitation der Gas und Staubteilchen) entgegenwirken und es entsteht ein Stern. Brennen wirkt der Eigengravitation entgegen.
Zur Veranschauung “vereinfacht gedacht”, würde das so aussehen: am Lagerfeuer steigt die Asche mit der heißen Luft nach oben (Strahlungsdruck durch Brennen), kann aber wieder auf den Erdboden zurückfallen (Eigengravitation). Die Schwere der Asche und die Auftriebskraft des Feueres muß so im Verhältnis stehen, dass die Asche auf dem Feuer “tanzt”.
Das Verklumpen kann man sich so vorstellen: Im Herbstwind wird Laub durch die Luft gewirbelt. Aber irgendwo ist ein Wirbel, der Laubblätter wie zufällig zu einem Haufen zusammenfegt.
Irgendwann geht auch Sternen der Brennstoff aus. Dadurch verdichtet sich der Stern erneut wie zu Beginn seiner Entstehung. D.h., er sackt in sich zusammen, weil das Brennen der Eigengravitation nicht mehr entgegenwirken kann. Allerdings brennt er diesmal schon. Durch die Verdichtung der brennenden heißen Bestandteile entstehen noch höhere Temperaturen, so dass nun Kohlenstoff verbrannt wird. Der Stern dehnt sich zu einem “Roten Riesen” aus. Wenn der Kohlenstoff verbrannt ist, sackt der Stern ein zweites mal zusammen. Ab jetzt ist die weitere Entwicklung von der Sternmasse abhängig. Bei kleinen Massen entstehen weiße Zwerge, die nur noch Restwärme abstrahlen, bei mittlerer Masse Neutronensterne, die die “letzten Reste” verbrennen und wenn sie rotieren als Pulsare zu verzeichnen sind, welche Strahlungen im Radiofreuquenzbereich aussenden. Ist der Stern extrem massereich, so entsteht eine gigantische Explosion, einer Supernova. Anschließend sackt der Stern ein letztes mal in sich zusammen und zwar so extrem, daß er nichts mehr entweichen läßt, nicht einmal Licht. Daher nennt man diese Erscheinung ein schwarzes Loch. Im Zentrum unserer Galaxie, der Milchstrasse, befindet sich ein schwarzes Loch.
Klassifizierung der Sterne mit dem Farben-Helligkeitsdiagramm
Sterne können in einem Farben-Helligkeits Diagramm klassifiziert werden.

Farben-Helligkeits-Diagramm - Sonne, Sirius und Betelgeuse in der ungefähren Position eingetragen
Die Helligkeit bezieht sich auf einen errechneten gleichen Abstand zur Erde. D.h., man mißt, bzw. berechnet vorher den realen Abstand zur Erde und bestimmt dann die Helligkeit der Sterne, als ob sie den gleichen Abstand zur Erde hätten. Je heller ein Stern ist, desto größer ist er – oder mit anderen Worten ausgedrückt, desto größer ist seine Oberfläche. Von der Farbe kann man auf die Verbrennungs- temperatur auf der Oberfläche schließen: je blauer desto heißer und je röter desto kälter. Trägt man die Sterne in dieses Diagramm ein, so ergeben sich Häufungen in gewissen Bereichen. Dies hat mit den Sternentwicklungsphasen zu tun. Eingezeichnet sind Sirius, Sonne und Betelgeuse. Sirius ist der hellste Stern am Nachthimmel. Für “uns” Beobachter auf der Erde ist er der hellste. Hätten alle Sterne den gleichen Abstand zur Erde, wäre er nicht der hellste. Er ist also auf der Helligkeittsskala nicht weit oben, weil er der Erde näher ist als andere Sterne.
Auch unsere Sonne wird einmal eine Ende drohen:

Lebenszyklus der Sonne, von Tablizer für Wikipedia
In 4.5 Milliarden Jahren sind wir hoffentlich alle im Nirvana oder von der Erde verschwunden (im Sinne eines Fortziehens), denn dann wird sich die Sonne bis in die “Nähe” der Erde aufblähen und die Erdoberfläche verbrennen.
Das Flackern der Sterne
Warum flackern die Sterne? Können die so schnell ihre Farbe ändern?
Nein. Nicht nur im Meer, sondern auch in der Luft strömt und wirbelt es. Durch Verwirbelungen in der Luft, durchläuft das Licht des Sternes Luftschichten mit unterschiedlichen optischen Eigenschaften. Dadurch erscheint sein Licht in unterschiedlichen Farben. (Durch unterschiedliche optische Dichten wird der Lichtstrahl optisch gebrochen.)
Fixsterne
Und was ist jetzt der Unterschied zwischen einem “normalen” Stern und einem Fixstern?
Fixsterne sind Sterne. Früher hat man Planeten auch als Wandelsterne bezeichnet. Daher hat man zur Unterscheidung den Begriff Fixstern verwendet. Im Universum ist aber überhaupt nichts fix. Alles bewegt sich, wenn auch nur sehr, sehr langsam – von der Erde aus gesehen.
Und was ist ein Exoplanet?
Ein Exoplanet ist ein Planet außerhalb unseres Sonnensystems. Sterne leuchten. Sie leuchten aus “eigener Kraft”. Planeten sind nur sichtbar, wenn sie das Licht von einem Stern ausreichend stark reflektieren. Schon in “unserem” Sonnensystem schaffen “das” nur die Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Uranus, Neptun und der Zwergplanet Pluto sind mit dem Auge nicht sichtbar, weil Sie zu weit von der Erde entfernt sind. Weil also Exoplaneten nicht selber leuchten, sind bisher nur ca. 350 entdeckt worden.
So, das war “Weltraumwissen vom Weltraumfuchs” Artikel Nr.2 auf astrophoenix zum Jahr der Astronomie.
> 2009 ist der 16. eines Monats “Astro-Fox-Tag”
> nächster Artikel am 16. April “Pluto und Charon”
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+++ Astrologie in Coburg, Oberfranken und Franken +++
© 2009 Astro-Fox @ 16. März 2009
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Schlagwörter: Betelgeuse, brauner Zwerg, Exoplanet, Mars, Orion, roter Riese, schwarzes Loch, Sirius, Sonne, Stern, Sternbild, Sternentstehung, Sternentwicklung, Supernova, Wasserstoffbrennen, weisser Zwerg
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Guten Morgen lieber Astrofox
Meinen aufrichtigen Respekt für deine Forschungen und dein Wissen, das du hier mit uns teilst.
Mars darf nicht rein!
Da werde ich jetzt auch rot, kenne ich aus meinem Leben das die Tür vor mir und meinem Mars zugeschlagen wird. ggg
Und nun mach ich mal Butter bei die Fische.
Hier in Andalusien gibt es die Deutsche Schule in Marbella, da ist Astronomie ein regluläres Schulfach .
Der Lehrer ibetreut auch eine Sternwarte und hat auch einen Freundeskreis für Interessierte gegründet.
Und da dieser Herr auch noch aufgeschlossen ist für die Astrologie , ach, ich würde doch mal anfragen wollen ob ich mich zu den Zwölfjährigen auf die Schulbank setzen darf.
Bin nämlich eine, die technisch oft auf der Leitung steht und da eher einen kindgerechten Zugang und einen geduldigen Lehrer braucht, ganz praktisch und anschaulich. gg
Hasta la Vista
Barbara
Hat das was mit dir zu tun?
Eben war mein Beitrag verschwunden.
Bin ja froh Einlass zu deinem Bereich hier gefunden zu haben. wenn auch mit Hindernissen.