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Dagmar Wäscher

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Mars Ingress Wassermann

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PROGRAMM FÜR EINE KLEINE REVOLUTION

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Marsch der Unzufriedenen, 3.3.2007, St.Petersburg

Es wird Zeit, eine kleine Revolution zu starten. Mit Mars in Wassermann bieten sich uns unzählige Möglichkeiten, alte oder neue Ordnungen (wieder) herzustellen. Ja komisch, gell, dass man gewünschte Ordnungen mittels Revolutionen erlangen kann. Revolutionen werden jedoch geführt, wenn mehr oder weniger überwiegend der Eindruck herrscht, dass etwas in der Welt in Unordnung geraten ist. Etwas stimmt dann nicht mehr mit unseren Vorstellungen von Handlungen und Regeln / Gesetzen überein, wie sie in einer bestimmten Art und Weise ausgeführt werden oder die uns z.B. in unseren Handlungsfreiräumen einschränken. In unserer Vorstellung gibt es demnach so eine Art Instanz, die uns aufzeigt, wie etwas zu sein hat. Dies wird mit einem „Sinn für Ordnung“ verknüpft. Und da jeder Mensch seine eigenen Vorstellungen von Ordnung hat, gibt es dementsprechend viele und unterschiedliche davon. Jetzt legen wir sie mal alle auf einem Tisch aus und schon haben wir die Salami! Wie doch so viele Ordnungen eine derartige Unordnung schaffen können!
Das Tierkreiszeichen Wassermann bietet uns immer die Gelegenheit, die gewohnten Ordnungen aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können. Die Energie des Wassermanns hält uns an, dort zu hinterfragen, wo unsere Auffassung von Ordnung nicht mehr mit den Begebenheiten übereinstimmen. Vielleicht entscheiden wir uns dann für einen Abbruch der Entwicklungen, um etwas zu korrigieren, damit es wieder mehr mit unseren Vorstellungen übereinstimmen wird. (In diesem Wassermann-Paradoxon Ordnung/Unordnung stellen sich meiner Ansicht nach sehr gut die Gegensätzlichkeiten von Uranus und Saturn dar, die beide über das Zeichen Wassermann herrschen.)
Mit Mars werden wir wohl sehr schnell herausfinden, was uns heute und morgen nicht passt, denn er schubst uns ganz direkt und ohne Umschweife auf Missstände in unserer Umwelt hin. Und er fackelt nicht lange herum, nein, er unterstützt uns, die Sachen auf den Punkt zu bringen. Mit dieser Mars-Energie können wir uns mal so richtig ins Zeug legen und uns für etwas einsetzen, das unserer Meinung nach nicht „in Ordnung“ ist. Wenn wir auf andere treffen, die genau vom Gegenteil überzeugt sind, werden wir uns gerne gegenseitig die Zähne ausbeissen, weil Rechthaberei dieser Tage Hochkunjunktur haben wird. Toleranz ist nicht gerade die Stärke dieser Konstellation, aber wir haben auch die Möglichkeit, diese Energie ganz für uns zu nutzen. Anstatt in den Kochtöpfen der anderen rumzurühren, können wir auch mal unseren eigenen Deckel vom Topf lüpfen und nachsehen, wie unordentlich es inzwischen in uns geworden ist. Halten wir uns denn an unsere eigenen Vorstellungen, wie wir uns z.B. ändern müssten, um eine gewünschte Verhaltensweise etablieren zu können? Leben wir die Dinge, die uns begeistern? Entdecken wir ‚neue’ Schätze in uns, die noch ungelebt sind? Wie weit gehen wir, um unseren Idealismus in die Welt zu tragen? Was hält uns ab, etwas Besonderes zu sein?
Die Welt liegt im Argen und wir wollen sie verbessern? Das ist schön, aber Verbesserung beginnt u.a. auch mit einer kleinen Selbst-Revolution, um eine bessere Version von sich selbst zu erwirken und um die eigene Unordnung wieder in Ordnung zu bringen. Verbessere ich mich, verbessere ich gleichzeitig die Welt. Mars schenkt uns nun die nötige Kraft, Verbesserungen leichter umzusetzen.
Wenn wir uns einen anderen Blickwinkel verschaffen möchten, um auf etwaige Fragen wie “was könnte ich an mir verbessern?” Antworten zu bekommen, dann ist es von Vorteil, den eigenen Alltag auf den Kopf zu stellen, also praktisch Unordnung zu stiften.
Und an diese Unruhestiftung möchte ich heute appellieren! Das Programm der nächsten Wochen lautet: starte eine kleine Selbst-Revolution!

  1. Nimm dir mehr Zeit, um in die Arbeit, Schule o.d. zu fahren / gehen. Gehe / fahre auf einem anderen, nicht gewohnten Weg zu deiner Arbeit. Dann lerne innerlich andere Wege zu gehen.
  2. Wo glaubst du, unabkömmlich zu sein? Teste aus, wie es ist, abkömmlich zu sein.
  3. Sag nicht immer gleich, ich kann nicht. Versuche es einfach.
  4. Begrüße deine Lieben beim Nachhausekommen als wäre es das erste Mal. Betrachte sie, als hättest du sie noch nie vorher gesehen.
  5. Führe mehr Tätigkeiten so aus, als würdest du sie das erste Mal tun.
  6. Blicke in den Spiegel und schau dich ganz genau an. Wen siehst du? Wen sehen die anderen?
  7. Wohin fährst du in deinem nächsten Urlaub? Nimm eine geografische Karte deiner Wahl, schliesse die Augen und lass deinen Finger über die Karte tanzen. Da wo er anhält, fährst du hin. Besorge dir Literatur über diesen Ort. Wenn du nichts mit ihm anfangen kannst, tu so, als wäre es der wunderbarste Ort der Welt und versuche soviel wie möglich über ihn zu erfahren.
  8. Gehe in deinen Wohnort und tu so, als würdest du ihn nicht kennen. Spiele Tourist. Welchen Flecken kennst du noch gar nicht, auf welchen Straßen bist du noch nie entlang gefahren? Schau dir die Häuser genau an. Was haben sie schon alles erlebt? Denke dir Geschichten über die Häuser oder die Menschen, die darin leben, aus.
  9. Rufe jemanden spontan an und verabredet euch zu einer Unternehmung. Was wolltet ihr schon immer mal zusammen machen? Verschiebe es nicht auf morgen.
  10. Schreibe hundertmal auf: „Ich kann mich verändern.“

Was hat sich nach deiner Revolution verändert?

Foto aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Marsch_der_Unzufriedenen

© 2009 Dagmar Wäscher @ 4. Februar 2009

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